Dienstag, 16. Februar 2010

Warum der Betriebsrat bei internen Bewerbungen wichtig ist


Ist Ihnen das auch schon mal passiert? Sie haben sich als MitarbeiterIn auf eine attraktive Stelle bei Weltbild beworben und wurden abgelehnt? Dabei hätte die Stelle wunderbar auf Ihr Profil gepaßt. Ein paar Wochen später stellen Sie fest, dass "Ihre" Stelle mit einem externen Bewerber besetzt wurde.

Das müssen Sie sich nicht gefallen lassen. Alle Personalmaßnahmen – auch Einstellungen, Versetzungen und Beförderungen - bedürfen der Zustimmung des Betriebsrats. Der sorgt dafür, dass bei gleicher Qualifikation interne BewerberInnen bevorzugt werden, und legt im Zweifelsfall sein Veto zu Ihren Gunsten ein.

Voraussetzung ist natürlich, dass der BR von Ihrer Bewerbung Kenntnis hat. Deshalb der gute Rat: Informieren Sie den Betriebsrat, wenn Sie sich intern bewerben – nur dann können wir für Sie aktiv werden!

Kommentare:

  1. 1.Wie soll ein Mitarbeiter ohne Lotus Notes überhaupt erfahren ob es interne Stellenausschreibungen gibt?
    2. Müssen alle Stellen zuerst intern ausgeschrieben werden es sei denn der Betriebsrat verzichtet darauf.

    Betr.Verf. Ges. § 93: Ausschreibung von Arbeitsplätzen
    Der Betriebsrat kann verlangen , dass Arbeitsplätze, die besetzt werden sollen, allgemein oder für bestimmte Arten von Tätigkeiten vor ihrer Besetzung innerhalb des Betriebes ausgeschrieben werden.


    Meldet der Arbeitgeber eben diese Stellenausschreibung dem Betriebsrat nicht kann der ein Veto einlegen und eine interne Stellenausscheibung verlangen.
    Würde der Betriebsrat also richtig arbeiten gäbe es die oben genannten Situation gar nicht.
    Jede Belegschaft hat den Betriebsrat den sie verdient hat. Guten Morgen.

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  2. Lieber Anonymus,

    1. Alle Internen Stellenausschreibungen hängen auch an den Schwarzen Brettern aus.
    2. Der Weltbild-Betriebsrat verzichtet selbstverständlich nicht auf dieses Recht, sondern hat genau das durchgesetzt: Sämtliche Stellen müssen (und werden) intern ausgeschrieben.

    Richtig! Der BR kennt das Betriebsverfassungsgesetz und verlangt genau das.

    Wieder richtig. Genau das tut der Betriebsrat nämlich: er legt sein Veto ein, wenn eine Stelle nicht intern ausgeschrieben wurde. Und noch mehr: Der BR legt auch dann sein Veto ein, wenn er der Meinung ist, ein interner Bewerber sei mindestens genau so gut geeignet wie ein externer, der eingestellt werden soll.

    Der BR arbeitet richtig. Bloß Hellsehen kann er nicht. Deshalb sollten KollegInnen, die sich auf interne Stellen bewerben, den BR informieren, damit er sein Veto einlegen kann, wenn externe BewerberInnen entgegen den Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes bevorzugt werden sollen.

    Genau darum ging es in diesem Beitrag, den zu lesen und zu verstehen dir vielleicht schwerer fiel, als einen unqualifizierten Kommentar zu schreiben. Das nächste Mal bitte vor dem Motzen den Kopf einschalten ;-)

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  3. Hallo Timm Boßmann,

    ein bisschen Motzen sollte erlaubt sein. Unqualifiziert ist es von dir zu schreiben das überall an den Schwarzen Brettern die Stellenausschreibungen hängen. Das ist nämlich absolut nicht der Fall. Ich fordere dich auf mal in den großen Bereich WE, WA, TEL , AKL, SPED, QP, Leitstand, zu gehen. Dort hängt seit Jahren kaum noch eine Stellenausschreibung aus. So ist die Besetzung des Leitstandes mit einem Leiharbeiter auf viel Protest gestoßen. Einige Kollegen hätten sich gerne um diese Stelle beworben. Wußten aber nicht das hier jemand gesucht worden ist.
    Ich habe den Beitrag genau gelesen und auch verstanden. Doch glaubst du es reicht aus hier auf einer Website von verdi etwas zu veröffentlichen was eigentlich an alle schwarzen Bretter oder in Betriebsversammlungen gehört? Ich macht es euch zu einfach. Der BR ist verpflichtet darüber zu wachen das die Gesetzte und Bestimmungen für die Arbeitnehmer eingehalten werden. Dazu gehört es meiner Meinung nach unbedingt auch, das ihr sicherstellt das euch alle Bewerbungen ( AUCH DIE VON MITARBEITERN !!!) vom Arbeitgeber ausgehändigt werden. Das von dir dargestellte Problem ist dem BR seit vielen Jahren bekannt. Doch ihr setzt euch nicht mit dem Arbeitgeber auseinander der in gröblichste Weise gegen das Gesetz verstößt wenn er euch bestimmte Mitarbeiterbewerbungen nicht zukommen lässt. NEIN jetzt sollen die Kolleginnen selber dafür sorgen das sie nicht beschissen werden. Meiner Meinung nach eine Lösung aber keine besonders gute.

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  4. Lieber Anonymus,
    was ist denn eigentlich los?? Was ärgert Dich denn so maßlos?

    Interne Stellenausschreibungen werden an den Schwarzen Brettern ausgehängt. Kaum noch ist vielleicht richtig, denn es gab die letzten Jahre kaum neue Stellen zu besetzen.

    Wenn der BR vom Arbeitgeber die Unterlagen bekommt mit dem Hinweis, es gäbe keine internen Bewerberinnen oder Bewerber, dann müssen wir das hinnehmen. "Hausdurchsuchung" is´nicht!! (von wegen "ihr müsst sicherstellen!!")

    Deshalb ist es wichtig, dass der Betriebsrat von der Belegschaft weiß, wer sich beworben hat, um zu überprüfen, ob wir alle Unterlagen bekommen!!

    Übrigens nehme ich meine Betriebsratstätigkeit sehr ernst und weiß auch, was meine Pflichten sind!!!

    Ich habe das Gefühl, dich bewegt etwas persönliches. Vielleicht solltest Du den Mut aufbringen und Dich zu erkennen geben. Komm doch im Büro des Betriebsrates zu einem Gespräch/Diskussion vorbei. Natürlich kannst Du auch weiterhin im Blog "pöbeln". Nur sehe ich keinen Sinn darin.

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  5. I'm always people who write in a language other man can see them write the
    Smart people also and not just what people have to suspend an informed debate
    is indeed something great

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  6. Hatte mich in der Vergangenheit drei mal intern beworben.
    Zwei mal wurde ein externer genommen, obwohl meine Qualifikationen (Abschluß, Diplom, Schulungen) besser waren und immer noch sind. Aber das lag bzw. liegt wohl am Beliebtheitsgrad, warum es nicht klappen wollte.

    Das man vorher den Betriebsrat informiert, wußte ich leider nicht.

    Wie dem auch sei, für den Fall das es ein nächstes mal geben wird, wende ich mich an den Betriebsrat. Schätze jedoch, dass ich im kommenden Jahr, einen neuen Arbeitgeber habe. Schade eigentlich.

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