Donnerstag, 8. Mai 2014
Wichtige Information zur Betriebsratswahl am 14. Mai 2015
Die Vorbereitungen für die Betriebsratswahl am 14. Mai 2014 laufen auf Hochtouren. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wahl fassen wir hier einmal zusammen:
Wie viele Mitglieder hat der Betriebsrat bei Weltbild?
Die Größe des Betriebsrats ist von der Unternehmensgröße abhängig. Weltbild hat derzeit rund 1.200 MitarbeiterInnen. Diese haben das Recht auf die Vertretung durch 15 Betriebsratsmitglieder. Neben diesen "festen" BetriebsrätInnen werden bei der Wahl auch Ersatzmitglieder gewählt. Das sind alle anderen KollegInnen, die sich zur Wahl aufstellen ließen, aber auf Grund ihres Listenplatzes keinen Sitz im Betriebsrat bekommen haben. Diese können die Betriebsräte z. B. im Krankheitsfall vertreten aber auch selbst aktiv in den Ausschüssen mitarbeiten.
Wer wählt den Betriebsrat?
Wahlberechtigt sind alle Festangestellten (ausgenommen sogenannte Leitende Angestellte, s.u.). In unserem Unternehmen sind ca. 1.200 Festangestellte von Weltbild, Jokers und Kidoh wahlberechtigt. Das Mindestalter für die Teilnahme an der Wahl beträgt 18 Jahre. Mütter oder Väter in Elternzeit sind selbstverständlich ebenfalls wahlberechtigt.
Leitende Angestellte sind laut Betriebsverfassungsgesetz Vorgesetzte, die selbstständig MitarbeiterInnen einstellen und entlassen dürfen, oder Generalvollmacht oder Prokura haben. Bei Weltbild gibt es derzeit nur 5 Leitende Angestellte. Das sind die Mitglieder des Projekt-Boards. Alle anderen – auch die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsleitung – dürfen wählen.
Wie wird gewählt?
Der Betriebsrat wird in geheimer und unmittelbarer Wahl gewählt. Wenn mehrere Listen zur Wahl antreten (wie bei Weltbild), werden die Betriebsräte nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Das heißt, jede Liste erhält entsprechend ihrem Stimmanteil Plätze im Betriebsrat. In den Betriebsrat kommen dann die KandidatInnen, die auf den oberen Listenplätzen stehen.
Entsprechend den Gleichstellungsgrundsätzen genießt das Minderheitsgeschlecht besonderen Schutz bei der Betriebsratswahl. Bei Weltbild arbeiten mehr Frauen als Männer, deshalb müssen mindestens 7 der 15 Betriebsratsmitglieder Männer sein.
Wer kann gewählt werden?
Für den Betriebsrat kandidieren dürfen alle Wahlberechtigten, die länger als 6 Monate dem Betrieb angehören. Die KandidatInnen organisieren sich in Listen, die vor der Wahl jeweils mindestens 50 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten sammeln müssen, um zur Wahl zugelassen zu werden.
Bei Weltbild treten in diesem Jahr sieben Listen an. Ihre Position auf dem Wahlzettel wurde ausgelost:
1. Logistik (Raimund Wegemer und Alexander Gravec)Wie läuft die Wahl ab?
2. Wir sind's! (Peter Fitz, Visnja Bernhard und weitere 15 KollegInnen)
3. Die Alternative (Christina Bundt und weitere 5 Kolleginnen)
4. Geprem (Mahir Geprem, Jürgen Meier und 1 weiterer Kollege)
5. Vision 2.0 (Ben Jergius, Sabine Pürckhauer-Rack und 1 weiterer Kollege)
6. Contra (Rose Martin)
7. Gute Arbeit (Timm Boßmann, Dolores Sailer und 16 weitere KollegInnen)
Gewählt wird am Mittwoch, 14. Mai 2014, in verschiedenen Wahllokalen innerhalb des Unternehmens. Eine genaue Liste mit Standorten und Uhrzeiten der Wahllokale wird hier rechtzeitig veröffentlicht und an den bekannten Stellen ausgehängt. Wer am Wahltag nicht im Betrieb ist, kann beim Wahlvorstand im Betriebsratsbüro Briefwahlunterlagen beantragen. KollegInnen in Elternzeit und Langzeitkranke bekommen die Briefwahlunterlagen "automatisch" zugeschickt.
Sie können die Briefwahlunterlagen auch telefonisch bei Josef Trutt (Durchwahl -4722) beantragen!
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BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 10 - 12)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 10:
Jana Pommerening
Abteilung ZKL
45 Jahre, Facharbeiterin für Plaste und Elaste, geschieden, 1 erwachsene Tochter, seit 20 Jahren bei Weltbild.
"Gute Arbeit lohnt sich. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, wird Weltbild 2.0 für die Mitarbeiter ein Erfolg. Dafür kämpfe ich."
Listenplatz 11:
Hannes Walk
Abteilung CIC
47 Jahre, Dipl.-Ing. Chemie (FH), seit 14 Jahren bei Weltbild.
"Gute Arbeit leistet nur, wer sich auch darauf konzentrieren kann. Ich kämpfe für eine sichere und verlässliche Jobsituation."
Listenplatz 12:
Pinar Özdemir
CM – Modernes Antiquariat
30 Jahre, gelernte Fremdsprachen- korrespondentin, seit 2008 bei Weltbild.
"Gute Arbeit macht nur derjenige, der leistungsfähig ist. Ich setze mich für gesundheitsfreundliche Arbeitsbedingungen ein."
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Mittwoch, 7. Mai 2014
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 13 - 15)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 13:
Roland Baqué
IT-Zentralsysteme ES9000/ IT-Process-Service, Service Desk
56 Jahre, Programmierer ES9000, bei Weltbild seit 1994, verheiratet.
"Ich möchte mich als Betriebsrat dafür einsetzen, dass zukünftig Verbesserungsvorschläge wieder mehr Gewichtung erlangen."
Listenplatz 14:
Hermine Herz
Lageristin VTO/VTB
34 Jahre, Frisörin, seit 14 Jahren bei Weltbild.
"Das neue Weltbild 2.0 – mit mehr Stabilität und Transparenz in die Zukunft. Ich kämpfe für mehr Arbeitsplätze und Loyalität."
Listenplatz 15:
Ralph Sailer
Abteilung LDZ
46 Jahre, Lagerist, seit 20 Jahren bei Weltbild.
"Ich will mich im neuen Betriebsrat für Arbeitssicherheit einsetzen. Leider wird diese oft vergessen."
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Dienstag, 6. Mai 2014
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 16 - 18)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 16:
Tina Neumann
CIC – Sammler-Editionen
30 Jahre, Bürokommunikationskauffrau, seit 5 Jahren bei Weltbild.
"Ich stehe für einen gesicherten und gerecht entlohnten Arbeitsplatz, kreatives und barrierefreies Denken, ein gerechtes Miteinander."
Listenplatz 17:
Joachim Mayer
CIC / TKC – eBook Kundendienst
37 Jahre, Politikwissenschaftler (M. A.), seit 1999 bei Weltbild.
"Ich setze mich ein für die Einführung eines geregelten Vorschlagswesens, das Eure Ideen dokumentiert und honoriert: gerechte Chancen auf Verwirklichung Eurer Ideen."
Listenplatz 18:
Christina Siemon
IT Service Desk & Change Team
45 Jahre, IHK Fachkraft Anwendungs- und Netzwerkbetreuung, seit 13 Jahren bei Weltbild.
"Neue Besen kehren anders. Ich setze mich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen weiterhin für alle gut bleiben."
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Montag, 5. Mai 2014
BR-Wahl: 12 gute Gründe, warum ein Betriebsrat so wichtig ist – speziell in der Krise
Am 14. Mai ist Betriebsratswahl bei WELTBILD. Aus diesem Anlass dokumentieren wir hier einen Text von Rechtsanwalt Michael W. Felser – gefunden auf www.betriebsratswahl2010.de (Bund-Verlag)
Nicht ohne meinen Betriebsrat: 12 gute Gründe für einen Betriebsrat – speziell in der Krise
§ 1: Ohne Moos nix (mehr los): Keine Abfindung ohne Betriebsrat: Ohne Betriebsrat gibt es keinen Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Arbeitgeber bei Personalabbau. Und damit auch keinen Anspruch auf eine Abfindung bei Entlassung.
§ 2: Ene meine miste: Der Betriebsrat bestimmt bei Personalabbau und Kündigungen mit. Er kann Kündigungen widersprechen und damit die Chancen der Beschäftigten bei der Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht deutlich verbessern. Informiert der Arbeitgeber den Betriebsrat über die Kündigung nicht oder nicht ordnungsgemäß, ist die Kündigung unwirksam.
§ 3: Ab in den Süden? Betriebsurlaub, Kurzarbeit, Arbeitszeitverkürzung, Arbeitszeitkonten: Alle Maßnahmen, die in Unternehmen zur Zeit genutzt werden, um durch die Krise zu kommen, sind mitbestimmungspflichtig. Nur der Betriebsrat kann verhindern, dass der Arbeitgeber einseitig seine Interessen bei Kurzarbeit & Co. durchsetzt.
§ 4: Klagen gehört zum Handwerk: Nicht jedem Arbeitgeber, der jammert, geht es wirklich schlecht. Gerade in der Krise segeln manche unter falscher Flagge und reduzieren Belegschaft und Löhne ohne Not. Nur der Betriebsrat kann alle Informationen verlangen, um die wirkliche wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu überprüfen. Ihnen persönlich wird der Vorstand wohl eher nicht die Bilanzen vorlegen, oder?
§ 5: Wissen ist Macht: Nur ein Betriebsrat kann sich durch seinen gesetzlichen Schulungsanspruch die nötigen arbeitsrechtlichen Kenntnisse zulegen, die nötig sind, um dem Arbeitgeber in der Krise Paroli zu bieten und bei Kurzarbeit, Sozialplan & Co. die Interessen der Arbeitnehmer einzubringen.
§ 6: Rache ist süß: Nicht jeder Unternehmer sieht ein, dass Arbeitnehmer auch Rechte durchsetzen können und versucht, die “Rädelsführer” zu bestrafen. Nur ein Betriebsrat genießt Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz, kann sich also ohne Angst vor Sanktionen auch nachdrücklich für die Belegschaft einsetzen.
§ 7: Vier-Augen-Gespräche – nicht ohne mein Betriebsratsmitglied: Viele Unternehmen versuchen durch Serien von Vier-Augen-Gesprächen ältere Mitarbeiter oder leistungsgeminderte Arbeitnehmer (“Low Performer”) loszuwerden. Zu Gesprächen mit dem Arbeitgeber können Arbeitnehmer keinen Anwalt hinzuziehen, aber ein Betriebsratsmitglied ihres Vertrauens und damit einen Zeugen. Ein Gespräch im Beisein eines Betriebsrats läuft ganz anders ab als ohne.
§ 8: Schutz vor Mobbing und Bossing: Der Betriebsrat bestimmt bei Versetzungen, auch Strafversetzungen und anderen Sanktionen (Eingruppierung, Zulagen, Sonderzahlungen, Beförderungen etc.) mit. Nur mit Betriebsrat sind dem freien Schalten und Walten zur Maßregelung Grenzen gesetzt.
§ 9: Immer mehr immer mehr immer mehr: Der Betriebsrat hat gleichberechtigt mitzubestimmen z.B. bei Regeln zu Zielvereinbarungen, aber auch bei Regeln zu Krankengesprächen, Raucher- und Alkoholverbot, Parkplatzordnung oder Radio- und TV-Nutzung während der WM und EM.
§ 10: Ich sehe was was Du nicht siehst – Schutz vor Überwachung: Nicht erst seit der Krise nimmt die Arbeitnehmerüberwachung zu. Nur der Betriebsrat kann Videoüberwachung, Taschenkontrollen, Datenabgleiche, PCKontrollen und andere Maßnahmen ablehnen oder wenigstens mitgestalten.
§ 11: Geiz ist Geil. Gegen Entgeltkürzungen, Nasenprämien und Radfahrerzulagen hilft nur ein Betriebsrat: In der Krise werden Prämien bei den Arbeitnehmern gestrichen und Mehrleistungen verlangt, die Boni in der Führungsmannschaft werden aber trotz mieser Leistungen weitergezahlt. Der Betriebsrat ist verpflichtet, die Einhaltung des Gleichbehandlungsanspruchs zu überwachen und kann die Gleichbehandlung beim Entgelt, Sonderzahlungen, Mehrarbeit u.a. auch dank seiner Mitbestimmungsrechte durchsetzen.
§ 12: Wenn der Pleitegeier kreist. Mit Betriebsrat werden Sie geholfen. Ohne Betriebsrat gibt es keinen Sozialplan mit dem Insolvenzverwalter und auch keinen gesetzlich legitimierten Verhandlungspartner für den Insolvenzverwalter. Im Gläubigerausschuss, der den Insolvenzverwalter kontrolliert, sitzt meist auch ein Betriebsratsmitglied.
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Montag, 28. April 2014
WeltbildPlus: 53 Filialen schließen, 293 MitarbeiterInnen müssen gehen, GBR verhandelt Transferangebot und Abfindungen
Jetzt steht fest, wie es bei WeltbildPlus weitergeht: von bundesweit 220 Filialen werden 53 geschlossen. Von den Schließungen sind 293 MitarbeiterInnen betroffen (von insgesamt ca. 1.300). 179 MitarbeiterInnen, die derzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, erhalten das Angebot, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. 114 geringfügig Beschäftigte (450-Euro-Kräfte) erhalten eine Abfindung.
Der Gesamtbetriebsrat (GBR) von WeltbildPlus hat unter dem Vorsitz von Julia Käding (Jokers Lüneburg) engagiert und nachhaltig verhandelt. So ist es den KollegInnen gelungen, die Gesamtzahl der Schließungen nach unten zu korrigieren. Nach den Plänen der Geschäftsführung waren 15 weitere Filialen von der Schließung bedroht, also 68 statt 53 Filialen.
Im Zuge des Interessenausgleichs wurden außerdem zahlreiche Maßnahmen mit der Geschäftsführung vereinbart, welche die verbleibenden Standorte nachhaltig stärken sollen: Zum Beispiel erweiterte Entscheidungskompetenzen auf Filialebene, ein Qualifizierungsprogramm für MitarbeiterInnen sowie eine stärkere Verzahnung mit dem Online-Geschäft in Augsburg. Diese Maßnahmen sollen die Umsätze in den Filialen erhöhen und so die Arbeitsplätze auch langfristig sichern.
Welche Filialen schließen zuerst?
Die ersten 24 Filialen schließen bis zum Juli dieses Jahres. Betroffen sind die WeltbildPlus-Standorte Aachen (Aachen-Arkaden), Bayreuth, Berlin (Alexa), Bochum (Uni-Center), Dinslaken, Dresden (Elbe-Park), Düren, Hanau, Hilden, Ingolstadt, Kulmbach, Lübeck, München (MIRA), Offenbach, Oldenburg (Lange Straße 51), Stuttgart (Cannstatter Carré und Schwaben-Galerie), Ulm, Weiterstadt (Loop 5) und Worms; sowie die Jokers-Filialen in Rostock, Leipzig (Marktgalerie), Mainz und eine der beiden Heidelberger Filialen. Bei den übrigen 29 Läden stehen die genauen Schließungstermine noch nicht fest, die betroffenen MitarbeiterInnen wurden aber bereits informiert.
Transfergesellschaft und Sozial-Auswahl
Im Rahmen des Interessenausgleichs wurden geographische Wirtschaftsräume definiert, innerhalb derer eine Sozial-Auswahl nach festgelegten Kriterien getroffen wird. Dazu zählen unter anderem Lebensalter, Betriebszugehörigkeit, Anzahl unterhaltspflichtiger Kinder, Schwerbehinderten-Status etc.. Aufgrund dieser Sozial-Auswahl ist es möglich, dass weniger schutzbedürftige MitarbeiterInnen einer weiter bestehenden Filiale gehen müssen, wenn sich diese im selben Wirtschaftsraum mit einer zu schließenden Filiale befindet und in dieser MitarbeiterInnen mit einer höheren sozialen Punktzahl von Arbeitsplatzverlust bedroht wären.
Den Betroffenen wird in der Regel eine 12-monatige Transfergesellschaft angeboten. Ausnahmen gibt es bei befristeten Arbeitsverträgen und in dem Fall, dass KollegInnen erst sehr kurz bei WeltbildPlus beschäftigt sind.
Während der Teilnahme an der Transfermaßnahme werden 85% des bisherigen pauschalierten Nettolohns ausbezahlt, bzw. 90% bei Netto-Einkommen unter 1.400 Euro, bzw. 1.700 Euro mit unterhaltspflichtigen Kindern im Haushalt. Wer weniger als 1.000 Euro Netto im Monat verdient hat, erhält bis zu 100%.
Abfindungen für 450-Euro-Kräfte
Nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftigte können nach Gesetzeslage nicht an einer Transfermaßnahme teilnehmen. Sie erhalten Abfindungen im Rahmen des Insolvenzrechts. Das heißt, die Abfindung darf insgesamt maximal 2,5 Monatsgehälter betragen. Die genauen Modalitäten der Abfindungen sind noch nicht final verhandelt, wir berichten, wenn der Sozialplan unterzeichnet wurde.
Bewertung
Die verhandelten Maßnahmen zur sozialen Absicherung der Betroffenen sind unter Berücksichtigung der Insolvenz-Situation sehr gut. Der GBR von WeltbildPlus hat zäh und mit Erfolg verhandelt. Die Grundlage für diesen Erfolg bilden die Verhandlungsergebnisse in Augsburg. Hier ist es den MitarbeiterInnen im Schulterschluss mit Betriebsrat und Gewerkschaft gelungen, die Kirche als Gesellschafterin öffentlich in die Pflicht zu nehmen und so einen Standard zu setzen, von dem jetzt auch die betroffenen MitarbeiterInnen in den Filialen profitieren.
Trotzdem reicht das Ergebnis in Summe nicht an den Augsburger Sozialtarifvertrag heran. Grund hierfür ist die fehlende tarifliche Bindung von WeltbildPlus, die eine weitergehende Absicherung mit tarifvertraglichen Werkzeugen unmöglich machte. Einmal mehr zeigt sich damit, von welch existentieller Bedeutung die gewerkschaftliche Bindung gerade in Krisensituationen ist.
Weitere Fragen
Allen Filialen sind heute ausführliche Mitteilungen des GBR und der Geschäftsleitung per Mail zugestellt worden. Darunter ein 15-seitiger Katalog mit Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir hier im Blog keine Fragen zu den Details der Vereinbarungen beantworten können. Bitte wendet euch an die örtlichen Betriebsrätinnen bzw. den GBR von WeltbildPlus. Diese KollegInnen beraten euch gerne und im Einzelfall sicher kompetenter als es die Blog-Redaktion leisten kann.
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Weltbildplus
Donnerstag, 24. April 2014
Presse spekuliert: Wie geht es weiter bei WeltbildPlus?
Derzeit verhandeln der Gesamtbetriebsrat, die Geschäftsführung und die Insolvenzverwaltung der Filialkette Weltbildplus über ein zukunftssicherndes Sanierungskonzept und die soziale Absicherung der MitarbeiterInnen in den Filialen.
Offizielle Aussagen gibt es von keiner Seite, da noch nichts unterschrieben ist. Trotzdem erschienen heute einige Presseberichte zum Thema:
Augsburger Allgemeine
Süddeutsche Zeitung
buchreport
Mittelbayerische Zeitung
Wir berichten hier im Blog, wenn ein verbindliches Ergebnis der Verhandlungen vorliegt.
Übrigens wird auch über mögliche Investoren weiter spekuliert:
Wer kauft WELTBILD?
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Insolvenz,
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Weltbildplus
Sonntag, 6. April 2014
BR-Wahl am 14. Mai 2014
Laut § 13.2 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) finden die regelmäßigen Betriebsratswahlen alle vier Jahre in der Zeit vom 1. März bis 31. Mai statt.
Deswegen findet die Betriebsratswahl in der Verlagsgruppe Weltbild GmbH am 14. Mai 2014 statt.
Wir brauchen ein starken Betriebsrat, der uns in schweren Zeiten wirkungsvoll vertritt.
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Donnerstag, 3. April 2014
Mitarbeiterversammlung Weltbild 2.0 - Weltbild startet neu durch als erfolgreicher Multi-Channel Händler
Am 3.4.2014 fand um 10 Uhr eine Mitarbeiterversammlung im Kuppelsaal statt, in der die Mitarbeiter über die aktuellen Entwicklungen, das Konzept "Weltbild 2.0" und die neue Organisationsstruktur informiert wurden.
"Weltbild startet neu durch als erfolgreicher Multi-Channel Händler" war die Kernbotschaft.
Der Insolvenzverwalter Herr Geiwitz machte den Mitarbeitern von Weltbild ein großes Kompliment für ihren Einsatz.
Wir erfinden das Unternehmen neu und müssen es rentabel machen.
Das ist ein Kraftakt für alle Beteiligten, aber wir sind auf dem richtigen Weg.
Es gibt eine Berechtigung für unser Unternehmen auf dem Markt und so sehen es auch die Investoren.
Der Investorenprozess läuft gut, es gibt verbindliche Angebote und intensive Diskussionen über Konditionen.
Der Gläubigerausschuss steht einstimmig hinter dem Vorgehen.
Anschließend führte Herr Gerlach in die neue Organisationsstruktur ein.
Weltbild hat viele Kunden, viele Lieferungen an Kunden, viele stationäre Verkäufe, viele Produkte und eine hohe Bekanntheit.
Wir stehen also vom Fundament her sehr gut da.
Die Bereiche in denen wir uns verbessern wollen, ist der Fokus auf die Kunden, die Sortimentspolitik, das Marketing und die Senkung der Kosten von Verwaltung, Fulfillment und Logistik.
Er führte im weiteren noch näher aus, wie wir diese Ziele erreichen können und welche Maßnahmen wir in näherer und fernerer Zukunft ergreifen werden, um die Marktposition von Weltbild zu stärken.
Im nächsten Punkt der Tagesordnung stellten die Mitglieder des Projektboards die neue Organisationsstruktur vor, wobei jeder den Bereich erläuterte, für den er zukünftig zuständig ist.
Zusammenfassend war die Aussage der Veranstaltung:
wir haben einen Plan, wir sind bereit, uns dafür einzusetzen, wir haben eine gute Basis, wir werden gebraucht, man glaubt an uns und gemeinsam schaffen wir das !
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