Dienstag, 5. Dezember 2017


Der bundesweite Trägerkreis der "Allianz für den freien Sonntag" hat an alle Einzelhandelsunternehmen in Deutschland appelliert, ihre Geschäfte an Heiligabend geschlossen zu halten.


"Das wäre ein deutliches Zeichen der Wertschätzung und des Respekts für die Leistung, die die Menschen im Einzelhandel Tag für Tag erbringen müssen. Und es würde zeigen, dass der Kommerz an einem der wichtigsten Feiertage in unserem Land wenigstens für einige Stunden in den Hintergrund tritt zugunsten der Beschäftigten und ihrer Familien", erklärte Stefanie Nutzenberger vom ver.di-Bundesvorstand.


Diakon Erwin Helmer von der Katholischen Betriebsseelsorge: 

"Die Beschäftigten im Einzelhandel haben genug Stress vor Weihnachten, deshalb sollten wir ihnen alle paar Jahre einen freien Heiligabend gönnen. Damit die Menschen wieder mehr zu Menschen werden - genau darum geht es ja am Fest der Geburt des Herrn." "Es ist nicht hinzunehmen, dass Adventssonntage als Vorbereitung der Christen auf das Weihnachtsfest zur Disposition gestellt werden", sagte Hannes Kreller, Referatsleiter bei der KAB Deutschland.

Trägerverbände der Allianz für den freien Sonntag sind die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sowie die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA), der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und die Katholische Betriebsseelsorge.

Zum Thema berichtete auch ZEIT online: "Kein Einkaufsbummel an Heiligabend: Weil Heiligabend auf einen Sonntag fällt, ruft ver.di zum Boykott auf."
Aldi, Lidl und Kaufland hatten bereits erklärt, Heiligabend nicht zu öffnen. Bei Rewe und Penny bleiben die zum Konzern gehörenden Filialgeschäfte geschlossen.


Ihr wollt generell den freien Sonntag schützen helfen? 

Die von den Warenhäusern Karstadt und Kaufhof angeführte Initiative "Selbstbestimmter Sonntag" fordert die völlige Abschaffung des freien Sonntags im Einzelhandel. Die Geschäfte sollen an allen 52 Sonntagen im Jahr öffnen können. Dies hätte nicht nur tiefgreifende Folgen für 3,1 Millionen Beschäftigte, sondern würde auch den Schutz der Sonntagsruhe grundsätzlich in Frage stellen. Eine Änderung des Grundgesetzes auf Bestellung von Karstadt und Kaufhof darf es nicht geben.

Die kirchlich-gewerkschaftliche Allianz für den freien Sonntag hat die Online-Petition „Der Sonntag muss frei bleiben!“ gegen diese Initiative gestartet. Sie ruft Beschäftigte des Einzelhandels, mittelständische Händler, Kirchengemeinden, Familienverbände, Sportvereine und alle anderen Freundinnen und Freunde des freien Sonntags auf, diese Petition auf der Plattform change.org zu unterstützen. 

Zur Petition

 

Quellen:

ver.di Handel

kab.de 

 

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