Samstag, 17. Oktober 2009

Die Kirche und die Finanzethik


Während die Unternehmensentwicklung bei Weltbild in McKinsey-Manier den Besen schwingt, hält unser Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Klaus Donaubauer christliche Reden vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Über den Vortrag "Brauchen wir eine neue Finanzethik?" berichtete die AZ kürzlich:
Auch die Kirche sei den Bedingungen der Wirtschaft unterworfen und beispielsweise vor Entlassungen in der Zukunft nicht gefeit. Auch die Leiharbeit im Weltbildverlag, von einigen Zuhörern deutlich kritisiert, sei moralisch vertretbar. „Man kann der Kirche und dem Weltbild-Verlag nicht vorwerfen, dass sie sich legaler Möglichkeiten bedienen, damit das Unternehmen weiter existieren kann. Wenn die Firma das nicht tun würde und dadurch schließen müsste, würden Tausende ihren Arbeitsplatz oder ihre Verdienstmöglichkeiten verlieren - das wäre unethisch.
Wie ist das zu verstehen? Die Kultur des Maßhaltens, langfristige Ziele, der Mensch im Mittelpunkt (…) und was unser Oberboss sonst Salbungsvolles gefordert hat, gelten offenbar nur so lange als erstrebenswert, bis es ans Eingemachte geht: an das Geld der Kirche. Dann ist Schluss mit Predigen und der gesetzliche Rahmen ersetzt den christlichen Anspruch! Schlimm, wie wenig Selbstbewusstsein die Kirche als moralische Instanz noch hat – und peinlich, wenn Donaubauer meint, das durch "Gespräche und Öffentlichkeitsarbeit" auch noch verbreiten zu müssen!

Den kompletten Artikel kann man hier nachlesen und im AZ-Forum kommentieren: Augsburger Allgemeine

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