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Freitag, 20. Dezember 2019
Tolles Jahr – aber etwas fehlt…
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ihr habt es sicher schon bemerkt: Die Blog-Redaktion freut sich auf den Winterschlaf und ist bereits tiefenentspannt. Wir haben uns ein bisschen Ruhe verdient, meinen wir.
Nachdem 2018 extrem konfliktreich war, haben wir in 2019 sehr viel Energie in die Vermittlung von Maßnahmen und Vereinbarungen gesteckt, die ein Jahr zuvor so gar nicht denkbar gewesen wären: Gesundheitsschutz, Umzugsplanung, Integration der WBF und Mitwirkung bei der Personalplanung. Der Betriebsrat hat 2019 extrem viel erreicht und wir haben das publizistisch begleitet.
Dazu kamen etliche allgemeinpolitische Themen: der um sich greifende Rechtsextremismus in unserem Land, die Europawahl oder die Fridays-for-Future-Bewegung, um nur einige zu nennen. Außerdem immer wieder Angriffe von Arbeitgebern auf KollegInnen, die sich als BetriebsrätInnen oder GewerkschafterInnen für andere stark machen.
Wir haben in diesem Blog stets Stellung bezogen und bei vielen Auseinandersetzungen auch persönlich unterstützt. Darum sind wir im Moment tatsächlich ein bisschen erschöpft.
Aber das wird sich nach der Weihnachtspause ändern: Für das kommende Jahr haben wir uns vorgenommen, das Thema Tarifbindung in den Fokus zu nehmen. Der Tarifvertrag „Buchhandel und Verlage in Bayern“ gilt für WELTBILD-KollegInnen nur noch in der Nachwirkung. Tarifliche Lohnerhöhungen gehen an uns vorbei. EIne Runde haben wir bereits verpasst. Während die Mieten kontinuierlich steigen und die Spritpreise voraussichtlich nächstes Jahr explodieren werden, sind unsere Gehälter eingefroren.
In 2019 hat der Arbeitgeber nach dem Nasenprinzip Lohnerhöhungen an einzelne verteilt. Wir sind sicher, dass jeder und jede dieses Geld redlich verdient hat. Aber alle anderen arbeiten ebenfalls hart und haben genauso Anspruch auf die Anpassung ihrer Gehälter an die steigenden Lebenshaltungskosten. Dafür wollen wir im kommenden Jahr mit euch gemeinsam kämpfen.
Aber bevor wir wieder in den Ring steigen, wünschen wir euch frohe Weihnachten im Kreise eurer Lieben und ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr.
Glück auf! Eure Blog-Redaktion
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Tarifvertrag,
verdi,
Vermischtes
Donnerstag, 17. Oktober 2019
Gesunde Chefs führen besser
Gesundheitsschutz ist seit Jahren ein Schwerpunkt in der Arbeit des WELTBILD-Betriebsrats. Wie wichtig das ist, belegen wissenschaftliche Studien immer wieder. Drei davon stellen wir hier kurz vor.
Die erste Untersuchung zeigt, dass Gesundheitsschutz im Betrieb kein Luxus ist, sondern im wahrsten Sinne des Wortes lebensnotwendig. Die zweite lenkt das Augenmerk auf die Gesundheit der Führungskräfte. Zu guter letzt eine Studie aus Michigan, die beweist, dass „Waldbaden“ tatsächlich funktioniert.
Wer schwerer schafft, ist früher tot
ForscherInnen der Uni Duisburg haben den Zusammenhang von Arbeitsbelastung und Lebenserwartung untersucht. Sie fanden heraus, dass eine hohe Arbeitsbelastung nicht nur das aktuelle Wohlbefinden beeinflusst. Negative Effekte sind über das Erwerbsleben hinaus nachweisbar. Unwissenschaftlich ausgedrückt: Wer schwer arbeitet, stirbt früher und hat weniger von der Rente.
Führungsverhalten als Gesundheitsfaktor
Eine besondere Rolle beim Gesundheitsschutz kommt den Führungskräften zu. Eine große Meta-Studie der Universitäten von Kiel, Frankfurt und Koblenz-Landau zeigt: Gestresste Chefs neigen zu einem destruktiven Führungsstil. Damit schaden sie nicht nur ihren Untergebenen, sondern auch dem Unternehmen.
Sozialpsychologin Antonia Kaluza sieht hier einen wichtigen Ansatzpunkt für die Gesundheitsförderung im Betrieb: „Da das Führungsverhalten wiederum Auswirkungen auf die Leistung, aber auch auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat, ist die Förderung des Wohlbefindens von Führungskräften ein wichtiger Ansatzpunkt für Gesundheitsmaßnahmen in Unternehmen. Zum Beispiel sollte das Thema Gesundheit und die Kommunikation über Stress und Belastungen bei Führungskräften enttabuisiert und zu einer Selbstverständlichkeit werden. Gezielte Trainingsmaßnahmen, um die Führungskräftegesundheit zu stärken, aber auch strukturelle Veränderungen, damit Führungskräfte ihre Arbeit effektiv UND gesund ausüben können, sind hier wichtige Elemente.“
BR fordert Coaching für Führungskräfte
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Initiative des WELTBILD-Betriebsrats zur Führungskräfte-Entwicklung nochmals an Bedeutung. Eine der Maßnahmen nach der Gefährdungsbeurteilung war ein Coaching für Führungskräfte. Mittlerweile wurden die Erkenntnisse aus diesen Workshops zwischen BR und Geschäftsführung besprochen. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von Führungsleitlinien inklusive eines Programms zu deren Einführung. Dem Betriebsrat ist wichtig, dass es nicht bei der bloßen Forderung nach gesunder Führung bleibt. Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Vorgesetzten dabei auch aktiv unterstützt werden.
Einfach mal raus in den Stadtwald
Was früher schlicht Spaziergang genannt wurde, heißt heute "Waldbaden" und ist Teil von Burnout-Therapien. Alles Kokolores? Nein! Eine Studie der University of Michigan zeigt, dass Waldbaden tatsächlich funktioniert. Drei Mal die Woche zwanzig Minuten im Wald spazieren gehen: Das senkt den Level des Stresshormons Cortisol nachweisbar und schützt vor Folgeerkrankungen wie Herzproblemen oder Übergewicht. Warum also nicht einfach mal rüber in den Stadtwald statt in die Kantine? Kleiner Tipp noch: Lasst das Handy dabei im Büro liegen, sonst funktioniert‘s nicht…
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Betriebsrat,
Gefährdungsbeurteilung,
Gesundheit,
Gesundheitsschutz,
Gute Führung,
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Dienstag, 10. September 2019
Buchkritik: Best Practice Leadershit
Wolltest du auch immer schon mal Mäuschen spielen, wenn in der Chefetage bahnbrechende Marketingkonzepte geboren werden? Live miterleben wie ein brutales Sparprogramm als revolutionäre Innovation verkleidet wird? Oder dem CEO beim Pebrasto – dem persönlichen Brainstorming – unter die Schädeldecke linsen? Dann heißen wir dich herzlich willkommen in der Welt von Hannes, der Hauptfigur der Satiren-Sammlung „Best Practice Leadershit“ von Stefan Häseli.
Häseli heißt tatsächlich so und ist seit 20 Jahren als Unternehmensberater und Managercoach unterwegs. Wer dabei nicht selber komplett bekloppt werden will, muss ein Ventil für den Irrsinn finden, dem man nicht nur in multinationalen Konzernen auf der Führungsebene ausgesetzt ist. So ist Stefan Häseli inzwischen als „Business-Comedian“ unterwegs und würzt Firmenevents und Kongresse mit einer Prise Humor. Entsprechend sind die Geschichten, die der Verlag BusinessVillage in dem kleinen Band versammelt hat, nie wirklich bösartig, sondern kommen eher selbstironisch augenzwinkernd daher.
Aber es liest sich allemal nett, wenn die neue Du-Kultur per Dekret mit Übergangsfrist angeordnet werden muss, wenn ein Riesenbohei um den neuen Fahrradstellplatz gemacht oder die Führungskräfte sich im Ü50-Triathlon gegenseitig überbieten. So eignet sich der Band auch als Geschenk für Manager und solche, die es noch werden wollen. Für die MitarbeiterInnen unterhalb der Teppichetagen bleibt die tröstliche Einsicht: Die da oben haben es auch nicht immer leicht. Allerdings werden sie für den Unsinn deutlich besser bezahlt als jene, die ihn ausbaden müssen…
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Sachbuch,
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Freitag, 18. Mai 2018
Um ein paar Knedlíky: WELTBILD feuert Kollegin nach 27 Jahren fristlos
Stellen Sie sich das einmal vor: Ihr Arbeitgeber schließt seine Logistik in Deutschland, weil es in Tschechien angeblich billiger geht. Sie und Ihre KollegInnen schmeißt er raus. Was Sie in den letzten 25 Jahren für das Unternehmen geleistet haben, ist Ihrem Arbeitgeber nichts wert. Betriebsrat und Gewerkschaft streiten wenigstens eine Transfergesellschaft zur Überbrückung und ein kleine Abfindung heraus, aber Ihren Job sind Sie im Alter von über 50 Jahren los.
Dann stellt ihr Arbeitgeber fest, dass ein moderner Versandhandel doch etwas komplexer ist als vermutet. Darum fleht er Sie als ehemalige Fachkraft an, den neuen MitarbeiterInnen in Tschechien beizubringen, wie das Geschäft funktioniert. Sie willigen ein und arbeiten künftig hunderte Kilometer weit weg von zuhause in Bor. Dort gibt es keinen Betriebsrat, keine Gewerkschaft, keinen Arbeitsschutz: Sie arbeiten bis spät in die Nacht hinein, am Wochenende und über die Feiertage… Sie opfern sich auf, damit das Versandhandelsgeschäft Ihres Arbeitgebers nicht völlig zusammenbricht.
Hungerlöhne in der Diaspora
Ihre neuen KollegInnen sprechen kaum Deutsch. Die meisten sind LeiharbeiterInnen aus Rumänien, weil auch die Tschechen nicht zu den Hungerlöhnen arbeiten wollen, die Ihr Arbeitgeber für angemessen hält. Abends sitzen Sie mit der Handvoll Augsburger KollegInnen zusammen, die wie Sie in der tschechischen Diaspora gelandet sind. Manchmal laden Sie sich gegenseitig auf ein Bier oder ein Knödelgericht ("Knedlíky") ein.
Nach einem weiteren Jahr, in dem Sie so viel und so hart gearbeitet haben, wie nie zuvor in Ihrem Leben, glaubt Ihr Arbeitgeber, dass er jetzt ohne Sie auskommen kann. Ohne viel Federlesens schmeißt er Sie wieder raus. Sie sind aber nicht bereit, so mit sich umspringen zu lassen und reichen Kündigungsschutzklage ein. Daraufhin bietet der Arbeitgeber Ihnen einen Aufhebungsvertrag mit einer Abfindung an. Diese ist aber deutlich kleiner als Sie nach 27 Jahren Betriebszugehörigkeit erwarten dürfen. Und sie ist auch kleiner als in einem Sozialplan vorgesehen, den der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat ausgehandelt hat. Folgerichtig unterschreiben Sie nicht, sondern wollen die Sache vom Gericht klären lassen.
Verhängnisvolle Knedlíky
Nun werden Ihnen die Knedlíky, die Sie mit Ihren KollegInnen genossen haben, zum Verhängnis. Sie haben vergessen, diese von den Verpflegungsmehraufwendungen, die auf der Reisekostenabrechnung angegeben werden, abzuziehen. Ihr Arbeitgeber hat sicher lange suchen müssen, aber dann hat er tief in den Kellern einige fehlerhafte Abrechnungen dieser Art gefunden und kündigt Ihnen deshalb fristlos. Um eine Abfindungszahlung zu sparen, wird Ihre Lebensleistung in den Dreck getreten!
An Ihrem Beispiel erkennen andere KollegInnen in Augsburg, dass Ihr Arbeitgeber inzwischen jeden Anstand und alle Skrupel verloren hat. Wer den GeschäftsführerInnen Christian Sailer und Angela Schünemann quer kommt, wird gnadenlos plattgemacht. Im Zweifel hat Personalchef Manfred Ries immer eine Idee, wie er Sie fertig machen kann.
Darum werden Ihre KollegInnen jetzt sehr vorsichtig und geben Fahrtkostenerklärungen und Spesenabrechnungen nur noch mit einer besonderen Erklärung ab:
Sehr geehrter Herr Sailer, sehr geehrte Frau Schünemann, sehr geehrter Herr Ries,
es ist eine Gnade, dass ich in Ihrer Firma arbeiten darf. Ich habe zwar seit sechs Jahren keine Gehaltserhöhung, keine Fortbildung oder sonst irgendeine Anerkennung erhalten, aber ich bin trotzdem zufrieden.
Ich lasse mich gerne von fachfremden Managern belehren, erfülle bereitwillig unsinnige Vorgaben und arbeite einfach härter, schneller und länger, damit Ihre Firma trotzdem nicht untergeht. Aber ich weiß auch, dass mich das im Falle eines Falles nicht davor schützt, Ihren heiligen Zorn auf mich zu ziehen.
Deshalb gebe ich diese Erklärung/Abrechnung nur unter Vorbehalt ab. Bitte lassen Sie vor der Auszahlung unbedingt von mehreren Fachleuten und Anwälten prüfen, ob tatsächlich alles korrekt ist. Im Zweifelsfall zahlen Sie lieber weniger oder gar nichts von meinen Auslagen zurück. Ich verzichte gern auf Geld und Anerkennung, wenn ich nur weiter für Sie und Herrn Walter Droege aus Düsseldorf arbeiten darf.
Mit ergebensten Grüßen küsst den Boden, auf dem Sie wandeln
IhrE MitarbeiterIn
PS: Dieser Text ist eine Satire, falls es der Arbeitgeber-Anwalt nicht von alleine merken sollte!
Mittwoch, 24. Januar 2018
Ingo Appelt – der Comedian lernte sein Handwerk bei der IG Metall
Seit fast 30 Jahren tourt Comedian Ingo Appelt durch die Republik. Inzwischen füllt der vielfache Kabarett-Preisträger auch die ganz großen Hallen. Eine seiner Kernbotschaften ist das Eintreten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Was die wenigsten wissen: Ingo Appelt begann seine Karriere als Gewerkschaftsfunktionär bei der IG Metall.
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| Ingo Appelt: "Die wichtigste Arbeit des Betriebsrats ist das direkte Gespräch mit den Menschen." |
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Betriebsrat,
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Politik,
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Montag, 9. Oktober 2017
Die digitale Revolution in der Arbeitswelt
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute stellen wir Euch das nächste Seminar aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Die digitale Revolution in der Arbeitswelt
(Arbeit 4.0) - Wo bleibt der Mensch?
vom 17.11.2017 bis 19.11.2017 in Brannenburg
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer: 17/30/378
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 235,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
Neue Technologien führen auch dazu, dass Arbeitnehmer_innen flexibler und unabhängig vom Aufenthaltsort arbeiten können. Dank E-Mail, Messenger und Home Office sind sie schnell erreichbar und untereinander vernetzt. Auch verändern sich die Arbeitsabläufe in den Betrieben und Dienststellen. Die Geschichte zeigt, dass neue Technologien immer zwei Seiten der Medaille haben. Auf der einen Seite Abbau von Arbeitsplätzen und auf der anderen Seite neue, aber andere Arbeitsplätze und ggf. die Aussicht auf ein besseres Leben.
Die jetzige digitale Revolution spaltet auch die Belegschaft. Es geht alt gegen jung, Hochqualifizierte gegen Angelernte. Wo die jungen Arbeitnehmer_innen diese Veränderungen teilweise mit Freuden annehmen, warnen die Älteren mit ihren Erfahrungen vor den Gefahren der Veränderung.
Wo Arbeitsabläufe durch Algorithmen gesteuert werden, die den Arbeitsablauf vorgeben, wo einfache Tätigkeiten durch Robotronik ersetzt werden, bleibt die selbstbestimmte Arbeit auf der Strecke.
Wenn wir die Veränderung in der Arbeitswelt einfach so hinnehmen, ohne die Belange der Beschäftigten zu beachten, wird die Einführungen neuer Techniken starke Auswirkungen haben, die wir später nur schwer zurücknehmen können.
Themen im Seminar:
- Was ist Digitalisierung und Arbeit 4.0?
- Welche Folgen hat die Digitalisierung für die Beschäftigten?
- Digitalisierung - Chance oder Gefahr für die Arbeitsplätze?
- Wie sehen Arbeitsplätze in der Zukunft aus?
- Ist bedingungsloses Grundeinkommen oder digitale Steuer eine Lösung?
- Welche Ideen haben wir für eine gerechte Beschäftigungs- und Tarifpolitik und was fordert ver.di?
Schlagworte:
Bildung,
Gewerkschaft,
ver.di,
Vermischtes
Montag, 26. Juni 2017
Prekäre Beschäftigung - Werkverträge, Befristungen und Leiharbeit
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute stellen wir Euch das nächste Seminar aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Prekäre Beschäftigung -
Werkverträge, Befristungen und Leiharbeit
Hintergründe, Auswirkungen und gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten
vom 22.09.2017 bis 24.09.2017 in Brannenburg
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer: BA 03170922 12
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 189,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
Kooperationsseminar von ver.di Bayern und dem ver.di Bildungszentrum Brannenburg.
*Bitte beachten: für dieses Seminar entstehen für Nicht-Mitglieder abweichende Kosten im Vergleich der anderen Seminare.
Bitte richtet eure Anmeldung an das Bildungszentrum Brannenburg und verwendet das Anmeldeformular auf Seite 20.
Unsichere Beschäftigungsverhältnisse haben in den letzten Jahren stark zugenommen. So hat sich die Anzahl der Leiharbeitnehmer_innen in den letzten Jahren fast verfünffacht, während sich der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse im selben Zeitraum nahezu verdoppelt hat. Viele Unternehmen weichen aufgrund neuer Regulierungen für die Leiharbeit auf die Vergabe von (Schein-) Werkverträgen aus.
Allzugern wälzen Manager_innen das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten ab. Die Unternehmen befreien sich so von ihrer Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern_innen und verschaffen sich Freiräume auf Kosten der Beschäftigen. Denn wenn es konjunkturell wieder bergab geht, stehen Werkvertragsnehmer_innen und Leiharbeiter_innen wie schon bei der letzten Krise schutzlos da. Sie werden die ersten sein, die gehen müssen.
Welche Argumente und Mittel haben die Gewerkschaften gegen diese Entwicklung zu kämpfen?
- Was ist prekäre Beschäftigung?
- Werkverträge, Befristungen und Leiharbeit - was sind die Unterschiede?
- Hintergründe und Ursachen prekärer Beschäftigung
- Folgen für Beschäftigte, Gewerkschaften und Gesellschaft
- Handlungsmöglichkeiten für Gewerkschaften
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Freitag, 2. Juni 2017
Deutsche Niedriglöhne gefährden Europa
Wenn uns das gemeinsame Haus Europa demnächst um die Ohren fliegt, ist dafür auch die Gier der deutschen Unternehmer verantwortlich. Gemeinsam mit der neoliberalen Politik verbreitern sie die soziale Kluft: im eigenen Land und in Europa. Erste Risse im europäischen Haus sind unverkennbar: Wirtschaftskrisen und explodierende Arbeitslosigkeit in den südlichen Ländern, das Erstarken rechtsnationaler Bewegungen, Austritt(-sforderungen) aus der EU…
Die Europäische Union hat über Jahrzehnte Frieden und Wohlstand auf dem Kontinent gesichert. Wenn Krieg und Krisen über Europa hereinbrechen, werden die ArbeitnehmerInnen die Zeche zahlen, während das Geld der Reichen und Superreichen längst in Übersee lagert. Höchste Zeit für eine Kurskorrektur also.
Die Rechten haben keine Antwort auf das Problem
Die AfD ist dafür übrigens der denkbar schlechteste Ansprechpartner. Die Rechtsradikalen sind im Kern eine neoliberale Partei und fordern in ihrem Programm weitere Zugeständnisse an Unternehmen. Die Arbeitgeber sollen noch weniger zu der Infrastruktur beitragen müssen, die sie täglich nutzen, um ihre Gewinne zu realisieren. Erben sollen weiter besser gestellt werden, als Menschen, die von ihrer Hände Arbeit leben müssen. Der Sozialstaat soll noch weniger für die Opfer der Geldgier der Unternehmer tun dürfen.
Zum aktuellen Stand der Lohnkosten in Deutschland und Europa hier eine Grafik des wirtschaftspolitischen Dienstes der Gewerkschaft ver.di, der auch den Text unter dem Diagramm zur Verfügung gestellt hat:
Spielraum nach oben
Die Lohnkosten hierzulande liegen im EU- Vergleich auf Platz 7, also im oberen Mittelfeld. Gleichzeitig weist Deutschland den weltweit größten Exportüberschuss auf. Für 240 Milliarden Euro, fast acht Prozent der Wirtschaftsleistung, wurden im Jahr 2016 mehr Güter und Dienstleistungen an das Ausland verkauft als von dort gekauft. Das ist nicht gut, sondern ein Problem. Denn die Überschüsse der einen sind die Defizite und die Verschuldung der anderen.
Zu hoch sind die Löhne bei uns also nicht. Im Gegenteil. Mit höheren Löhnen könnten wir mehr Güter und Dienstleistungen aus dem Ausland kaufen, z. B. aus Defizitländern wie Griechenland. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit ist nicht gefährdet, sondern übermäßig.
Besonders niedrig sind die Löhne im Dienstleistungsbereich, mehr als 20 Prozent geringer als in der Industrie. Hier gibt es Nachholbedarf. In den anderen Ländern ist der Abstand viel kleiner. In manchen sind die Dienstleistungslöhne sogar höher als in der Industrie.
Die prozentualen "Lohnnebenkosten" der Arbeitgeber liegen bei uns unter dem EU-Durchschnitt. Das macht Druck auf andere Länder, die Sozialbeiträge zu senken. Besser wäre, wenn die Arbeitgeber bei uns endlich wieder die Hälfte der Beiträge zahlen. Anderswo zahlen sie sogar mehr als das. Dann würden auch höhere Beitragssätze zur Finanzierung von besseren Renten die Beschäftigten wenig belasten. Deutschland kann es sich leisten.
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Wirtschaft
Dienstag, 16. Mai 2017
Sozialwahlen 2017 - Mitwählen und Weitersagen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich möchte Euch gerne auf ein wichtiges Ereignis aufmerksam machen und dies mit einer persönlichen Bitte um Unterstützung verbinden!
In diesem Jahr finden wieder die Sozialwahlen statt. Gerade jetzt werden dafür die Wahlunterlagen von den Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung versandt. Wenn sie ankommen, bitte nicht wegwerfen, sondern unbedingt ausfüllen und wählen – am besten natürlich ver.di!
Viele halten das für überflüssig, ist es aber nicht!
Warum ver.di wählen?
Mit den Sozialwahlen können wir direkten Einfluss auf Entscheidungen in den genannten Organisationen nehmen – über unsere gewählten Versichertenvertreterinnen und -vertreter. Dabei geht es neben so grundsätzlichem wie Aufstellung der Haushalte und Personalentscheidungen auch um ganz konkrete Fragen, deren Auswirkungen wir alle direkt zu spüren bekommen. Bei den Krankenkassen können das z.B. Entscheidungen über die jeweiligen freiwilligen Zusatzleistungen oder über Hilfsmittel sein, bei der Deutschen Rentenversicherung z. B. solche über Rehabilitationsleistungen. Auch der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Versichertenberater/-innen hängt von den jeweiligen Wahlergebnissen ab.
Von all diesen Entscheidungen bist Du als Versicherte/r ganz direkt und persönlich betroffen – da ist es gut, wenn in den jeweiligen Organisationen Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten mitentscheiden können.
Unsere Bitte: mitwählen und weitersagen: Kolleginnen, Kollegen und Bekannte informieren!
Die anstehenden Sozialwahlen haben eine hohe Bedeutung für ver.di. Es kommt dabei auf jede Stimme an, nur gemeinsam sind wir stark!
Daher möchten wir Euch bitten, mitzuhelfen: damit unsere ehrenamtlich engagierten Versichertenverterinnen und -vertreter ihre Arbeit auch in den nächsten Jahren erfolgreich weiterführen können.
Weitere Informationen zu den Sozialwahlen findest Du unter: www.verdi-waehlen.de
Infos zu unseren Kandidatinnen und Kandidaten gibt es hier: sozialversicherung.watch
Danke für Deine Mithilfe !
Mit kollegialen Grüßen
Dagmar König
Mitglied Bundesvorstand ver.di
Ressort 5
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Montag, 15. Mai 2017
Tarifverträge fallen nicht vom Himmel!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute stellen wir Euch das nächste Seminar aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Tarifverträge fallen nicht vom Himmel!
vom 21.07.2017 bis 23.07.2017 in Beilngries-Paulushofen
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer: 17/30/375
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 235,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren." (Bertolt Brecht)
Tarifpolitik ist als das zentrale gewerkschaftliche Handlungsfeld ausschlaggebend für die Attraktivität der Gewerkschaft gegenüber den Mitgliedern und Nichtmitgliedern. Umfang und Qualität der durch Tarifpolitik gesicherten Regelungen entscheiden zu einem erheblichen Teil über die Arbeits- und Lebensbedingungen der abhängig Beschäftigten.
Die Tariflandschaft ist allerdings ständigen Veränderungen unterlegen. Die Phantasie der Betriebe, Tarifverträge zu umgehen, kennt scheinbar keine Grenzen. Werkverträge, Praktikumsverträge oder Leiharbeit nehmen immer mehr zu. Auch gibt es nicht wenige Unternehmen, die aus dem Arbeitgeberverband austreten. Wir müssen uns der veränderten Realität stellen.
Themen im Seminar:
- Wie entstehen Tarifverträge?
- Wie kommt es zu einer Tarifforderung?
- Wie sieht es mit dem Streikrecht aus?
- Wie kann die Tarifarbeit der Zukunft aussehen?
- Welche Ideen haben wir für eine gerechte Tarifpolitik?
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Freitag, 14. April 2017
Die Geschichte des 1. Mai
3 x 8 Minuten Arbeitergeschichte. Viel Vergnügen!
Was das Missgeschick eines Apothekers im hessischen Friedewald mit der amerikanischen Streikbewegung 1886 zu tun hat? Hier seht ihr es:
Auf das Massaker am Haymarket in Chicago folgt ein Justizmord, der Weltgeschichte schreibt: "Die Zeit wird kommen, da unser Schweigen im Grabe mächtiger sein wird als unsere Reden". Mehr dazu im zweiten Teil:
Die Zerschlagung der Gewerkschaften in Nazideutschland beginnt mit einem Propaganda-Trick: Der Tag der nationalen Arbeit 1933. Wie es dazu kam, zeigt der dritten Teil:
Der 1. Mai steht vor der Tür. Welche Veranstaltungen in Augsburg stattfinden, darüber erfahrt ihr demnächst mehr in diesem Blog.
Wie seh'n uns, oder?!
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1. Mai,
Gewerkschaft,
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Dienstag, 11. April 2017
Der Wolf im Schafspelz - Rechtspopulismus entlarven
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute stellen wir Euch das nächste Seminar aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Der Wolf im Schafspelz -
Rechtspopulismus entlarven -
inhaltlich und argumentativ
vom 07.07.2017 bis 09.07.2017 in Brannenburg
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer: 17/30/374
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 235,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
In ganz Europa nimmt die Zustimmung zu den rechtspopulistischen Parteien zu und sie drängen sich immer weiter in die Mitte unserer Gesellschaft. Sie spielen mit Ängsten von Menschen, sprechen diese mit vermeintlich richtigen Argumenten an und geben sich als Weltverbesserer aus.
Oft stehen wir offensichtlich rechten Äußerungen sprachlos gegenüber, werden sie doch nunmehr von Kolleginnen, Kollegen und Freunden ausgesprochen, bei denen wir nie vermutet haben, dass diese Gedanken vorhanden sind. Wenn wir die menschenverachtende Politik der rechtspopulistischen Parteien aufdecken und unsere Kolleginnen und Kollegen überzeugen wollen, brauchen wir die richtigen Argumente.
Wir wollen in diesem Seminar Argumente liefern, die es uns erleichtern, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Doch dürfen wir in diesen Gesprächen nicht oberlehrerhaft wirken, obwohl wir wissen, dass wir die besseren Argumente haben. Also wie bekommen wir diesen Spagat hin?
Themen im Seminar:
- Mit welchen (Gegen-)Argumenten können wir auf die Aussagen der rechtspopulistischen Parteien reagieren?
- Wie gehen wir mit menschenverachtenden Parolen und Positionen im Betrieb und in der Gesellschaft um? Wie können wir schlagfertig darauf reagieren?
- Wie können wir Vorurteile und Ängste bei den Kolleginnen und Kollegen abbauen?
- Wie können wir unsere gewerkschaftlichen Positionen und unsere Vorstellungen von einer solidarischen Gesellschaft inhaltlich und argumentativ überzeugend darstellen?
Schlagworte:
Bildung,
Gewerkschaft,
ver.di,
Vermischtes
Samstag, 1. April 2017
Freitag, 10. März 2017
Vom Konflikt zur Kampagne: Schritt für Schritt stärker werden
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute stellen wir Euch das nächste Seminar aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Vom Konflikt zur Kampagne: Schritt für Schritt stärker werden
vom 23.06.2017 bis 25.06.2017 in Beilngries-Paulushofen
Beginn: Freitag um 18:00 UhrEnde: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer:
17/30/373
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 235,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
Wer im Betrieb oder der Dienststelle etwas durchsetzen will, braucht die Belegschaft hinter sich. Aber es wird immer schwieriger, Kolleginnen und Kollegen für gewerkschaftliche Themen zu begeistern. Wir haben einen Kampagnen-Baukasten entwickelt, der euch Schritt für Schritt zum Erfolg führt. Das Seminar für Vertrauensleute und gewerkschaftlich aktive Mitglieder im Betriebs-oder Personalrat, die schnell viel(e) erreichen wollen.
Ausgehend von realen Konflikten in euren eigenen Betrieben erarbeitet ihr komplette Kampagnen-Konzepte, die sich wirklich umsetzen lassen. Erfahrene Verdianer_innen begleiten eure Arbeitsgruppen, und zeigen euch bewährte Methoden und Techniken:
- Welche Themen und Konflikte eignen sich für Kampagnen?
- Ziele finden und formulieren mit der SMART-Methode
- Betriebslandkarte: ver.di-Netzwerke im Betrieb bilden und ausbauen
- Unternehmens-Recherche: Angriffspunkte erkennen und nutzen
- Strategisch planen: vom Kampagnen-Slogan bis zur Druckkurve
- Aktionen, Aktionen, Aktionen: So findet ihr Ideen, die begeistern
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Bildung,
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Montag, 6. März 2017
Einladung: Internationaler Frauentag
Der DGB Augsburg lädt alle interessierten Kolleginnen herzlich zur Feier des Internationalen Frauentags 2017 ein.
Mittwoch, 08. März 2017, 19:00 Uhr
im Abraxas, Sommestr. 30, 86156 Augsburg
(Straßenbahnhaltestelle St. Thaddäus, Linie 2)
Unter dem Motto "Lieber gleich berechtigt als später" gibt es
• Nachdenkliches zum Internationalen Frauentag
• Spritzige Sketche der DGB-Frauen
• musikalische Gestaltung: Helga S.
Zur Einstimmung auf diesen wichtigen Tag hier noch ein kleiner Film:
"Ist Gleichberechtigung noch ein Thema in deiner Generation?"
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DGB,
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Ver.di Frauen,
verdi,
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Dienstag, 21. Februar 2017
„Ich reich dir die Hand“ - Willkommen im Betrieb - gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten für die Integration von Geflüchteten
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute stellen wir Euch das nächste Seminar aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
„Ich reich dir die Hand“ -
Willkommen im Betrieb - gewerkschaftliche
Handlungsmöglichkeiten für die Integration von
Geflüchteten
vom 12.05.2017 bis 14.05.2017 in Beilngries-Paulushofen
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer: 17/30/372
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 235,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
Für uns Gewerkschaften spielt die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt eine ganz besondere Rolle. Hier gilt es die Interessen und Bedürfnisse der Belegschaft und der Geflüchteten in Einklang zu bringen.
Wir müssen uns darüber unterhalten, wie es uns gelingen kann die gegenseitigen Ängste abzubauen und ein gemeinsames Miteinander zu schaffen.
Aber müssen wir wirklich Angst haben, wenn Menschen in unseren Betrieb kommen?
Nein! Wir haben doch in allen Jahren gelernt mit den verschiedenen Charakteren der Menschen umzugehen. Warum soll das jetzt anders sein?
Themen im Seminar:
- Neue Mitarbeiter_innen bringen neue Kulturen mit, wie können die "alten" Kolleginnen und Kollegen sensibilisiert werden?
- Wie kann das Eis gebrochen werden?
- Wie geht man mit den Kolleg_innen um, die das Eis nicht brechen wollen?
- Was können wir als Gewerkschafter_innen dazu beitragen, um die Integration der Geflüchteten zu unterstützen?
Schlagworte:
Bildung,
Gewerkschaft,
ver.di,
Vermischtes
Donnerstag, 26. Januar 2017
Neue Seminare: Wie lange wollen wir arbeiten? / Lateinamerika: Die Erben des Che Guevara
heute stellen wir Euch die nächsten zwei Seminare aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Wie lange wollen wir arbeiten?
Arbeitszeitwünsche der Beschäftigen
vom 24.03.2017 bis 26.03.2017 in Beilngries-Paulushofen
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer: 17/30/371
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 235,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
Die Arbeitgeber drängen auf eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit. Der demografische Wandel erhöht den Druck auf verbleibende abhängig Beschäftigte. Und zusätzlich steigen die Anforderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben.
Die Arbeitgeber drängen auf eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit. Der demografische Wandel erhöht den Druck auf verbleibende abhängig Beschäftigte. Und zusätzlich steigen die Anforderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben.
Wie werden sich die Arbeitsbedingungen in Bezug auf die Arbeitszeit verändern?
Gewerkschaften stellen die Frage: „Wie muss sich die Arbeitszeit verändern, um abhängig Beschäftigten die Vereinbarkeit von Leben und Arbeit zu ermöglichen?“
Der Kampf um kürzere Arbeitszeiten ist für uns Gewerkschafter heute noch genauso aktuell wie früher. Er ist wichtig, um eine gerechte Verteilung der Arbeit zu gewährleisten, der Vereinbarkeit von Leben und Arbeit und nicht zuletzt der Muße zu dienen.
Themen im Seminar sind:
- Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten (BRD, EU) zum Einklang von Leben und Arbeit
- Gewerkschaftliche Positionen zum Thema Arbeitszeit
- Historische Entwicklung der Arbeitszeiten
- Arbeitsflexibilität vs. Arbeitszeitverkürzung
- Welchen Einfluss haben Demografischer Wandel und die anstehende Digitalisierung auf die Arbeitszeit?
- Gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten
- Wie können wir die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben überzeugen und wie können wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aktiv werden?
Lateinamerika: Die Erben des Che Guevara
vom 31.03.2017 bis 02.04.2017 in Brannenburg
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer: 17/30/379
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
Kooperationsseminar des Bildungswerkes der ver.di
mit dem ver.di Bezirk München und ver.di Bayern.
Das Wochenendseminar beschäftigt sich mit einem Kernthema der Gewerkschaften: International Denken und Handeln!
In Lateinamerika toben zur Zeit mörderische Klassenkämpfe auf dem Rücken der arbeitenden und arbeitssuchenden Bevölkerung. Tausende von Gewerkschafter_innen sind die Opfer in Kolumbien, Peru, Venezuela und anderswo.
Unsere internationale Gewerkschaftsorganisation UNI AMERICA und zahlreiche politische und gewerkschaftliche Initiativen stemmen sich dagegen und wollen ein menschenwürdiges Leben in sozialer Gerechtigkeit.
Große lateinamerikanische und europäische Vorbilder sind in den Gewerkschaftszentralen abgebildet: Die französische Revolution, Marx, Simon Bolívar, Che Guevara... Mit unserem Kollegen Orhan Akman und anderen Kennern des Kontinentes werden wir Informationen sammeln, bündeln und Handlungsmöglichkeiten absprechen.
- Zur Geschichte der Freiheitskämpfe in Lateinamerika
- Che Guevara, Kuba gestern und heute
- Arbeiterselbstverwaltung in Argentinien
- Die Kultur der Befreiung (Musik, Literatur, Malerei...)
- Erfahrungen der Klassen -und Gewerkschaftskämpfe in Peru und Kolumbien
Unsere Seminarmethoden richten sich nach den Inhalten (Einführungsvorträge, Erfahrungsberichte, Arbeitsgruppen, Musik, Bilder....). Das Seminar versteht sich als einen ersten Schritt (in die richtige
Richtung).
Schlagworte:
Bildung,
Gewerkschaft,
ver.di,
Vermischtes
Samstag, 10. Dezember 2016
„Vorwärts und nicht vergessen…!“ Streiflichter durch die Geschichte der deutschen Arbeiter_innenbewegung
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute stellen wir Euch das nächste Seminar aus dem ver.di-Bildungsprogramm für die Mitglieder vor.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.
Nähere Infos finden sich auch unter www.verdi-bildungsportal.de.
Zur Erinnerung:
ver.di hat für die Mitglieder ein umfangreiches Bildungsprogramm, meist kostenlos und meist mit Fahrtkostenzuschuss.

„Vorwärts und nicht vergessen…!“
Streiflichter durch die Geschichte der deutschen
Arbeiter_innenbewegung von 1848 bis zur
Gegenwart
vom 03.02.2017 bis 05.02.2017 in Brannenburg
Beginn: Freitag um 18:00 Uhr
Ende: Sonntag nach dem Mittagessen
Veranstaltungsnummer:
17/30/370
17/30/370
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: € 235,00
(für ver.di Mitglieder aus Bayern trägt der
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
ver.di Landesbezirk die Teilnahmegebühr)
Das Wochenendseminar führt in einem Überblick in die Geschichte der Bewegung der deutschen Arbeiterschaft ein. Anhand eines gemeinsam erarbeiteten Zeitstrahls durch die deutsche Geschichte wird auch die Lebenswelt in den verschiedenen Epochen erarbeitet. Zeitdokumente, Plakate, Literaturbeispiele, Abbildungen von Kunstwerken, Filmdokumente und Musikauszüge geben einen grundlegenden Einblick in mehr als eineinhalb Jahrhunderte Geschichte der Organisationen der deutschen Lohnabhängigen und ihrer Lebenswelt.
Mit der Methode des ‚exemplarischen Lernens’ wird der Streifzug durch die Geschichte in Arbeitsgruppen und Plenumsveranstaltungen vermittelt.
Dabei werden fünf Abschnitte behandelt:
- Entstehung der sozialen und politischen Bewegungen der Lohnabhängigen und ihre Bekämpfung durch die wirtschaftlich und politisch Mächtigen (1848 – 1878)
- Die Gegenbewegung der Arbeiterschaft unter den Sozialistengesetzen und die Entstehung ihrer modernen Organisationen bis zu ihrer Spaltung (1878 – 1918)
- Kampf um soziale Demokratie und Verfassungsrechte und deren Vernichtung durch den NS-Terror (1918 – 1945)
- Die Entwicklungstendenzen der gewerkschaftlichen und politischen Organisationen von 1945 bis 1990 unter den Bedingungen der Spaltung von Ost -und Westdeutschland anhand von gesellschaftlichen Begriffen: Einheitsgewerkschaft, Wirtschaftswunder, Sozialstaat, realer Sozialismus, Friedensbewegung, Arbeitszeitverkürzung und der Zusammenbruch der Gemeinwirtschaft
- Aktuelle Entwicklung der Gewerkschafts -und Parteienlandschaft und die Verwertungsbedingungen der Lohnabhängigen im globalen Kapitalismus (1990 – 2015) anhand der Begriffe: Tarifautonomie, CETA und TTIP, Finanzkrise, Neoliberalismus, Marktwirtschaft, Geflüchtete und Solidarität
Schlagworte:
Bildung,
Gewerkschaft,
ver.di,
Vermischtes
Dienstag, 6. Dezember 2016
Sonntag, 11. September 2016
Warten, bis der Arzt kommt (2)
Ein interessanter Artikel aus der ver.di-Zeitschrift PUBLIK über die Zustände im Gesundheitswesen der USA: Warten, bis der Arzt kommt
Fortsetzung:
Amanda Amezcua (oben links) leidet mit ihrem Mann, der vier Zähne gezogen und weitere gefüllt bekommt. 20.000 Dollar sollten die Zahnbehandlungen beim regulären Zahnarzt kosten
Stella Garland (oben rechts) ist das erste Mal bei RAM und bekommt ihre erste Brille verschrieben. Sie ist zwar krankenversichert, jedoch nicht für Zahn- und Augenbehandlungen
"Mein Job als Mutter ist, dafür zu sorgen, dass mein Sohn ein Dach über dem Kopf hat. Mein Lohn ist, dass ich umsonst mit darunter leben kann, mehr als seine Rente haben wir nicht." Debbie Brown kann nicht arbeiten gehen, da sie keine Betreuung für ihren geistig behinderten Sohn Casey hat (oben)
Die sechsköpfige Familie Love aus dem nahegelegenen Cedar Bluff stand in Grundy bei Regen und Wind mit 650 Wartenden für Augen- und Zahnbehandlungen an. Sie planen die jährlich stattfindende Klinik jedes Jahr fest ein. Sechs Mal waren sie schon da. Einmal haben sie ausgesetzt. "Wir wollen nicht gierig sein und andere brauchen die Behandlung auch", erklärt James Love. Er hat einen Teilzeitjob für zehn US-Dollar die Stunde. Michelle, seine Frau, hat zwei Jobs zum Mindestlohn. Die erwachsenen Kinder arbeiten ebenfalls auf Teilzeitstellen. Das Familieneinkommen reicht nicht für den Monat, deshalb stocken sie mit Lebensmittelspenden von der Kirche auf, züchten Geflügel und haben zwei Schweine im Garten, um über die Runden zu kommen.
2013 führte US-Präsident Barack Obama die von den Republikanern vehement abgelehnte Krankenversicherungspflicht und Mindeststandards für Krankenversicherungen ein. 15 Millionen Menschen haben seither Zugang zu einer Krankenversicherung erhalten. Doch trotz der sogenannten ObamaCare hat noch immer jeder zehnte US-Amerikaner keine Krankenversicherung. Menschen wie Robert Brown und die Familie Love können sie nicht bezahlen. Sie stecken im Teufelskreis von Armut, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Teilzeitarbeit fest. Hinzu kommt, dass nur zehn Prozent aller Ärztinnen und Ärzte in den ländlichen Regionen arbeiten, wo fast ein Fünftel der US-amerikanischen Bevölkerung lebt.
Für die sechsköpfige Familie Love (links) ist die jährlich stattfindende mobile Klinik in dem nahegelegenen Ort Grundy, Virginia, ein fester Termin im Jahr
Das Gesundheitssystem wird wieder eines der wahlkampfbestimmenden Themen bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen sein. Die republikanische Partei möchte den vor gerade einmal drei Jahren eingeführten Affordable Care Act, so heißt ObamaCare offiziell, am liebsten gleich wieder abschaffen. Eine Gesundheitsversorgung für alle, wie die Demokraten es wollen, bezeichnen sie als Sozialismus.
Zum Sehtest ins Klassenzimmer
In der gut geheizten Eingangshalle der Chester County Grundschule werden alle Patientinnen und Patienten erst einmal registriert, nach Vorerkrankungen und Medikamenten befragt und dann von Pflegekräften allgemeinmedizinisch untersucht. Hier fragt niemand nach einer Krankenversicherung oder dem Einkommen. Auf den Zuschauerplätzen in der Sporthalle warten sie im Anschluss auf ihre Zahnbehandlung. In den Fluren vor den Klassenzimmern auf einen Sehtest, gynäkologische Untersuchungen oder Diabetesberatung.
Robert Brown stellt sich nach seiner Zahnbehandlung wieder hinten an und kann sich noch für die Augenuntersuchung registrieren. Tim und Samantha warten bis in den Nachmittag. Den ganzen Tag schauen sie auf die 40 Behandlungsstühle mitten in der Turnhalle, an denen Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Studierende der Zahnmedizin, betreut von ihren Professoren, Zähne ziehen, füllen und reinigen. Langwierige Maßnahmen zum Erhalt der Zähne gibt es hier nicht, da eine Folgebehandlung nicht möglich ist und ein gezogener Zahn normalerweise keine Probleme mehr bereiten kann. 523 Zähne werden an diesem Wochenende gezogen. 508 Menschen medizinisch behandelt, beraten, mit Zahnbürsten, Medikamenten und 456 Brillen versorgt.
120.530 Stunden unbezahlter Arbeit
29.000 Menschen hat RAM im letzten Jahr mit seinen Ehrenamtlichen in 120.530 Stunden unbezahlter Arbeit etwas Linderung verschaffen können. Doch Stan Brock weiß, dass die medizinische Hilfe von RAM nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Deshalb macht er sich stark für eine universelle Krankenversicherung, die in anderen Ländern der Welt deutlich besser funktioniere, als das amerikanische System. Er sagt, die unzureichende Gesundheitsversorgung sei für 33 Millionen US-Amerikaner/innen nach wie vor täglich aktuell.
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Gesundheit,
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