Donnerstag, 4. Mai 2017

Gefährdungsbeurteilung: Wie geht es nach den Workshops weiter?


Eine online-Befragung zur Psychischen Gefährdungsbeurteilung Ende letzten Jahres offenbarte extrem schlechte Werte für WELTBILD. Der BR hat daraufhin eine Reihe von Workshops initiert und gemeinsam mit der Geschäftsführung organisiert. In der letzten April-Woche haben rund 90 KollegInnen aus allen Bereichen an diesen Arbeitsgruppen teilgenommen. Diese Kolleginnen und Kollegen haben viel Zeit und Energie investiert, um die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung zu präzisieren und nach Lösungen zu suchen. Vielen Dank für diesen wertvollen Einsatz im Sinne der Allgemeinheit.

Insgesamt fanden acht Workshops statt. Die Zusammensetzung entsprach den für die Befragung definierten Bereichen: • CM Media • IT, Customer Intelligence • Rechnungswesen, Treasury, Controlling • Warenwirtschaft • CM Non-Media • Marketing, E-Commerce, Kommunikation • Personalabteilung, Zentrale Dienste, Stabsstellen • Kundenservice. Die Ergebnisse aller Arbeitsgruppen wurden dokumentiert und am vergangenen Freitag der Geschäftsführung und dem Betriebsrat vorgestellt.

Viele Probleme sind bereichsübergreifend

Ohne ins Detail gehen zu wollen, lässt sich nach diesem ersten Überblick folgendes sagen:
• Das Feedback aus den Workshops war überwiegend sehr gut, die TeilnehmerInnen haben sich offen einbringen können, die Ergebnisse bilden eine solide Basis für die nächsten Schritte zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen
• Die Rolle der Vorgesetzten, die im zweiten Teil der Workshops zu den Arbeitsgruppen stießen, wurde unterschiedlich bewertet. In einigen Workshops gab es gute und zielführende Diskussionen, in anderen beklagten die KollegInnen eine spürbare Abwehrhaltung der Führungskräfte. In einem Fall nahm die Bereichsleitung an dem Workshop nicht teil, dafür wurde bereits ein Nachholtermin vereinbart
• Bei den Problemen, die herausgearbeitet wurden, gibt es große, bereichsübergreifende Gemeinsamkeiten: mangelnde Wertschätzung, schlechte Organisation von Arbeitsabläufen und mangelhafte räumliche Bedingungen sind in fast allen Bereichen gleichermaßen Thema. Daneben klagen die KollegInnen über schlechte Information durch die Geschäftsführung/die Vorgesetzten, wünschen sich mehr Transparenz in Bezug auf die Organisation und allgemein mehr Ehrlichkeit und Offenheit im Umgang miteinander.

Lösungen müssen nicht unbedingt Geld kosten – aber sie bringen welches

Viele dieser Punkte sind veränderbar, ohne dass der Arbeitgeber Geld in die Hand nehmen müsste. Führungsverhalten, Informationsfluss und Organisation sind steuerbar, wenn die Geschäftsführung das will. Das kostet gar nichts und bringt viel: Die Ergebnisse der Workshops bieten ein großes Potential für schnellere und effektivere Arbeitsabläufe mit besseren Ergebnissen. Das heißt: Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen würde direkt auf das Unternehmensergebnis einzahlen. Andere Probleme – insbesondere die räumliche Situation – lassen sich in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation vielleicht nicht final lösen, aber es gibt dennoch Ansätze für bezahlbare Verbesserungen.

Der Betriebsrat schlägt deshalb vor, Probleme und Lösungen auf einer Zeitachse zu sortieren und zu priorisieren: Was können wir kurz-, mittel- bzw. langfristig tun, um die Arbeitsbedingungen dauerhaft zu verbessern? Darüber wird das Gremium zeitnah mit der Geschäftsführung beraten. Eine detaillierte Zusammenschau der Workshop-Ergebnisse und eine Darstellung der nächsten Schritte wird der BR innerhalb der nächsten Wochen auf einer Betriebsversammlung präsentieren. Die böte für die Geschäftsführung zudem die Möglichkeit, dem Wunsch der Belegschaft nach mehr Transparenz nachzukommen und über die Entwicklung in Bor sowie die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen zu berichten.

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