Mittwoch, 8. Februar 2012

Was macht der Betriebsrat sonst noch?

Neben dem aktuellen Großthema Zukunftstarifvertrag beschäftigt sich der Betriebsrat auch noch mit anderen Baustellen. Ein paar wollen wir hier kurz vorstellen. Es ist uns wichtig, dass auch die "normale" BR-Arbeit trotz Verkauf weitergeht:

Videoüberwachung
Wenn geplant wird neue Kameras zu installieren im Bereich Lager/Versand, muss der Betriebsrat verschiedene Aspekte überprüfen. Unter anderem ob die Kameras KollegInnen überwachen können (dies verstößt gegen unsere Betriebsvereinbarung) und ob der angegebene Zweck auch erfüllt wird. Auch muss der Standort neuer Kameras in den Anhang der Betriebsvereinbarung Videoüberwachung übernommen werden.

Einführung BEM (Betriebliches Eingliederungs-Management)

Dieses muss der Arbeitgeber von Gesetz her einführen und natürlich auch mit Leben füllen. Der BR achtet darauf, dass dies ohne Nachteile für unsere KollegInnen passiert. Der Gesundheitsausschuss arbeitet bei der Umsetzung eng mit.

JAV-Wahl
Alle zwei Jahren wird die Jugend-Vertretung gewählt. Auf der letzten Betriebsrats-Sitzung wurde der Wahlvorstand berufen, bestehend aus:

  • Tina Ederer
  • Michael Haugg
  • Josef Trutt
Der Wahlvorstand wird die Wahl einleiten und begleiten. Der Wahl wird voraussichtlich im März 2012 statt finden.

EDV-Umstellung
Hier fragt der Betriebsrat öfter nach der Stand der Dinge und überprüft, ob alles auch im Sinne der KollegInnen abläuft.

Sonstiges
Natürlich kümmert sich der Betriebsrat auch noch um das sogenannte Tagesgeschäft: Einstellungen, Ausschreibungen, Eingruppierungen etc. pp.

Kommentare:

  1. Und er hat uns Hugendubler auf der Betriebsversammlung eindrucksvoll demonstriert, was Tatkraft und Entschlossenheit bewirken kann.
    Vielen Dank für die tolle Präsentation. Ich hoffe, die Kollegen sind endlich aus ihrem Winterschlaf erwacht.

    Engagement, Aktivität sind die Schlagworte.
    Nicht warten, dass andere was tun u sich bequem zurücklehnen. Das ist kein erwachsenes Verhalten. Man kann nicht erwarten, dass andere für einen kämpfen. Auch die Sätze 'man kann sowieso nichts tun. Ich will nur meine Arbeit machen u nicht kämpfen' kann ich nicht mehr hören.

    Ja, wer soll dann was erreichen, wenn nicht jeder einzelne aktiv wird?
    Der BR, die STV Kommission kann es nicht alleine schaffen. Dazu gehören Kollegen, die mitmachen, handeln, hinter einem stehen.
    Jeder ist dafür verantwortlich, ob der STV ein Erfolg wird oder nicht.

    Es kann nicht sein, dass über 400 Kollegen sich darauf verlassen, dass ein paar Kollegen von BR und STV für sie die Kohlen aus dem Feuer holen.
    Wollen die Kollegen wirklich eine Absicherung bei Arbeitsplatzverlust?
    Denn wenn man etwas wirklich möchte, engagiert man sich doch eigentlich mehr?
    Zeigt wenigstens Interesse, fragt nach, macht mit und informiert sich.

    Endlich aktiv werden, muss die Devise sein.

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  2. Lieber BR
    Könnt ihr euch nicht mal um die Sitzverhältnisse in den Büros kümmern?
    Zum Beispiel bei NewMedia sitzen die Kolleginnen und Kollegen wirklich wie in einer Massentierhaltung. Wartet mal ab, wie das ab März wird, wenn die dort eingesetzten Werkstudentinnen und -studenten, die auch wertvolle Arbeit leisten, verstärkt vor Ort sind, weil in den Hochschulen Ferien sind.
    Erst kürzlich habe ich dort wieder ein Büro gesehen, in dem 6 Arbeitsplätze bereit gehalten werden. Das kann doch nicht sein, oder?

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    1. Dem kann ich nur zustimmen, das trifft auch auf andere Stockwerke zu und erinnert teilweise mehr an Legebatterien.

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  3. Massentierhaltung bei New Media? Wie passt das zusammen mit dem Award, der Weltbild für sein TOP Gesundheitsmanagement verliehen wurde? Als ich die Pressemitteilung gelesen habe, musste ich schon laut lachen. Bei uns Angestellen ist leider nix von einem aussergewöhnlichen Gesundheitsmanagement zu spüren. Ich fühle mich jedenfalls ziemlich ausgebrannt :-(((

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    1. Ausgebrannt fühle ich mich NOCH nicht. Allerdings ist es sehr nervig immer wieder aus der Arbeit heraus gerissen zu werden, weil sich hinter mir (ich sitze im wörtlichen Sinne mit dem Rücken zur Glaswand) die Kollegin durchquetschen muss, um aus dem Büro zu kommen.

      Tägliches mehrfaches Kuscheln mit dem Schreibtisch - sowas bekommt man (nicht) nur bei NewMedia!

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  4. Ihr habt Recht, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Bürobelegung im Neubau ist in mehreren Fällen nicht zumutbar und entspricht auch nicht den Arbeitsplatz-Vorschriften. Danke für die entsprechenden Hinweise.

    Wir haben das Thema heute bei der Geschäftsführung vorgebracht und erwarten eine Antwort bis nächste Woche. Über die vereinbarten Maßnahmen werden wir in Kürze informieren.

    Wenn Sie weitere Informationen über unzuträgliche bzw. gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen haben, schreiben Sie bitte ein Mail an betriebsrat@weltbild.com oder kommen Sie mal im BR-Büro vorbei. Wir besuchen Sie auch gerne an Ihrem Arbeitsplatz und machen uns vor Ort ein Bild. Konkrete Hinweise helfen uns sehr, Ihre Anliegen gegenüber der Geschäftsführung zu vertreten und durchzusetzen.

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    1. Danke, dass ihr euch dem Thema annehmt. Wo lassen sich denn die Arbeitsplatzvorschriften genau nachlesen. Was ich im Netz dazu gefunden habe, ist so ungenau.

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    2. Das wäre wirklich interessant zu wissen. Ich bin Werkstudentin und habe eher das Gefühl, dass wir gerne mal "vergessen" werden, wenn es um sinnvolle Arbeitsplätze geht. Auf der anderen Seite stemmen wir nicht gerade unwesentlich Arbeit - wird uns auch oft genug gesagt.

      @BR: Super, dass da was voran geht! Danke dafür!!

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    3. Also hier ein paar Tipps, wo ihr die einschlägigen Vorschriften findet:

      Unter http://www.juris.de/jportal/index.jsp gibt es als 'Kostenfreie Inhalte' quasi alle deutschen Gesetzestexte.

      Interessant sind im Zusammenhang mit Vorschriften zur Arbeitsplatzeinrichtung der §3(1) Arbeitsschutzgesetz, dazu der Anhang 1.2 zur Arbeitsstättenverordnung. Darüber hinaus wichtig ist die Bildschirmarbeitsverordnung, auch hier speziell der Anhang.

      Ganz wichtig und genau sind jedoch die Informationen der Berufsgenossenschaften, hier die BGI 5001 zum Thema Arbeitsraum im Abschnitt 2.2.2, zu finden unter http://www.vbg.de/apl/zh/bgi5001/inhalt.htm

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    4. Super – das ist mal eine schnelle und exakte Information! Weiter so. Danke!!!

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  5. Ja, das wäre wirklich mal nötig, daß im Neubau was passiert. Man kann es auch gar nicht nachvollziehen, was sich jemand bei der Arbeitsplatzbelegung denkt. - Falls sich derjenige überhaupt Gedanken macht! In vielen 2-er Büros sitzen mehrere Personen. Im Gegenzug stehen in einigen Stockwerken viele Büros leer! Gibt es darauf eine Antwort?

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  6. Gibt's schon etwas neues zur Sitzordnung im Neubau?

    ---> "Wir haben das Thema heute bei der Geschäftsführung vorgebracht und erwarten eine Antwort bis nächste Woche. Über die vereinbarten Maßnahmen werden wir in Kürze informieren."

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    1. Ortsbegungen in allen Stockwerken wäre nicht schlecht. Insbesondere um mal die vollgestopften Büros mit den vielen leeren Büros gegenzurechnen.

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    2. Wir haben das Thema ganz oben, nämlich beim Personalchef – aufgehängt. Erst heute nachmittag gab es wieder ein Gespräch. Ergebnis: Begehung der reklamierten Büros mit VertreterInnen der PA, des BR, Sicherheitsfachkräften, Betriebsarzt usw. Bitte meldet euch beim Betriebsrat, wenn ihr meint, dass die Situation in eurem Büro verbesserungswürdig ist.

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    3. Das hört sich gut an, aber dann hoffe ich auch, dass alle die es betrifft, auch hier mitlesen und entsprechend reagieren.

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    4. Ich denke nicht, dass hier alle mitlesen, oder sich trauen, ihre Bürosituation dem BR zu melden.
      Können die VertreterInnen der PA, des BR, Sicherheitsfachkräften, Betriebsarzt usw., nicht jedes Stockwerk ablaufen. Überraschende Besuche dürften auch die Überbelegung der Büros im Neubau zeigen.

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    5. Ich habe euch nun mit konkreten Zimmernummern versorgt. Bin gespannt, ob sich endlich was ändert...

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    6. Gibts schon was Neues? Ich weiß, dass das nicht Prio 1 im Moment haben kann (Verkauf etc...), aber eine angenehmere Bürosituation würde sich auch positiv auf das Arbeiten auswirken.
      Der stete Geräuschpegel in den überbesetzten Büro belastet schon.

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    7. Wir sind da auf jeden Fall dran! Die Problematik wird von mehreren Seiten angegangen:

      Einerseits werden sich die Zentralen Dienste die Büros spätestens nächste Woche anschauen. Der BR und die SiFa (Sicherheitsfachkräfte) Fr. Pfister und Hr. Merker bzw. der Betriebsarzt Hr. Dr. Groß kennen die Situation und haben sie auch ausreichend dokumentiert.

      Zum anderen werden wir in Zukunft über AP-Änderungen/Umzüge informiert und den Betroffenen im Vorfeld unsere Beratung anbieten, um womöglich ungünstige oder nicht zulässige AP-Situationen gar nicht erst zuzulassen.

      Wir werden für die bestehenden unhaltbaren Büroverhältnisse bald möglichst (nächste Woche) Verbesserungen einfordern und umsetzen lassen!

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  7. Toll, dass ihr an der Problematik dran seid.
    Hoffen wir, dass es für alle positiv ausgeht und es sich nicht wieder auf Sachzwänge herausgeredet wird.

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  8. Super! Danke Euch!

    Bitte nicht vergessen: Kommende Woche sind viele Kolleginnen und Kollegen auf der Buchmesse unterwegs oder haben nochmal frei, als Ausgleich für die Buchmesse-Tage. Sprecht mit den Menschen, die noch in den Büros "übrig" sind. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass da nur immer einzelne Personen sitzen!

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  9. Gibt es Neuigkeiten?

    Ich habe niemandem der VertreterInnen des PA, des BR, Sicherheitsfachkräfte, Betriebsarzt, usw. gesehen.
    Mit mir gesprochen hat auch niemand.

    Kann irgendjemand etwas berichten?

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    1. "Mit mir gesprochen hat auch niemand." :) Hier weiß man leider nicht, wer was geschrieben hat, weil jeder - natürlich ist das OK - anonym schreibt.

      Letzte Woche haben, auch aufgrund der "Versorgung mit konkreten Zimmernnummern", drei Betriebsräte den Bereich New Media und auch weitere Büros angesehen sowie mit Mitarbeitern, v.a. Werkstudenten gesprochen. Für drei Büros wurden fehlende Schreibtischstühle nachgefordert. Wir haben mehrere Fotos und Notizen gemacht.

      Die Reklamationen bezüglich Überbelegung der Büros wurden in der jährlichen Betriebsbegehung am Dienstag in dieser Woche (mit SiFa/BA/BR) sowie in der vorangehenden Besprechung mit Abteilungsleitung und Zentralen Diensten zur Sprache gebracht. Uns wurde versichert, dass in den Räumen mit drei Arbeitsplätzen vorerst durch Änderung der Schreibtische mehr Platz geschaffen wird. Dies wird dann noch ca. einen Monat dauern, falls andere Schreibtische bestellt werden müssen.

      Außerdem soll uns in Kürze ein Protokoll der Platzbelegung vorgelegt werden: wann haben wieviele Mitarbeiter gleichzeitig in welchen Büros gearbeitet? Wir prüfen aber nochmals unabhängig davon stichprobenartig zu verschiedenen Zeiten, wie die Belegung de facto aussieht...

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    2. Wird es das Protokoll der Platzbelegung für alle Büros geben? Oder betrifft das nur bestimmte Stockwerke? Ich denke da an Viererbüros, in denen es recht eng zugeht.

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    3. 3er-Büro überrascht mich jetzt auch.

      2., 5., 6. Stock:
      Doppelbelegungen in fast allen Räumen.

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    4. Bei dieser gemeinsamen Betriebsbegehung geht es jeweils nur um eine Abteilung. Die Belegungsplanung ist eine abteilungsinterne Sache, d.h. der BR bekommt sie hier für New Media. Mit dieser Übersicht kann dann nachvollzogen werden, inwieweit eine Belegung grenzwertig ist.

      Bisher wurde lediglich zu Verstehen gegeben, dass Werkstudenten nur sporadisch kommen und die Arbeitsplätze (4er- u. 6er-Büros) eigentlich nie komplett belegen. Das muss jetzt geprüft werden; andere Abteilungen können dann folgen.

      Der Handlungsspielraum des BR ist allerdings stark eingegrenzt, wenn Vorgesetzte nicht mit einzelnen Beschwerden konfrontiert werden. Daher ist es sehr empfehlenswert, die Anzeige eines Mangels oder auch Verbesserungsvorschlags per Email an die vorgesetzte Stelle UND mit Kopie an den BR zu senden. Daraufhin kann man dann gemeinsam, evtl. mit Sicherheitsfachkraft und Betriebsarzt, vor Ort ins Gespräch kommen und die Sachlage prüfen.

      Mängelanzeigen gegenüber dem AG sind lt. einer Vorschrift der Berufsgenossenschaften für den Mitarbeiter sogar verpflichtend und durch Betriebsverfassungsgesetz auch gutes Recht! Sollten aufgrund solcher Beschwerden also 'irritierende Maßnahmen' durch Vorgesetzte folgen, so kann der BR hier massiv eingreifen.

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    5. Also wird hier nichts passieren, denn wer schreibt schon seinen Vorgesetzten an und beschwert sich über eine Situation, die bereits Jahre besteht. Kann ich mir jetzt nicht vorstellen.

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    6. Das sehe ich auch so. Also wird sich hier an der Situation wiedermal nichts ändern. Hatte dieses Mal wirklich die Hoffnung, nachdem der BR durchgelaufen war und dann noch die Zentralen Dienste etc.
      Schade. Chance vertan - würde ich sagen.

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    7. Ich schließ mich der Meinung an. Wirklich Schade .

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    8. Als BR verstehen wir natürlich eure Zwickmühle - in einer ähnlichen stecken aber auch wir bzw. möglicherweise auch ein Vorgesetzter, wenn sich bei ihm niemand direkt beschwert, egal wie lange ein Mangel schon besteht. Natürlich sehen wir hier auch den Bedarf der Führungskräfteentwicklung besonders im Bereich des Gesundheitsmanagements und sind im Rahmen des BGM mit dran, dies zu verbessern.

      Der letzte Aufruf, sich durch Mut zu outen und mit Forderungen kämpferisch aufzutreten, ist nicht Jedermanns oder -fraus Geschmack, liegt auch sicher nicht Jeder/m. Muss aber gemacht werden - letztlich dann von uns, dem BR (auch nur Menschen!). :)

      Dennoch, wie schon weiter oben gesagt: die Sache läuft an! Die Zentralen Dienste sind beauftragt, Tische zu besorgen, die mehr Platz in den Büros schaffen. Zudem werden wir mit Sicherheitsfachkräften und Betriebsarzt weiter am Ball bleiben, die Arbeitsplätze pro Büro als solche zu verringern wie auch die Anzahl der Mitarbeiter in einem Büro, wo die Größe dies nicht zulässt bzw. die Berufsgenossenschaft dies so nicht empfiehlt. Dazu werden wir ein Platzbelegungprotokoll erhalten.

      Gut Ding braucht aber Weile - wie immer. Von heute auf morgen kriegen wir die Änderungen nicht zustande.

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    9. Soweit so gut. Wie schaut's denn mit den Plätzen aus, die gegen das Fenster gerichtet sind. Ich dachte, dass das in der Arbeitsplatzverordnung anders formuliert ist. Also, dass die Monitore seitlich zum Fenster ausgerichtet sein müssen?

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    10. Leider sehen Arbeitgeber/Vorgesetzte oft nicht den Sinn in solchen Verordnungen, da diese ja gewissermaßen ihre Freiheit als Unternehmer einschränken. Letztlich zahlt sich die Einhaltung aber in geringeren Ausfallzeiten bzw. Krankheitskosten, höherer Motivation und Produktivität aus.

      Richtig, die Bildschirmarbeitsverordnung gibt im Anhang Folgendes vor:
      15. Die Beleuchtung muß der Art der Sehaufgabe entsprechen und an das Sehvermögen der Benutzer angepassßt sein; dabei ist ein angemessener Kontrast zwischen Bildschirm und Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Durch die Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes sowie Auslegung und Anordnung der Beleuchtung sind störende Blendwirkungen, Reflexionen oder Spiegelungen auf dem Bildschirm und den sonstigen Arbeitsmitteln zu vermeiden.

      Weiter heißt es:
      16. Bildschirmarbeitsplätze sind so einzurichten, daß leuchtende oder beleuchtete Flächen keine Blendung verursachen und Reflexionen auf dem Bildschirm soweit wie möglich vermieden werden. Die Fenster müssen mit einer geeigneten verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein, durch die sich die Stärke des Tageslichteinfalls auf den Bildschirmarbeitsplatz vermindern läßt.

      Außerdem gilt Folgendes:
      § 5 Täglicher Arbeitsablauf
      Der Arbeitgeber hat die Tätigkeit der Beschäftigten so zu organisieren, daß die tägliche Arbeit an Bildschirmgeräten regelmäßig durch andere Tätigkeiten oder durch Pausen unterbrochen wird, die jeweils die Belastung durch die Arbeit am Bildschirmgerät verringern.

      Bei Begehungen werden Mitarbeiter mitunter darauf angesprochen, ob sie mit ihrem dem Licht vom Fenster her gegenüber aufgestellten Monitor klar kommen und zufrieden sind. In der Regel wird gesagt, es sei so in Ordnung bzw. es seien ja nur so und soviel Stunden.

      Sobald es hierzu klare Beschwerden gibt, muss darauf reagiert werden. Sollte es eine Vielzahl geben, so wird WELTBILD dafür schnellst möglichst Abhilfe schaffen müssen. Preise für BGM und TOP MANAGEMENT hat man ja schon 'im Sack' - da wird man schon auch noch beweisen müssen, wie ernst das Alles gemeint war...

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  10. juchhu - kleinere tische. toll! dafür, dass die meisten büros als einzelbüros konzipiert waren/sind, ist das natürlich schon toll, wenn jetzt mehr leute an kleineren tischen in so nem kleinen kasten sitzen können:-)

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  11. Stimmt. Damit ist es amtlich und von allen Stellen abgenickt, dass Weltbild-Mitarbeiter-Massenhaltung erlaubt ist.

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  12. "Kleinere Tische" als Lösung?
    Da muss man sich doch echt fragen... Hallo BR?! Wo seid ihr?!?!

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    1. Wir sind im BR-Büro und auch telefonisch erreichbar. Aber Scherz beiseite...

      In akuten Fällen kommt spontan zu uns oder auf Termin. Wenn ihr unsere obigen Kommenatare lest, könnt ihr sehen, dass wir uns ernsthaft um euer Anliegen kümmern. Die Arbeitsstättenverordnungen lassen dem AG allerdings soviel Spielraum, dass wir Mängel und Missstände nicht von heute auf morgen abstellen (lassen) können.

      Die kleineren Schreibtische können nur eine Zwischenlösung sein; mittelfristig fordern wir gute arbeitsfreundliche ergonomische Arbeitsplätze. In diesem Jahr erstmalig wird eine Arbeitsstättenrichtlinie zum Thema herauskommen, da bisherige Informationen Empfehlungen aufgrund sogen. 'gesicherter arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse' sind.

      Die Büros, die derzeit mit drei bis sechs Arbeitsplätzen eingerichtetet sind, waren ursprünglich für zwei MitarbeiterInnen konzipiert, die noch kleineren Büros sicher nur für eine Person.

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  13. Welche Maßnahmen wurden jetzt eigentlich getroffen?
    Und ist das Thema der Massenhaltung noch Aktuell beim Betriebsrat?
    Auch wenn sich niemand meldet - Gründe dürften ja bekannt sein - sollte
    das Thema nicht einfach unter den 'kleinen' Tisch fallen.

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    1. Das Thema ist nach wie vor hochaktuell. Aus den schon genannten Gründen ist die Situation leider nicht eher in den Griff zu kriegen. Das Unternehmen ist außerdem mit seiner Raumkapazität an Grenzen gestoßen.

      Dennoch: da bisher keine Rückmeldungen über Maßnahmen durch die GL kamen (lediglich relativ abwehrende bzw. ausweichende Mannöver), hat der BR die zuständige Berufsgenossenschaft gebeten, Stellung zu beziehen. Nach Besprechung sowie Begehung vor Ort erging eine schriftliche Beurteilung an BR und GL.

      Mit ihr wird der BR in Kürze darüber beraten; das zu erwartende Ergebnis wird über die weitere Vorgehensweise mitentscheiden.

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