Montag, 18. Juli 2016

Weltbild wird endlich wiedervereint - zumindest räumlich


Der finale Umzug der noch in Lechhausen verbliebenen WeltbildmitarbeiterInnen steht unmittelbar bevor. Dann werden alle Kollegen zwar nicht in einem einzigen Gebäude, doch zumindest in unmittelbarer Nähe zueinander in Büros bei Böwe Systec und im Sigma Technopark ihrer Arbeit nachgehen. Was als Interimslösung geplant war, sieht aktuell nach einer dauerhaften Kompromisslösung aus.

Für die Auswahl des neuen Standorts war im Juli 2014, nach Kündigung der Mietverträge für den zu teuer gewordenen Prunkbau in der Steinernen Furt, eine Betriebsvereinbarung geschlossen worden. In dieser BV wurde festgelegt, dass der Betriebsrat an der Entscheidung für einen neuen Standort beteiligt werden muss. 

Leider ist die Vereinbarung von der Geschäftsleitung komplett ignoriert worden. Eine Mitteilung erfolgte immer erst dann, wenn bereits Fakten geschaffen waren. So wurden die Mietverträge der verbleibenden "alten" Gebäude in der Steinernen Furt, ohne Rücksprache gekündigt, obwohl noch keine Option auf eine Alternative bestand. Das hatte zur Folge, dass mit Näherrücken des Auszugstermins mit heißer Nadel an einer Notlösung gestrickt werden musste. So präsentierte man dann die Anmietung der Flächen bei Böwe als Zwischenlösung, der der BR in Anbetracht des Zeitdrucks und fehlender anderer Optionen zustimmen musste. 

Auch von der Aufhebung des Mietvertrags für die Räume in der Deutschen Papier erfuhr der BR zuerst aus der Zeitung, wo mitgeteilt wurde, das dort ab August Flüchtlinge untergebracht würden. Aus dem Hut gezaubert wurden schließlich die Flächen im Sigma Technopark. Dabei handelt es sich um Großraumbüros mit zum Teil über 200 Quadratmetern, die für viele Kollegen eine weitere Herausforderung darstellen dürften, da sie für die geplante Nutzung nur bedingt geeignet sind. Eine Besichtigungsmöglichkeit wurde dem BR erst am 1. Juli 2016 gewährt. Er war alles andere als begeistert.

Trotzdem ist der BR zähneknirschend bereit, die Entscheidung der Geschäftsführung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation mitzutragen. Wohl wissend, dass der neue Standort wohl eine Zwischenlösung auf Dauer sein dürfte. Deshalb verhandelt der Betriebsrat aktuell über eine neue Betriebsvereinbarung, die helfen soll, aus der unbefriedigenden Situation das Bestmögliche für die Beschäftigten zu machen.

Bis spätestens Ende des Jahres sollen alle Bereiche in einen Zustand gebracht werden, der den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung und der Arbeitssicherheit entspricht. Dafür soll im ersten Schritt ein Gutachten der Sicherheitsfachkräfte und der Betriebsärztin erstellt werden, die jeden Arbeitsplatz in Augenschein nehmen werden. Parallel dazu wird eine ganzheitliche Gefährdungs- und Belastungsanalyse bei einem externen Unternehmen in Auftrag gegeben.

Diese Ergebnisse sind Basis für weitere Optimierungen und eine Betriebsvereinbarung, die zukünftig regelt, nach welchen Verfahren und in welcher Struktur die Arbeitsbedingungen und Gefährdungen im Betrieb ermittelt und bewertet werden, sowie Maßnahmen festschreibt, um die Belange des Arbeitsschutzes umzusetzen. Dazu gehören etwa bauliche Veränderungen um Räume sinnvoll aufzulockern, sowie ein erhöhtes Augenmerk auf den Lärmschutz vor Ort. Gegebenenfalls müssen weitere Flächen angemietet werden, um ausreichend Raum für die Mitarbeiter zu schaffen.

Nachdem der BR bisher nur vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, bleibt zu hoffen, dass die weitere Gestaltung der neuen Büros ab jetzt in gegenseitigem Einvernehmen und Respekt, allein unter dem Gesichtspunkt der Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter abläuft. Sie haben das wahrlich verdient. Letztendlich wird sich dies für die Firma auszahlen, wenn die gebeutelten Weltbildler endlich wieder mit einem positiven Gefühl zur Arbeit kommen…

Kommentare:

  1. Gegenseitiges Einvernehmen und Respekt, da lachen ja die Hühner. Wenn der Dröge und Konsorten bisher den BR nicht gefragt haben, werden sie es in Zukunft auch nicht machen.

    AntwortenLöschen
  2. ...und ganz wichtig. Ihr müsst euch unbedingt um Parkplätze kümmern. Wenn die armen verbliebenen schon in menschenunwürdigen Großraumbüros arbeiten müssen dann sollen sie wenigstens ordentlich parken können...

    AntwortenLöschen
  3. Parkplatz??!!! Das sind wirkliche "Probleme" die Du hast. Kollegen haben die Arbeit verloren und du hast das Parkplatzproblem !?

    AntwortenLöschen
  4. Der anonyme Kommentarverfasser vom 18. August ist ganz offensichtlich eine "Leuchte"! Hast noch nicht mal die Ironie von Anonym 20. Juli erfasst. Kein Wunder, dass es mit Weltbild/ALSO den Bach runter ging, bei solchen Mitarbeitern.

    AntwortenLöschen
  5. Ironie? Im Rest-CCC hat es neulich einen halben Aufstand unter den Mitarbeitern gegeben, weil sie persönliche Nachteile durch die Parkplatz-Regelung befürchteten. Ich habe in den letzten zwei Jahren gelernt: Bei Weltbild gibt es nichts, was es nicht gibt...

    AntwortenLöschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.

Wir lassen Sie nicht allein! Klicken Sie auf das Logo.