Freitag, 30. Dezember 2011

Das Wort zum letzten Freitag des Jahres 2011: Himmel & Hölle

Gleich hier am Anfang die positive Botschaft zum Jahresausklang: Hurra, wir leben noch! Deutschland ist 2011 Export-Vizeweltmeister, und in den Augsburger Weltbild-Hallen werden noch fleißig Kartons gepackt – hoffentlich auch noch in den nächsten Jahren (aber das liegt in unserer Hand!)

Jetzt die schlechte Nachricht: Berd Clüver ist tot! Bereits im vergangenen Sommer stürzte der »Junge mit der Mundharmonika« auf Mallorca eine steile Treppe hinunter – mit fatalen Folgen. Trost für alle Clüver-Fans: Im Schlagerstar-Himmel ist Bernd jetzt sicherlich »der kleine Prinz« und braucht fürs Bier nichts zahlen.

Von welchen bedeutenden Persönlichkeiten mussten wir 2011 eigentlich noch schweren Herzens Abschied nehmen? Natürlich von Loriot! Ohne ihn wüssten wir heute nicht, dass Hunde sprechen können – und was einen echten Kosakenzipfel ausmacht.

Die Trauer über das Ableben von Kim Jong Il hält sich dagegen in Grenzen. Schließlich hat sich sein Sprössling Kim Jong Un bereits selbst als »oberster Führer« Nordkoreas zum Nachfolger erklärt – was hoffen lässt, dass der Bau der Atombombe weiterhin zügig vorangetrieben wird. Für die Silvesterknallerei 2012 wird’s aber wahrscheinlich nicht mehr reichen!

108 Jahre: Das ist wirklich eine starke Leistung, lieber Johannes Heesters! Toll, dass du jetzt zusammen mit Amy Winehouse und Franz-Josef-Degenhardt auf der himmlischen Bühne ein Musical aufführen willst. Doch den Titel würde ich noch einmal überdenken, verehrter Jopi. »Spiel nicht mit den Schmuddelkindern im Maxim« klingt ein wenig anzüglich, oder?

Ein großer Sportsmann, der richtig ‘was einstecken konnte, hat im November den irdischen Boxring verlassen: Joe Frazier, der nicht nur 1975 (gegen Muhammad Ali) den »Kampf des Jahrhunderts« führte, sondern auch singender Frontman in der Rockband »Knockouts« war. Jetzt wartet der Christ »Smokin’ Joe« darauf, dass ihm der Moslem Ali möglichst schnell ins ökumenische Paradies folgt. Denn die I.I.A. (Interkonfessionelle Invent Agentur) hat bereits massenhaft Karten an die himmlischen Heerscharen verkauft: natürlich für eine Neuauflage des »Thriller in Manila«. Während des Kampfes soll übrigens an die Zuschauer gratis Manna verteilt werden, hat mir ein Erzengel verraten!

Gratis telefonieren darf sicherlich jetzt auch Steve Jobs – wenn er Pech hat aber nur mit einem Samsung-Smartphone. Das hätte er natürlich nicht verdient, der Schutzpatron aller Technikfreaks mit Sinn für Lifestyle. Im Himmel soll Mr. Jobs übrigens bereits an einer neuen bahnbrechenden Erfindung tüfteln: dem »i-sin«.

Steve hat dabei ein kleines, wäscheklammerähnliches Gerät im Sinn, das frisch Verblichenen, die an der Himmelspforte um Einlass bitten, von Petrus ans Ohrläppchen geklemmt wird. Das i-sin soll dann auf seinem Mini-Display den kummulierten Sündenwert anzeigen, eine Zahl zwischen 1 und 100. Damit hilft es es bei der oft schwer zun treffenden Entscheidung, ob der Verstorbene in den Himmel aufgenommen werden kann – oder ob er eher ins Fegefeuer oder gar in die Hölle abgeschoben wird.

Im Himmel relaxen und frohlocken darf jetzt auf jeden Fall Vaclav Havel. Als Rockmusikfan sowie Gastgeber von den Rolling Stones und Frank Zappa hat sich der frühere tschechische Präsident einen gemütlichen Ruhestand mehr als verdient.

Einen geruhsamen Jahresausklang verdient haben sich alle Weltbild-Kolleginnen und -Kollegen! Nach all dem Stress und den Aufregungen in den letzten Wochen und Monaten wünschen wir Blogger/innen allen einen guten und optimistischen »Rutsch« ins neue Jahr. Wir Gewerkschafter werden auch 2012 alles dafür tun, dass die Zukunft für die treuen, engagierten und fleißigen Weltbildler/innen (vertraglich) gesichert werden kann. Darauf jetzt schon mal ein Gläschen mit diesem perlenden Kaltgetränk, das so wunderbar fröhlich und ausgelassen macht.

Salute (und immer hart am Ball bleiben)!

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.

Wir lassen Sie nicht allein! Klicken Sie auf das Logo.