Montag, 22. Dezember 2014

Atem holen, Kräfte sammeln


Ein ereignisreiches Jahr geht seinem Ende zu. Es war ein Jahr, das viele gern missen würden, ein Jahr, einzelner Hochs und langer Tiefs, in dem wir viele liebe Kollegen und Illusionen verloren haben. Es war ein Jahr, in dem wir lernen mussten, dass alles, was für uns sicher und unumstößlich war, schneller auseinander fällt als wir es jemals für möglich gehalten hätten.

Wer hätte geglaubt, dass der von der Kirche   gestützte Titan "Weltbild" längst auf tönernen Füßen stand, die dann am 10. Januar zu Staub zerfielen. Wer hätte geglaubt, dass "Papa" Halff,  sehenden Auges oder völlig blind gegenüber den Realitäten, die Zukunft des Unternehmens verzockte?
Wir haben erlebt wie ein berüchtigter Interims-Kapitän einen fiktiven Nordstern anpeilte und so schnell wieder verschwunden war, dass man sich an seinen Namen kaum mehr erinnert. Wir erinnern uns aber gut an die Namen derer, die gehen mussten, um zu retten, was noch zu retten war.
Und dann begann das zweite große Zittern! Leichenfleddern oder Reanimation? Könnte der Insolvenzverwalter einen Gesamt-Investor finden oder würde man Weltbild zerschlagen?

Auch das haben wir durchgestanden und am Ende wirklich geglaubt, dass Droege derjenige ist, der das Geld, die Geduld und den Glauben an uns hat, um Weltbild wieder ins Licht zu führen. Aber auch hier scheint die Gier über der Verantwortung zu stehen und der schnelle Reibach der nachhaltigen Sanierung vorgezogen zu werden. Die Zeichen stehen auf Sturm, aber noch sind wir nicht verloren!

Lasst uns die freien Tage zu Weihnachten nutzen, um im Kreis der Familie und Freunde abzuschalten und Kraft zu schöpfen. Vielleicht ist es möglich über die Feiertage etwas Abstand zu gewinnen und den Kopf frei zu bekommen.
Dann können wir im neuen Jahr mit neuer Energie für unser Weltbild, für unsere Arbeitsplätze kämpfen.
Wir wünschen euch, liebe Kollegen, ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest.

Kommentare:

  1. Abstand gewinnen und den Kopf frei bekommen können die, die jetzt in die TG2 kommen. Glückwunsch !
    Alle WB 2.0-er werden vermutlich kein besinnliches Weihnachtsfest haben und sich fragen für welches "Weltbild" sie kämpfen sollen/wollen

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  2. Wahre Worte!!
    Ich wünsche allen meinen (ehemaligen) Kollegen ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für die Zukunft!

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  3. Ein sehr sehr gemischtes Jahr. Wo wenige kamen , aber sehr viele gehen mussten.
    Wünsche allen ein frohes Fest soweit möglich, ein gutes neues Jahr. Tiiiiief luft holen und mit neuen Ideeen ins2015

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  4. Also mit Glückwunsch und Glück hatten unsere Kündigungen wahrlich nichts zu tun es gibt noch viel zu viele die nach wie vor keinen Job haben.
    Deshalb wünsche ich ALLEN sowohl TGler als auch WBler ein paar ruhige Tage im Kreis der Familie und einen guten Start und viel Kraft für das kommende Jahr 2015!

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