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Freitag, 28. Oktober 2016

Aus dem Empire verstoßen


Es war einmal in der IT...

Eine leider wahre und traurige Geschichte über eine IT-Firma, in der rund 30 Mitarbeiter den Versuch, einen Betriebsrat zu gründen, mit ihrer Kündigung bezahlten, eine knappe Mehrheit der Mitarbeiter sich gegen die Gründung eines Betriebsrats aussprach und dann fast die Hälfte der Belegschaft ohne Sozialplan, den der Betriebsrat hätte einfordern können, gekündigt wurde...

siehe auch ver.di publik: Aus dem Empire verstoßen


IT-BRANCHE:  Der Onlinespiele-Produzent Goodgame Studios entlässt fast die Hälfte seiner Belegschaft



Witzige Welten bauen bei Goodgame - ein paar Beschäftigte können das noch
FOTO: HENNING BODE/LAIF












Von Petra Welzel

Am 19. August 2016, einen Tag, nachdem die Geschäftsführung des größten deutschen Onlinespiele-Produzenten Goodgame Studios Massenentlassungen wegen "Umstrukturierungen" bekanntgegeben hatte, schrieb einer der Entlassenen im Netz über die Arbeitsatmosphäre: "An sich war sie gut, aber durch die Massenentlassungen gerade auf dem Tiefpunkt." Und zum Stichwort Vorgesetzte: "Die direkten Vorgesetzten waren okay, das Gesamtmanagement, das 40 Leute einstellt und zwei Wochen später mehrere hundert inklusive der 40 entlässt, dagegen nicht." Der Entlassene, der anonym bleibt, zählt zu jenen 40 Beschäftigten, die im Juni ihren Arbeitsvertrag unterschrieben, Anfang August anfingen zu arbeiten und Mitte des Monats schon wieder gekündigt waren. Das an sich ist schon ein Skandal. Dass am Ende nahezu die Hälfte der Belegschaft, nämlich rund 500 von insgesamt 1.111 Beschäftigten, ihren Job verliert, ein noch viel größerer.

Erst Ende 2015 hatten rund 30 Goodgame-Beschäftigte den Versuch, in ihrem Unternehmen einen Betriebsrat zu gründen, mit ihrer Kündigung bezahlt (ver.di publik 1_2016). Dass die Geschäftsführung seinerzeit alles unternahm, um einen Betriebsrat zu verhindern, sodass sich im Januar 2016 eine knappe Mehrheit gegen eine Wahl aussprach, war - wie sich jetzt zeigt - kalkuliert. Die Entlassungen waren längst geplant, ein Betriebsrat, der einen Sozialplan hätte einfordern können, wäre da nur im Weg gewesen. Stattdessen wurde lediglich ein Mitarbeiter-Komitee eingerichtet, das jetzt Aufhebungsverträge und Abfindungsangebote abnickt.

Bente Brandt, ver.di-Sekretärin im Fachbereich Telekommunikation & IT bei ver.di Hamburg und Nord, verteilte am 23. August vor der Onlinespiele-Schmiede Flyer mit Informationen und bot Hilfe an. "Es war so, wie wir es schon in der Branche kennen: Es gibt diejenigen, die verängstigt sind, nicht dabei gesehen werden wollen, dass sie mit uns sprechen. Dann diejenigen, die sagen, die schon wieder. Und die, die dankend ablehnen und sagen, wir kümmern uns selbst." Dennoch sind anschließend einige zu ver.di in die Beratung gekommen. Und ein paar sind auch bei ver.di eingetreten.

Mehr Anfragen aus der Branche

Bente Brandt verzeichnet zudem viel mehr Anfragen zu Betriebsratsgründungen und Beratungen aus der IT-Branche seit den Entlassungen bei Goodgame. "Viele wissen gar nicht, welche Rechte und Möglichkeiten sie mit einem Betriebsrat haben. Das war für sie immer etwas Altmodisches in ihrer modernen Arbeitswelt." Tatsächlich entlassen auch andere Onlinespiele-Produzenten, so das Berliner Unternehmen Wooga sowie GameDuell und Aeria Games. Ein Betriebsrat passt vielleicht nicht in die Welt von "Empire", dem erfolgreichsten Goodgame-Spiel, in der Welt der Beschäftigten sollte er besser nicht fehlen. Er hätte ins Gefecht mit der Geschäftsführung treten können.


Mittwoch, 10. Februar 2010

Diese KollegInnen sind NUR FÜR SIE da!


In seiner Sitzung am Dienstag hat der neue Betriebsrat in freier, gleicher und geheimer Wahl die freigestellten BetriebsrätInnen gewählt. Nach dem Betriebsverfassungsgesetz ist die Anzahl der Freigestellten von der Betriebsgröße abhängig. Danach stünden dem Weltbild-Betriebsrat vier hauptamtliche VertreterInnen zu, die sich ganztags um die Belange der Belegschaft kümmern und das Betriebsratsbüro, Sprechstunden etc. organisieren.

Mit Blick auf das Projekt FIT und die damit verbundene außerordentliche Belastung hat der Betriebsrat für diese Legislaturperiode eine weitere Freistellung gefordert und bekommen. Die fünfte Freistellung wird in zwei halbe geteilt. Somit stehen in dieser schwierigen Zeit insgesamt sechs BetriebsrätInnen zur Verfügung, um die Rechte der Weltbild-MitarbeiterInnen konsequent zu vertreten und bei individuellen Fragestellungen und Problemen zu beraten und zu helfen.

Freigestellt sind • Peter Fitz • Josef Trutt • Visnja Bernhard • Hedwig Zogler-Hasanaj sowie • Peter Reichert-Meissl und • Dolores Sailer, die sich die fünfte Freistellung "teilen". Nutzen Sie Sie die Kompetenz und das Engagement des Weltbild-Betriebsrats: Kommen Sie vorbei, stellen Sie Fragen, lassen Sie sich beraten und bringen Sie selbst Ideen ein. Diese KollegInnen sind ab jetzt immer für Sie da:


Mittwoch, 27. Januar 2010

Ver.di-Liste siegt: über 70% bei der Betriebsratswahl!


Ein anstrengender Tag liegt hinter den Mitgliedern des Wahlvorstands und den vielen freiwilligen WahlhelferInnen. Der mehrwöchige Wahlkampf der KandidatInnen von vier unterschiedlichen Listen hat Früchte getragen: lange Schlangen vor den Wahllokalen und körbeweise Briefwahlunterlagen zeigen, wie wichtig den Weltbild-MitarbeiterInnen der neue Betriebsrat ist.


Als um 18 Uhr die letzten Abstimmungsräume schließen, fängt die Arbeit erst richtig an: sechs große Wahlurnen werden aufgeschlossen, weit über 1.000 Stimmzettel müssen von ihren Umschlägen befreit und gezählt werden. Gegen 19:30 Uhr verkündet Josef Trutt als Vorsitzender des Wahlausschusses die Ergebnisse.


Die Wahlbeteiligung ist noch höher als vor vier Jahren. Im Angestelltenbereich sind sogar zweistellige Zuwächse zu verzeichnen. Damit geht der neue Betriebsrat deutlich gestärkt in die nächste Amtsperiode. Dafür ein dickes Danke an alle WählerInnen, die ihr Recht auf Mitbestimmung wahrgenommen haben!


Eindeutiger Sieger der Wahl ist die Gewerkschaftsliste von ver.di: Die Liste, auf der in diesem Jahr auch sehr viele Angestellte angetreten sind, erhält über 70% der gültigen Stimmen.


Darauf folgt die Liste namens "Betriebsratswahl 2010" von Tina Ederer und Michael Haugg, die beide im neuen Betriebsrat vertreten sein werden. An dritter Stelle die Liste "Contra......" von Rosemarie Martin, die als "Einzelkämpferin" ein exzellentes Ergebnis erzielt hat und zukünftig eine starke Position im Betriebsrat einnehmen wird. Die vierte Liste "LZ Wegemer" landete auf dem letzten Platz: Spitzenkandidat Raimund Wegemer eroberte den 13. Sitz im Betriebsrat.


Die Stimmen wurden gemäß Betriebsverfassungsgesetz nach den Grundsätzen der Verhältniswahl ausgezählt und ergeben folgende Platzierungen:


1. Peter Fitz (758 Stimmanteile)

2. Visnja Bernhard (379 Stimmanteile)

3. Josef Trutt (253 Stimmanteile)

4. Hedwig Zogler-Hasanaj (190 Stimmanteile)

5. Peter Reichert-Meissl (152 Stimmanteile)

6. Tina Ederer (136 Stimmanteile)

7. Dolores Sailer (126 Stimmanteile)

8. Timm Boßmann (107 Stimmanteile)

9. Rosemarie Martin (97 Stimmen)

10. Lyudmila Katzmeier (95 Stimmanteile)

11. Peter Neidlinger (84 Stimmanteile)

12. Charmaine Müller (76 Stimmanteile)

13. Raimund Wegemer (69 Stimmanteile)

14. Michael Ferentschik (68,9 Stimmanteile)

15. Michael Haugg (68 Stimmanteile)

16. Sabine Rath (63 Stimmanteile)

17. Johannes Ihmenkamp (58 Stimmanteile)


(Die Stimmanteile ergeben sich aus der Division der Gesamtstimmen für eine Liste durch die Platzierungsnummer des oder der KandidatIn.)


Alle KandidatInnen bedanken sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Die konstituierende Sitzung des neuen Betriebsrats findet am Freitag statt. Wir werden Sie in diesem Blog über die Arbeit des Betriebsrats wie gewohnt auf dem Laufenden halten.


DANKE FÜR IHRE STIMME !!!


Dienstag, 26. Januar 2010

Betriebsratswahl: Heute zählt Ihre Stimme!


Betriebsratswahl:

Bitte gehen Sie wählen!


Hier finden Sie Ihr Wahllokal und dessen Öffnungszeiten!

Montag, 25. Januar 2010

Morgen zur Wahl: Ihre Stimme für Ihre Rechte!


Ein starker Betriebsrat kann viel für Sie erreichen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hinter uns liegen Nerven aufreibende Monate: Der geplante Weltbild-Verkauf verunsicherte die Belegschaft. Auf ihre Fragen erhielten die MitarbeiterInnen keine oder unklare Antworten. Im Sommer durchkämmte eine interne Unternehmensberatung unsere Firma. Zahlreiche KollegInnen wurden versetzt oder entlassen.

Wir konnten die Geschäftsführung nicht stoppen. Nur mit einem Sozialplan die Folgen abmildern. Wir hätten gerne mehr getan – aber ausgerechnet im Angestelltenbereich fehlt uns eine breite Basis, auf die wir Aktionen stützen können!

Im Versandbereich setzten wir erfolgreich das Projekt GRAzil für verbesserte Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz durch. In den Tarifverhandlungen erreichten wir mit mehreren Streiks eine Lohnsteigerung bis zu 2,5 Prozent!

Jede einzelne Stimme stärkt den Betriebsrat. Damit wir etwas für Sie bewegen können, müssen Sie sich bewegen: zur Wahlurne. Morgen!

Ihr
Peter Fitz – Betriebsratsvorsitzender

Die Gewerkschaftsliste: Peter Fitz [1]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 1:

Peter Fitz, Betriebsratsvorsitzender

53 Jahre, gelernter Datenverabeitungskaufmann, seit 19 Jahren bei Weltbild, seit 1991 Betriebsrat.

Technik und Leistungsanforderungen ändern sich ständig, die Prämien nicht: Darum kämpfe ich auch für eine gerechte Prämie für alle Lager- und Versandbereiche.

Die Gewerkschaftsliste: Dafür kämpfen wir!


Die Entscheidungsstrukturen im Unternehmen werden immer intransparenter. Sogar Führungskräfte werden über die strategischen Unternehmensziele im Unklaren gelassen. Die Geschäftsführung trifft einsame Entscheidungen und drückt diese von oben knallhart durch. Kompetente und fleißige MitarbeiterInnen werden an Entscheidungen nicht beteiligt, sondern KritikerInnen einfach aufs Abstellgleis geschoben. So entstehen die Fehler, die unser Unternehmen in die Schieflage bringen und unser aller Jobs gefährden.


Die Gewerkschaftsliste tritt ein für flache Hierarchien und Mitspracherecht. Wir wollen ein betriebliches Vorschlagswesen einführen. Die MitarbeiterInnen müssen endlich wieder gehört und ernst genommen werden!


Wann haben Sie Ihre letzte Gehaltserhöhung bekommen? Jedes Jahr meldet Weltbild neue Umsatzrekorde. Nur wenn’s ums Geld geht, ist plötzlich von Krise die Rede. Das ist ungerecht! Der Betrieb erwartet Leistung – zu Recht. Wir fordern gutes Geld für gute Arbeit: Wer viel arbeitet, soll sich auch etwas leisten können!


Deshalb kämpft die Gewerkschaftsliste für gerechte Gehaltsstrukturen, vernünftige Eingruppierungen und angemessene Prämien.


Bis zur Rente dauert’s immer länger. Wer täglich 140% Leistung bringen muss, hat keine Chance, den Ruhestand gesund zu erreichen. Statt Rente gibt’s am Ende bloß Hartz IV! Nicht nur die Knochenarbeit in Lager/Versand macht krank. Auch im Büro leiden immer mehr an Überforderung und Stresskrankheiten.


Deshalb fordern wir Rücksicht auf kranke KollegInnen und die Ausweitung des Präventionsprojekts GRAzil auf den Angestelltenbereich.


Durch den Wegfall von Arbeitsplätzen steigt die Arbeitslast. Die Aufgaben werden trotz gegenteiliger Versprechungen nicht weniger. Die Folge: Stress und Überstunden ohne Ende. Wir meinen: Alle MitarbeiterInnen haben ein Recht auf planbare Freizeit und ein Leben mit Familie und Freunden. Die 37,5-Stunden-Woche ist keine Kann-Bestimmung, sondern im Tarif festgeschriebenes Anrecht der Belegschaft!


Deshalb kämpft die Gewerkschaftsliste für eine vernünftige und faire Arbeitszeitvereinbarung.


Kinder sind – auch im katholischen Unternehmen Weltbild – immer noch Auslöser für einen Karriere-Knick. Werdende Mütter fürchten um ihren Job, nach der Elternzeit ist die frühere Arbeitsstelle oft weg. Es fehlen familienfreundliche Teilzeitregelungen und Aufstiegschancen lösen sich mit der Schwangerschaft Luft auf.


Deshalb fordern wir fordern eine vorausschauende Personalplanung. Die Gleichstellung von Frauen und Müttern muss Unternehmensziel werden!


Weltbild beschäftigt je nach Saison bis zu 850 LeiharbeitnehmerInnen. Die Bezahlung ist miserabel, ihre rechtliche Situation prekär. Oft erfahren die KollegInnen erst morgens, ob, wann und wo sie eingesetzt werden.


Die Gewerkschaftsliste fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit und klare Regelungen zur Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis. Dafür wollen wir mit der Geschäftsführung eine eigene Betriebsvereinbarung aushandeln.


Seit dem Scheitern der ersten Verkaufsrunde wird ein knallhartes Kostenprogramm durchgezogen: Nicht um Arbeitsplätze zu sichern, sondern um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen. Das ist unfair! Bis heute sagt die Geschäftsführung nicht, wie es wirklich um das Unternehmen steht.


Deshalb verlangen wir Einsicht in die Geschäftszahlen und ein umfassendes Mitspracherecht bei allen Maßnahmen, die Arbeitsplätze gefährden könnten.


Wir haben viel vor! Unterstützen Sie die Gewerkschaftsliste, damit wir uns für Sie stark machen können. Wir kämpfen für Ihren Job, Ihr Geld und Ihre Rechte.


Helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können!

Die Gewerkschaftsliste: Visnja Bernhard [2]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 2:

Visnja Bernhard, freigestellte Betriebsrätin

49 Jahre. Seit 1990 bei Weltbild, bis 1996 Debitoren-Buchhaltung, ab 1996 freigestellte Betriebsrätin.

Frauen werden nach der Elternzeit oft unfair behandelt. Das muss sich ändern. Ich werde mich für die Gleichbehandlung und Gleichstellung einsetzen.

Freitag, 22. Januar 2010

Hier geht's zur Wahl: Die Wahllokale am 26. Januar 2010


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

um Ihnen bei der Betriebsratswahl weite Wege zu ersparen, hat der Wahlvorstand in diesem Jahr sechs Wahllokale eingerichtet.

Da zur ordnungsgemäßen Durchführung der Wahl die Anwesenheit eines Mitglieds des Wahlvorstands vorgeschrieben ist, haben die Wahllokale unterschiedliche "Öffnungszeiten". Bitte entnehmen Sie der Tabelle, wann und wo Sie wählen können.

Neu ist in diesem Jahr das Wahllokal in der Cafeteria im Neubau. MitarbeiterInnen, die ihren Arbeitsplatz im Neubau haben, können sich aussuchen, ob sie in der Cafeteria oder im Nichtraucher-Aufenthaltsraum im Altbau (1. Stock) ihre Stimme abgeben.

WerWoWann
MitarbeiterInnen Neubau, Altbau, Filialbelieferung, VTM, rotes und grünes Gebäude (IT und Laserzentrum)Aufenthaltsraum "Nichtraucher", Altbau 1. Stock09:00 - 16:00
MitarbeiterInnen NeubauCafeteria Neubau10:00 - 14:00
MitarbeiterInnen CCC und RetourenAufenthaltsraum "Nichtraucher", Himmergebäude 1. Stock10:00 - 15:30
MitarbeiterInnen SIGMA TechnoparkAufenthaltsraum "Nichtraucher", SIGMA Technopark12:00 - 13:00
MitarbeiterInnen JokersMedienraum, Lantanagebäude 1. Stock14:30 - 15:30
MitarbeiterInnen Logistikzentrum mit ZKL und LogistikabteilungAufenthaltsraum "Nichtraucher", Logistikzentrum09:00 - 11:00 und 17:00 - 18:00


Die öffentliche Stimmauszählung findet direkt nach der Wahl ab 18:00 im Besprechungsraum des Betriebsrats, Altbau 1. Stock, Zimmer 115a, statt. Die Wahlergebnisse veröffentlichen wir nach der Auszählung auch in diesem Blog.

Nehmen Sie Ihre Rechte wahr und teil an der Betriebsratswahl.

Gemeinsam sind wir stark!

Ihr Wahlvorstand


Die Gewerkschaftsliste: Josef Trutt [3]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 3:

Josef Trutt, freigestellter Betriebsrat

55 Jahre. Verheiratet, zwei erwachsene Töchter. IT-Ausbildung. Seit 1999 bei Weltbild.

Alle Kollegen haben ein Recht auf faire Bezahlung, auf Freizeit, Erholung und Familie – und alle Jugendlichen ein Recht auf eine solide Berufsausbildung.

Die Gewerkschaftsliste: Hedwig Zogler-Hasanaj [4]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 4:

Hedwig Zogler-Hasanaj, Betriebsrätin

58 Jahre. Seit 19 Jahren bei Weltbild. Tätig im
Lager- und Versandbereich. Seit 2001 freigestellt.

Ich möchte mich als Betriebsrätin für gerechtere
Arbeitszeiten und Gehälter einesetzen. Die Arbeitsplätze im Versand sollen nicht (mehr) krank machen.

Die Gewerkschaftsliste: Peter Reichert-Meissl [5]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 5:

Peter Reichert-Meissl, Werbung

51 Jahre. Seit 1990 bei Weltbild. Von 1994 – 2006 im Betriebsrat. Mitglied der Tarifkommission.

Ich will mich im neuen Betriebsrat besonders für gerechtere Gehaltsstrukturen einsetzen. Bei Eingruppierung und Prämien git es noch zu viel Willkür.

Die Gewerkschaftsliste: Doroles Sailer [6]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 6:

Doroles Sailer, Marketing

Ich bin 39 Jahre alt, Sachbearbeiterin im Projektmanagement und seit 18 Jahren bei Weltbild.

Egal ob Leiharbeitskräfte oder Stammbelegschaft: Spielball für Arbeitgeber sind wir nicht! Ich will mich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen einsetzen.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Die Gewerkschaftsliste: „Restrukturierung? Ich lass’ mich nicht für dumm verkaufen!“


Seit dem Scheitern der ersten Verkaufsrunde wird ein knallhartes Kostenprogramm durchgezogen: Nicht um Arbeitsplätze zu sichern, sondern um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen. Das ist unfair!

Bis heute sagt die Geschäftsführung nicht, wie es wirklich um das Unternehmen steht. Wir verlangen Einsicht in die Geschäftszahlen und ein umfassendes Mitspracherecht bei allen Maßnahmen, die Arbeitsplätze gefährden könnten.

Dafür steht die Gewerkschaftsliste.

Ihre Stimme für Ihre Rechte bei der Betriebsratswahl am 26. Januar!

Die Gewerkschaftsliste: Timm Boßmann [7]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 7:

Timm Boßmann, Jokers Werbung

43 Jahre. Gelernter Redakteur, Literaturwissenschaftler (M.A.). Seit 12 Jahren bei Weltbild.

Es kann nicht sein, dass einfache Angestellte für die Fehler des Managements mit Ihrem Arbeitsplatz bezahlen. Ich trete für mehr Fairness ein.

Die Gewerkschaftsliste: Lyudmila Katzmeier [8]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 8:

Lyudmila Katzmeier, Versand VTG

39 J. alt und seit 8 Jahren im Betriebsrat. Zur Zeit mache ich eine Ausbildung zur Industriemeisterin.

Für einen besseren Gesundheitsschutz und gute
Arbeitsbedingungen will ich mich auch in Zukunft stark machen.

Die Gewerkschaftsliste: Peter Neidlinger [9]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 9:

Peter Neidlinger, Warenzentrum

Ich bin 52 Jahre alt, verheiratet, habe 1 Kind und bin seit 23 Jahren bei Weltbild beschäftigt.

Leiharbeitnehmer haben ein Recht auf faire Behandlung. Auch sie sind ein Teil der Firma. Deshalb werde ich engagiert gegen Benachteilungen eintreten.

Die Gewerkschaftsliste: Charmaine Müller [10]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 10:

Charmaine Müller, Werbung

50 Jahre. Ich arbeite seit 13 Jahren bei Weltbild und bin seit 1998 im Betriebsrat aktiv.

Uneffiziente Organisation führt zu sinnloser und überflüssiger Arbeit und unnötigen Kosten. Mehr Mitbestimmung bei den Arbeitsabläufen ist nötig!

Mittwoch, 20. Januar 2010

Betriebsversammlung: "Alleine geht nix!"


Beide Betriebsversammlungen am gestrigen Dienstag waren außerordentlich gut besucht. Der Kuppelsaal war bis auf die letzten Plätze besetzt. Trotzdem fassen wir hier kurz die wichtigsten Tagesordnungspunkte zusammen, um auch die KollegInnen zu informieren, die nicht teilnehmen wollten oder konnten.


Zur Erinnerung: Die Teilnahme an der Betriebsversammlung steht jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter frei - ausgenommen sind die wenigen leitenden Angestellten (bei WB in der Regel Mitglieder der Geschäftsleitung). Die Teilnahme an Besprechungen oder Sitzungen können Sie mit Hinweis auf die Betriebsversammlung ablehnen, dann muss ein neuer Termin vereinbart werden. Selbstverständlich zählt die Teilnahme an der BV zur Arbeitszeit.


1. Tätigkeitsbericht des Betriebsrats von Peter Fitz
Eines der wichtigsten Themen des Betriebsrats war der geplante Verkauf der Verlagsgruppe, der vor anderthalb Jahren (ungewollt) publik wurde. Nur durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und eine große Unterschriftensammlung konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Donaubauer dazu gebracht werden, sich der Belegschaft auf einer Betriebsversammlung zu stellen. Die sogenannten "Organisatorischen Veränderungen", die nach dem Scheitern der Verkaufsverhandlungen exekutiert wurden, konnte der Betriebsrat nicht verhindern. Wohl aber stark verbesserte Lösungen für die zahlreichen KollegInnen aushandeln, die im Zuge dieser Restrukturierung entlassen oder versetzt wurden. Der Verkauf wird weiter auf der Agenda des Betriebsrats bleiben. Peter Fitz: "Das Thema ruht offiziell gerade, ist aber beileibe nicht abgehakt!"


Im Bereich Lager/Versand hat der Betriebsrat mit ein umfangreiches Projekt zur Verbesserung der Zusammenarbeit gestartet und weit voran gebracht. Peter Fitz dankte in diesem Zusammenhang explizit auch der Leiterin der Personalentwicklung, Dr. Monika Strohmaier, die das Projekt mit großem "persönlichen und auch unkonventionellen Einsatz" vorangebracht hat.


Für rund 50 KollegInnen hat der Betriebsrat Altersteilzeit-Regelungen durchgesetzt. Die Verträge laufen bis zu acht Jahren und garantieren den MitarbeiterInnen 82,5% ihres Einkommens und bis zu 90% der Rentenbeiträge. Wäre es nach der Geschäftsführung gegangen, wären nur 70% des Einkommens bezahlt worden, die zudem durch den Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld von der Belegschaft erkauft werden sollten! Auch das "ein Verhandlungsergebnis auf das man stolz sein darf", wie ver.di-Gewerkschaftssekretär Berthold Schleidt bekräftigte.


Nach drei Jahre andauernden Verhandlungen hat der Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zu Leistungsprämien im gewerblichen Bereich abgeschlossen. Die Vereinbarung garantiert angemessene Entlohnung für Mehrleistung, stärkt die Einspruchsrechte der MitarbeiterInnen und schafft deutlich mehr Transparenz bei der Leistungsaufnahme. Für VTA und VTJ tritt der Vertrag am 1.2.2010 in Kraft, die anderen Bereiche schließen sich nach und nach an.


2. Betriebliches Gesundheitsmanagement von Visnja Bernhard und Tatiana Fuchs
Den aktuellen Stand des Projekts resümierte Tatiana Fuchs vom Internationalen Institut für empirische Sozialökonomie. Das Institut begleitet das umfangreiche Projekt GRAzil wissenschaftlich. Fuchs berichtete, es habe "längere Überzeugungsarbeit" gekostet, um die Methodik der GRAzil-Maßnahmen bei der Geschäftsführung durchzusetzen.


Nach einer ersten Bestandsaufnahme im März vergangenen Jahres habe man ab Sommer Maßnahmen entwickelt und sei nun in der Phase der konkreten Durchführung angelangt: "Bei Weltbild haben wir in acht Monaten etwas geschafft, das in anderen Firmen oft drei bis fünf Jahre dauert", zeigte sich Fuchs sehr beeindruckt. Die MitarbeiterInnen seien außergewöhnlich engagiert gewesen, fand die Wissenschaftlerin und dankte ganz besonders dem Betriebsrat, der das Projekt engagiert und "mit dem notwendigen kritischen Blick" begleitet habe. Jetzt komme es darauf an, die Verbesserungen in verbindlichen Vereinbarungen mit der Geschäftsführung zu fixieren.


Visnja Bernhard hob in ihrem Beitrag besonders hervor, dass sich so viele MitarbeiterInnen beteiligt haben und war stolz, das "wirklich alle Anregungen aufgenommen wurden." Entsprechend positiv sei auch die Resonanz in der Belegschaft gewesen. Um die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten ist ein großes Maßnahmenpaket in der Umsetzung:

• Verbesserungen bei der Heizung und Lüftung zur Schaffung eines besseren Raumklimas in den Betriebsstätten
• Einsatz von technischen Hilfsmitteln zur Erleichterung schwerer körperlicher Arbeiten
• ein Informationskonzept zur Optimierung der internen Kommunikation z. B. bei Teambesprechungen und zur Integration von Mitarbeiter-Vorschlägen
• ein Schulungspaket für die Weiterbildung von Vorgesetzten zur Verbesserung des Führungsverhaltens
Neben diesen Maßnahmen sieht Visnja Bernhard aber weiteren Bedarf für Verbesserungen:

• Arbeitszeiten – mehr freie Wochenenden
• Arbeitsdruck – Gesundheit vor Auslieferung
• Lärmbelastung – Spezialisten einsetzen
• Hitze/Kälte – weitere Lösungen müssen gefunden werden

"Das können MitarbeiterInnen und Betriebsrat nur gemeinsam durchsetzen", betonte Bernhard. "Alleine geht nix!" "Guter Arbeitsschutz braucht gute Vereinbarungen", präzisierte Tatiana Fuchs abschließend. Und die fänden ihren Niederschlag letztlich in guten Tarifverträgen.


3. Verhandlungen um den Manteltarifvertrag von Dolores Sailer und Berthold Schleidt
Im Manteltarifvertrag sind unter anderem Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Weihnachts- und Urlaubsgeld, verlängerte Kündigungsfristen u. ä. geregelt. Seit der Kündigung des Manteltarifvertrags (MTV) durch die Arbeitgeber im Juni 2006 verhandelt die Tarifkommission: Peter Reichert-Meißl, Peter Fitz und Dolores Sailer.


Letztere berichtete gemeinsam mit Gewerkschaftssekretär Berthold Schleidt vom aktuellen Stand der Verhandlungen: Verlängerte Grundkündigungsfristen, die Beibehaltung der 37,5 Stundenwoche und Sonderzahlungen (13. und 14. Monatsgehalt) habe man – zum Teil mit Streiks – durchgesetzt. In den spontanen Beifall der VersammlungsteilnehmerInnen mischte sich auch ein Zwischenruf: "Das hätte auch mehr sein können, wenn die Angestellten mitgestreikt hätten!"


Weiter verhandelt werde derzeit um den Sonderkündigungsschutz für ältere KollegInnen und im Falle von Rationalisierungsmaßnahmen. Auch um die Zuschläge für Wochenendarbeit und die Spätöffnungszuschläge werde weiter zäh gerungen. Hier baut die Tarifkommission auf die Unterstützung der Belegschaft, wenn Arbeitskampfmaßnahmen notwendig werden sollten. Im Februar wird weiter verhandelt.


Ver.di-Gewerkschaftssekretär Schleidt macht in diesem Zusammenhang auf eine besonders brisante Forderung der Arbeitgeber aufmerksam: "Die wollen, dass alle, die 15% über dem Tarif verdienen, aus dem Manteltarifvertrag ausgenommen werden. Das hieße: längere Wochenarbeitszeit und weniger Urlaub für einen Teil der Angestellten!" Er forderte die Angestellten explizit auf, sich zum Manteltarifvertrag zu bekennen: "Wir verhandeln für euch, aber ihr müsst das auch wollen und uns unterstützen!"


4. Betriebsratswahl von Josef Trutt
Der Vorsitzende des Wahlausschusses erläuterte die Prinzipien der Listenwahl und das Auszählungsverfahren. Die Listenwahl sei gesetzlich vorgeschrieben, sobald sich mehr als eine Liste zur Wahl stelle, erläuterte Trutt. Er erklärte das Briefwahlverfahren und betonte, dass jedeR MitarbeiterIn nur eine Stimme habe: "Jeder nur ein Kreuz – sonst wird der Stimmzettel ungültig!" Ausführlichere Informationen können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.


5. Wahlaufruf von Peter Fitz
Der Betriebsratsvorsitzende nutzte die Gelegenheit für "etwas Publicicty" und stellte das Wahlprogramm der Gewerkschaftsliste vor, auf der neben einem Großteil der jetzigen Betriebsratsmitglieder auch viele neue Köpfe gerade aus dem Angestelltenbereich kandidieren. Über Ziele und Zusammensetzung der Gewerkschaftsliste können Sie sich in diesem Blog informieren. Am Montag vor der Wahl veröffentlichen wir hier nochmals eine Zusammenfassung des Wahlprogramms.

Die Gewerkschaftsliste: „Gotteslohn ist nicht genug. Der Bischof zahlt die Miete nicht!"


Wann haben Sie Ihre letzte Gehaltserhöhung bekommen? Jedes Jahr meldet Weltbild neue Umsatzrekorde. Nur wenn’s ums Geld geht, ist plötzlich von Krise die Rede. Das ist ungerecht!

Der Betrieb erwartet Leistung – zu Recht. Wir fordern gutes Geld für gute Arbeit: Wer viel arbeitet, soll sich auch etwas leisten können!

Für gerechte Gehaltsstrukturen, vernünftige Eingruppierungen und angemessene Prämien.

Dafür steht die Gewerkschaftsliste.

Ihre Stimme für Ihre Rechte bei der Betriebsratswahl am 26. Januar!

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