Donnerstag, 26. Juli 2012

ZALANDO im Shitstorm nach ZDF-Bericht

Wer gestern die Zoom-Reportage über ZALANDO und AMAZON im ZDF gesehen hat, weiß worüber sich Tausende jetzt im Internet aufregen: miserable Arbeitsbedingungen, Mini-Löhne (7,01 Euro!) und zum Pinkeln müssen hunderte Mitarbeiter in einen Container mitten in der Versandhalle.

Das Online-Fachmagazin Meedia berichtet über die Entrüstung der KundInnen:

ZALANDO im Shitstorm

Die Reaktion der ZALANDO-Geschäftsführung zeigt: Massiver öffentlicher Druck ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, wenn MitarbeiterInnen angemessene Arbeitsbedingungen fordern. Arbeitgeber sollten sich gut ansehen, was passiert, wenn die Wut der KundInnen erstmal entfesselt ist.

Ab heute kann man die ZDF-Reportage hier angucken.

Wer ZALANDO die Meinung sagen will, findet das Unternehmen in Facebook.

Kritische Informationen der ver.di über Amazon finden Sie im Amazon-ver.di-Blog.

Kommentare:

  1. Das sind Tariflöhne, wer sich darüber aufregen will, soll sich über die Gewerkschaften, die diese Löhne beschlossen haben aufregen. Der Shitstorm sollte sich also auf die Gewerkschaften richten.

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    1. Quatsch: 7,01 Euro ist der gesetzliche Mindestlohn (Ost). Der Drecksladen Zalando ist - genau wie Amazon - ohne Tarif! Außerdem kassieren die für ihre MitarbeiterInnen Löhne vom Arbeitsamt. Die bezahlen wir von unsere. Steuern und Sozialabgaben!

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    2. Angefressener Bücherwurm30. Juli 2012 um 11:12

      Wir brauchen gar nicht so weit zu schauen. Eine Betrachtung unseres Unternehmens ist genauso skandalös. Die Teilzeitbeschäftigten in den Weltbildplus und Jokers Filialen bekommen teilweise unter 7 Euro brutto die Stunde.
      Und das bei einem katholischen Unternehmen, welches nach außen hin immer ein christliches Menschenbild propagiert. Mich dünkt, hier herrscht eine gewisse Doppelmoral.

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    3. Ist das wirklich so wie "Angefressener Bücherwurm" den Beitrag kommentiert hat?

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    4. ja, so ist es leider zum teil

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  2. Die Geschäftsführer und Verantwortlichen für WeltbildPlus gehören genauso auf die öffentliche Anklagebank, da ist doch nichts besser als bei Zalando oder Amazon. Kümmert Euch doch bitte auch mal um den eigenen Laden! Warum empört sich denn niemand darüber?

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    1. weil es für unseren betriebsrat einfacher ist zu berichten, wie es bei anderen unternehmen zugeht. dazu müssen nämlich nur links zur ARD Mediathek oder Berichten aus Tageszeitungen geteilt werden.
      es ist doch viel zu anstrengend in den eigenen reihen zu forschen.

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    2. Äh, hallo? Seit wann ist denn der BR der Verlagsgruppe Weltbild für die Filialen zuständig? Die haben – wenn sie denn einen gewählt haben – einen eigenen. Die Augsburger BRs haben da gar nichts mitzureden…

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    3. ja, sie haben einen eigenen. aber irgendwie gehören wir doch zusammen und der VGW-BR kann den Plus-BR doch unterstützen. Bzw. bevor wir uns über Missstände bei Ihle und Zalando aufregen, sollten wir uns doch erst mal für unsere Kollegen in den Filialen stark machen.

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    4. Angefressener Bücherwurm5. August 2012 um 12:06

      "Ja, sie haben einen eigenen".
      Das stimmt leider nicht so ganz. Von den über 250 Filialen haben nur ca. 20 einen BR. Die BR-losen Filialen können nur sehr bedingt von den BR Filialen vertreten werden. Es herrscht nach wie vor viel Angst und Unsicherheit bezüglich BR Wahlen in den einzelnen Filialen.
      Und dann kommt noch hinzu, daß viele Filialen aufgrund ihrer begrenzten Beschäftigten keinen BR wählen können. Die Geschäftsführung und Verantwortlichen verschließen sich komplett Gesprächen zu einer Zusammenlegung von Filialen, da sie der zynischen Auffassung sind, daß bei so wenigen Beschäftigten kein BR Not tut und die Kollegen ihre Probleme doch ganz einfach miteinander lösen könnten.
      Absurd. Die Realität sind nämlich leider in vielen Filialen anders aus. Da werden Beschäftigte von ihren Vorgesetzten massiv unter Druck gesetzt, Abmahnungen gleich dutzendfach verschickt und den betroffenen Kollegen nachgelegt, Aufhebungsverträge zu unterschreiben.
      Das ist nicht in jeder Filiale so, doch aber mittlerweile in so vielen Filialen, daß man nicht mehr von Einzelfällen sprechen kann.
      Daher begrüße ich den Aufruf von Anonym 15:42 sich auch für die Kollegen in den Filialen von Weltbildplus und Jokers stark zu machen.

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  3. Ich denke, man macht es sich ein bißchen zu leicht, wenn man sich zurücklehnt und sagt, Betriebsrat, oder Blogredaktion, macht mal.
    Wer etwas zu Weltbildplus oder andere Missstände zu sagen hat, der kann das hier über die Kommentarfunktion machen, oder selber einen Blogbeitrag verfassen und an blogredaktion@web.de schicken und aktiv daran teilnehmen, die Zustände zu verbessern.

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  4. bei Zalando in 14656 Brieselang verdind man wie folgt:
    im Jahr 2011 1300€ brutto
    ab Januar 2012 bis Juni 2012 1350€ brutto
    ab Juli 2012 1470€ brutto
    dafür folgende Arbeitszeiten
    Früschicht : eine Woche pro Monat von Montag-Freitag
    zweite Woche von Montag-Sonnabend
    Spätschicht: eine Woche im Monat von Montag-Sonnabend
    zweite Woche von Sontag(22:00bis06:00)Montag und dann weiter von Di-Fr 14:35-22:5 pro Tag haben wir zwei Pausen: einmal 20min und einmal 25min die zeit die manbraucht um das Essen aus dem Schrank im Umkleide zu holen und bis die "Kantine" beträgt hin und zurück 10 min, diese Zeit ist nicht von der Firma bezahlt. Also man hat eigentlich nur 10+15 Min Pause.

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  5. Es ist ja unglaublich dieser Bericht von Zalando. Warum tun sich die Mitarbeiter nicht zusammen, nur so kann das doch noch immer sehr deutlich, bestehende Ostregime bekämpft werden. Auch wenn ich meine Arbeit erst einmal verlieren würde, aber Kollegen zu bespitzeln, wie es ja früher in der DDR wohl offensichtlich üblich war, ist das Allerletzte.
    Mitarbeiter von Zalando wacht auf und lasst das nicht mit Euch machen!

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    1. @08:32:
      Geh bitte zurück in dein Loch wo du herkommst. Was hat Zalando mit Ostregime zu tun?
      Wer Wissen hat ist klar im Vorteil - daher nur für Dich!
      "Zalando wurde 2008 von David Schneider und Robert Gentz in Berlin mit Investorenkapital der drei Samwer-Brüder gegründet.[5] Vorbild war der US-amerikanische Versandhändler Zappos.[6] Ende 2008 galt Zalando mit einer Bilanzsumme von 326.618,02 Euro laut dem im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss[7] als kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB"
      Quelle: Wikipedia

      2008 war 19 Jahre nach dem Mauerfall.

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