Montag, 23. Januar 2012

Weitere Berichte über unsere Demo am Samstag

Unsere Demo hat ein Riesen-Echo in den Medien gehabt:

Bayern5 hat einen klasse Bericht im Radio gesendet (ab Minute 1:07).

Wir sind heute der Aufmacher im Lokalteil der Augsburger Allgemeinen.

Im Netz steht noch eine Bilder-Galerie mit stimmungsvollen Fotos der AZ-Fotografen.

Weitere Berichte:

Süddeutsche Zeitung

Katholische Nachrichten Agentur

Domradio

Und hier noch der vorzügliche Vorbericht im AZ-Wirtschaftsteil am Samstag und ein Kommentar von Alois Knoller.

Pressemitteilungen zur Demo

Am Sonntag bereits online zu lesen bei der Augsburge Allgemeine und Bild online.
Bilder bei Augsburger Allgemeine gibt es auch zu sehen. Zu finden unter Bilder, seite 9-23.

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/200-Teilnehmer-bei-Demo-fuer-Weltbild-Standort-Augsburg-id18402641.html

http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-regional/demo-fuer-weltbildstandort-augsburg-200-teilnehmer-22212522.bild.html

Sonntag, 22. Januar 2012

Mit Fackeln, Engagement und sehr deutlichen Worten

Mit ihrem Umzug zum Dom zeigten rund 300 Weltbild-Mitarbeiter und Gewerkschafter gestern, was sie vom Augsburger Bischof erwarten: Er soll sich endlich bei seinen Kollegen für die Unterzeichnung des Zukunftstarifvertages einsetzen!

Es war wohl kein Zufall, dass Bischof Konrad Zdarsa auf die Ankündigung der Demo mit einer Presseerklärung reagierte – zu groß schien der Druck auf ihn geworden zu sein. »Als Bischof von Augsburg sorge ich mich natürlich um das Schicksal der 6400 Mitarbeiter, besonders um die am Standort Augsburg», teilte er mit. Den Termin am 21. Januar, wo ihm am Schluss der Demo die Postkarten der ver.di-Aktion überreicht werden sollten, könne er aber leider nicht wahrnehmen.

Der Bischof zeigte sich nicht
Da halfen dann am Samstag um 17.40 Uhr vor dem Bischofspalais die Gesänge der Demonstranten nichts: »Leere Reden reichen nicht«, skandierten die Weltbilder, »Bischof zeig’ uns dein Gesicht«. Zdarsa ließ sich nicht blicken. Allerdings hatte er zwei Tage vor dem Marsch zum Dom Vertreter der Weltbild-Mitarbeiter und des Betriebsrates zu einem Gespräch im Bischofshaus eingeladen, das am Donnerstag, 26. Januar stattfinden soll. Eine reichlich späte Reaktion…

»Wir sind Weltbild, wir sind stark…«

Mit Fackeln und Transparenten, Kindern auf den Schultern und deutlichen Worten auf den Lippen machten die Weltbildler am Samstagnachmittag der Öffentlichkeit klar, dass sie die Bischöfe weiterhin in besonderer Verantwortung für die Zukunft der Mitarbeiter und den Standort des Unternehmens sehen. »Wir sind Weltbild, wir sind stark. Wir wollen den Zukunftstarifvertrag« riefen sie. Ob Bischof Zdarsa die deutliche Botschaft verstanden hat und ernst nimmt, wird das Gespräch in am Donnerstag zeigen.

Heiliger Bimbam: Die Sonntagssprüche von Kardinal Marx (Folge 7)

Nachdem wir am gestrigen Samstag vor dem Augsburger Dom für den Erhalt unserer Arbeitsplätze und einen Zukunftstarifvertrag demonstriert haben, hören wir heute gerne wieder den Worten von Kardinal Marx zu, wie sie in seinem Buch „Das Kapital“ zu lesen sind.

Auf Seite 55 schreibt der Münchener Oberhirte, dass in deutschen Zeitungen das „Lob der Gier“ gesungen würde, was ein perverses Verständnis von Freiheit sei, gegen das gerade Christen entschieden Einspruch erheben müssten.

Wir hoffen, dass Herr Marx seine katholischen Mitbischöfe jetzt, da es um den Verkauf von Weltbild geht, an diese Worte erinnert. Denn: Je weniger Gier auf Gewinne und Erlöse die Bischöfe beim Verkauf von Weltbild zeigen, desto weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Weltbild werden ihren Arbeitsplatz verlieren. Denn je mehr die Bischöfe beim Verkauf von einem Käufer fordern, desto höher wird der Druck für einen Investor sein, möglichst viel Geld aus dem gekauften Unternehmen Weltbild herauszuholen. Und das ist so gut wie immer mit dem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden.

Deshalb bitten wir Herrn Marx dringend, sich unserer Forderung nach einer Beteiligung im Aufsichtsrat und einem Zukunftstarifvertrag nicht zu wiedersetzen und seine Mitbrüder im Amt davon zu überzeugen, dass Geldgier beim Verkauf von Weltbild ein schlechtes Licht auf die katholische Kirche werfen würde. Die Beteiligung der MitarbeiterInnen im Aufsichtsrat und ein Zukunftstarifvertrag für die Mitarbeiter bei Weltbild wären ein positives Zeichen dafür, dass es der Kirche beim Verkauf des Unternehmens nicht nur um den schnöden Mammon, sondern um eine gute und gesicherte Zukunft für die MitarbeiterInnen und ihre Familien geht.

Kardinal Marx schreibt gegen die Gier: „Da müssen wir aufstehen und sagen: Das geht so nicht. Wir lassen nicht zu, dass die Sünde gelobt wird. Und wir lassen auch nicht zu, dass der Sünde die Maske der Freiheit aufgesetzt wird.“ Wäre er konsequent, würde Kardinal Marx gegen alle seine Mitbrüder aufstehen, denen es darum geht, ihre Weltbild-Sparkasse aufzulösen und Kasse zu machen. Wir sind sehr gespannt, ob er es tut, wenn ein Käufer gefunden ist.

Samstag, 21. Januar 2012

Impressionen von unserem Marsch zum Dom

Unsere Demo zum Dom war ein voller Erfolg: Rund 300 TeilnehmerInnen, super Stimmung und mordsmäßig laut. Heute gibt's hier nur ein paar Bilder, morgen folgt ein ausführlicherer Bericht.

Die Fotos verdanken wir übrigens dem Augsburger Fotografen und Kollegen Peter Neidlinger. Danke Peter!











Freitag, 20. Januar 2012

Demo am Samstag – Stärke zeigen für Verhandlungen am Dienstag

Einen ersten (kleinen) Erfolg hat unsere Demonstration am morgigen Samstag schon gehabt. Endlich bewegt sich etwas hinter den Mauern des Augsburger Doms: Bischof Zdarsa hat VertreterInnen von ver.di und Betriebsrat zu einer Audienz eingeladen. Unglaublich eigentlich, dass der Bischof zwei lange Monate gebraucht hat, um sich zu diesem Schritt durchzuringen!

Diese Einladung belegt einmal mehr, dass die Aktionen von Betriebsrat und ver.di unsere Sache voranbringen. Von einem Zukunftstarifvertrag, wie wir ihn brauchen, sind wir freilich noch weit entfernt. Deshalb ist es umso wichtiger, am Samstag in der Öffentlichkeit präsent zu sein und Stärke zu zeigen.

Hier nochmals der dringende Aufruf:

Kommen Sie am Samstag um 17:00 zum Rathausplatz

und unterstützen Sie Ihre KollegInnen bei der Demonstration zum Dom. Bringen Sie ruhig Freunde und Ihre Familie mit.

Wir werden in jedem Fall ein Zeichen setzen. Ob die Tarifkommission am Dienstag gestärkt oder geschwächt in die zweite Verhandlungsrunde geht, hängt ganz entscheidend auch von Ihrer persönlichen Beteiligung ab. 

Hier noch das Schreiben des Bistums im "Original". Wir meinen, der Augsburger Bischof sollte sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Augsburg ist drittgrößter Anteilseigner, und selbstverständlich hat Bischof Zdarsas Wort großes Gewicht in der Bischofskonferenz. Aufsichtsrat hin oder her: Am Ende entscheiden die Bischöfe, ob unser Zukunftstarifvertrag unterschrieben wird. Dafür muss sich "unser" Bischof stark machen. Das werden wir ihm am Donnerstag auch persönlich sagen!

(Zum Vergrößern des Briefes einfach auf die Bilder klicken.)




Arbeitsdruck und Gesundheit

Obwohl der Verkauf von Weltbild Thema Nummer eins ist, sollten wir andere Themen nicht vernachlässigen. Der Arbeitsdruck ist die letzten Jahre größer geworden. Wir fühlen uns verantwortlich, wenn der Schreibtisch voll ist. Trotz Arbeitsverdichtung versuchen wir alles zu schaffen. Das kann auf Dauer Folgen für die Gesundheit haben.

In der Ver.di Publik gibt es einen sehr guten Artikel darüber: "Bloß nicht absaufen" von Michaela Böhm – Lesenswert!

Donnerstag, 19. Januar 2012

Presseschau

Buchreport berichtet über Betriebsratsforderung "Sitz im Aufsichtsrat"
Sogar Kathweb bringt die Pressemitteilung
Die Süddeutsche Zeitung berichtet sogar von Palastrevolte
Auch der Augsburger Allgemeine war es ein Bericht wert, welche aber leider nicht mehr im Netz ist.
Boersenblatt war es eine kleine Mitteilung wert
Sowie auch die Stadtzeitung

Kathweb hat unser Aufruf zum Demozug aufgegriffen

Bischof Zdarsa sorgt sich um uns
Auch Kathweb berichtet darüber
Und Radio Vatican ebenso

Obwohl Bischof Zdarsa am Samstag nicht da ist, ist es wichtig zum Demo am Samstag zu kommen. Auch ein Bischof hat eine Vertretung, die er schicken kann.

Die Tarifkommission erhofft sich von der Demonstration starken Rückenwind für die zweite Runde der Tarifverhandlungen, die am kommenden Dienstag (24. Januar) stattfindet.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Konzernbetriebsrat tagt in Augsburg

Am 12. Januar tagte der Konzernbetriebsrat (KBR) Weltbild/DBH in Augsburg. Weil Dolores Sailer und Timm Boßmann Ende letzten Jahres neu zu dem Gremium kamen, standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Der Vorsitz bleibt weiter in den bewährten Händen von Uwe Kramm und Antje Krüger (stellvertretende Vorsitzende). Beide KollegInnen sind bei Hugendubel beschäftigt.

Es wurde diesmal auch ein Konzernbetriebsrat-Ausschusses gewählt. Ein langes Wort, aber ein Gremium mit interessanten Möglichkeiten. Neben den beiden Vorsitzenden sind Norbert Baro (BR DBH Warenhaus), Timm Boßmann (BR Verlagsgruppe Weltbild) und Nicole Molthan (GBR Weltbildplus) in diesem Ausschuss Mitglied.

Dieses Gremium kann, laut Betriebsverfassungsgesetz, die Aufgaben eines Wirtschaftsausschusses übernehmen. Wirtschaftliche Informationen sind für die Arbeit des Konzernbetriebsrates von entscheidender Bedeutung, speziell auch in der jetzigen Situation. Der KBR hat dies in seiner Sitzung beschlossen und gleichzeitig die Geschäftsführung aufgefordert, zu diesem Zweck eine Vereinbarung zu treffen.

Das war nicht alles auf der Sitzung. Selbstverständlich haben die Konzernbetriebsrats-Mitglieder sich ausgetauscht über die Stimmung innerhalb des Konzerns wegen dem Damokles-Schwert „Verkauf“. In allen Bereichen (WeltbildPlus-, Jokers-, Hugendubel-, DBH-Warenhaus-, Wohlthatsche- und Weiland-Filialen) Unsicherheit, wie es nach den Verkauf weitergeht.

Die Gesamtbetriebsräte werden jetzt auch in den Filialen mobilisieren, damit die KollegInnen vor Ort unseren Kampf um den Zukunftstarifvertrag unterstützen.

Ein Erfolg war auch zu vermelden: in Kürze werden über 20 Plus-Filialen jeweils einen Betriebsrat haben. Nur gemeinsam sind wir stark.

Am 2.2. trifft sich der KBR in Hannover wieder.

Dienstag, 17. Januar 2012

Bischof soll endlich Farbe bekennen – Protestmarsch zum Dom am Samstag

Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet eben zum Berg gehen. Den MitarbeiterInnen von WELTBILD reicht es jetzt. Sie wollen das Schweigen des Augsburger Bischofs Konrad Zdarsa nicht länger hinnehmen und haben für Samstag eine Demonstration zum Augsburger Dom organisiert.

Am Samstag, 21. Januar 2012, um 17:00 treffen sich WELTBILD-MitarbeiterInnen mit ihren Familien am Rathausplatz und ziehen von dort zum Dom am Hohen Weg. Im Gepäck: mehrere tausend unterschriebene Postkarten, auf denen ein klares Bekenntnis der Bischöfe zum Zukunftstarifvertrag gefordert wird. Die Veranstaltung endet spätestens um 18:30.

Das will die Belegschaft erreichen:
• Keine betriebsbedingten Entlassungen innerhalb von 4 Jahren nach dem Verkauf
• Tarifbindung. Der Tarif regelt unter anderem Einkommen, 37,5 Stundenwoche, 30 Tage Urlaub, Weihnachts- und Urlaubsgeld…
• Keine Zerschlagung der Unternehmensgruppe
• Fortbestand aller gültigen Betriebsvereinbarungen, z. B. zur Arbeitszeit, Pausenregelungen, Prämien usw.
• DBH-Beteiligungen (Weltbildplus, Hugendubel etc.) bleiben im Konzern
• Erhalt des Standorts Augsburg

In den letzten Wochen kamen bereits viele KollegInnen zum Betriebsrat oder zu den Gewerkschaftsvertretern und wollten konkret etwas tun, berichtet ver.di-Geschwerkschaftssekretär Thomas Gürlebeck:"Am Samstag können jeder und jede zeigen, dass sie bereit sind, sich für eine sichere Zukunft einzusetzen!"

"Mit unserer Demonstration werden wir ein klares Zeichen setzen", erklärt ver.di-Betriebsgruppensprecher Timm Boßmann. "Wir lassen nicht zu, dass sich die Bischöfe aus der Verantwortung stehlen." Der Augsburger Bischof wurde schriftlich informiert und aufgefordert, sich dem Dialog mit den betroffenen MitarbeiterInnen zu stellen.

Die Tarifkommission erhofft sich von der Demonstration starken Rückenwind für die zweite Runde der Tarifverhandlungen, die am kommenden Dienstag (24. Januar) stattfindet.

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