Freitag, 14. Juni 2019

Shortlist für den Deutschen Betriebsräte-Preis 2019 steht:


Betriebsräte zerbrechen sich den Kopf, Betriebsräte halten ihren Kopf hin: für dieses Engagement für KollegInnen und für ihre Firmen werden schon seit 2009 ein Mail im Jahr erfolgreiche Betriebsratsgremien aus ganz Deutschland ausgezeichnet. Auch diesen Herbst wieder - die Shortlist von 12 aus 78 Bewerbern wurde jetzt aufgestellt. 

Psychische Belastung - auch bei der Post Thema

Welche Themen beackern Betriebsräte landauf-landab? Was erreichen die Gremien? - Bei der Deutschen Post AG hat der Betriebsrat zum Beispiel beim Arbeitgeber durchgesetzt, ein einheitliches Verfahren zur Beurteilung psychischer Belastungen zu entwickeln und umzusetzen. Ein wichtiges Thema, auf das auch bei Weltbild alle Augen gerichtet sind.

IKEA: feste Verträge und korrekte Eingruppierung

Der Betriebsrat von IKEA Deutschland GmbH in Duisburg hat jahrelang dafür gekämpft – auch gerichtlich – dass MitarbeiterInnen richtig eingruppiert und in feste Arbeitsverträge übernommen werden. In zahlreichen Verhandlungsrunden konnte das Gremium erreichen, dass Befristungen reduziert und deutlich mehr Festverträge geschlossen werden. Fehlerhafte Eingruppierungen wurden zugunsten der Beschäftigten korrigiert.

Airbag- und ABS-Hersteller ZF TRW: Auslagerung verhindert

Der Betriebsrat der ZF TRW GmbH in Neuwied hat erreicht, dass rund 190 MitarbeiterInnen feste Arbeitsverträge erhalten haben – obwohl vorher Stellen zu einem Anbieter ohne Tarifvertrag ausgelagert werden sollten. Das Gremium zeigte anhand von Berechnungen, dass der Verbleib der KollegInnen klare betriebswirtschaftliche Vorteile brachte.

Diese drei und neun weitere nominierte Betriebsratsgremien und ihre tollen Leistungen zugunsten von Gesundheit, fester Beschäftigung, Inklusion oder auch mehr Freizeit stellt der DGB auf seiner Seite vor: 
Deutscher Betriebsräte-Preis 2019
 

Donnerstag, 6. Juni 2019

Fortschritte bei der Senkung psychischer Belastungen


Anfang März hatten wir hier von der ersten Sitzung der Einigungsstelle über die Maßnahmen zur Senkung der psychischen Belastungen bei WELTBILD berichtet. Seither hat sich erfreulicherweise einiges getan. Am 24. Juni findet die zweite Sitzung der Einigungsstelle statt. Ein guter Zeitpunkt, vorher eine Zwischenbilanz zu ziehen:

Zur Erinnerung: Die Forderungen des Betriebsrats

Der Gesundheitsausschuss bearbeitete die 250-Punkte-Liste aus den 
Workshops und verdichtete das Konvolut auf insgesamt drei große
Lösungspakete.
Nach den katastrophalen Ergebnissen der psychischen Gefährdungsbeurteilung (GBU) Ende 2016 beteiligten sich rund 100 KollegInnen an acht Workshops. Hier wurden die Probleme konkretisiert und Ideen für Lösungen gesammelt. Daraus entwickelt der Gesundheitsausschuss des Betriebsrats drei zentrale Forderungen: 1. Unternehmensleitlinien, Coaching der Führungskräfte und eine paritätische Eskalationsinstanz bei Führungskonflikten; 2. Prozessoptimierung unter Einbeziehung der beteiligten MitarbeiterInnen, Klärung von Verantwortlichkeiten, Dokumentation von Abläufen und Stellenbeschreibungen; 3. Systematische Ermittlung von materiellen Bedarfen im Zusammenhang mit der Bürogestaltung und -ausstattung, aber auch Hardware und Software betreffend. Daraus folgend eine Budgetierung und Investitionsplanung. Später kam ein vierter Punkt dazu: ein Workshop-Angebot für MitarbeiterInnen, um zu einer gesünderen Körperhaltung zu finden und Verspannungen loszuwerden. Was wurde bisher umgesetzt?

Bewegungsperlen und Strudelwurm

Die Workshops der Krankenkasse ProVita mit Caroline Theiss waren gut besucht und kamen bei den MitarbeiterInnen noch besser an. Die quirlige Trainerin vermittelte grundlegendes Wissen zum Bewegungsapparat und gab viele gut anwendbare Tipps, wie sich BüroarbeiterInnen mehr Bewegung verschaffen können. Die Diplom-Physiotherapeutin und zertifizierte Trainerin garnierte ihren Vortrag mit originellen Einfällen wie dem Strudelwurm: Das lustige Tierchen kann helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden. Aus Sicht der Workshop-TeilnehmerInnen und des Betriebsrats ein voller Erfolg!

Transparenz bei Abläufen und Verantwortlichkeiten

Inzwischen hat die Personalabteilung ein Organigramm im Intranet veröffentlicht, das wenigstens etwas mehr Transparenz schafft. An einer Dokumentation der Arbeitsabläufe wird derzeit gearbeitet. Zwischenergebnisse wurden mit dem BR besprochen. Fazit: Der gute Wille des Arbeitgebers ist erkennbar, aber besonders weit sind wir hier noch nicht. Die Tätigkeitsbeschreibungen und Kompetenzprofile sollen in einem zweiten Schritt erstellt werden.

Schulungen der Führungskräfte und Leitlinien

Über die Krankenkasse ProVita hat es bereits Kontakte mit Trainern gegeben, aber bisher sind keine konkreten Termine bekannt. Das Thema Leitlinien soll erst nach den Trainings angegangen werden. Hier ist leider noch gar nichts passiert…

Physikalisch-technische Beurteilung der Arbeitsbedingungen

Unter der Regie unserer Sicherheitsfachkraft Rainer Höckendorff wurden sämtliche Arbeitsräume vermessen und untersucht. Unter anderem wurden Lärm, Licht, Luftqualität und Temperaturen gemessen. Wenig überraschendes Ergebnis: Unsere Büros sind zu klein bzw. oft überbelegt. Im Rahmen des geplanten Umzugs sollen die Räume neu verteilt und die Mängel behoben werden. Um die Lage zu entspannen, wurden über 250 Quadratmeter zusätzliche Flächen angemietet. Eine neue Umzugsplanung ist derzeit in Bearbeitung bei den Zentralen Diensten. Status: Es geht voran.

Zukünftige Gefährdungsbeurteilungen

Eine „Hausaufgabe“ des Betriebsrats aus der Einigungsstelle war der Entwurf einer neuen Betriebsvereinbarung, in der die Durchführung künftiger Gefährdungsbeurteilungen definiert wird. Der BV-Entwurf ist fertig und liegt allen Beteiligten vor. Darüber und über die anderen noch offenen Punkte wird am 24. Juni weiterverhandelt. Wir werden berichten…  

Dienstag, 4. Juni 2019

ver.di-Lohnsteuerservice Augsburg


ver.di bietet dir Rechtsberatung und Rechtsschutz sowie kompetente Unterstützung bei auftretenden Problemen am Arbeitsplatz. Auch die Verhandlung von Tarifverträgen ist eine Kernleistung deiner Gewerkschaft, die mit deinem Mitgliedsbeitrag ermöglicht wird. Darüber hinaus kannst du auf eine Vielzahl von weiteren Serviceleistungen zurückgreifen. 

Hierzu gehört auch die kostenlose Beratung durch den ver.di-Lohnsteuerservice. 

Nachdem wir den Lohnsteuerservice wegen notwendiger Absprachen mit dem Bundesfnanzministerium Anfang des Jahres 2019 vorübergehend einstellen mussten, konnten unsere Lohnsteuerberater*innen ab April wieder richtig loslegen. Die meisten von Ihnen unterstützen ver.di Augsburg bereits seit vielen Jahren mit ihrer Arbeit.


Anmeldungen zum Lohnsteuerausgleich an:
bz.augsburg@verdi.de
Unsere ehrenamtlichen Berater*innen im Bezirk sind engagiert und kompetent. Sie beraten dich gerne.


kostenlose Beratung gibt es für ver.di Mitlgieder durch unser Team vom ver.di Lohnsteuer-Service (Foto Sigrid Giampa)

Quelle: ver.di Augsburg kompakt










Freitag, 31. Mai 2019

Grundrente: Lebensleistung honorieren


aus ver.di publik 2/2019:

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD, legt ein Konzept für eine Grundrente vor. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske begrüßt es als Chance für Millionen heutiger und zukünftiger Rentner*innen, aus eigener Kraft über Grundsicherungsniveau hinauszukommen



 Links: Chemiearbeiterin des VEB Chemische Werke Buna 1976
Rechts: Ein Mitarbeiter des VEB Kombinat Spielwaren Sonneberg 1973

FOTOS AUF DIESER SEITE:MORGENSTERN/AKG-IMAGES / DDRBILDARCHIV.DE

Von Heike Langenberg

Im Koalitionsvertrag hat die schwarz-rote Bundesregierung vereinbart, eine Grundrente einzuführen. Wer 35 Jahre Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat bzw. Zeiten für Kindererziehung oder Pflege vorweist, soll eine monatliche Rentenzahlung erhalten, die zehn Prozent über der Grundsicherung liegt. Verbunden war damit das Versprechen: „Wir honorieren Lebensleistung und bekämpfen Altersarmut.“ ver.di, der DGB und seine weiteren Mitgliedsgewerkschaften hatten im Bundestagswahlkampf 2017 mit einer Rentenkampagne dafür gesorgt, dass Armut im Alter zu einem entscheidenden Thema auf der politischen Agenda geworden ist.

Jetzt hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD ein Konzept für eine Grundrente vorgelegt, in dem er weit über das hinausgeht, was im Koalitionsvertrag versprochen wird. Für den ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske ist dieser ­Vorschlag ein „Meilenstein in der Auseinandersetzung um eine bessere Rente“. Das Konzept sieht eine automatische Aufwertung von Zeiten mit geringen Einkommen bei der Rentenberechnung vor – und das auch für heutige Rentner*innen. Wer mindestens 35 Jahre Pflichtbeitragszeiten vorweisen kann – vor allem aus Beschäftigung, Kindererziehung und Pflege – und nur auf eine geringe Rente kommt, kann auf einen Zuschlag von bis zu 448 Euro im Monat kommen.

Zankapfel Bedürftigkeitsprüfung


Der von Heil geplante Zuschlag soll die Zeiten aufwerten, in denen mindestens 0,2 Entgeltpunkte erreicht wurden. Diese werden verdoppelt – maximal bis zu einer Obergrenze von 0,8 Entgeltpunkten. Das betrifft aus heutiger Sicht Bruttoeinkommen zwischen 650 und knapp 2.600 Euro im Monat. Von der Änderung könnten nach Angaben aus dem Ministerium „3 bis 4 Millionen Menschen profitieren“, ein großer Teil davon seien Frauen. Die Kosten gibt der Minister mit einem mittleren einstelligen Milliardenbetrag an, ­finanziert werden sollen sie aus Steuermitteln.

Der Unterschied von Heils Vorhaben zum Koalitionsvertrag liegt darin, dass niedrige Renten ohne Bedürftigkeitsprüfung aufgewertet werden sollen. ver.di begrüßt den Verzicht auf eine Bedürftigkeitsprüfung. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer besteht jedoch darauf. Sie kündigte an, ihre Partei werde der Grundrente sonst nicht zustimmen. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske kritisierte, die Politikerin stelle sich „mit ihrer Verweigerung einer Grundrente ­ohne Bedürftigkeitsprüfung gegen die Interessen vieler Millionen Menschen in unserem Land“. Damit lasse sie „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit niedrigen Einkommen sowie Rentnerinnen und Rentner mit niedrigen Renten im Regen stehen“.

Antiquiertes Frauenbild


„Der Hinweis, dass ohne Bedürftigkeitsprüfung womöglich auch eine Zahnarztgattin von der Aufwertung eigener ­Beitragszeiten im Niedriglohnbezug profitieren könnte, obwohl die doch einen gut verdienenden Mann habe, ist Ausdruck eines antiquierten Frauenbildes", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. Diese Vorbehalte hätten CDU / CSU nicht gehabt, als es um die Mütterrente gegangen sei. Richtigerweise müsse die eigene Lebensleistung im Vordergrund stehen, nicht aber die Abhängigkeit von einem Partner oder einer Partnerin. Sowohl die Unionsparteien als auch die FDP und die Arbeitgeberverbände behaupten, die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung sei nicht finanzierbar.

Nach den Vorstellungen Heils soll sein Grundrentenkonzept um zwei weitere Zahlungen ergänzt werden. Zum einen sieht er einen pauschalen Freibetrag für das Wohngeld in Höhe von 125 Euro vor. Zum anderen schlägt er einen Freibetrag von bis zu 106 Euro in der Grundsicherung vor. Beide Zahlungen sollen an den Nachweis von 35 „Grundrentenjahren“ gekoppelt sein. „Es ist eine Frage von Anerkennung und Gerechtigkeit, dass Arbeit sich lohnt“, steht in dem Konzept von Heil. Menschen müssten sich auf das Kern­versprechen des Sozialstaats verlassen können: Wer jahrzehntelang in die Rentenversicherung eingezahlt habe, solle im Alter ordentlich abgesichert sein.

Bislang gibt es noch keinen Referentenentwurf zur Grundrente. Er soll im Frühjahr vorgelegt werden. Dann könnte die erste Lesung im Bundestag noch vor der Sommerpause stattfinden. „Wenn der Entwurf vorliegt, werden wir ihn uns noch einmal genau anschauen“, sagt Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik beim ver.di-Bundesvorstand. Grundsätzlich begrüßte sie die Vorschläge des Ministers: „Dass etwas getan werden muss gegen Altersarmut, bezweifelt niemand.“

Noch sei aber unklar, ob und wie Zeiten von Arbeitslosigkeit berücksichtigt ­werden. Auch beim Thema „Kinderberücksichtigungszeiten“ seien noch keine klaren Regelungen erkennbar. Bei der starren ­Zugangsvoraussetzung von 35 Beitragsjahren hat der Bundesarbeitsminister in einem Interview mit dem Handelsblatt mittlerweile erkennen lassen, dass er sich auch einen weicheren Übergang vorstellen kann.

Der Mindestlohn muss rauf


Kerschbaumer stellt klar, dass das Konzept dennoch keinen umfassenden Schutz vor Altersarmut biete. Derzeit beziehe rund die Hälfte der Beschäftigten ein Einkommen unter 2.500 Euro brutto im Monat. Die von Heil geplante Aufwertung führe in den meisten Fällen zu einer Aufwertung knapp über dem Grundsicherungsniveau. Daher müssten sich Politik und Gesellschaft fragen, wie viel man sich leisten wolle für ein Leben in Würde im Alter. Denn die Kosten der Heil’schen Vorschläge könne man nicht kleinreden. Allerdings sei Geld vorhanden, so Judith Kerschbaumer. Wer über die Abschaffung des Solidaritätszuschlags nachdenke, von der aber besser Verdienende stärker profitieren, könne nicht behaupten, es sei kein Geld für eine Grundrente vorhanden.

Die Gewerkschafterin spricht sich auch für eine Arbeitsmarktreform aus. Die Ursachen zunehmender Altersarmut seien auch auf die we­it verbreiteten Niedriglöhne zurückzuführen. „Das kann man nicht immer nur über die Renten reparieren“, sagt sie. Ein erster möglicher Schritt wäre eine schnelle Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12,80 Euro pro Stunde, derzeit liegt er bei 9,19 Euro.

Postkarten an Angela Merkel

ver.di hat eine Postkartenaktion gestartet. Alle eingesendeten Postkarten sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, überreicht werden. In dem Text fordern die Unterzeichner*innen, das Bundeskabinett möge eine Grundrente ohne Bedürftigkeits­prüfung beschließen. Die Karten ­können bei den Konferenzen, die derzeit im Vorfeld des ver.di-Bundeskongresses stattfinden, unterzeichnet werden. Aber auch im Internet können sie auf der Website rente-staerken.verdi.de gezeichnet werden.


Montag, 27. Mai 2019

Postkarten-Aktion zum freien Sonntag


Wie bereits hier im Blog berichtet, plant der bayrische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern einen Angriff  gegen den arbeitsfreien Sonntag.

Die Allianz für den Freien Sonntag sieht hier einen Angriff gegen die Verfassung.
Zudem würde dies eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter im Handel bedeuten, denn das Personal würde dafür in den wenigsten Fällen aufgestockt werden. Eine gesunde Work-Life-Balance ist damit nicht mehr gegeben.

Ist der Sonntag erstmal gebrochen, ist nicht abzusehen, welche Ideen aus dem Lager der Arbeitgeber noch so kommen werden...

Postkarten an Ministerpräsident Markus Söder


Um der Forderung nach dem freien Sonntag Nachdruck zu verleihen, hat die Allianz zum Freien Sonntag eine Postkarte entworfen, die direkt an den bayrischen Ministerpräsidenten Söder adressiert ist.

Wer sich gerne an dieser Postkarten-Aktion beteiligen möchte, kann sich die Karte in der verdi-Dienststelle holen.

Donnerstag, 23. Mai 2019

Am 26. Mai wird gewählt


Am Sonntag ist Europawahl. Geht zur Wahl und setzt eure Stimme ein für ein soziales Europa. Lasst neue nationalistische Strömungen nicht die Oberhand gewinnen! 

Diese Wahl wird richtungsweisend sein für die nächsten Jahre. Jede Stimme ist wichtig, damit wir weiterhin in einem freien und vereinten Europa leben können. 



Bild:ver.di






Dienstag, 21. Mai 2019

Samstag, 18. Mai 2019

Was hat Europa im Betrieb mit Dir zu tun?

Du denkst, was in Brüssel und Strassburg beschlossen wird, hat nichts mit Dir zu tun? Doch Entscheidungen in der EU bestimmen auch über dein Leben und deine Arbeit. Wir werden mal konkret:


  • Der europäische Binnenmarkt macht den Handel von Waren, Dienstleistungen und Kapital innerhalb der EU einfacher und günstiger. Da Grenzkontrollen und Zölle wegfallen, wird die europäische Wirtschaft angekurbelt, Investitionen werden gefördert und Arbeitsplätze geschaffen.
  • Die Bildung von Kartellen und Monopolen ist in der EU verboten. Staatliche Subventionen dürfen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Die EU schafft gleiche und faire Bedingungen für alle in Europa tätigen Unternehmen, egal ob sie ihren Sitz in Europa haben oder nicht. Dies schützt vor allem kleine und mittlere Unternehmen vor unfairen Absprachen.
  • Das EU-Recht verhindert, dass Unternehmen bei einer Insolvenz ihren Sitz in einen anderen Mitgliedsstaat verlegen, um dort von günstigeren nationalen Gesetzen und Auflagen zu profitieren. Insolvenzen müssen immer dort durchgeführt werden, wo die tatsächliche Betriebsaktivität stattfand.
  • Wenn der Staat, das Land oder die Kommune einen Auftrag vergibt, zum Beispiel für die Renovierung einer Schule oder die Anschaffung neuer Polizeiuniformen, muss seit 2014 nicht nur auf den Preis geachtet werden, sondern es können auch soziale und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Für Unternehmen, die sich an Nachhaltigkeit und sozialen Fragen orientieren, bedeutet dies eine klare Besserstellung und damit höhere Chancen auf öffentliche Aufträge.
  • In Unternehmen, die Niederlassungen in mindestens zwei EU-Staaten haben, können europäische Betriebsräte gegründet werden, um die Belegschaften in Europa zu vernetzen und auch deine Interessen gebündelt zu vertreten. Die EU unterstützt dies auch finanziell. Europäische Betriebsräte können verhindern, dass die nationalen Belegschaften eines internationalen Konzerns durch das Management gegeneinander ausgespielt werden.
  Quelle: DGB

Am 26.05 ist Europa-Wahl.  Wähle ein soziales Europa!
 
 

Donnerstag, 16. Mai 2019

Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!





Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union. Nationalisten und Rechtsextreme wollen mit ihr das Ende der EU einläuten und Nationalismus wieder groß schreiben. Ihr Ziel: Mit weit mehr Abgeordneten als bisher ins Europaparlament einzuziehen. Wir alle sind gefragt, den Vormarsch der Nationalisten zu verhindern!

Wir halten dagegen, wenn Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht, Hass und Ressentiments gegen Flüchtlinge und Minderheiten geschürt werden. Wir lassen nicht zu, wenn Rechtsstaat und unabhängige Gerichte angegriffen, Menschen- und Freiheitsrechte eingeschränkt und das Asylrecht abgeschafft werden sollen. Deshalb appellieren wir an alle Bürger*innen Europas: Geht am 26. Mai wählen – tretet ein gegen Nationalismus und Rassismus: Für ein demokratisches, friedliches und solidarisches Europa!

In Zeiten nationaler Alleingänge ist es wichtiger denn je, dass wir uns als solidarische Gesellschaft für ein Europa einsetzen, das Demokratie und Rechtsstaatlichkeit über Grenzen hinweg verwirklicht und sich über Nationalismus und Abschottung hinwegsetzt. Gemeinsam sagen wir: Die EU muss sich ändern, wenn sie eine Zukunft haben will. Wir streiten gemeinsam für unsere Vision eines anderen Europas.

Unser Europa der Zukunft...

  • verteidigt Humanität und Menschenrechte. Statt seine Grenzen zur Festung auszubauen und Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen, garantiert es sichere Fluchtwege, das Recht auf Asyl und faire Asylverfahren für Schutzsuchende.
  • steht für Demokratie, Vielfalt und Meinungsfreiheit. Statt vor allem auf mächtige Wirtschaftslobbys hört es auf die Stimmen seiner Bürger*innen. Es verteidigt den Rechtsstaat, wird demokratischer und gibt dem Europaparlament mehr Einfluss. Es fördert Toleranz und gewährleistet die Vielfalt an Lebensentwürfen, Geschlechtergerechtigkeit, die Freiheit von Kunst, Kultur und Presse sowie eine lebendige Zivilgesellschaft.
  • garantiert soziale Gerechtigkeit. ​Statt Privatisierung, Deregulierung und neoliberale Handelsabkommen voranzutreiben, wird es ein Gegengewicht zum massiven Einfluss der Konzerne. Es baut auf Solidarität und sichert Arbeitnehmer*innenrechte. Allen Menschen wird das Recht auf Bildung, Wohnen, medizinische Versorgung und soziale Absicherung sowie ein Leben frei von Armut garantiert. Europa muss hier seiner Verantwortung gerecht werden - bei uns und weltweit.
  • treibt einen grundlegenden ökologischen Wandel und die Lösung der Klimakrise voran. ​Statt auf fossile und nukleare Energien setzt es auf erneuerbare Energien. Es ermöglicht eine bäuerliche, klimagerechte Landwirtschaft. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass der Wandel sozial abgefedert und gute Arbeit geschaffen wird.


https://www.ein-europa-fuer-alle.de/muenchen:




Abholstationen für Poster & Flyer:

Augsburg
KAB Katholische Arbeitnehmerbewegung
Weite Gasse 5, 86150 Augsburg

Abholzeiten:
Mo - Do von 9 - 17 Uhr
Fr von 9 - 13 Uhr

Aufruf:
https://www.ein-europa-fuer-alle.de/aufruf



Dienstag, 14. Mai 2019

Was hat Europa im Arbeitsleben mit Dir zu tun?

Du denkst, was in Brüssel und Strassburg beschlossen wird, hat nichts mit Dir zu tun? Doch Entscheidungen in der EU bestimmen auch über dein Leben und deine Arbeit. Wir werden mal konkret:


  • Die EU begrenzt die Wochenarbeitszeit und hat Ansprüche auf Ruhezeiten, bezahlten Urlaub und Schutzmaßnahmen für Nachtarbeiter/innen ausgebaut. Darüber hinaus müssen die Anfahrtszeit zum Arbeitsort und Rufbereitschaftszeiten als Arbeitszeiten angerechnet werden. Mutterschaftsurlaub, der in Zeiten von Betriebsferien fällt, muss durch zusätzliche Urlaubstage ausgeglichen werden.
  • Wirst du als Beschäftigte/r, z.B. im Baugewerbe oder in Montage-Berufen, in einem anderen EU-Land eingesetzt, musst du ab 2020 zum gleichen Tarif- bzw. Mindestlohn bezahlt werden wie einheimische Arbeitskräfte. Darüber hinaus wird diese „Entsendung“ auf höchstens zwölf Monate (in Ausnahmefällen 18 Monate) begrenzt.
  • Als EU-Bürger/in musst du nur in einem Mitgliedsstaat Sozialversicherungsbeiträge Außerdem werden deine Beitragszeiten in anderen EU-Staaten angerechnet: Wer zum Beispiel nur 20 Jahre in Deutschland rentenversichert war, dafür aber weitere 25 Jahre in Italien gearbeitet hat, kann trotzdem von der „Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren“ in Deutschland profitieren.
  • Wird dein Unternehmen oder Betrieb aufgekauft, ist dein neuer Arbeitgeber dazu verpflichtet, ein Jahr lang die Arbeitsbedingungen, Verträge und Löhne aller Beschäftigten weiterzuführen. Bevor es zu Massenentlassungen kommt, müssen Unternehmen die Arbeiternehmer-Vertretung rechtzeitig informieren und zu Gesprächen einladen.
  Quelle: DGB
Am 26.05 ist Europa-Wahl.  Wähle ein soziales Europa!



Montag, 13. Mai 2019

Es kommt Bewegung in den Umzug


Anfang dieses Jahres kam die sportliche Planung der Geschäftsführung zu einem vorläufigen Ende, als der Betriebsrat dem finalen Entwurf der Umzugsplanung die Zustimmung verweigerte. Auch die hinzugezogene Expertin sah keine Möglichkeit innerhalb der bestehenden Raumsituation eine sinnvolle und mitarbeiterverträgliche Neustrukturierung im Unternehmen durchzuführen.

Nun aber kommt neuer Wind in die Angelegenheit. Der GF ist es jetzt wohl gelungen neue Räumlichkeiten anzumieten. Zwar sind die Verträge noch nicht unterschrieben, dies scheint aber nur noch eine reine Formalie zu sein. Es geht dabei um 250 m² zusätzliche Bürofläche plus einen kleinen Besprechungsraum im Sigma Techno Park. 
Schon im Vorfeld wurde über einen Beschluss der Einigungsstelle zur Psychischen Gefährdungsbeurteilung eine komplette Begehung und Bewertung der aktuellen Raumsituation durchgeführt. In dem Bericht des Sicherheitsbeauftragten sind auch die Bereiche dokumentiert, die nicht den Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung entsprechen und wo besonderer Handlungsbedarf besteht.

Auf dieser Basis will die Geschäftsleitung einen neuen, angepassten Umzugsplan erstellen, der zeitnah dem Betriebsrat zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Im Falle einer Zustimmung, werden die Kollegen dann recht schnell ihre neuen Arbeitsbereiche beziehen können. Im Nachgang soll eine erneute Begehung durch den Sicherheitsbeauftragten erfolgen, der in den neu aufgeteilten Räumlichkeiten prüft, ob alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind und gegebenenfalls Maßnahmen zum Feintuning einleitet.

Nach einem zähen und für beide Seiten enervierenden Prozess, scheint nun in der Umzugsfrage eine Lösung in greifbare Nähe zu rücken, die den Forderungen aller Parteien Rechnung trägt. Sowohl die Zusammenlegung bisher getrennter Abteilungen, als auch eine generelle Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Kollegen könnten realisierbar sein.

Betriebsrat und Geschäftsführung zeigen sich optimistisch, dass mit den zusätzlichen Büroflächen der Streit um den Umzug endlich beigelegt werden kann. Ob sich der Gordische Knoten endlich lösen lässt, werden die nächsten Wochen zeigen ...



Freitag, 10. Mai 2019

Was hat Europa im Alltag mit Dir zu tun?



Du denkst, was in Brüssel und Strassburg beschlossen wird, hat nichts mit Dir zu tun? Doch Entscheidungen in der EU bestimmen auch über dein Leben und deine Arbeit. Wir werden mal konkret:
  • Niemand darf dich benachteiligen wegen deines Alters, deiner Religion, deiner Herkunft, deiner politischen Ansichten, deiner Behinderung, deiner Sexualität oder deines Geschlechts. Dank der EU gilt dies auch für den Arbeitsplatz, die Wohnungssuche oder den Beitrag, den du bei einer Krankenkasse zahlen musst.
  • Durch den Euro ist dein Leben leichter, wenn du in Europa reist oder arbeitest. Außerdem ist der Euro eine stabile Währung: Seitdem er eingeführt wurde, sind die Preise stabiler als zu D-Mark-Zeiten.
  • Über Online-Plattformen kannst du vom Sofa aus in ganz Europa shoppen. In der EU gilt zum Glück ein 14-tägiges Widerrufs- und Rückgaberecht für online gekaufte Waren und eine Mindestgewährleistung von zwei Jahren für alle Produkte. Wenn jemand aus einem anderen EU-Land die Ware nicht sendet oder die Zahlung verweigert, gibt es ein einfaches Verfahren, damit alle zu ihrem Recht kommen.
  • Nutzt du dein Handy innerhalb der EU, fallen seit Juni 2017 keine zusätzlichen Roaming-Gebühren mehr an. Ab Mitte Mai 2019 werden auch die Kosten für Anrufe und SMS ins EU-Ausland gedeckelt: Mobil- und Festnetzanrufe werden auf 19 Cent/Minute begrenzt, SMS auf 6 Cent.
  • Die EU kümmert sich um einheitliche Normen und Standards. Zum Beispiel müssen neue Medikamente nur einmal EU-weit zugelassen werden und können dann überall in der EU verkauft werden. Steckdosen und Stecker passen EU-weit zusammen, sodass du elektrische Geräte praktisch überall nutzen kannst.
  • Willst du in einem anderen Land arbeiten, hast du große Vorteile innerhalb der EU: Einige Berufsabschlüsse kann man ganz ohne Behördengänge online anerkennen lassen. Auch für viele weitere Berufe sind bei der Anerkennung im EU-Ausland keine Nachprüfungen oder andere Qualifikationen mehr nötig.
  • Als Studierende/r kannst du innerhalb der EU deinen Hochschulstandort frei wählen und hast einen Rechtsanspruch auf einen Aufenthaltstitel. Darüber hinaus finanziert die EU das Austauschprogramm ERASMUS+. Allein aus Deutschland können so jährlich 92.500 junge Menschen im europäischen Ausland studieren, Ausbildungen und Praktika absolvieren oder ehrenamtlich arbeiten.
Quelle: DBG

Am 26.05 ist Europa-Wahl.  Wähle ein soziales Europa!

Montag, 29. April 2019

1. Mai in Augsburg



Am 1. Mai findet auch dieses Jahr wieder ein von den Gewerkschaften organisierter Demonstrationszug zum Rathausplatz statt. Nach der Kundgebung folgt ein buntes Kultur- und Rahmenprogramm und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Wir freuen uns auf euer Kommen!


Das Programm:

    10.00 Uhr: Demonstrationszug vom Gewerkschaftshaus, Am Katzenstadel 34,
    zum Rathausplatz mit Sambamania
    10.45 Uhr: Maifeier auf dem Rathausplatz Augsburg
    Begrüßung Silke Klos-Pöllinger, DGB-Kreisvorsitzende
    Grußwort Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl
    Jugendaktion DGB-Jugend
    Ansprache Luise Klemens, Landesbezirksleiterin ver.di Bayern
    Prämierung Malwettbewerb „Europa – das ist für mich …“
    Moderation Horst Thieme

   12.15 Uhr (ca.): Ende der Kundgebung, im Anschluss Kulturprogramm
    Musik Karl Pösl mit Protestsongs von den 60ern bis heute
    Backdoor Connection mit fetzigen Funk und Rocknummern, verträumten Balladen,
    sphärischen Instrumentals und Popsongs
    Poetry Slam präsentiert von Horst Thieme
    Rahmenprogramm:
    Info-Aktionsstände Gewerkschaften und befreundete Organisationen
    Kinderaktionen Hüpfburg, Kinderbetreuung durch den Abenteuerspielplatz   Hammerschmiede
    Essen Verschiedene Speisen, auch vegetarisches Angebot
    15.00 Uhr: Ende Kulturprogramm




Freitag, 26. April 2019

Ein erfreuliches Ergebnis


Es kann ja doch funktionieren mit einer konstruktiven Zusammenarbeit, wie letztlich die Unterzeichnung der Betriebsvereinbarung Variable Vergütung zeigte. Der Betriebsrat griff einen Vorschlag der Geschäftsführung auf, der primär auf Kostensenkung im Personalbereich abzielte und handelte eine Neuregelung aus, die den außertariflich Angestellten gleichermaßen Vorteile bringt und somit für alle Seiten positiv ist.

Da die Regelungen zur Entlohnung der außertariflich beschäftigten Mitarbeiter sehr komplex sind, soll hier nur auf die wesentlichen Punkte eingegangen werden.
Die AT-Gehälter sind neben einem fixen Grundgehalt bisher anteilig an sogenannte Zielvereinbarungen geknüpft. Diese Ziele sollten zu Beginn des Geschäftsjahres mit den Vorgesetzten festgelegt werden und für alle Kollegen in gleichem Maße erreichbar sein. Leider kam es bei diesen Vorgaben häufig zu großen Unstimmigkeiten. 
Die einen erhielten Ihre Ziele frühzeitig, die anderen so spät, dass für das Erreichen kaum genug Zeit blieb. Auch waren die Anforderungen in keiner Weise standardisiert, was die Realisierbarkeit angeht. Manche Kollegen mussten nur wenig mehr tun, als das wofür sie laut Vertrag ohnehin verpflichtet waren, bei anderen war, ob der hohen Vorgaben, ein teilweises Scheitern schon vorprogrammiert.
Diese ungleichen Voraussetzungen führten, wenn es am Jahresende um die Auszahlung ging, regelmäßig zu unschönen Szenen und Stress mit  Vorgesetzten und Kollegen.

Die Betriebsvereinbarung eröffnet nun aber einen Weg, um aus dieser unbefriedigenden Situation herauszukommen. Ein AT-Angestellter kann ab jetzt auf einen Teil des jährlich ausbezahlten, individuellen Anteils seines Gehalts verzichten, wobei der Rest dann fix auf das monatliche Basisgehalt aufgeschlagen wird. Als Gegenleistung für diese faktische Gehaltskürzung entfallen alle Zielvereinbarungen und die damit verbundenen Streitpunkte. Zusätzlich erhält der Kollege, je nach Höhe des Verzichts, einen Ausgleich in Urlaubstagen, sprich mehr Freizeit. 

Unter dem Strich heißt das:
  • geringeres Jahreseinkommen, da sich der individuelle Gehaltsanteil faktisch reduziert
  • höheres Monatseinkommen, da der reduzierte Anteil des individuellen Gehaltsanteils auf den Monatslohn aufgeschlagen wird
  • je nach Höhe des Verzichts 1 - 3 Urlaubstage mehr
  • keine  Zielvereinbarungen, die dafür erreicht werden müssen
Es bleibt jedoch fast allen Angestellten selbst überlassen, ob sie diese neue Regelung als Änderung in ihren Arbeitsvertrag aufnehmen lassen wollen. Das Prinzip der Freiwilligkeit ist absolut gegeben. Und für diejenigen, die keine Änderung wünschen, beinhaltet die BV eine Vorgabe für die Festlegung der jährlichen Ziele. Diese soll eine Ungleichbehandlung ausschließen und die Zielvereinbarungen für alle Beteiligten SMART machen.
Ausgenommen von den Änderungen sind nur diejenigen Angestellten mit einem Jahresgehalt über 100.000 Euro und einige wenige andere, die durch ihre Arbeit maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmensergebnis haben. Dies betrifft allerdings nur etwa ein Viertel der AT-Angestellten. Alle andern haben die freie Wahl.

Der Betriebsrat hat mit dieser Betriebsvereinbarung für die Kollegen mit höherem Einkommen eine sehr gute Möglichkeit geschaffen sich einer permanenten Stressquelle zu entledigen ohne wirklich gravierende Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Gleichzeitig verbessert sich durch die neuen Richtlinien bei der Zielvereinbarung auch die Situation für die Mitarbeiter, die das Angebot zum Wechsel nicht annehmen möchten. Und für das Unternehmen sinken die Ausgaben im Personalbereich.

Am Ende gewinnen so alle Seiten durch diese Neuregelung.

Wir wollen so gerne glauben, dass dieses Beispiel einer "vertrauensvollen Zusammenarbeit" der Anfang eines neuen Umgangs im Hause Weltbild ist. Das zarte Pflänzchen Hoffnung ...






Montag, 22. April 2019

Filmabend im Liliom Kino


Freier Eintritt für Gewerkschafts-Mitglieder am Freitag Abend im Liliom Kino Augsburg. 

In Zusammenarbeit mit den neuen Besitzern des Liliom Kinos zeigt die Industriegewerkschaft IGBCE den aktuellen französischen Spielfilm "Streik". 


Termin: Freitag den 26. April
Ab 18 Uhr werden Snacks angeboten.
Um 19:30 Uhr startet die Vorführung. Im Anschluss bietet sich Gelegenheit zur Diskussion.












Donnerstag, 4. April 2019

ver.di empört: Wirtschaftsminister Aiwanger schießt gegen den arbeitsfreien Sonntag!


Der bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger hat einen Generalangriff auf den freien Sonntag in Bayern gestartet. Er will dem Vernehmen nach den sogenannten Anlassbezug streichen. 

Der arbeitsfreie Sonntag hat aber als zentrales Element unserer Gesellschaft Verfassungsrang. Aiwangers Angriff auf unseren Sonntag ist also ein Angriff auf unser Grundgesetz!

Es hätte zur Folge, das damit nicht nur Sonntagsöffnungen möglich wären, sondern auch die Sonntagsarbeit zur Regelarbeit werden könnte. Wir werden entschieden gegen diesen Angriff auf den Schutz des freien Sonntags kämpfen.

Noch letzten November versprach Aiwanger  der Sonntagsallianz im Internet großspurig, wie sehr er sich für den freien Sonntag einsetze: Ein viertel Jahr und eine Regierungskoalition später fällt Aiwanger um und er verdrängt seine einst guten Vorsätze...




NICHT MIT ver.di!


Quellen: mit Material der Kollegen vom Hugendubel ver.di blog und ver.di

Dienstag, 2. April 2019

Tarifrunde 2019 Handel - Forderung Großhandel


Wie bereits berichtet, ist die Tarifrunde Handel gestartet.

Neben dem Einzelhandel, führt auch der Großhandel Tarifverhandlungen.

Forderungen der Tarifkommission Großhandel

ver.di:  Beschäftigte  im  Großhandel  brauchen  deutlich  mehr  Geld  

6,5 % mehr Geld für Alle 

München,  07.03.2019.  Respekt  und  Wertschätzung  für  die  Leistung  der  Groß- 
handelsbeschäftigten  muss  sich  nach  der  Überzeugung  von  ver.di  auch  bei  
den  Entgelten  und  Ausbildungsvergütungen  wiederspiegeln.  Deshalb  hat  die 
bayerische  Tarifkommission  einstimmig  eine  Erhöhung  der  Entgelte  um  6,5%  
für  die  anstehende  Tarifrunde  gefordert.  


 Der  bayerische  Großhandel  ist  einer  der  zentralen  Branchen  in  Bayern.  Ohne  die 
rund  240  000  Beschäftigten  im  Großhandel  wäre  die  Grundversorgung  faktisch  nicht  
vorhanden.  Angefangen  vom  Lebensmittelgroßhandel,  dem  pharmazeutischen 
Großhandel  bis  hin  zum  Baustoffgroßhandel  ist  der  Großhandel  das  wichtigste  Bin- 
deglied.  Die  Beschäftigten  im  Großhandel  stellen  somit  die  Versorgung  der  Volks-  
wirtschaft  mit  Waren  und  Dienstleistungen  sicher.  Dabei  ist  die  Umsatz-  und  Ge- 
winnsituation  der  Unternehmen,  die  im  Großhandel  tätig  sind,  ausgesprochen  gut.    

Um  den  Beschäftigten  ihren  Teil  an  dem  Erfolg  zukommen  zu  lassen,  wurde  heute 
die  Tarifforderung  beschlossen.  Konkret  beschloss  die  große  Tarifkommission  fol-  
gende  Forderungen  für  die  rund  240.000  Beschäftigten:  



  • Erhöhung  der  Löhne  und  Gehälter  um  6,5%  
  • Erhöhung  der  Bezahlung  von  weiteren  Anforderungen  auf  80€ 
  • Erhöhung  der  Ausbildungsvergütungen  um  100  €  
  • Die  Laufzeit  des  Tarifvertrages  soll  12  Monate  betragen 
  • Allgemeinverbindlichkeit  wird  gemeinsam  mit  den  Arbeitgebern  beantragt  

„Beschäftigte  im  Großhandel  leisten  wertvolle  Arbeit  für  die  Gesellschaft  und  erwirt- 
schaften  Milliarden  Umsätze  für  die  Unternehmen.  Dafür  verdienen  sie  Respekt  und  
Wertschätzung,  vor  allem  durch  Entgelte  von  denen  die  Menschen  ihr  Leben  be- 
streiten  können  und  in  Zukunft  nicht  von  Altersarmut  bedroht  sind“,  so  Thomas  
Gürlebeck,  ver.di  Verhandlungsführer  in  Bayern.  


Vor  der  Forderungsfindung  führte  ver.di  in  den  Großhandelsbetrieben  eine  breit  an- 
gelegte  Beschäftigtenbefragung  durch. Die  Befragung  ergab  unter  anderem,  dass  36%  
der  Befragten  sagten,  ihr  Einkommen  reicht  nicht  aus  und  57%  angaben,  dass 
ihr  Einkommen  gerade  so  ausreicht. Dass  die  zu  erwartende  Rente  nicht  zum  Leben
ausreicht,  bestätigten  in  der  Befragung  91%  der  Beschäftigten 

Quelle: Pressemitteilung ver.di-bayern / Handel / Großhandel







Donnerstag, 28. März 2019

Tarifrunde Handel 2019 - Forderungen Einzelhandel


2019 ist Tarif-Jahr und die Tarifrunden im Handel haben begonnen.

Auch wenn Weltbild von den Ergebnissen der Tarifrunde nicht profitieren wird, da WBD ein Betrieb ohne Tarifbindung (OT-Betrieb) ist, sind die Verhandlungen rund um Tarife, Entgeltstrukturen und Forderungen der Tarifkommissionen interessant zu verfolgen.

Das fordert die Tarifkommission Einzelhandel in Bayern


ver.di: Beschäftigte im Einzelhandel brauchen deutlich mehr Geld

Einen Euro pro Stunde mehr


München, 12.03.2019. Respekt und Wertschätzung für die Leistung der Einzelhandelsbeschäftigten muss sich nach der Überzeugung von ver.di auch bei den Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen wiederspiegeln. Deshalb hat die bayerische Tarifkommission einstimmig eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um einen Euro in der Stunde gefordert.

Konkret beschloss die Große Tarifkommission hat am 12. März 2019 folgende Forderungen für die rund 300.000 Beschäftigten, auf die der Tarifvertrag Anwendung findet:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1 € in der Stunde
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 €
  • Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen
  • Die Tarifverträge des bayerischen Einzelhandels sollen wieder allgemeinverbindlich werden, damit Dumpingkonkurrenz und Vernichtungswettbewerb wirksam bekämpft werden.

„Beschäftigte im Einzelhandel leisten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft und erwirtschaften Milliarden Umsätze für die Unternehmen. Dafür verdienen sie Respekt und Wertschätzung, vor allem durch Löhne und Gehälter von denen die Menschen ihr Leben bestreiten können und in Zukunft nicht von Altersarmut bedroht sind“, so Hubert Thiermeyer, ver.di Verhandlungsführer in Bayern.

Bis dahin ist aber nach Auffassung der ver.di Tarifkommission in Bayern noch ein weiter Weg, denn die Mehrzahl der Beschäftigten im Einzelhandel sind akut von Altersarmut betroffen. Ihre Gehälter reichen vielfach nicht aus um im Alter über die Grenzen der gesetzlichen Grundsicherung hinaus zu kommen.

„Ein Euro mehr in der Stunde verbessert nicht nur heute die Arbeits- und Lebensbedingungen, sondern verringert auch das Risiko von  Altersarmut. Und jeder Euro mehr in der Lohntüte finanziert auch unser Sozialsystem, also Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung,“ so Thiermeyer weiter.

Die Legitimität der beschlossenen Forderungen untermauert eine breite Beschäftigtenbefragung bei der 46 % angaben, ihr Arbeitseinkommen reicht nicht aus und 49 % der Aussage zustimmen, ihr Arbeitseinkommen reiche gerade so aus. 60 % der Befragten gaben an, dass ihre spätere Rente nicht zum Leben reichen wird, weitere 35 % sind darüber hinaus skeptisch ob es reicht. 



Info-Flyer der ver.di zur Tarifrunde 2019 Einzelhandel Bayern

Quellen: 
- Pressemitteilung des Fachbereichs 12 der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
- Info-Flyer ver.di Bayern / Einzelhandel
             

Montag, 25. März 2019

Luftsicherheitskräfte - 80 Prozent organisiert


aus ver.di publik 1/2019:




Die Luftsicherheitskräfte haben mehr Lohn und den ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag erstreikt – mit einem hohen Organisationsgrad setzt man sich eben durch


Von Petra Welzel

Sie haben 20 Euro Stundenlohn gefordert, die rund 23.000 Sicherheitskräfte im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den deutschen Flughäfen. Und die Empörung darüber war groß. Einer von weit über tausend Kommentaren auf der ver.di-Facebook-Seite bringt die Empörung auf den Punkt: „Die Leute dort machen definitiv einen wichtigen Job. Das tun viele andere allerdings auch. [...] Es ist nicht so, dass ich es den Leuten nicht gönne. Nur für viele andere Berufsgruppen ist das ein Schlag ins Gesicht.“ Warum? Weil sie einen Lohn fordern, von dem zum Beispiel eine Kollegin in der Altenpflege träumt? Einen Lohn, den manche Erzieherin nicht bekommt? Die Luftsicherheitskräfte haben Applaus verdient.

Denn sie haben viel erreicht. Der Einigung nach sollen die Sicherheitsbeschäftigten in der Passagierkontrolle an den Flughäfen in drei Stufen bis 2021 einen Stundenlohn von 19,01 Euro erhalten, in den anderen Bereichen der Kontrolle fällt er etwas geringer aus, aber das Ergebnis könne sich „sehen lassen“, sagte der ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher in den frühen Morgenstunden des 24. Januar.

Nach fünf zähen Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks seit Oktober letzten Jahres haben sich an jenem Morgen der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) und ver.di auf den ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag in der Luftsicherheit geeinigt. Auch das kann sich sehen lassen. Ebenso die erreichte Angleichung der Ost- an die Westlöhne. Insgesamt liegen die Erhöhungen jährlich zwischen 3,5 und 9,77 Prozent. Nach drei Jahren je nach Region und Tätigkeit insgesamt zwischen 10,5 Prozent und 26,7 Prozent. Am 18. Februar entscheiden die ver.di-Mitglieder über die Annahme.

„Das ist ein großer Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen in der Branche“, sagt Ute Kittel, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für die privaten Luftsicherheitsbeschäftigten. Aber den haben sie sich schwer verdient. Oliver Ladwig, tätig am Flughafen München, antwortete auf einen Kommentar auf Facebook: „Wir haben vor Jahren angefangen, uns zu organisieren, und die letzten 4 Jahre war es sogar noch stärker. [...] Fakt ist, wer was Vernünftiges bekommen möchte, muss auch was dazu beisteuern, ...“ Ute Kittel sagt: „Es war ein hartes Ringen, das zeigt: Es lohnt sich, Gewerkschaftsmitglied zu sein.“ Was nichts anderes heißt als: Organisiert euch! Und empört euch über die niedrigen Löhne und nicht über gute Ergebnisse.

Als im Oktober 2010 in Frankreich die ­kleine Streitschrift „Empört euch!“ des damals 93-jährigen ehemaligen Widerstandskämpfers Stèphane Hessel erschien und sich vier Monate später schon eine Million mal verkauft hatte und auch in Deutschland ein Bestseller wurde, war genau das Hessels Anliegen. Er kritisierte mit Blick auf die damalige Finanzkrise den Sozialabbau, insbesondere bei der Alterssicherung, und eine vielfach verfehlte Politik, die die Armen ärmer und nur die Reichen reicher mache. Darüber sollten sich die Beschäftigten empören, dagegen sollten sie sich wehren.

„Das geht um die Welt!“


Genau das haben die Luftsicherheitskräfte getan. Benjamin Roscher hatte den Erfolg des dritten Streiktags Mitte ­Januar am Frankfurter Flughafen mit den Worten „Alles ist dicht!“ verkündet. Das sei „ein großartiges Signal. Das geht um die Welt!“ Auf einer Pressekonferenz gefragt, wie es sein kann, dass die Sicherheitskräfte höhere Löhne durchsetzen können als eine Altenpflegerin, verweist der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf deren „Organisationsgrad von beeindruckender Stärke“, der bei bis zu 80 Prozent liege. In der Altenpflege hingegen sei er nur gering.

Alle Beschäftigten brauchen Löhne, die für ein auskömmliches Leben reichen. Allein in der Bankenstadt Frankfurt am Main gehen von den Einkommen laut einer vom Polit-Magazin Panorama in Auftrag gegeben Studie schon durchschnittlich 40,7 Prozent für die stetig steigenden Mieten drauf.

Rund 5.000 Menschen arbeiten dort auf dem Flughafen in der Luftsicherheit für sechs verschiedene Arbeitgeber. Bisher wurden sie unterschiedlich bezahlt. Für Qadeer Rana (35), seit 16 Jahren am Flughafen tätig, war das ein unerträglicher Zustand. Wie alle anderen Kolleg*innen leiste er hochkonzentriert qualifizierte Arbeit, inklusive regelmäßiger Schulungen, täglicher Kontrollen von den Arbeitgebern und der Bundespolizei. Zudem müssten sie ständig Personalmangel ausgleichen.

Wie der behoben werden soll, ist noch nicht ­geklärt. ver.di und der BDLS haben sich ­jedoch darauf verständigt, direkt nach Abschluss des Entgelttarifvertrages in Verhandlungen über Zeitzuschläge, Funktionszulagen und die Umwandlung von Entgelt in zusätzliche Freizeit einzusteigen. Ohne gewerkschaftliche Organisation ­wäre das alles nicht drin.


Freitag, 22. März 2019

Wandern mit ver.di


Der Frühling beginnt dieses Jahr mit viel Bewegung an der frischen Luft ... 

Ver.di lädt ein zu einer etwa 2-stündigen Wanderung rund um Zusmarshausen im Westen von Augsburg. 


Auf dem Programm steht eine kleine Wanderung mit anschließender Einkehr in ein ortsansässiges Lokal. Dabei besteht die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch mit anderen Gewerkschafts-Mitgliedern. Auf Grund der frühen Uhrzeit ist die Wanderung vermutlich nur für Kolleginnen und Kollegen interessant, die an diesem Tag Urlaub haben oder bereits in Rente sind. Wir hoffen, es bietet sich demnächst auch die Gelegenheit zu einer solchen Veranstaltung außerhalb der normalen Büro-Arbeitszeiten.

Wer am Donnerstag den 28.03. teilnehmen möchte, meldet sich bitte rechtzeitig an unter folgendem Link: Verdi Veranstaltungen









Dienstag, 19. März 2019

Verhandlungserfolg des BR: 
Streit um Personalplanung beigelegt


Mit diesem Rundschreiben informierte der BR
die Belegschaft über die positive Entwicklung. 
Über ein Jahr lang haben Betriebsrat und Geschäftsführung bei WELTBILD über die Personalplanung gestritten. Viele dieser Differenzen wurden vor Gericht ausgetragen. Wir haben zum Beispiel hier immer wieder darüber berichtet. Vor anderthalb Wochen ist nun ein Durchbruch auf der Verhandlungsebene gelungen, der viele dieser Verfahren erledigt.

Am vergangenen Donnerstag wurde einer der zentralen Prozesse – das Verfahren um die Beteiligung des Betriebsrats an der Personalplanung gemäß § 92 BetrVG – mit einem Vergleich beendet. Den Text des Vergleichs hatten BR und GF bereits in den Tagen vor dem Prozesstermin ausgehandelt. Das Gericht hat den Vergleich protokolliert, die Vereinbarung ist damit rechtskräftig.

Der Arbeitgeber sichert darin zu, den Betriebsrat künftig „vollständig und umfassend unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen über die Personalplanung, insbesondere über die Personalbedarfsplanung nach Kopfzahl, Stellenanforderungen und Stellen zu unterrichten und diese mit dem Betriebsrat zu beraten.“

Sind weitere Lösungen in Sicht?

Darüber hinaus gibt es Regelungen, die präzisieren, wie oft diese Beratungen stattfinden – mindestens vierteljährlich – und wie mit Konflikten umgegangen werden soll – nämlich im Sinne einer „vertrauensvollen Zusammenarbeit“. Im Gegenzug erklärt der Betriebsrat seine Zustimmung zu allen derzeit vor Gericht verhandelten Einstellungen, insgesamt sieben an der Zahl.

Der Betriebsrat ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Interessenvertretung hofft, in Kürze auch die Auseinandersetzung um den Betriebsbegriff im Zusammenhang mit der Verwaltung des Filialvertriebs abschließend klären zu können.

Sonntag, 17. März 2019

Einladung: Arbeitnehmertag der KAB zum Thema Pflege


Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) lädt wieder ein zum jährlichen Arbeitnehmertag am Dienstag, 19. März, in Augsburg Pfersee. Diesmal wird das wichtige Thema Pflege im Mittelpunkt stehen. Beschäftigte aus diesem Bereich werden aus ihrem Alltag erzählen. Was Pflegenden gut tut, was sie bräuchten, damit ihre Arbeit wertgeschätzt wird.

18:30 Uhr Gottesdienst zum Fest des Heiligen Josef in St. Michael, Stadtberger Straße, Augsburg-Pfersee

ca.19:30 Uhr Vortrag mit Diskussion im Pfarrheim, Franz-Kobinger-Str. 10

„Wir wollen Euch wieder besser pflegen!“ Pflegekräfte aus verschiedenen Einrichtungen schildern ihre Situation 

DiskussionsteilnehmerInnen:

Gabi Hiesinger, Krankenschwester, Dominikus-Ringeisen-Werk, Wohngruppe Pfersee 

Cornelia Idiaghe, Altenpflegerin, Seniorenzentrum Servatius 

Franz Josef Uhlemayr, Fachkrankenpfleger, Stationsleitung, Uniklinik Augsburg, derzeit freigestellt als stellvertretender Personalratsvorsitzender 

Moderation: Gerhard Wild, Krankenpfleger i. R., Mitglied der KAB-Kreisverbandsleitung 


Anfahrt:


Montag, 4. März 2019

Weltfrauentag in Augsburg


Auch dieses Jahr lädt die Gewerkschaft ver.di in Augsburg wieder alle Interessierten zur Feier des Weltfrauentages ein. Feiert zahlreich mit am Freitag den 8. März im Kolpingsaal Augsburg. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.


Natürlich ist auch wieder ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten ...







Freitag, 1. März 2019

Psychische Gefährdungsbeurteilung - eine unendliche Geschichte?


Am vergangenen Freitag fand endlich die Einigungsstelle zum Thema psychische Gefährdungsbeurteilung statt. Auf diversen Betriebsversammlungen hatte der Betriebsrat immer wieder über diesen Beurteilung berichtet. Es fanden auch Verhandlungen über eine Betriebsvereinbarung statt, worin geregelt wird, welche Maßnahmen der Arbeitgeber zur Senkung der psychischen Belastung ergreift. An einigen wichtigen Punkten lagen Betriebsrat und Geschäftsführung weit auseinander. Wer dies nachlesen möchte, kann das hier und dort tun.

In der Folge wurde die Einigungsstelle angerufen. Diese besteht aus 3 Vertretern der Geschäftsführung und 3 Vertretern auf der Seite des Betriebsrat plus einem Arbeitsrichter, der das ganze moderiert und ganz am Ende mit abstimmt. Auf der Seite der Geschäftsführung waren Rechtsanwalt Herr Gollwitzer, Personalchef Herr Ries und Personalrefentin Frau Marquardt. Auf der Seite der Betriebsrat waren Rechtsanwalt Herr Michael Huber, die Sachverständige Frau Tatjana Fuchs und Herr Timm Boßmann. Herr Dr. Dahl hat die Einigungsstelle geleitet.

Um es gleich vorweg zu nehmen: an einem Tag eine komplette Betriebsvereinbarung zu dem Thema zu machen, ist nicht gelungen, da das Thema sehr komplex ist, und es soll ja auch was rauskommen, was auch gelebt wird.

Erste Schritte sind gemacht

Aber es wurden konkrete erste Maßnahmen verbindlich vereinbart: Anhand von Soll-Werten soll unserer Fachkraft für Arbeitssicherheit die tatsächlichen Werte in allen Büros messen. Es werden dort u. a. die Flächenmaße genommen, Lichtwerte gemessen und die Lärmwerte. Diese Ergebnisse werden den Einigungsstellen-TeilnehmerInnen übermittelt, und daraus werden dann Maßnahmen entwickelt. Wir wissen ja alle, dass in vielen Büros große Enge herrscht, dass es Mängel in Bezug auf Luft, Licht und Lärm gibt, aber bis jetzt gab es keine verbindlich gemessenen Werte, die das auch mit Zahlen belegen. Das ist der erste Schritt hin zu konkreten Maßnahmen, die im zweiten Schritt in der Einigungsstelle vereinbart werden.

Ebenso wird der Arbeitgeber die Bewegungs-Kurse und das Führungskräfte-Coaching unverzüglich terminieren. Auch die Prozess-Aufnahme soll bis zum nächsten Einigungsstellen-Termin stattfinden. Diese erfolgt in den gleichen Bereichen, die damals bei der Befragung in 2016 festgelegt wurden. Und nicht ohne euch, weil ihr wisst ja am besten über die Abläufe im Betrieb Bescheid. Gleichzeitig sollen Tätigkeitsbeschreibungen gemacht werden. Nicht namentlich auf Personen bezogen aber auf alle FunktionsträgerInnen der zuvor analysierten Abläufe.

Wie geht es weiter?

Der nächste E-Stellen-Termin ist für Ende Juni festgelegt worden. Deswegen sind auch für die obigen Schritte verbindliche Termine vereinbart worden, damit was voran geht. Es scheint, dass auch diese gefühlt unendliche Geschichte nun ein vernünftiges Ende findet. Danke Betriebsrat, dass ihr so hartnäckig wart und drangeblieben seid!

Wir lassen Sie nicht allein! Klicken Sie auf das Logo.