Freitag, 30. April 2010

Das Wort zum Freitag: Mehr Solidarität

Wir müssen endlich wieder mehr Solidarität praktizieren. Mal etwas geben, nicht immer nur nehmen. Wir müssen solidarisch sein mit den klammen Griechen. Vorschlag: Die nächsten fünf Jahre jeweils zwei Wochen 5-Sterne-Freundschaftsurlaub auf Kreta oder Rhodos buchen, statt auf Malle oder Domrep. Ouzo und Metaxa statt Sangria und Piña Colada! Traumhafte Ferien im Land von Alexis Sorbas und Costas Cordalis, natürlich »all inclusive« (inklusive sämtlicher Fakelaki ) – und steuerlich voll absetzbar.


Wir müssen solidarisch sein mit unserer Stadt oder Gemeinde, die keine Kohle hat, um die Milliarden Schlaglöcher auf ihren Straßen zu stopfen. Warum drückt nicht jeder Bürger dem armen Kämmerer oder Tiefbauamtsleiter eine Kilo-Packung Moltofill in die Hand? Und legt vielleicht noch einen Spachtel dazu?


Wir sollten solidarisch sein mit den Krabbenfischern von Louisiana, die mit der Ölpest ringen und um ihre Existenz bangen. Vielleicht ein kleines Sümmchen spenden – auf das Konto der Fishing Association von New Orleans, Kennwort »Crab Desaster«. Oder eine Portion Nordseekrabben als Care-Paket … Nein, das ist keine gute Idee!


Solidarität verdient haben auf jeden Fall die renommierten amerikanischen Rating-Agenturen, denn denen weht jetzt ein starker Wind ins Gesicht. Dabei sind Agenturen wie »Standard & Poor´s« und »Moody’s« doch nur darum bemüht, die Kreditwürdigkeit von wirtschaftlich weniger florierenden EU-Staaten einer ehrlichen und aufrichtigen Prüfung zu unterziehen. Und dann stehen die Freunde Europas plötzlich am Pranger! Das ist nicht fair.


Deshalb schlage ich vor: Zum Zeichen der Solidarität und als Ausdruck unverwüstlicher deutsch-amerikanischer Freundschaft bilden wir am 1. Mai eine Menschenkette: vom gläsernen Restaurant auf der Zugspitze bis zum »Reservoir«-See im New Yorker Central Park.


Am Maifeiertag werde ich jedenfalls pünktlich da sein – in Garmisch, an der Talstation der Zugspitzbahn. Um 8.15 Uhr geht’s los! Und oben reichen wir uns dann die Hände, ganz solidarisch.

Kommentare:

  1. Wie wär´s mal mit Solidariät gegenüber euren lieben Kolleg(inn)en in den Fillialen, anstatt vom Elfenbeinturm aus auf Griechenland und die grosse weite Welt zu blicken?! Oder habt ihr uns schon komplett abgeschrieben?

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  2. Die Filialen brauchen wir, genauso wie den Katalog und das Internet. Wir vergessen euch in den Läden nicht

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  3. Ein bißchen mehr Solidarität untereinander würde nicht schaden. Seltsamerweise dauert es ziemlich lange bis der eine oder andere kapiert daß schon mehr als 5 vor 12 ist. Liebe Kollegen aus den Läden und Büros. Wenn mal wieder eine Aktion geplant ist, dann kommt doch bitte auch zum Händchen halten und ruft nicht aus der Ferne: »Wir wollen mehr Geld, keine Streichung von Sonderzahlungen, wie bisher weiterhin 30 Tage Urlaub und einen sicheren Arbeitsplatz!« Irgedwer wirds schon richten…
    Also dann schauen wir doch mal wie sehr euch euer Arbeitsplatz wirklich interressiert und vorallem wie die Bedingungen dafür in spätestens 2 Jahren aussehen werden.

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