Donnerstag, 25. Oktober 2018

Jahresempfang von KAB und Betriebsseelsorge


Alle zwei Jahre laden die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) und die Betriebsseelsorge Betriebsräte zu einem Empfang ein. Es geht um Erfahrungsaustausch und die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements. 

Heuer sprachen Ica Fritz, Reinhold Gebhard und Timm Boßmann vor rund 100 BetriebsrätInnen, PersonalrätInnen und MitarbeitervertreterInnen. Durch das Programm führte Hans Gilg von der katholischen Betriebsseelsorge.

Der Vortrag von Timm Boßmann machte die ZuhörerInnen betroffen. Sie versicherten dem Betriebsrat von WELTBILD ihre Unterstützung.
Ica Fritz und das Volksbegehren gegen den Pflegenotstand

Über Ica Fritz konnte man vor kurzem einen ausführlichen Artikel in der Augsburger Allgemeinen lesen. Sie ist Betriebsrätin im VINCENTINUM und eine der InitiatorInnen des Volksbegehrens gegen den Pflegenotstand in Bayern. Ihr anschaulicher Bericht an diesem Abend machte deutlich, wie dringend sich etwas ändern muss angesichts der extremen Belastungen der Pflegerinnen und Pfleger in ihrem Beruf ausgesetzt sind. Die Initiative jedenfalls ist ein riesiger Erfolg geworden: Innerhalb von 2 Monaten haben über 100.000 Menschen den Aufruf zum Volksbegehren unterstützt.

Wie man eine Insolvenz überlebt: Reinhold Gebhard

Zweiter Redner war Reinhold Gebhard. Der Betriebsratsvorsitzende der Firma TREVIRA aus Bobingen hat ebenso wie die WELTBILD Beschäftigten Erfahrungen mit einer Insolvenz.

TREVIRA, der Spezialist für Faserherstellung, war im Jahr 2011 zahlungsunfähig. Auch bei TREVIRA wurde die Kanzlei Schneider/Geiwitz als Insolvenzverwalter eingesetzt und ein neuer Eigentümer gefunden.
Die gute Nachricht von Reinhold Gebhard an das Publikum: Nach einer mehrjährigen schwierigen Übergangsphase hat sich TREVIRA mittlerweile stabilisiert und macht wieder Gewinne. Der Betriebsrat hat es geschafft, höhere Löhne für die Mitarbeiter zu erreichen und es werden viele junge Leute ausgebildet.

Auf Wandzeitungen konnten die rund 100 Gäste des Empfangs nachlesen, wie der Arbeitgeber WELTBILD den gewählten Betriebsrat angreift. Danach machten viele bei den Solidaritäts-Aktionen mit.

Solidarität mit dem Betriebsrat von WELTBILD

Die schwierige Situation bei WELTBILD kannten die meisten Anwesenden bereits aus der Presse. BR-Vorsitzender Timm Boßmann schilderte anschaulich, wie negativ sich die fortgesetzten Angriffe gegen den Betriebsrat auf die Stimmung im Betrieb auswirken. 

Das Gebaren der Weltbild Geschäftsführung stieß auf solches Unverständnis bei den ZuhörerInnen, dass gleich im Anschluss Dutzende von BetriebsrätInnen ihre Solidarität mit dem WELTBILD-Betriebsrat bekundeten. Sie unterschrieben Protestpostkarten der Gewerkschaft ver.di und nahmen an einer Fotoaktion teil.

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