Samstag, 25. Januar 2014

Katholische Wochen werden mit „Woche der Solidarität“ fortgesetzt

Pressemitteilung der ver.di am 24. Januar 2014

WELTBILD-Beschäftigte vor der 
Bischofskonferenz: 

„Unwürdiges Gezanke 
auf Kosten unserer Arbeitsplätze“


Nach den widersprüchlichen Aussagen der katholischen Anteilseigner in der Presse sind Vertreter der WELTBILD-Belegschaft nach München gefahren. Betriebsrat und Gewerkschaft erhofften sich Aufklärung vom Aufsichtsratsvorsitzenden DDr. Peter Beer. Das Gespräch sei konstruktiv verlaufen, berichteten die Teilnehmer. Aber der offensichtliche Zwist zwischen den 14 Gesellschaftern bringe das Unternehmen weiter in Bedrängnis und verschlechtere die Chancen auf Erhalt der Arbeitsplätze in Augsburg.

„Das Hin und Her in den Aussagen der Bischöfe ist für den aktuell hochsensiblen Prozess alles andere als hilfreich“, machte der Wirtschaftssachverständige des Betriebsrats, Klaus Warbruck, anschließend deutlich. Die WELTBILD-Gruppe sei nur als Multichannel-Vertrieb über Versand und Filialen erfolgreich fortführbar.

„Nach der Zusage der Erzdiözese München und Freising muss die Bischofskonferenz ihrer Verantwortung nachkommen und die versprochenen Mittel von mindestens 65 Millionen zur Verfügung stellen“, forderte Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz.

Hundertköpfige WELTBILD-Delegation auf dem Weg nach Würzburg

„Was wir hier erleben, ist ein absolut unwürdiges Gezanke auf Kosten unserer Arbeitsplätze“, klagt Timm Boßmann, ver.di-Sprecher bei WELTBILD: „Jetzt werden die Beschäftigten dafür sorgen, dass den katholischen Anteilseignern das vielzitierte Lichtlein aufgeht.“ In der Nacht zum Montag fährt eine hundertköpfige Delegation mit Bussen von Augsburg nach Würzburg zur 
Bischofskonferenz, die im Kloster Himmelspforten tagt.

„Die Fahrt nach Würzburg soll den Anteilseignern deutlich machen, dass wir nicht nachgeben“, erklärt der ver.di-Sekretär für den Handel in Augsburg, Thomas Gürlebeck: „Im Klartext: Solidarität mit den Beschäftigten ist im Falle der Bischöfe keine fromme Bitte, sondern die verdammte Pflicht eines christlichen Unternehmens.“

Weitere Aktionen im Rahmen der Solidaritätswoche

Im Laufe der Solidaritätswoche werden weitere Aktionen stattfinden: Der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl, hunderte Delegierte des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und ein Stadion voller Fußballfans sollen dabei tragende Rollen spielen. Mehr wird heute noch nicht verraten…

Kommentare:

  1. Lieber Papst Franziskus,nachträglich alles Gute zu Ihrem Geburtstag.Zur Zeit befinde ich mich in einer seelischen Krise aufgrund der Uneinigkeit der deutschen Bischöfe bezüglich DER verursachten Insolvenz des Weltbild Verlages,dem größten Unternehmen der Katholischen Kirche in Deutschland wo 6300 Menschen beschäftigt sind.BITTE Papst Franziskus helfen SIE uns,reden SIE bitte mit den Bischöfen in Deutschland dass SIE sich doch bitte endlich mal einigen sollen.Den Weltbild Verlag zu verkaufen oder zu erhalten.ES stehen 6300 Arbeitsplätze auf dem Spiel und mindestens 10000 Angehörige der Mitarbeiter leben von dem Brot wo meine Kolleginnen und Kollegen beim Weltbild Verlag verdienen.BITTE Papst Franziskus helfen SIE uns.

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    1. Witzbold! Du glaubst wirklich, dass der Papst hier im Verdi-Blog mitliest!?
      Du solltest Dein Anliegen besser den verantwortlichen Bischöfen vorbringen - aber per E-mail! Die lesen, glaube ich, hier wahrscheinlich auch nicht mit.

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  2. Es müssten eigentlich alle mitfahren !!! Aber anscheinend haben viele noch nicht verstanden dass es endlich Zeit ist sich zu solidarisieren und gemeinsam für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen !!! Meine lieben Kollegen wir sitzen alle im selben Boot . Kapiert ihr das nicht oder wollt ihr das nicht kapieren ??? Ein jeder von euch muss sich beteiligen sonst wird es nichts !!! Egal ob Vorgesetzter oder Mitarbeiter wir sind alle betroffen

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    1. Bist du dabei? Die Plätze waren begrenzt.

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    2. Meinst du nicht das damit auch die Arbeitsplätze gefährdet sind, wenn bei Weltbild nicht gearbeitet wird?

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    3. Es stand nie in Frage, dass bei WELTBILD weiter gearbeitet wird. 100 Leute in Würzburg legen den Betrieb nicht lahm. Aber wenn die Bischöfe kein Geld geben, kannst du ab April zuhause "arbeiten".

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    4. hahaha, selten so gelacht @14:56

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  3. Es ist nicht zu fassen:

    http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Fall-Tebartz-van-Elst-Kommission-der-Bischofskonferenz-sieht-Vorwuerfe-ausgeraeumt-id28572357.html

    In dem Artikel schreibt die Augsburger Allgemeine, eine Kommission der Bischofskonferenz habe festgestellt, dass dem Limburger Bischof mit seinem 31-Millionen-Bau keine Geldverschwendung vorzuwerfen sei. Und gleichzeitig überlegt man, dass das Bistum Limburg aufgelöst werden soll! Vielleicht kann dann der Mainzer Bischof oder ein anderer das Limburger Bischofspalais als Ferienhäuschen verwenden. Und gleichzeitig sind den schwarzen Saubermännern 130 Millionen verteilt auf drei Jahre zur Sanierung von Hugendubel und Weltbild und zur Rettung Tausender Arbeitsplätze viel zu viel. So viel, dass sie Insolvenz anmelden lassen und dem Staat die Abwicklung überlassen.

    Was muss den noch alles passieren, dass diese Organisation verboten wird? Wie lange lässt sich der deutsche Michel noch für dumm verkaufen? Wie lange geben sich Menschen noch dafür her, eine solche Organisation mit ihren Kirchensteuerbeiträgen und ehrenamtlichen Diensten zu unterstützen? Wie lange lassen sich Frauen noch zum Kirchenputzen missbrauchen, während Ihnen der Aufstieg in die Hierarchie als Menschen zweiter Klasse verweigert wird? Ich bin einfach fassungslos ...

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  4. warum will man das bistum auflösen - bevor man zugibt das dieser meineid bischof Tebartz-van-Elst doch gelder verschwendet und veruntreut hat löst man lieber das bistum auf!!

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