Sonntag, 23. März 2014

Presseschau 23.3.2014


Die Ereignisse bei Weltbild in den vergangenen Tagen haben natürlich eine Spur durch die Presse gezogen.
Bei einer Pressekonferenz wurde die Presse nach der Betriebsversammlung am 20.3.2014 durch die ver.di-Vertreter von Betriebsrat und Gewerkschaft über die Ergebnisse informiert.

Ausführliche Berichte zu den Geschehnissen:

Buchreport: Der Tag des Rotstifts
Abendzeitung: Bei Weltbild-Verlagsgruppe müssen mehr als 650 Mitarbeiter gehen
Börsenblatt: 580 Mitarbeiter weniger, Investoren ohne eigene Logistik bevorzugt

Augsburger Allgemeine:
Weltbild-Verlag entlässt 600 Mitarbeiter
Jetzt ist es heraus: 656 Stellen bei Weltbild fallen weg
Kündigungen nach Insolvenz: Bitterer Tag für die Weltbild-Familie
Agentur sieht auch Chancen für Weltbild-Mitarbeiter
Der schwarze Tag für Weltbild: Wut statt Tränen

Main-Netz: Harte Schnitte bei Weltbild: Mehr als 650 Menschen verlieren Job
Süddeutsche: Verlage - Kirchen: Bei Weltbild-Verlagsgruppe müssen mehr als 650 Mitarbeiter gehen

Focus:
Bei Weltbild-Verlagsgruppe müssen mehr als 650 Mitarbeiter gehen
Rund 650 Weltbild-Mitarbeiter sollen in Auffanggesellschaft wechseln

Die Kirche ist mit der Berichterstattung etwas spartanischer, ganz im Gegensatz zur vorangegangenen Porno-Verleumdung:
Radio Vatikan: D: Weltbild-Gruppe entlässt über 600 Mitarbeiter

Kommentare:

  1. In meiner Abteilung wollen 75 Prozent derer die eigentlich bleiben dürften, in die Transfergesellschaft. Ich habe gehört, dass bei der heutigen Veranstaltung für freiwillig Wechselwillige die Stühle nicht gereicht haben und mehr als doppelt so viel Leute kamen, als gedacht wurde. Es hieß, die Personalabteilung wolle die meisten gerne gehen lassen, aber der Betriebsrat lege immer wieder sein Veto ein, man brauche die Leute an bestimmten Stellen.

    Ich frage mich, ist das klug? Sollte nicht der Betriebsrat auch bei jedem, der gehen will, sagen, gut, dann geh halt. Reisende soll man nicht zurückhalten. Was nutzen Weltbild 2.0 Leute, die nicht bleiben wollen, weil die falsche Nase Chef geworden ist oder sie die Aufgabe, für die man sie vorgesehen hat, ablehnen? Warum verhindert ihr dann so ein Weggehen? Je deutlicher wird, wie es in den neuen Strukturen weitergehen soll, desto deutlicher stellt sich auch heraus, dass die Transfergesellschaft eine echte Alternative ist, noch mal neu durchzustarten. Will der Betriebsrat hier wirklich Bremser sein?

    Ich will hier nicht angreifen, sondern wirklich fragen, ob sowas nützt. Dann sind wir am Ende halt nochmal 100 Leute weniger. Aber besser, die sind dann auch voll und ganz dabei.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. 1. Die Veranstaltung heute war in der Tat sehr voll. Darunter waren auch KollegInnen, die eigentlich nicht gehen müssten, aber die Info haben wollten. Dass die Veranstaltung so voll war, lag in erster Linie daran, dass es die "Nachzügler-Veranstaltung" war – es waren also alle da, die vorher keine Zeit hatten.
      2. Der Betriebsrat hindert niemanden. Herr Geiwitz muss die Genehmigungen für freiwilliges Ausscheiden erteilen. Der BR entscheidet da nicht mit.
      3. Die Transfergesellschaft ist für eine Insolvenz super gut ausgestattet. Ein ungekündigter Arbeitsplatz ist trotzdem besser. Deshalb beraten wir die KollegInnen dahingehend, besser zu bleiben. Aber hindern tun wir niemand!

      Löschen
    2. Wann kann man mit Ergebnissen rechnen? Hoffentlich noch diese Woche?

      Löschen
    3. Die Personin oder die Person die sich "Weltbild 2.0" ausgedacht hat gebührt eine Beförderung oder Prämie.

      Löschen
  2. Mittlerweile kann ich aber sehr gut verstehen dass viele Kollegen und Kolleginnen freiwillig gehen wollen. Wenn man mittlerweile sieht wo die Leute hinversetzt werden und wie unpassend das oft ist, frage ich mich wirklich ob dieser Plan durchdacht ist. Man kommt sich vor wie Freiwild. Es war klar dass umstrukturiert werden muss, aber planlos Leute irgendwohin versetzten nützt garnichts!! Zum einen identifizieren die sich dann nicht mit der Stelle und wollen sowieso weg und bewerben sich weiter, zum anderen kommt hier dann keine Ruhe rein, weil ein ständiger Wechsel herrscht.

    Und es ist die Oberfrechheit schlechthin, heut um 12 Uhr als Deadline für das Freiwilligenprogramm fest zu setzen, wenn immer noch nicht alle wissen wo sie zukünftig arbeiten sollen!!! Hat man hier denn gar keine Entscheidungsfreiheit mehr???

    AntwortenLöschen
  3. Macht doch diesen Blog bitte endlich zu !!!! Mittlerweile werden doch Verdi, BR und sogar MA (!) nur noch angegriffen und sogar beileidigt. Gerüchte über Gerüchte, die nur noch unsicherer machen, als man sowieso schon ist. Und dann beschwert man sich auch noch, daß diese beleidigenden Kommentare nicht veröffentlicht werden.
    Wer Fragen hat, soll den BR kontaktieren oder Kollegen fragen, die anscheinend immer alles genau wissen. Sollen die doch einen Blog eröffnen !!! Oder sich auf Facebook unterhalten, da paßt dieses Niveau der "Beiträge" besser.
    Also : Blog hier schließen, und keiner muß sich hier mehr aufregen. Oder ????????????????????????ß

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Warum sollte man den Blog schließen? Hier kann man wenigstens noch die Wahrheit sagen, auch wenn es manchen nicht passt. Die Wahrheit tut manchmal weh ....

      Löschen
  4. Ich habe beschlossen, freiwillig in die Transfergesellschaft zu wechseln. Ich hoffe nur, dass mein Antrag angenommen wird. Verbleibt mir nur noch, der Insolvenzverwaltung weiterhin fröhliches Jobwichteln und den "Beschenkten" viel Glück zu wünschen! Möge ein guter Job im Sack sein!!! :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Transfergesellschaft ist eine echte Alternative. Die wenigen übrigen Mitarbeiter werden sowieso bald auch in die TG kommen. Spätestens dann, wenn Weltbild zerschlagen wird.

      Löschen
  5. War heute (29.03.) Mittags im BR-Büro und konnte die BV u.den Tarifvertrag einsehen. Leider war der Tarifvertrag noch immer nicht unterschrieben von Hr.Geiwitz. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt...... Danke an die freundliche Kollegin im BR-Sekretariat, die jedem der kommt und anruft und das im Sekundentakt immer das gleiche sagen muß , und sie tut das mit einem Lächeln und Freundlichkeit , das tut gut... Danke und noch gute Nerven !!!

    AntwortenLöschen
  6. Es fällt im Moment sicher allen schwer, Geduld zu haben. Aber in der Ruhe liegt die Kraft, nicht im planlos-hektischen Agieren und Gerüchte oder Ängste zu pflegen und weiterzuverbreiten. Es ist für uns alle schwer auszuhalten, dass keine Sicherheit besteht, wie genau es weitergeht. Aber man kann ja eine neue Stelle nicht nur als furchtbar, sondern auch als Chance begreifen. Auch wer in die Transfergesellschaft wechselt wird sich auf Neues einstellen müssen und vielleicht einen Job bekommen, der ihm nicht passt, aber weil andere Trauben zu hoch hängen, erst einmal mit dem, was da ist, vorlieb nehmen müssen. Also einfach mal Geduld, auch wenn es schwer fällt. Bisher haben alle Beteiligten ihren Job im Großen und Ganzen gut gemacht. Leute, es ist eine Insolvenz! Kein Ponyhof oder Wunschkonzert.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Absolut richtig. Kann dem nur zustimmen. Die Firma ist schließlich pleite - mit allen schwerwiegenden Konsequenzen, die das mit sich bringt.
      In den kommenden Wochen wird hoffentlich die Neuaufstellung des Rest-Betriebes Gestalt annehmen.
      Wäre doch ein toller Ansporn für alle Beteiligten, dazu beizutragen, dass Weltbild zu einem Beispiel dafür wird, wie eine Firma ein derartiges Fiasko bewältigt und wieder auf dem Markt Fuß fasst. Dadurch könnte Weltbild wirklich zu etwas ganz Besonderem werden in der Branche.
      O.K., ich weiß: Jetzt wird man mich gleich abwatschn und sagen "Träum weiter!"
      Aber Leute, man muss es doch wenigstens versuchen!

      Löschen
    2. Erstens Träumen ist erlaubt und zweitens wenn wir es nicht versuchen weiß man auch nicht ob es klappt. Also versuchen wie mit dem Rest der Mannschaft das Schiff wieder in fahrt zu bringen.

      Löschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.

Wir lassen Sie nicht allein! Klicken Sie auf das Logo.