Freitag, 17. Januar 2014

Der Offene Brief der WELTBILD-Belegschaft an die verantwortlichen Bischöfe


Der Brief liegt noch bis Ende nächster Woche im BR-Büro aus. Bitte nutzt die Gelegenheit zum Unterzeichnen.

Offener Brief
der Beschäftigten 
an die Eigentümer der Verlagsgruppe Weltbild:

Erzbischof Ludwig Schick, Bamberg • Bischof Gregor Maria Hanke, Eichstätt • Bischof Friedhelm
Hofmann, Würzburg • Bischof Heinrich Mussinghoff, Aachen • Bischof Stephan Ackermann, Trier
• Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, München und Freising • Bischof Konrad Zdarsa, Augsburg
• Diözesanadministrator Klaus Metzl, Passau • Bischof Rudolf Vorderholzer, Regensburg
• Bischof Felix Genn, Münster • Bischof Heinz-Josef Algermissen,Fulda
• Erzbischof Robert Zollitsch, Freiburg • Bischof Franz-Josef Overbeck, Berlin

Sehr geehrte Herren Bischöfe,

wir, die Beschäftigten der Verlagsgruppe Weltbild, wurden am Freitag, den 10. Januar 2014, von der
Nachricht überrascht, dass Sie sich – entgegen den Beschlüssen unseres Aufsichtsrates und der
finanzierenden Kernbanken – entschlossen haben, die Refinanzierung der Verlagsgruppe scheitern zu
lassen. Damit haben Sie Weltbild bewusst in die Insolvenz getrieben.

Vielleicht können Sie sich ja trotz eigener Ehe- und Kinderlosigkeit vorstellen, was Sie mit diesem
Beschluss den mehr als 2.000 KollegInnen am Standort Augsburg und ihren Familien angetan haben.
Sie entziehen mit einem Federstrich mehreren Tausend Menschen die wirtschaftliche Existenzgrundlage
– und das ohne betriebswirtschaftliche Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit.
Wir können nicht nachvollziehen, warum Sie sich über die Empfehlungen Ihres eigenen
Aufsichtsgremiums und Ihrer eigenen Banken hinweggesetzt haben.

Mit Ihrem völlig widersprüchlichen und unklaren Kurs während der letzten Jahre (erst Verkaufsabsicht, dann Stiftung, dann Zusage der Refinanzierung, jetzt Absage ...) tragen Sie als Eigentümer einen großen Teil der Verantwortung für die aktuelle wirtschaftliche Lage, in der sich Weltbild befindet.

Wir, die Unterzeichnenden, erklären hiermit, dass wir nicht bereit sind, unser Unternehmen und unsere Arbeitsplätze sang- und klanglos auf dem Altar innerkirchlicher Machtkämpfe opfern zu lassen.

Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um die Verlagsgruppe Weltbild fortführen und unsere
Arbeitsplätze erhalten zu können. Es geht uns nicht darum, möglichst hohe Abfindungen herauszuholen und irgendwann und irgendwo wieder irgendeinen Arbeitsplatz zu finden.
Wir haben dieses – Ihr – Unternehmen mit unserer Hände und Köpfe Arbeit aufgebaut und groß gemacht. In vielen, vielen guten Jahren haben auch Sie davon profitiert.

Jetzt schlägt die Stunde für Ihre Solidarität und Eigentümerverpflichtung. Wir sind nicht bereit, Sie aus dieser Verantwortung zu entlassen. Sie werden von uns hören...

Mit freundlichen Grüßen

Die Belegschaft der Verlagsgruppe Weltbild

Der Brief liegt noch bis Ende nächster Woche im BR-Büro aus. Bitte nutzt die Gelegenheit zum Unterzeichnen.

Kommentare:

  1. Damit dieser offene Brief auch wirklich die Runde macht hier eine kleine Idee: Postet ihn auf eurem Facebookprofil und bittet eure Freunde (ob bei Weltbild oder nicht) ihn zu teilen und deren Freunde wieder zu teilen. So verbreitet er sich hoffentlich noch mehr!!!! Was meint ihr??

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  2. finde ich gut, werde ich machen, mkl

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  3. http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2014/01/18/hugendubel-hat-den-zugriff.htm

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  4. Hier unsere Facebook Seite: https://www.facebook.com/pages/Wir-sind-Weltbild/690888860951955?fref=ts
    Liken und mit Freunden teilen, um uns zu unterstützen!

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  5. unterstütz ich zu 100%,hab den Text auch schon auf meiner FB Seite veröffentlicht.Besteh weiterhin darauf Katholische Kirche in Deutschland soll wieder enteignet werden durch den Staat.Die Kirchenoberen sollen sich selber ihr Brot verdienen wie es jeder andere normal sterbliche auch muß.KEINE Steuergelder mehr für Bischöfe und Kardinäle in Deutschland.wer die Bibel predigt braucht keine 8000-12000 Euro im monat zum leben.Schade für die kleinen Priester wo nach den Lehren Jesus leben und handeln und dabei bis zu 200 Stunden oder mehr für Ihre Gemeinden aufbringen.
    lg Michael Lichtenstern

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  6. Hallo Herr Bischof

    ich bin 13 Jahre und Ministrant, und hätte da mal ne fragen die mir bei einer schweren Endscheidung helfen kann. Im Religionsunterricht hat man uns Nächstenliebe, Toleranz, soziale Verantwortung und -ehrlichkeit gelehrt.

    Warum wollt Ihr meinen Papa der bei Weltbild Arbeitet und seine Kollegen in die Arbeitslosigkeit schicken, wo ist da die soziale Verantwortung, kam mir einer das sagen. ich brauche die Antwort bald um mich entscheiden zu können ob ich als Ministrant noch weiter mache. In einer Gemeinschaft die ihre eigenen Prinzipien nicht treu ist, möchte ich nicht sein. Mein kleiner Bruder möchte nicht mehr zur Kommunion gehen und meine Eltern und Freunde treten aus der Kirche aus

    Mit freundlichem Gruß
    noch Christ

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    1. Was soll dieser Blödsinn? Bitte sachlich bleiben und nicht in Namen XYZ-schreiben. Danke.

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  7. wisst ihr, ob es einen der tolino-partner gibt, der daran denkt, die katholische Kirche wegen des entstandenen schadens durch ihre fahrlässig herbeigeführte insolvenz zu verklagen? gestern habe ich auf computerbase gelesen, dass t-online jetzt den tolino aufgibt - und damit steht ja auch keine infrastruktur mehr zur verfügung bzw. es gibt niemanden mehr, der das ding weiterentwickelt. liegt es da nicht nahe, dass thalia oder t-online die kirche verklagt???

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  8. zum Beitrag vom19.1./8.56 Uhr
    Es steht ja viel Unsinn hier im Blog. Jedem seine Meinung . Auch Dampf ablassen kann man in diesem Blog.....aber jetzt noch seine Kinder vorzuschicken, das geht echt gar nicht. Der Beitrag ist gegenüber anderen Kollegen finde ich unfair, meint ihr, die Menschen ohne Kinder brauchen das Gehalt nicht dringend???
    Und noch ein Danke der Blog-Redaktion, die den ganzen Irrsinn tagtäglich lesen müssen.

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  9. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    vergesst Weltbild. Der Geiwitz wird uns noch so lange zusammenhalten versuchen, bis er die Februar-Katalog raus hat und die eingekaufte Ware verkauft hat. Dann ist Schluss. Lächerlich, ein Zwerg wie Bastei-Lübbe meldet Interesse an unserem E-Book-Geschäft an. Fehlt noch, dass die Mayersche Weltbild kauft. Verdammte der Bischöfe: Lasst alle Hoffnung fahren!

    Was Ihr als einziges noch machen könnt: Werbt für den Kirchenaustritt! Helft mit, der Kirche ihr Handwerk zu legen. Ich habe gestern in einem größeren Freundeskreis das Verhalten der Kirche im Fall Weltbild dargestellt. Außer meine Frau waren vier Leute anwesend. Sicher habe ich sie zum Nachdenken gebracht. Selbst meine Eltern, eingeschworene Katholiken, sagen in der Zwischenzeit, dass diese Kirche nicht mehr viel mit Gott zu tun hat und müssen mir in vielem Recht geben. Macht es genauso: Überzeugt eure Eltern, Geschwister, Freunde, Bekannten von der Notwendigkeit aus der Kirche auszutreten. Manche sind einfach nur zu bequem. Und man hat es ja immer so gemacht. In der Zwischenzeit ist es eine moralische Verpflichtung geworden, aus der Kirche auszutreten. Aus einer völlig überflüssigen und hohlen Institution, von der gestern bekannt wurde, dass Pope Benedikt 400 Priester wegen Verdachts auf sexuellen Kindesmissbrauch vom Amt suspendierte.

    Es wäre schön, wenn die Verdi im Rahmen der katholischen Wochen eine Petition an den deutschen Bundestag einbringen könnte mit Brief an alle Abgeordnete, dass wir uns für die Trennung von Staat und Kirche einsetzen, wir gegen die weitere Bevorzugung christlicher Konfessionen sind und mit unseren Steuergeldern keine Subventionierung der First-Class-Lebensweise der Bischöfe und Kirchenangestellten mehr erfolgen soll. Das dann bitte deutschlandweit auch an die Presse.

    Der Fall Weltbild ist ein Wirtschafts- und Gesellschaftskrimi und muss die Trennung von Kirche und Staat zur Folge haben.

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  10. Das seh ich ähnlich. Wer jetzt noch Kirchensteuern zahlt, unterstützt eine Institution, die zu großen Teilen unmoralisch geworden ist. Keine Kirchensteuern mehr zu zahlen, wird der Kirche helfen, sich wieder am Evangelium zu orientieren. Es braucht mindestens eine zweite Reformation, um die deutsche Kirche zu reinigen.

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  11. Der Brief wurde ohne mein Wissen an den Bischof in Augsburg gesand ich hab erst Heute davon erfahren die Antwort steht noch aus. Es gibt kinder die halt selber was machen . und ich bin stolz auf meinen Sohn das er schon so viel korasche hat

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    1. War Courage gemeint? ;-)

      Den Bischof wird das zwar nicht kratzen, aber gut, warum nicht...

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