Dienstag, 28. Oktober 2014

Neuer ver.di-Film zum Thema Burnout


In Zusammenarbeit mit dem ver.di-Bereich Innovation und Gute Arbeit ist der Kurzfilm "Burn or out"entstanden. Besonders häufig von Burn-out betroffen sind Menschen, die sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren, hoch motiviert und einsatzbereit sind. Schutz geben vor allem gute Arbeitsbedingungen, sagt Anke Thorein von der ver.di-Initiative Gute Arbeit.

Gundula Weimann und Fridhelm Büchele haben sich dem Thema Burnout angenähert: über Gespräche mit Betroffenen, mit Ärztinnen und Wissenschaftlern, mit Gewerkschafterinnen und Betriebsräten. Zugänge haben sie auch über eine künstlerische Auseinandersetzung gefunden – Theaterszenen, Bilder, Installationen. Fertige Antworten oder eine generelle Anleitung, wie mit dem Thema umzugehen ist, gibt es nicht. Dafür aber Gedankenanstöße und Hinweise auf die gesellschaftspolitischen Dimensionen ebenso wie Daten und Befunde zu den Arbeitsbedingungen in Deutschland aus Perspektive der Beschäftigten.

Die beste Prävention sind gute Arbeitsbedingungen

"Die beste Burnout-Prävention, und letztlich die einzig nachhaltig wirksame, sind gute Arbeitsbedingungen. Selbstverständlich ist es dazu wichtig, dass die Einzelnen lernen, Nein zu sagen und sich Grenzen zu setzen. Aber das ist nicht alles. Denn wer sich selbst Grenzen setzt, zieht auch seinem Arbeitgeber – oder Auftraggeber – welche. Wirksam können solche Grenzen letztlich aber nur werden, wenn es gesellschaftliche Normen und Rechtsansprüche gibt, auf die sich die Einzelnen stützen können. Und die sind noch nie vom Himmel gefallen. Sie sind immer kollektiv erkämpft worden – maßgeblich auch durch Gewerkschaften", kommentiert Anke Thorein von der ver.di Initiative Gute Arbeit.

Der Film, der in Kooperation mit dem ver.di-Bereich "Innovation und Gute Arbeit" entstanden ist, kann hier angeschaut und herunter geladen werden: ver.di-Kurzfilm "Burn or out"

Verbrannt bei WELTBILD? Wie beurteilst du die aktuellen Arbeitsbedingungen? Wie geht es dir persönlich? Nutze die Kommentarfunktion unten, um mit Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren.

Kommentare:

  1. Mir geht es sehr gut. Ich bin überhaupt nicht unzufrieden und arbeite sehr gern für Herrn Droege. Das ist ein ganz ehrlicher Mann, der sich immer an seine Verträge und Aussagen hält. Zwischen ihn und die Wahrheit geht nicht einmal ein Staubkörnchen. So gut ist der Mann. Und so bin ich froh, dass ich jetzt helfen darf seinen 1,1 Milliarden Reichtum weiter zu mehren. Walter J. P. Droege ist seit 1988 immer gut zu den Mitarbeitern gewesen und die 7, 6 Milliarden Konzern-Umsatz samt dem Gewinn von etwa 290 Millionen letztes Jahr sind immer dadurch zustande gekommen, dass Walter J. P. Droege immer das Gute und Richtige gemacht hat. Gott beschütze ihn und schenke unserem Chef ein langes, langes Leben, dass wir hier bei Weltbild noch lange dafür arbeiten dürfen, dass sich sein Vermögen noch mehr mehrt. Dass Walter J. P. Droege jetzt entgegen dem dummen Geschwätz seiner Unterhändler in den Übernahmeverhandlungen Personal abbauen muss, wird jeder verstehen, der mit Geld zu tun hat. Wer will schon gern einen BMW fahren, wenn er mit einem SEAT ans gleiche Ziel kommt? Auch hier gute Werke, wohin man bei ihm schaut: Er baut nämlich endlich mal die ab, die es verdienen - die Bosse, die viel zu viel verdienen. Die verdienen so viel, da wird sogar der Walter J. P. Droege mit seinen 290 Millionen Gewinn im letzten Jahr neidisch. Die Weltbild-Bosse greifen so tief in die Tasche, dass es gar nicht mehr tiefer geht. Ein Selbstbedienungsladen der oberen Zehntausend! So haben es die immer bestens informierten Augsburger Allzugemeinen schon vor Monaten geschrieben. Jetzt hat das auch mal der Herr Droege schwarz auf weiß gesehen und fast einen Herzkasper bekommen, als er gesehen hat, was bei Weltbild die oberen Bosse immer noch verdienen! Und selbst die einfachen Arbeiter verdienen leicht über Hartz VI! Sowas hat der gute Droege im niedergehenden Ruhrgebiet abseits der Königsallee noch nicht gesehen. Verständlich und richtig, dass er hier für die richtigen Arbeitsbedingungen kämpft. Meine Unterstützung hat er. Ich bin gern hier. Und wenn endlich alle nur noch knapp über Hartz IV verdienen, kann Herr Droege mehr Geld für arme Künstler und Künstlerteller aufgeben. Ich arbeite gern für Kunstteller, selbst für Kitschteller wie den von 2009 von Rosa Loy. Und deshalb geht es mir gut und die ständig wechselnden Kloparolen, die bei Weltbild rumlaufen, wisch ich mir an der linken Arschbacke ab und denke: Der Droege ist ein guter Mann, der 1 und 1 verrechnen kann. Und Pressemeldungen und Zeitungsmeldungen wie die von der Augsburger Allzugemeinen lese ich erst gar nicht. Die stimmen sowieso nicht. Da brauche ich mir nur das Bild von Herrn Droege anschauen: Schon der erste Blick ist entscheidend. Der Wandel, zu dem Herr Droege im Sinne Weltbilds beitragen soll, beginnt mit der ersten Begegnung. Dieser Blick muss Realität und Chancen fassen. Der Blick, der uns aus Droeges Bild trifft, hat diese Qualität. Seine Kunst zeigt, wie sich in einem Blick komplexe Vielfalt zu lebendiger Wirkung entwickelt: Umsetzung nach allen Regeln der Kunst. Als Kunstsinniger passt Walter gut zu uns Medienhändlern. Finde ich. Und ich finde, wir sollten dem guten Menschen von Düsseldorf mehr vertrauen. Er meint es doch nur gut.


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    1. So ein Schwachsinn! Das ist wohl ironisch gemeint. Dem kann ich aber nichts abgewinnen. Ganz klar gesagt: Mir geht es schlecht. Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, kommt mir schon das Kotzen, weil ich wieder in den Laden gehen muss. Wie lange ich das noch aushalte, weiß ich nicht. Ich versuche zwar, mir hinter den ständig neuen Pressemitteilungen irgendeine Strategie zusammenzureimen, aber es geht nicht. Zusammengefasst heißt für mich alles immer nur Personalabbau. Und die Frage, wann es mich trifft, lähmt mich.

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    2. Ich finde den Beitrag keinen Schwachsinn und dass es sich um Ironie handelt, erkennt man doch bereits nach dem zweiten Satz. Ein wenig überspitzt vielleicht, aber doch mir sehr viel Wahrheit (sofern man Ironie und Sarkasmus versteht)

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    3. Ja, Lähmung ist das richtige Wort. Meine Energie verwende ich darauf Bewerbungen zu schreiben. Das scheint mir momentan die beste Zeitverwendung zu sein. Da ich noch nicht über das dritte Jahrzehnt hinaus bin und in der IT arbeite, rechne ich mir Chancen aus. Langsam erscheint mir alles besser, als hier in dem Laden zu bleiben, der einem jeden Tag die Kraft raubt. Danke, lieber Herr Droege, dass Sie es mir jetzt noch leichter machen als die Paragon-Leute, Abschied zu nehmen. Zwar habe ich bislang gern bei Weltbild gearbeitet und wollte das Fahren nach München vermeiden, aber alles hat ein Ende und meine Weltbild-Wurst dank Droege jetzt zwei, sprich: überall, wo ich bei Weltbild hinstoße, steht jetzt: Achtung Droege-Gefahr! Wenn Sie ihr Leben retten wollen, benutzen Sie diesen Ausgang!

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  2. Das ist kein Schwachsinn, sondern Satire.
    Ich verstehe aber auch, wenn jemand momentan keinen Sinn für Humor hat.
    So wird keine Aufbruchstimmung produziert.
    Mit Kleinkariertheit und Krümelkackerei wird Weltbild zu Tode gespart.
    Da war ja Halff geradezu ein Motivationstalent im Gegensatz zu dem, was da gerade abgeht.
    Wir hätten uns neue Leute mit frischer Energie und frischen Ideen gewünscht, statt Sparkommissare.

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  3. Wieso? Frische Ideen und Wind kommen doch im Januar in Form eines neuen Ideenshop-Chefs. Der kommt von Butlers und wird sicherlich weniger verdienen, als der jetzige Ideenshop-Chef.
    Natürlich wurde der neue Chef auch vorgestellt, während der jetzige Chef gerade im Urlaub ist. Ganz feine Nummer - und mitbekommen hat mans nur, weil sich die Kollegen untereinander austauschen. Eine Info von der GF oder dem BR (der dafür auch nicht zuständig ist, aber angeblich die Stellen ja genehmigen muss) gibts natürlich nicht.
    Das motiviert natürlich alle, wenn für kleine MAs Einstellungsstopp ist, aber bereits wieder neue Chefs präsentiert werden...

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    1. Bei der Einstellung von sogenannten "Leitenden Angestellten" hat der BR juristisch nichts zu melden. Inzwischen ist uns der Neue aber vorgestellt worden, jedoch erst nachdem er bereits durch den Bereich geführt worden war.

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