Freitag, 15. März 2013

Was würden wir ohne die Gewerkschaften machen ?


Die Zeitungen sind voll von Meldungen über Gewerkschaftsaktivitäten.

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr für die Beschäftigen der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie.

Im ver.di-Bereich streiken die Sicherheitskräfte am Hamburger Flughafen.
In Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen legen Angestellte im öffentlichen Dienst die Arbeit nieder.
Streiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Saarland sollen folgen.
Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber haben für die ca. 800.000 Mitarbeiter kein Angebot !

Lehrer, Ärzte und Piloten haben ihre Vertretungen und setzen sich für Ihre Interessen ein.

Stellenabbau verhindern oder vermindern, Mindestlöhne erkämpfen, Tarifverträge abschließen, Urlaubs- und Arbeitszeiten verbessern oder erhalten und vieles mehr sind Leistungen der Gewerkschaften.

Auch wir bei Weltbild haben in der jüngeren Zeit mit Hilfe von ver.di einiges erreicht, zum Beispiel den Zukunftstarifvertrag und den jüngsten Abschluss zur Erhöhung der Gehälter.

Die Gewerkschaften sorgen dafür, dass die Arbeitnehmer zu Ihrem Recht kommen.
Das erkennen auch immer mehr Arbeitnehmer, so dass sich erfreulicherweise die Anzahl der Gewerkschaftsmitglieder erhöht hat oder stabil geblieben ist.

Die Mitgliederbeiträge sind ein wichtiger Faktor - ohne Moos nix los - das heißt, je mehr Mitglieder ihre Gewerkschaft unterstützen, desto schlagkräftiger ist sie.
Dabei gilt, je niedriger das Gehalt, desto niedriger der Beitrag, je höher das Gehalt, desto größer die Steuerersparnis, denn Gewerkschaftsbeiträge sind von der Steuer absetzbar.

Neben der Interessensvertretung bekommen wir für unseren Mitgliederbeitrag im Fall des Falles Streikgeld, bei Problemen mit dem Arbeitgeber Rechtsschutz und weitere Vergünstigungen.

Wir reden hier von Beträgen, die man an einem Abend in geselliger Runde schon mal ausgibt, das ruiniert niemanden und rechnet sich schon nach der nächsten von der Gewerkschaft erkämpften Lohnerhöhung - zur Erinnerung, das Angebot der Arbeitgeber in der letzten Tarifrunde war 0 Prozent !
Und das haben zu unser aller Freude die Gewerkschaft und die aktiv Streikenden verhindert !

Wenn Sie Ihre Interessensvertretung, die Gewerkschaft, stärken wollen, solidarisch sein wollen und zusätzlich immer schon einen Arbeitnehmer-Rechtsschutz haben wollten, der Sie professionell unterstützt, dann geben Sie sich einen Ruck und tun sich jetzt sofort selbst etwas Gutes und unterstützen uns und sich:

ver.di-Eintritt: https://mitgliedwerden.verdi.de/

Natürlich informieren auch gerne die ver.di-Betriebsräte und ver.di-Vertrauensleute im persönlichen Gespräch und haben ausreichend Beitrittserklärungen vorrätig !

Kommentare:

  1. der beitrag ist mit 1% des BRUTTOGEHALTES zu hoch das sind umgerechnet für die meisten in wirklichkeit bis zu 1,5% - 2% vom NETTOGEHALT

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  2. Das mit dem Rechtsschutz ist eigentlich nicht richtig. Ob dieser gewährt wird liegt im Ermessen des Gewerkschaftssekretärs. Es gibt nicht wirklich einen Rechtsanspruch auf diesen Rechtsschutz also auf eine anwaltliche Hilfe vor Gericht. Weder bei verdi noch bei der IG Metall. Mitstreiken kann man auch ohne bei verdi zu sein. Man darf sich vor dem Arbeitsgericht auch selber vertreten. Eine gute Rechtsschutzversicherung mit 250.- EUR Selbstbeteiligung und Rechtsschutz zusätzlich für den Mietvertrag und gegen Gewalt kostet 13,- / Monat- also fast nur halb so viel. Man kann bei den Versicherungen heute sofort mit einem Anwalt am Telefon über das Problem rede und sich Rat suchen. Das kostet einem nichts ausser den monatlichen Beitrag von 13.-. Ob man sofort mit Herr Gürlebeck reden kann wage ich zu bezweifeln. 1% vom Brutto finde ich ebenfalls zu viel. Bei mir waren das in zwei Jahren 600 EUR also fast ein Mallorcaurlaub. Wirkliche Beratung und Hilfe habe ich von verdi nicht bekommen. Streiken tut man bei Weltbild eh nur höchstens ein bis zwei Tage in zwei Jahren. Das kann man verkraften wenn man mitstreikt. Mich überzeugt die Arbeit von Gürlebeck und Co also auch BR ganz und gar nicht. Die machen Standardminipgrogramm und wollen ansonsten ihre Ruhe haben. Was sie machen wird dann immer wieder gigantisch aufgeblasen und zu eine Heldentat hochstilisiert. Eines können sie sehr gut. Propaganda für sich machen. Die sind immer gut gelaunt lachen viel, machen Späße eine lustige Truppe, aber viel mehr auch nicht,kein Kunststück wenn man weitab von Stress, Fließband und Vorgesetzen Terror gemütlich im Büro sitzt! Zu den Betriebsversammlungen geh ich schon gar nicht mehr.

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  3. Mich überzeugt die Arbeit von Gürlebeck nicht aber ver.di Allgemein auch nicht, außerdem ist dieser Herr ist ein Blender. Brauchte ca. 6 Monate um Festzustellen das der Tarifvertrag ausgelaufen war, wenn er es in der zwischenzeit überhaupt mitbekommen hat!!!

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  4. 1% des Bruttogehalts mag vielleicht hoch erscheinen. Man muss das allerdings einfach mal gegenrechnen, wieviel man nicht bekommen hätte, wenn wir gar keine Gehaltsforderungen aufgestellt und durchgesetzt hätten. Zudem sind die Gewerkschaftsbeiträge steuerlich absetzbar. Bitte keine Milchmädchenrechnungen aufmachen und die Leute für dumm verkaufen wollen.

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  5. Auch mir waren 1% vom Brotto zuviel,denn Nutzen gab es keinen.Bei den vor 4 Jahren vorgenommenen Massenentlassungen konnte man uns nicht helfen(waren wir zu wenige in unserer Stadt?!),diverse Termine endeten mit Schulterzucken und Unkenntniss ....
    Nun denn ,eine Rechtsschutzversicherung wird mir nun zur Seite stehen,wenn auch unsere Filiale geschlossen wird.Betriebsratsunterstützung ist ja auch Fehlanzeige,wenn nur 3-4 Kollegen i.d.Filiale arbeiten.
    Fazit :irgendwie gehts immer um Kosten und Nutzen auch bei Verdi,je mehr zahlende Mitglieder,umso höher die Medienwirksamkeit,der Einzelne allein zählt auch hier nicht.
    Ich bin von dieser Erfahrung frustriert und werde keiner Gewerkschaft mehr beitreten!

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  6. immer wieder verblüfft18. März 2013 um 09:13

    Mei, was soll man zu den Gegenmeinungen noch sagen ?
    Einfach den Text oben nochmal genau lesen, da steht alles drin.

    Es gibt nur eine Interessensgemeinschaft der Arbeiter und Angestellten, das ist die Gewerkschaft, ob sie einem nun in jeder Beziehung gefällt oder nicht.
    Niemand sonst setzt sich für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen ein, das kann man nicht wegdiskutieren, man kann sich höchstens selber etwas vormachen.

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    1. Ist so nicht ganz richtig. Die Höhe des Lohnes beinhaltet immer auch einen Bestandteil der aus der Arbeitsmarktlage resultiert. Stichwort Angebot und Nachfrage. Ausserdem ist es jedem freigestellt und das sollte man auch tun , mit seinem Chef über Lohnerhöhungen zu sprechen und diese selber aushandeln.
      Ausserdem sehe ich es nicht als Verpflichtung an das es immer die gleichen sein sollen die zahlen und die ganze Arbeit machen.

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  7. Ich empfinde die Aktivitäten der Gewerkschaft für gut. Die Arbeit von BR ist auch ok. Untersützen tue ich Euch während meiner Arbeitszeit gerne. Aber beim Geld hört es auf. Im damaligen Betrieb war ich bei der IG Metall. Als ich Rat und Hilfe brauchte, kümmerte sich am Ende nur der Anwalt, den ICH bezahlt habe. Seitdem habe ich Rechtschutz und fahre gut damit. Mag sein, das es bei Verdi anderst ist, aber zum Austesten habe ich kein Geld.
    Es wäre auch mal wieder schön einen geselligen Abend zu haben und mal so Geld auszugeben. Alleinerziehend und mit zwei Jobs ist das leider nicht so einfach!

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  8. http://www.youtube.com/watch?v=TfjHituJoMI man kann es nicht oft genug anschauen.

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  9. mich deprimieren die Kommentare gegen die Gewerkschaft und den BR. Wer ist denn Gewerkschaft? Das ist doch nicht alleine Thomas Gülebeck. Das ist die Summe ihrer Mitglieder, die seit Jahrzehnten ermöglichen, daß es Lohnerhöhungen bigt. Bei uns noch Weihnachts und Urlaubsgeld. Eine Zuzahlung bei Krankheit von Betrieb bis zu einem halben Jahr, je nach Betriebszugehörigkeit.

    Ich persönlich bin der Meinung, daß nur Gewerkschaftsmitglieder in den Genuß des Entgelt- und Manteltarifvertrages kommen sollten. Wenn eh alles so mistig ist wie behauptet, dann verzichtet ihr Labertaschen doch einfach auf den Schutz des Tarifes. Aber nein, eine Mitnahmementalität hat man dann doch. Die anderen werden mit ihren Beiträgen schon alles richten. Ich könnte schreien, bei den unqualifizierten Kommentaren ohne Sinn und Verstand. Bei manchen habe ich das Gefühl, es geht darum sich ein Alibi zu suchen, warum man den Gewerkschaftsbeitrag auf keinen Fall zahlen möchte.

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  10. Dein Kommentar zeugt von großer Unkenntnis. Denn die Arbeitgeber entscheiden selber wem sie wieviel bezahlen. Da haben du und deine Gewerkschaft keinen Einfluss drauf. Gott sei Dank. Es sei denn du beabsichtigst eine Diktatur aufzubauen was ich einigen Gewerkschaftern durchaus zutraue. Ausserdem werde ich mit Verlaub nicht von verdi wegen einer Mitgliedschaft bezahlt sondern von einem Arbeitgeber mit dem ich einen Arbeitsvertrag ausgehandelt habe und weil ich dafür eine Gegenleistung abliefere. Verdi bietet mir keinen Arbeitsplatz. Liebe Gewerkschafter von verdi Augsburg tut nicht so als ob ihr so viel tut und so wichtig seid. Über die erreichten Lohnabschlüsse in den letzten zehn Jahren sollten wir besser kein Wort verlieren. Eigentlich würde bezüglich der Löhne auch ein Gesetz ausreichen was da lautet , jedes Jahr soll der Lohn um den Betrag des Inflationsausgleiches und um die Steigerung der Produktivität erhöht werden. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden bezahlt weil es der Branche noch halbwegs gut geht. Ist dies nicht mehr der Fall werdet ihr sehen wie schnell das auch mit verdi futsch ist.
    Und für diesen Erfolg arbeiten alle, Gewerkschafter und Nicht Gewerkschafter!

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  11. http://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaften_in_Deutschland

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  12. http://www.enzyklo.de/Begriff/tarifrecht

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