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Freitag, 6. September 2019
Der Umzug hat begonnen ...
Fast zwei Jahre ist es her seit das Thema bei Weltbild aufkam. Und der lange Weg zum jetzt angelaufenen Umzug war ein sehr steiniger. Aber die Hartnäckigkeit des Betriebsrats hat sich am Ende gelohnt - vor allem für die Kollegen!
Die zusätzlich angemieteten Räumlichkeiten waren am Ende das Schwert, das den Gordischen Knoten gelöst hat ... der Rest war dann eigentlich ganz einfach. Mit dem Mehr an Fläche, ergaben sich neue und schlüssige Raumplanungen, die den gesetzlichen Vorgaben auch entsprechen konnten.
Die von der Geschäftsführung vorgelegten Pläne wurden mit dem BR beraten und die dann noch notwendigen Änderungen und Anpassungen schnell und einvernehmlich beschlossen. Am Ende Stand eine von beiden Seiten akzeptierte Lösung, die für alle Büros eine fixe Belegung festgelegt und die das maximal Machbare aus der gegebenen Situation herausgeholt hatte. Im nächsten Schritt musste die GF die zeitliche Koordination festlegen nach der das Stühlerücken ohne allzu große Verwerfungen stattfinden konnte. Dieser Prozess begann in der letzten Augustwoche und ist aktuell in vollem Gange - eine große Anstrengung für die Kollegen, die die Arbeitsplätze von A nach B transportieren müssen und die IT, die für ein Funktionieren der PCs am neuen Arbeitsplatz zu sorgen hat.
Eine letzte Herausforderung könnte die Verteilung der Kollegen innerhalb der neuen Büros darstellen. Die Vorgaben in den jeweiligen Räumen sind mit der Anzahl der Mitarbeiter zwar erfüllt, eine persönliche Zuweisung der einzelnen Schreibtische war allerdings nicht Teil der Planung. Dies ist Aufgabe des Vorgesetzten, der im Gespräch mit seiner Abteilung eine gerechte und zufriedenstellende Lösung finden muss.
Am Ende, wenn der Umzug komplett über die Bühne ist, werden alle Bereiche vom Sicherheitsbeauftragten begutachtet und auf Einhaltung der geltenden Vorschriften kontrolliert. Wenn die dabei auffallenden Mängel korrigiert sind, kann das Großprojekt endlich abgeschlossen werden. Der Betriebsrat ist sehr zuversichtlich, dass die Kollegen mit dem erzielten Ergebnis zufrieden sein werden.
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Umzug
Freitag, 28. Juni 2019
Der Vorsitzende der Einigungsstelle ist fassungslos ...
Die am 24. Juni 2019 abgehaltene, zweite Sitzung der Einigungsstelle zu den Maßnahmen aus der Gefährdungsbeurteilung (von 2016) verlief nach Bekunden des Vorsitzenden Holger Dahl unglaublich einvernehmlich und konstruktiv. Trotz seiner langjährigen Erfahrung in diesem Job, konnte er sich kaum an eine vergleichbare Veranstaltung erinnern. Das Drama um dieses Thema im Hause Weltbild scheint nun zu einem Ende zu kommen, das für die Mitarbeiter endlich die lange überfälligen und verdienten Verbesserungen bringt.
Schon zu Beginn der Sitzung war klar, dass beide Seiten - Geschäftsführung und Betriebsrat - ihre Hausaufgaben gemacht hatten. So lagen zu allen offenen Punkten die geforderten Papiere, Konzepte und Planungen vor, die dann nur noch fein justiert und in eine verbindliche Form gebracht werden mussten.
Als wichtigste Ergebnisse sind dabei zu nennen:
1. Betriebsvereinbarung zur Verankerung von Führungs-Leitlinien im Unternehmen
Holger Dahl empfahl dieses Thema aus dem Gesamtpaket herauszulösen und als separaten Punkt in einer eigenen BV zu regeln.
Nach den Workshops für die Führungskräfte, die als Pflichtveranstaltungen in der ersten Julihälfte stattfinden, werden von Vertretern der Geschäftsführung und des Betriebsrats die zukünftigen Leitlinien beraten und formuliert. Im Nachgang wird dann jährlich überprüft, wie sich diese bewähren und umsetzen lassen. Dazu werden sowohl die Mitarbeiter als auch die Führungskräfte befragt und die Ergebnisse ausgewertet, um zu sehen, wo Verbesserungsbedarf besteht. Alle Angestellten sind angehalten bei Bedarf jederzeit eine entsprechende Rückmeldung (positiv wie negativ) an den BR oder die GF zu geben.
2. Maßnahmen zur Verbesserung der räumlich bedingten Probleme
Hier sind die Maßnahmen direkt an den schon lange geplanten Umzug geknüpft, der mit der Anmietung zusätzlicher Büroflächen endlich auch für die Kollegen eine realistische Perspektive auf Besserung verspricht. Dazu muss die Geschäftsführung bis Mitte Juli dem Betriebsrat eine vollständige Raumplanung vorlegen. Binnen einer Woche erfolgt eine entsprechende Rückmeldung und im Anschluss eine gemeinsame Suche nach Lösungen bei etwaigen Problembereichen. Auch hier arbeiten die Betriebsparteien Hand in Hand.
3. Dokumentation der zentralen Prozesse in den einzelnen Abteilungen
Die Vorlage des Personalchefs wurde durch Vorschläge des Betriebsrats erweitert und umfasst jetzt auch die Bereiche, die den Kollegen damals 2016 sehr am Herzen lagen. So erfolgt bei den relevanten Prozessen eine Erfassung der jeweiligen Kompetenzen, der Führungsverantwortung und eine Bewertung der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen. Dies kann als Basis für weitere Optimierungen herangezogen werden. Die Dokumentation wird aktuell in den Abteilungen durchgeführt und soll bis Mitte Juli abgeschlossen sein.
4. Betriebsvereinbarung zur Durchführung zukünftiger Gefährdungsbeurteilungen
Es erfolgte eine verbindliche Regelung, wie in nächster Zeit die Auswirkungen der beschlossenen Maßnahmen ermittelt werden sollen, sowie die Intervalle in denen neue Erhebungen stattfinden werden. Spätestens zum 30. Juni 2020 muss eine neue Gefährdungsbeurteilung stattfinden, dann 2022 und in der Folge alle drei Jahre.
Die Durchführung erfolgt nach dem Muster von 2016 um eine möglichst hohe Vergleichbarkeit zu haben.
Die beiden Betriebsvereinbarungen sind vom BR abgesegnet und müssen jetzt nur noch von der Geschäftsführung unterschrieben werden.
Der Betriebsrat ist mit den Ergebnissen der Einigungsstelle sehr zufrieden und auch auf Seiten der Geschäftsführung scheint man den dringenden Handlungsbedarf inzwischen erkannt zu haben. Die Mitarbeiter sind das Kapital eines Unternehmens, das zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit aber auch gepflegt werden will. Der Weg auf dem sich die Betriebsparteien aktuell befinden ist der richtige.
Weiter so ...
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Betriebsvereinbarung,
Einigungsstelle,
Gefährdungsbeurteilung,
Umzug
Montag, 13. Mai 2019
Es kommt Bewegung in den Umzug
Anfang dieses Jahres kam die sportliche Planung der Geschäftsführung zu einem vorläufigen Ende, als der Betriebsrat dem finalen Entwurf der Umzugsplanung die Zustimmung verweigerte. Auch die hinzugezogene Expertin sah keine Möglichkeit innerhalb der bestehenden Raumsituation eine sinnvolle und mitarbeiterverträgliche Neustrukturierung im Unternehmen durchzuführen.
Nun aber kommt neuer Wind in die Angelegenheit. Der GF ist es jetzt wohl gelungen neue Räumlichkeiten anzumieten. Zwar sind die Verträge noch nicht unterschrieben, dies scheint aber nur noch eine reine Formalie zu sein. Es geht dabei um 250 m² zusätzliche Bürofläche plus einen kleinen Besprechungsraum im Sigma Techno Park.
Schon im Vorfeld wurde über einen Beschluss der Einigungsstelle zur Psychischen Gefährdungsbeurteilung eine komplette Begehung und Bewertung der aktuellen Raumsituation durchgeführt. In dem Bericht des Sicherheitsbeauftragten sind auch die Bereiche dokumentiert, die nicht den Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung entsprechen und wo besonderer Handlungsbedarf besteht.
Auf dieser Basis will die Geschäftsleitung einen neuen, angepassten Umzugsplan erstellen, der zeitnah dem Betriebsrat zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Im Falle einer Zustimmung, werden die Kollegen dann recht schnell ihre neuen Arbeitsbereiche beziehen können. Im Nachgang soll eine erneute Begehung durch den Sicherheitsbeauftragten erfolgen, der in den neu aufgeteilten Räumlichkeiten prüft, ob alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind und gegebenenfalls Maßnahmen zum Feintuning einleitet.
Nach einem zähen und für beide Seiten enervierenden Prozess, scheint nun in der Umzugsfrage eine Lösung in greifbare Nähe zu rücken, die den Forderungen aller Parteien Rechnung trägt. Sowohl die Zusammenlegung bisher getrennter Abteilungen, als auch eine generelle Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Kollegen könnten realisierbar sein.
Betriebsrat und Geschäftsführung zeigen sich optimistisch, dass mit den zusätzlichen Büroflächen der Streit um den Umzug endlich beigelegt werden kann. Ob sich der Gordische Knoten endlich lösen lässt, werden die nächsten Wochen zeigen ...
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Gesundheitsschutz,
Umzug
Mittwoch, 20. Februar 2019
GF an Belegschaft: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Immer wenn es für Käpt’n Kirk von der Enterprise so richtig eng wurde, griff er zum Communicator und befahl: „Beam me up, Scotty!“ Dieser kleine Trick ließ schon die Kiefer unzähliger Monster in die interstellare Leere schnappen. Daran mag sich Christian Sailer erinnert haben, als er am Horizont wieder einmal ein paar hässliche Pleitegeier ihre Runden drehen sah. Aber anstatt sich selbst in Luft aufzulösen, nimmt der WELTBILD-CEO gleich die ganze Belegschaft mit auf seinen Sternen-Trip. Mitarbeiterversammlung heißt das dann, und viele Lichtjahre von der Wirklichkeit entfernt dringt die Geschäftsführung in Galaxien vor, die nie ein Düsseldorfer zuvor gesehen hat...
Den Auftakt macht Tobias Winstel, der seit Jahresbeginn den Buchbereich leitet. Er hat fleißig zur WELTBILD-Historie recherchiert und berichtet der erstaunten Belegschaft, dass sie „in den letzten vier Jahren eine tolle Geschichte hingelegt“ habe. „Eine tolle Geschichte“ – so kann man es natürlich auch nennen, wenn von 2.300 KollegInnen rund 2.000 ihren Arbeitsplatz verlieren. Man kann das aber auch eleganter sagen: Für den neuen Leiter Online-Marketing, der sich im Anschluss vorstellt, ist die Insolvenz schon nur noch eine „Saure-Gurken-Zeit“. Eine Episode, die mit seinem Erscheinen abgeschlossen ist.
Diese Steilvorlage lässt sich der stets gut gelaunte Märchenonkel Christian natürlich nicht entgehen. Er spricht im Folgenden selbst von einer „Sauren-Gurken-Zeit, die wir aber in kurzer Zeit gedreht haben...“ Die darauf folgenden Aussagen zur wirtschaftlichen Lage sind dann etwas widersprüchlich: Mal „haben wir ein leichtes Plus“, dann ging im zweistelligen Millionenbereich „Umsatz verloren“, doch das Ergebnis sei „positiv“ – wenn auch „unter Plan“ bzw. „Vorjahr“.
Neu: die „Weniger-ist-Mehrwert-Theorie“
Kurz bevor sich gar keineR mehr auskennt, verrät der inspirierte Versandhandelsstratege sein Erfolgsrezept: „Weniger Filialen, weniger Kataloge – aber die Ersparnis ist größer als die Umsatzverluste.“ Und schon ist sie geboren, ganz frei nach Marx: die Weniger-ist-Mehrwert-Theorie.
Während die Belegschaft noch über diese betriebswirtschaftliche Vision staunt und nachzurechnen versucht, was das für ihre Arbeitsplätze bedeutet, kriegt der Clown Executive Officer schon wieder die Kurve: 2019 greife die „Wachstumsinitiative!“ Die legendären 3 - 5% Umsatzwachstum, die bereits für 2017 und 2018 versprochen waren – jetzt kommen sie, ganz bestimmt...
In dem Stil geht es weiter. Der neue Marketing-Chef Ferdinand Mahr hat durch beherzte „Marketing Analytics“ herausgefunden, dass die KundInnen von Weltbild in der Mehrzahl alt und weiblich sind. Während die Belegschaft recht verhalten auf diese nicht völlig neue Erkenntnis reagiert, zeigt sich CEO Sailer begeistert: „Ich war total überrascht: von unseren Neukunden sind fast 50% unter 45!“ Mehr als die Hälfte also älter. So sieht Zukunft aus – man muss nur ganz fest die Augen zusammenkneifen.
Sklaventreiberei als Verbesserungsprozess
Oder die Zähne zusammenbeißen. Das dürften unsere KollegInnen in Tschechien derzeit tun. Geschäftsführer Nummer 4, Bjoern Minnier, berichtet aus Bor: Dort laufe es super, seit man die Arbeitsleistung jedes einzelnen Mitarbeiters elektronisch erfasse. Der persönliche Leistungsreport werde nicht nur im Betrieb öffentlich ausgehängt, sondern es gebe auch Einzelgespräche mit den ArbeitnehmerInnen, deren Leistung unter einer willkürlich festgelegten Benchmark liege. Wenn auch das nicht fruchte, tausche man die „Ressource“ eben aus. Kein Problem, weil „wir beschäftigen dort zum größten Teil Leiharbeiter“.
Wenn AMAZON sowas macht, kommt das im Fernsehen und Günter Wallraff spricht den Kommentar dazu. Bei WELTBILD läuft das inzwischen unter „Prozessoptimierung“. Damit kennt sich Bjoern Minnier als ehemaliger Unternehmensberater der Droege-Gruppe natürlich sehr gut aus.
Am Ende wird es dann noch mal unterhaltsam – MitarbeiterInnen dürfen Fragen stellen: „Wenn es alles so gut läuft, warum zahlen wir unsere Rechnungen nicht?“ Da wird ein Herr Sailer ganz verständnisvoll und geradezu altväterlich: „Sehen Sie, ich will das mal so erklären: Wir bauen hier sozusagen gerade ein Haus…“ Da müsse man sein Geld eben zusammenhalten und deshalb „gehen wir beim Bezahlen von Rechnungen nicht in die Offensive“. Interessanter Ansatz, und wenn unsere Geschäftspartner das in Gänze verstanden haben, schicken sie die Mahnung vor der Rechnung. Oder wie eine Kollegin es ausdrückte: „Das Haus wird nicht fertig, wenn die Maurer abhauen, weil sie keinen Lohn bekommen.“ Beifall der Belegschaft, Lippenpressen bei Sailer.
Umzug: der Geschäftsführer redet Unsinn
Leider nicht fest genug, denn schon auf die nächste Frage rutscht ihm wieder eine Lüge als Antwort heraus: Wie es mit dem Umzug aussehe, möchte eine Kollegin wissen. „Prima“, sagt Sailer: Der Betriebsrat habe Vorschläge vorgelegt, die er jetzt an Personalchef Manfred Ries, respektive den Leiter der Zentralen Dienste, zur Umsetzung weitergegeben habe. Im März, suggeriert Sailer, könne umgezogen werden.
Wahr ist: Der Betriebsrat hat ein arbeitswissenschaftliches Gutachten anfertigen lassen, das belegt, was die Betroffenen ohnehin schon lange wissen. 80% der geplanten Arbeitsplätze entsprechen nicht den gesetzlichen Vorschriften. Die Neuplanung ist aber Aufgabe des Arbeitgebers. Der Betriebsrat hat keine neue Planung gemacht, sondern der GF nur einen gutgemeinten Tipp gegeben: Ohne die Anmietung weiterer Büroflächen wird es nicht funktionieren.
So weit, so wenig Neues unter der Sonne. Aber ganz zum Schluss erinnern wir uns an einen Satz, der dem ersten Redner herausgerutscht ist: „Ich bin erst 5 Wochen da“, hatte Tobias Winstel zu Beginn gesagt, „aber es kommt mir vor wie 5 Jahre.“ Ja genau, so fühlt sich WELTBILD an. Beam me up, Scotty…!
Montag, 11. Februar 2019
Umzug: So nicht, sagt der Betriebsrat
Der Betriebsrat hat beschlossen, dem Umzug in seiner jetzigen Planung zu widersprechen. Die Einhaltung wesentlicher Mindestvorgaben der Arbeitsstättenverordnung und des technischen Regelwerks ist nicht sichergestellt. Nach dem Soll-Ist-Vergleich von aktueller Planung und Arbeitsschutzregelwerk ist absehbar, dass vor allem im BÖWE-Gebäude die Gefährdungsbeurteilung wesentliche Mängel im Bereich der Verkehrswege, der Funktions- und Bewegungsflächen, des Lärmschutzes, des Umgang mit Gefahrstoffen und gegebenenfalls auch des Brandschutzes zeigen wird. In diesem Fall dürfen an diesen Arbeitsplätzen keine Beschäftigten eingesetzt werden.
Wer den Einlassungen von CEO Christian Sailer auf der Betriebsversammlung genau zugehört hat, dem ist eine wundersame Wandlung vom Paulus zum Saulus aufgefallen. Am Anfang lobte Sailer die genaue Analyse der Pläne und sicherte zu, alle entsprechenden Gesetze einhalten zu wollen. Einige Sätze weiter sprach er davon, alles zu "versuchen", um die Gesetze "wenn möglich" einzuhalten. Und am Ende hieß es dann, man solle ihm doch mal eine Firma zeigen, die tatsächlich alle Vorschriften einhalte, das gehe ja gar nicht…
Keine Ausreden mehr – Gesetze gelten auch für WELTBILD
Wir möchten die Geschäftsführung deshalb nochmals an die Fakten erinnern. Bei der aktuellen Planung wurden folgende Mindestanforderungen an die Gestaltung von Arbeitsstätten nicht berücksichtigt:
- Verkehrs- und Bewegungsflächen dürfen sich nicht überlagern. Das heißt, bei nebeneinanderliegenden Bildschirm-Arbeitsplätzen ist mit einer Tiefe von 1,60 Meter für Stuhl, Bewegungsfläche und Verkehrsweg zu kalkulieren. Befindet sich hinter dem Schreibtisch ein Regal/Schrank so ist zusätzlich die Funktionsfläche bzw. der Sicherheitsabstand in Ansatz zu bringen.
- Von besonderer Bedeutung sind die Verkehrswege. Es ist zwingend sicher zustellen, dass Beschäftigte jederzeit ungehindert ihren Arbeitsplatz betreten und verlassen können. Hierfür ist – neben den oben genannten Mindestflächen – auch sicher zu stellen, dass keine Utensilien, wie Ordner, Accessoires, Kleinmöbel etc. den Weg zum und vom Arbeitsplatz verstellen.
- Brennbare Produkte und solche, die im Falle einer Temperaturerhöhung schmelzen oder zu starker Rauchentwicklung neigen, sind grundsätzlich nicht in Arbeitsplatznähe zu lagern. Hierfür ist bereits bei der Planung sicher zu stellen, dass ausreichend geeignete Lagerflächen zur Verfügung stehen. Gegebenenfalls sind bei der Konzeptionierung dieser Lagerflächen besondere Anforderungen des Brandschutzes und die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung zu beachten. Es ist nicht von „haushaltsüblichen Mengen“ auszugehen.
- Bei der Planung wurde der Lärmschutz nicht ausreichend berücksichtigt: Es ist davon auszugehen, dass der Dauerschallpegel insbesondere in den Mehrpersonenbüros im BÖWE-Gebäude deutlich über 55 dbA liegen wird, außer es werden umfassende Lärmschutzmaßnahmen bei der Planung berücksichtigt und zugleich die Flächenbelegung reduziert.
BR-Vorschlag: Weitere Räume bei SIGMA anmieten
Unter Berücksichtigung der oben genannten Mängel ist – nach grober Schätzung – davon auszugehen, dass die Mindestvorgaben der Arbeitsstättenverordnung nur dann eingehalten werden können, wenn die Belegung des BÖWE-Gebäudes um ca. 20% reduziert wird (bezogen auf die Mehrpersonenbüros).
Der BR regt daher eine stärkere Belegung des SIGMA-Gebäudes an, und schlägt vor, dort weitere Räumlichkeiten anzumieten. Denn auch bei der Belegung der Gebäude SIGMA und in der Rumplerstraße gibt es erhebliche Belegungsprobleme, die ebenfalls die oben genannten Punkte betreffen.
Schlagworte:
Arbeitsbedingungen,
Gesundheitsschutz,
Umzug
Donnerstag, 24. Januar 2019
Betriebsversammlung Teil 1: Zusammenarbeit mit der GF bleibt schwierig
Bei der ersten Betriebsversammlung des Jahres am vergangenen Donnerstag platzte der Versammlungsraum aus allen Nähten. „Schön wieder hier zu sein!“, begrüßte Timm Boßmann die Belegschaft. Der Betriebsratsvorsitzende spielte damit auf den gescheiterten Versuch der Geschäftsführung an, ihn mit haltlosen Anschuldigungen zu kündigen. Die KollegInnen quittierten das mit donnerndem Beifall.
Boßmann bedankte sich für die Unterstützung durch ver.di und andere Gewerkschaften, für den Beistand der KAB/Betriebsseelsorge und bei weiteren Organisationen, PolitikerInnen sowie zahllosen Privatpersonen, die bundesweit gegen die ungerechtfertigte Kündigung Position bezogen hatten.
Am meisten habe ihn aber die starke Solidarität im Betrieb gefreut, sagte der Vorsitzende: „Ich glaube, ich bin noch nie in meinem ganzen Leben so oft gefragt worden, wie es mir geht! Liebe Kolleginnen und Kollegen: Danke, es geht mir gut.“ Applaus!
Weil die Geschäftsführung nach der Niederlage vor Gericht eine verzerrte Version des Ergebnisses per E-Mail an die Belegschaft verschickt hatte, stellte Boßmann abschließend klar, was bei der Gerichtsverhandlung Ende November tatsächlich herausgekommen war: „Es hat keinen Vergleich irgendeiner Art gegeben. Ich habe keine Abmahnung für irgendeine Verfehlung bekommen. Der Arbeitgeber hat vom Gericht in keiner Weise Recht bekommen, sondern ist zu 100% gescheitert.“
Ungenügend: Umzugspläne und Gesundheitsschutz
BR-Mitglied Hannes Walk berichtete Neuigkeiten zum geplanten Umzug innerhalb der bestehenden Firmengebäude. Inzwischen liegen dem Betriebsrat dazu die kompletten Pläne der Geschäftsführung vor. Sie entsprechen in weiten Teilen aber nicht den gesetzlichen Vorschriften, wie die Sachverständige Tatjana Fuchs von der Gesellschaft für Gute Arbeit eindrucksvoll ausführte.
Danach musste Betriebsrätin Manuela Natterer wieder auf den Dauerbrenner „Psychische Gefährdungsbeurteilung“ zu sprechen kommen. Bereits Ende 2016 hatte eine arbeitswissenschaftliche Untersuchung gravierende Belastungen offenbart. Trotzdem hat die Geschäftsführung bis heute keinerlei Schritte zu einer Verbesserung der Situation unternommen. Das wichtige Thema wird deshalb Ende Februar in einer gerichtlichen Einigungsstelle gemeinsam mit Sachverständigen verhandelt.
Neue Betriebsvereinbarung stärkt digitales Geschäft
Im Anschluss stellte die stellvertretende Vorsitzende Dolores Sailer eine neue Betriebsvereinbarung vor. Die BV „Mehrarbeit im Marketing“ ergänzt die BV „Flexible Arbeitszeit“ und schafft arbeitsrechtlich korrekte und gesundheitlich vertretbare Möglichkeiten, die Marketing-Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken auch am Wochenende zu betreuen.
Damit reagiere der Betriebsrat auf die Veränderung der Arbeitsaufgaben im Zuge der Digitalisierung des Handels, führte Boßmann ergänzend aus: „Diese Betriebsvereinbarung ist der Beweis, dass es gelingen kann, die Erfordernisse des Geschäfts mit den Rechten und den gesundheitlichen Bedürfnissen der Beschäftigten unter einen Hut zu bringen. Man muss nur miteinander reden und bereit sein zu verhandeln. Dann geht das auch!“ Leider sei es keiner Geschäftsführung zuvor jemals so schwer gefallen, mit dem Betriebsrat konsensorientiert zusammenzuarbeiten.
So war es auch bei den Wochenendeinsätzen im Bereich Marketing, erzählte Dolores Sailer. Der BR musste tatsächlich vor das Arbeitsgericht ziehen, damit ein Richter der Geschäftsführung erklärt, was ihre Pflichten aus der Betriebsvereinbarung „Flexible Arbeitszeiten“ sind. Und selbst nach dem Prozess hat Personalchef Ries eine Betriebsvereinbarung zunächst abgelehnt und wollte das Thema lieber outsourcen als eine vernünftige Vereinbarung zu treffen. Erst nachdem sich das als – vorhersehbarer – Rohrkrepierer erwiesen hatte, war vernünftig zu reden. Einmal am Verhandlungstisch wurde innerhalb weniger Tage eine Vereinbarung getroffen, von der jetzt beide Seiten gleichermaßen profitieren.
Fortsetzung folgt…
Donnerstag, 13. Dezember 2018
Neues vom großen Umzug ...
... gibt es aktuell nicht zu berichten. Nach dem anfänglichen Aktionismus der Geschäftsführung, ist die konkrete Planung massiv ins Stocken geraten. Was ursprünglich noch dieses Jahr mit höchster Priorität über die Bühne gehen sollte, ist inzwischen eher kommentarlos auf 2019 vertagt worden.
Seit dem letzten Bericht über den Umzug hat sich faktisch nichts neues ergeben. Nach dem Gutachten der Sachverständigen, wurde dem Betriebsrat weder eine überarbeitete Planung des 3. Stocks bei Böwe vorgelegt, noch kamen irgendwelche Informationen zur zeitlichen Terminierung.
Angeblich steht inzwischen die Belegung des gesamten Gebäudes und der Räumlichkeiten im Sigma Technopark. Offen ist dagegen noch, wie die neue Struktur in der Rumplerstraße aussehen soll.
Vereinbart war eigentlich, eine schrittweise Planung, bei der jeder Step abgesegnet werden sollte, bevor der nächste in Angriff genommen wird. Aber sei's drum ...
Es ja eine Herzensangelegenheit der Geschäftsführung, die Abteilungen räumlich zusammenzuführen, um dadurch eine Erhöhung der Effektivität zu erzielen. Daher muss sie auch mit den entsprechenden Entwürfen in Vorleistung gehen und gibt damit den zeitlichen Rahmen vor. Der Betriebsrat hat dazu kein Mitspracherecht, wird aber bei diesem Stühlerücken genau darauf achten, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden und sich die Arbeitsbedingungen für die Kollegen ausschließlich verbessern. Wann es letztendlich zu einem Umzug kommen wird, ist dabei zweitrangig.
Das Gremium ist gespannt auf die neuen Pläne, die ihm angeblich noch vor Weihnachten vorgelegt werden sollen ...
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Umzug
Freitag, 12. Oktober 2018
Der Umzug - ein Zwischenbericht
Die Geschäftsführung hat dem Betriebsrat inzwischen die Planung zur Belegung des
3. Stocks im Böwe-Gebäude vorgelegt. Dieser ist der neuralgische Punkt des ganzen Umzugs, da hier der gesamte Einkauf zusammengezogen werden soll. Schon auf den ersten Blick schienen mehrere Räumer kritisch oder überbelegt zu sein.
Da sich das Gremium sich im Rahmen diese Großprojekts mit den gesetzlichen Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung ArbStättV, die die Mindestanforderungen für Sicherheit und Gesundheitsschutz regelt, nicht hinreichend vertraut sah, beschloss man einen Fachmann als externen Berater hinzuzuziehen. Darüber hinaus sollte auch der Vorwurf vermieden werden, eine Ablehnung beruhe weniger auf objektiven Tatsachen, als vielmehr auf schierer Blockadehaltung.
Der bestellten Beraterin Frau Fuchs von der Gesellschaft für Gute Arbeit mbh wurden die bisherigen Planungsunterlagen übergeben und ein Treffen vereinbart, bei dem eine Begehung der gesamten Räumlichkeiten im Böwe-Gebäude mit besonderem Focus auf den 3. Stock durchgeführt wurde. Im Nachgang beschaffte der Gesundheitsausschuss nach weiteren Gesprächen mit den Kollegen detaillierte Informationen zum realen Platzbedarf (Muster, Archiv, etc.) und den Besonderheiten der jeweiligen Tätigkeiten. Auf dieser Basis erstellte Frau Fuchs ein erstes Teilgutachten, das im Wesentlichen die Einschätzung des Betriebsrats stützte. Mehrere Räume, vor allem ein Großraunbüro, wären mit der geplanten Anzahl an Mitarbeitern deutlich überbelegt. Die aktuelle Planung sei damit unter dem Gesichtspunkt der ArbStättV nicht zulässig und müsse dringend überarbeitet und entzerrt werden.
Bin einem Gespräch mit der Geschäftsführung zeigte sich diese überraschend einsichtig. Es wurde schnell die Möglichkeit in Betracht gezogen Teile des Einkaufs auf den 2. Stock auszulagern, was ja immer noch eine große räumlichen Nähe aller Kollegen brächte, die bisher überhaupt nicht gegeben ist. Die neue, überarbeitet Planung dieses ersten Umzugsschritts liegt aktuell aber noch nicht vor.
Nach Meinung des Betriebsrats muss die Planung sukzessive in mehreren Schritten erfolgen, wobei einer den nächsten bedingt. Wenn der 3. Stock in der zukünftigen Belegung soweit den gesetzlichen Vorgaben entspricht, sollen die anderen Etagen des Böwe-Gebäudes folgen. Ist dies soweit erledigt, folgen die anderen Räumlichkeiten im Sigma Technopark und der Rumplerstraße. Erst wenn für alle Abteilungen in allen Gebäuden die Planungen vorliegen und keine Bedenken bezüglich Sicherheit und Gesundheitsschutz mehr bestehen, wird der Betriebsrat seine finale Zustimmung erteilen. Es wird also keine Zustimmung zu einzelnen Planungsabschnitten geben, sondern nur zum Gesamtpaket.
In der aktuellen Situation ist der mehrfach in Aussicht gestellte Umzug in ein ganz neues Gebäude, das ausreichend Platz für alle Mitarbeiter bietet nicht realisierbar, so dass der Ist-Zustand auch längerfristig weiter bestehen bleiben wird. Deshalb ist es besonders wichtig und auch eine Chance im Zuge des Umzugs die Verhältnisse für die Mitarbeiter spürbar zu verbessern. Dies betrifft nicht nur eine Entzerrung der auch jetzt schon teilweise grenzwertigen Bürobelegungen, sondern auch längst fällige Maßnahmen zur klimatischen Verbesserung (Heizung, Klimatisierung und Luftfeuchtigkeit) und zum Schallschutz.
Wenn dies gelingt, könnten am Ende doch noch alle Seiten von einem Umzug profitieren.
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Mittwoch, 11. Juli 2018
Großer Umzug geplant
Weltbild lässt seine MitarbeiterInnen wandern. Wie wir schon hier im Blog berichtet haben, hat die Geschäftsführung Umzugspläne entwickelt, die einen Großteil der Beschäftigten betreffen. Dabei ist weit und breit kein neuer Standort in Sicht, sondern es soll noch dieses Jahr innerhalb der bestehenden Bürogebäude hin und her gezogen werden.
Der Betriebsrat hat in der Betriebsversammlung am Montag die Belegschaft umfassend darüber informiert und auch gleich klar gemacht wie wenig er von diesem Vorhaben hält. Als habe Weltbild nicht schon genug Probleme, beabsichtigt man jetzt auch noch eine "Reise nach Jerusalem" zu starten. Denn der seltsame Plan führt dazu, dass das Hauptgebäude heillos überbelegt wird und die Beschäftigten sich fragen müssen, wie sie darin überhaupt Platz finden sollen.
Unerträglich volle Büroräume
Darüber hinaus wurde von Seiten des BR auf weitere Kritikpunkte verwiesen, die den Brandschutz und den Arbeits- und Gesundheitsschutz betreffen. Man fragt sich, wie positive Impulse für das Unternehmen gewonnen werden sollen, wenn man die Kolleginnen und Kollegen so eng zusammen stopft, dass eine unerträgliche Raumsituation entsteht.
Da die Geschäftsführung auf der Versammlung wieder einmal durch Abwesenheit glänzte (man hat derzeit auch nur 4 Geschäftsführer - vielleicht sollte man noch mal aufstocken), blieb diese Frage unbeantwortet. Man wird sehen, wie sie sich die Firmenleitung weiter zu dem Thema verhält. Ob die schlecht durchdachten Pläne geändert und verbessert werden oder ob die Geschäftsführung trotz aller Kritik daran festhält. Und: Wann sie mit dem Betriebsrat überhaupt wieder Gespräche darüber führt.
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Umzug
Freitag, 25. Mai 2018
Die Statik zielloser Bewegung
Umzüge sind nicht zwingend eine schlechte Sache. Im manchen Regionen, zu bestimmten Zeiten sind sie für gewisse Gruppen sogar der absolute Hammer. Zum Beispiel im Rheinland, im Februar ... für Narren.
Es scheint als hätte dies die rheinische Frohnatur Walter P. J. (steht das für Jeck?) Droege dazu inspiriert auch hier in Augsburg etwas derartiges zu veranstalten.
Geplant ist, durch einen riesigen Umzug alle Bereiche des Wareneinkaufs von Weltbild, der momentan auf zwei Gebäude verteilt ist, zusammenzuführen. Die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter ist beträchtlich und die Planung noch "streng geheim", eventuell auch den Entscheidungsträgern bisher noch gar nicht eingefallen.
Auf den ersten Blick mag das Vorhaben ganz sinnvoll erscheinen, Kollegen, die dasselbe tun, auch räumlich nahe beieinander zu haben. Der zweite Blick allerdings offenbart, dass die ganze Aktion außer Kosten, Arbeitszeitverlust und Stress herzlich wenig bewirken kann.
Die beiden Bereiche CM Media (Bücher, Musik, Filme) und CM Non-Media (der ganze Rest, größtenteils Importware) haben, laut Information der Kollegen, weder in den Arbeitsabläufen noch in der Sortimentsabstimmung besonders viel gemeinsam und liefen bisher auch auf die Distanz ganz geschmeidig nebeneinander her. Ob also ungeahnte Synergieeffekte dem Unternehmen Weltbild großen Nutzen bringen werden, ist mehr als fraglich.
Dazu kommt, dass die angespannte räumliche Situation ein unüberschaubares Stühlerücken auslösen wird. Es ist ja nicht so, dass die einen einfach zu den andern umziehen können, ohne, dass dafür wieder andere Mitarbeiter Platz machen müssten. Und vielleicht stellt man am Ende fest, dass die neue Ordnung bisher funktionierende Strukturen auseinander gerissen hat.
Möglich ist auch, dass nach der ganzen Reise nach Jerusalem für manche Mitarbeiter gar kein Platz mehr übrig ist ... dumm gelaufen. Das wäre aber kein Kündigungsgrund, oder?
Move and fire, aber wir wollen niemand auf dummen Gedanken bringen.
Eine derartige Aktion leuchtet in Anbetracht der noch immer sehr angespannten, wirtschaftlichen Situation wirklich nicht ein. Sinnvoll wäre das Vorhaben zu bewerkstelligen, wenn Weltbild, wie Droege angekündigt hatte, zeitnah in ein neues Gebäude umzieht, in dem alle Mitarbeiter Platz finden und die Abteilungen in einem Ruck, ohne Stress zusammen geführt werden könnten.
Wenn man es mit dem Zitat "Stillstand ist der Tod" halten möchte, ist sinnfreies Im-Kreis-Rennen zwar Bewegung, aber nichts, was einen auch nur einen Zentimeter vorwärts bringen könnte. An dieser Stelle erschließt sich auch der kryptische Titel dieser Zeilen.
Die fehlende Sinnhaftigkeit einer Idee, ist aber bei Weltbild leider schon lange kein Argument mehr, die Finger von komplettem Schwachsinn zu lassen ... der Hinweis auf den glorreichen "Umzug" unserer Logistik nach Tschechien muss an dieser Stelle nicht explizit erfolgen.
Was einem bei diesem mutmaßlich planlosen Plan am meisten erschreckt, ist die Tatsache, dass in der Vergangenheit das Endergebnis solcher Planungen, die schlimmsten Befürchtungen bei weitem übertroffen hat.
Den Kollegen läuft die Vorfreude auf den Umzug schon jetzt lauwarm den Innenschenken hinab. In diesem Senne: "Helau und Alaf!".
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Umzug,
Walter Droege
Freitag, 21. Juli 2017
Paritätische Kommission und Umzüge
Bei Weltbild wundert man sich schon lange nicht mehr, wenn wieder mal der Umzugswagen kommt.
Die Paritätische Kommission arbeitet derzeit auf Hochtouren, was die Raumplanung betrifft. In dieser Kommission – so ist in einer Betriebsvereinbarung festgelegt worden – sollen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat einvernehmlich Lösungen für die Belegung der Büros gefunden werden.
Die Abteilung Business Intelligence beispielsweise ist vor ein paar Wochen vom Böwe-Gebäude in den Sigma-Park gewechselt. Möglicherweise werden in nächster Zeit in anderen Bereichen weitere kleine Umzüge folgen.
Warum ist das so?
Es zeigt sich nicht zum ersten Mal, dass die Räumlichkeiten seit dem Wegzug aus Lechhausen extrem "auf Kante genäht" sind. Kommt es nun zu der erfreulichen Entwicklung, dass neue Mitarbeiter eingestellt werden, oder dass eine Kollegin aus dem Mutterschutz zurückkommt, dann steht sofort die Frage im Raum: Wo soll derjenige oder diejenige eigentlich zukünftig sitzen? Denn Platz ist nach wie vor Mangelware.
Derzeit sind noch mehrere Entscheidungen in der Schwebe und verschiedene Planungsvarianten werden abgewogen. Klar ist allerdings: Hätten die aktuellen Räumlichkeiten gleich von Beginn an mehr "Luft nach oben" gehabt, könnte man sich das komplizierte Hin- und Herziehen innerhalb der Belegschaft sparen und die Zeit und Energie für andere Dinge aufwenden.
Sollte im nächsten Jahr tatsächlich ein "großer Umzug" in ein neues Gebäude stattfinden, dann wäre es wünschenswert, genau diese fehlende "Luft nach oben" frühzeitig mit einzuplanen.
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Umzug
Dienstag, 13. September 2016
Alles gut in der Arbeit?
Demnächst bei Weltbild: Ein anonymer Fragebogen zur gesundheitlichen Gefährdungsbeurteilung
Was ist eine Gefährdungsbeurteilung und wozu dient sie?Zunächst einmal ist das keine esoterische Veranstaltung, die sich jemand ausgedacht hat, um Unternehmern das Leben schwer zu machen. Ganz im Gegenteil: Eine solche Maßnahme dient dazu, die physische und psychische Belastung am Arbeitsplatz herauszufinden. Bei Menschen, die beispielsweise schwer körperlich arbeiten, geht die hohe physische Belastung meist direkt auf die Knochen. Bei Büro-Arbeitsplätzen rückt öfter die psychische Belastung in den Vordergrund, z.B. durch Stress und Arbeitsverdichtung wegen Stellenstreichungen, steigendem Erfolgsdruck etc. Aber auch langes Sitzen, Bildschirmarbeit, schlechte Lichtverhältnisse oder Lärm in Großraumbüros können sich körperlich negativ auswirken. Jeder Mensch ist unterschiedlich belastbar und kann unterschiedlich viel Stress verkraften. Wen die Arbeit krank macht, der wird jedenfalls keine Chance haben in gesunder Verfassung das Rentenalter zu erreichen.
Logo: Ver.di-Kampagne Gute Arbeit
Im Prinzip profitiert jeder von einer Gefährdungsbeurteilung: Die Arbeitnehmer, weil die Auswertung dazu führen soll, dass sie keinen zu großen Belastungen ausgesetzt werden. Und die Arbeitgeber, weil ihre Mitarbeiter fit und wettbewerbsfähig bleiben und weniger Krankheitstage die Firma finanziell entlasten.
In ein paar Wochen startet ein anonymer Online-Fragebogen bei Weltbild.
Die gesetzliche Grundlage liefern das Betriebsverfassungsgesetz und weitere Gesetze zum Gesundheitsschutz. Nach §87 Abs. 1 Satz 7 hat der Betriebsrat mitzubestimmen über den Gesundheitsschutz im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Davon einmal abgesehen, steht in einem Arbeitsvertrag lediglich, dass man seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt. Nirgendwo steht geschrieben, dass man sich dafür körperlich oder seelisch kaputt machen muss.Die Arbeitssituation bei Weltbild ist nach der Insolvenz von 2014 nach wie vor angespannt. Der BR hat in der Betriebsvereinbarung zum Umzug der Verwaltung einen Passus festschreiben lassen, der den Arbeitgeber dazu anhält, noch in diesem Jahr eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Nähere Informationen dazu werden in den nächsten Wochen folgen. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter sollte sich dann, wenn es los geht, ein paar Minuten Zeit nehmen für den anonymen Fragebogen. Nur so lässt sich feststellen wie die aktuelle Arbeitssituation aussieht und was sich gegebenenfalls ändern muss, um "Gute Arbeit" zu erreichen. Macht mit!
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Arbeitsbedingungen,
Betriebsvereinbarung,
Gesundheit,
Gute Arbeit,
Mitbestimmung,
Umzug
Freitag, 17. Juni 2016
Umzug der Zweite? - Wir haben ja Übung
In der Stadtzeitung vom 25. Mai 2016 wurde eine Pressemitteilung der Regierung von Schwaben veröffentlicht. Zu finden hier.
Dort wird von einer Anmietung in der Steinernen Furt 75 zur Unterbringung von Flüchtlingen geredet. Es wird auch auf das Verwaltungsgebäude hingewiesen. Angeblich soll das Gebäude im 4. Quartal bezugsfertig sein.
Steinere Furt 75 und Verwaltungsgebäude? Moment mal, da sind doch jetzt noch Kollegen und Kolleginnen drinnen, die dort fleißig arbeiten. Das 4. Quartal geht ja von Oktober bis zum Dezember, also noch ein bisserl Zeit – oder doch nicht? Das Gebäude soll zu diesem Zeitpunkt aber bereits bezugsfertig sein. Sprich: wir müssten früher raus. Eventuell im 3. Quartal? Denn das 2. Quartal ist mittlerweile schon fast vorbei. Im 3. Quartal sind aber viele KollegInnen im verdienten Sommerurlaub.
Den ersten Umzug haben wir alle noch gut im Gedächtnis. Teilweise arbeiten die KollegInnen immer noch aus dem Rollcontainer raus, weil es noch keine Schränke gibt, bzw. keinen Platz für die Schränke gibt. Auch die Enge in manchen Abteilungen ist ein Gesprächsthema.
Hier könnte eine zusätzliche Neuanmietung für Entspannung sorgen. Aber wie fast immer schweigt unsere Geschäftsführungsriege. Außer Jubel-Mails nichts zum Thema Umzug. Dabei wären hier Informationen so wichtig, denn derzeit geistert der Stadtzeitungs-Artikel auf dem Fluren herum und sorgt für Gerüchte und Unruhe. Schließlich soll so ein Umzug geplant werden, oder wird es wieder ein Hauruck-Aktion?
Dienstag, 1. Dezember 2015
Steht ein Umzug von Weltbild bevor?
Seit einiger Zeit machen Gerüchte über einen möglichen Umzug der Weltbild Verwaltung die Runde. Kann es sein, dass das Unternehmen seinen Firmensitz verlegt? Vieles deutet darauf hin: Immer wieder fällt der Name eines Gebäudes in Gersthofen. Aber auch andere potenzielle Standorte im Raum Augsburg scheinen in Erwägung gezogen zu werden. Offiziell ist noch nichts bekannt.
Was macht einen Umzug wahrscheinlich?
Dreh- und Angelpunkt der Gerüchte ist die Beendigung von Mietverträgen für Teile der Logistik. Denn im Falle einer Abwicklung der Logistik, müsste Weltbild das alte Verwaltungsgebäude in der Steinernen Furt räumen, das mit den Hallen der Logistik verbunden ist. In der aktuellen Situation scheint dieses Szenario wahrscheinlich. Weltbild müsste sich zwangsläufig nach einem neuen Firmensitz umschauen. Die Verteilung der Belegschaft auf mehrere Gebäude, die nach der Insolvenz stattgefunden hat, ist auf Dauer auch kein wünschenswerter Zustand.
Wohin geht die Weltbild-Reise?
Das fragen sich die Beschäftigten derzeit ganz konkret und auch im übertragenen Sinn. Wo es räumlich hingeht ist offen. Und wohin sich das Unternehmen wirtschaftlich entwickelt ist genauso offen. Denn wer liefert in Zukunft die Pakete aus, wenn die Logistik in Augsburg tatsächlich geschlossen werden sollte? Auch diese Frage bleibt bislang unbeantwortet.
So besinnlich wird der Jahresausklang ...
Die Beschäftigten bei Weltbild wünschen sich zu Weihnachten vermutlich nichts sehnlicher, als dass die Firma endlich wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Doch selbst wenn die schmerzhafte Welle der angekündigten Entlassungen bis zum Jahresende über sie hinweggegangen ist, werden die Zeiten nicht einfacher werden. Die Abteilungen müssen mit weniger Mitarbeitern und einer hohen Arbeitsverdichtung rechnen. Was passiert mit den KollegInnen und Kollegen der Logistik? Und wo wird sich Weltbild künftig ansiedeln? Es scheint, als würde das nächste Jahr für Weltbild ähnlich turbulent beginnen wie das alte Jahr endet.
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Umzug,
Weltbild,
WELTBILD Logistik
Montag, 29. September 2014
Gerüchteküche: Gersthofen
Die Süddeutsche berichtete letzte Woche über die aktuellen Entwicklungen bei WELTBILD und spekulierte über einen Umzug der Verwaltung.
Dazu stellen wir fest: Die Idee, die Verwaltung nach Gersthofen in das KUKA-Gebäude zu verlegen, stammt noch aus der "Paragon-Zeit". Derzeit ist die Verwaltung auf fünf Gebäude aufgeteilt, das ist nicht optimal. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass auch der neue Eigentümer sich Gedanken über das Thema macht.
Umzug nur im Einvernehmen mit dem BR
Das hat der Betriebsrat vorhergesehen und in der Betriebsvereinbarung "BV Umzug" festgeschrieben, dass ein (Teil-)Umzug nur im Einvernehmen mit der MitarbeiterInnen-Vertretung erfolgen kann. Derzeit liegen dem Betriebsrat keine entsprechenden Anfragen der Geschäftsleitung vor. Wir rechnen nicht vor dem zweiten Halbjahr 2015 mit einer Konkretisierung von Umzugsplänen.
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Umzug,
WELTBILD Retail
Montag, 14. Juli 2014
Umzug der Verwaltung: Das Wichtigste ist geregelt
Neben dem Hickhack um den Paragon-Einstieg sorgt ein weiteres Thema für Blutdruck im Betrieb: der Umzug der Verwaltung. Der Betriebsrat hat die Interims-Geschäftsleitung und den Insolvenzverwalter bereits vor Wochen darauf hingewiesen, dass der BR an den Planungen beteiligt werden muss und VOR dem Umzug eine Betriebsvereinbarung abzuschließen ist.
Die Projekt-Verantwortlichen waren über Wochen nicht willens oder in der Lage Pläne der neuen Büros vorzulegen, aus denen wenigstens die Quadratmeterzahlen ersichtlich gewesen wären. Ganz zu schweigen von einem ersten Vorschlag, wer wo und mit wem sitzen soll. Auf die Verhandlungsaufnahme bezüglich einer Betriebsvereinbarung hat die Belegschaftsvertretung ebenfalls vergeblich gewartet.
Mitbestimmung erst nach Umzugsstopp
Erst als der Betriebsrat den Umzug zwischenzeitlich gestoppt hat, wurde schließlich der Insolvenzverwalter aktiv. Mit ihm hat der BR Anfang des Monats eine entsprechende Betriebsvereinbarung abgeschlossen. Weil inzwischen ein extremer zeitlicher Druck entstanden ist, regelt diese BV das Thema Umzug nicht abschließend, sondern ist eine Art "Verfahrens-BV". Das heißt, in der BV wird die Verteilung der Büros nicht letztgültig geregelt, sondern das Verfahren beschrieben, nach dem der BR an der Umzugsplanung zu beteiligen ist.
Mitbestimmung gibt es danach bei folgenden Punkten:
• Einteilung und Besetzung der Räume
• Ausstattung der Arbeitsplätze
• Klimatisierung
• Aufenthaltsräume/Kaffeeküchen und deren Ausstattung
• Besprechungsräume und deren Ausstattung
• Raucherräume und deren Ausstattung
• Erste-Hilfe-/Ruheräume und deren Ausstattung
• Sanitärräume
• Vergabe von Parkplätzen
Projektverantwortliche Zeitverschwender
Nachdem die Projektverantwortlichen Wochen ungenutzt ins Land streichen ließen, reagiert der BR auf den entstandenen Zeitdruck und gibt die Planungen der Geschäftsleitung gebäudeweise frei. Außerdem wird zunächst abweichend von der Fülle komplizierter Vorschriften der Arbeitsstättenverordnung nach einer einfachen Faustregel vorgegangen: 8 Quadratmeter pro Arbeitsplatz in einem Büro. So soll verhindert werden, dass sich die Führungskräfte in Einzelbüros breitmachen, während die normalen Angestellten in zu kleinen Räumen zusammengepfercht werden.
Es hat sich gezeigt, dass selbst diese einfache Regel von den Projektverantwortlichen erstaunlicher Weise immer wieder vergessen oder falsch verstanden wird. Für die daraus resultierenden Verzögerungen ist der Betriebsrat weder verantwortlich, noch wird er diese Mindeststandards zu Lasten der MitarbeiterInnen aufgeben.
Gefährdungsbeurteilung
Nach dem Gesetz müsste es für jeden Arbeitsplatz VOR dem Umzug eine sogenannte "Gefährdungsbeurteilung" geben, die Belastungen am Arbeitsplatz verifiziert, z. B. Lärmbelästigung, Wärmeentwicklung, psychische Stressfaktoren etc. pp.. Da das auf der Zeitschiene nicht mehr seriös zu machen ist, schreibt die Betriebsvereinbarung außerdem die Gründung eine Paritätischen Kommission aus Arbeitgeber- und ArbeitnehmervertreterInnen vor. Diese hat direkt nach dem Umzug eine professionelle Gefährdungsbeurteilung durch einen fachkundigen Dienstleister zu organisieren und dient zudem als Appellations-Instanz, wenn es nach dem Umzug Probleme geben sollte. Die Kommission entscheidet einvernehmlich. Wenn keine Einigung erzielt werden kann, geht das Problem vor eine gerichtliche Einigungsstelle. So sollten die berechtigten Ansprüche der Belegschaft trotz des Zeitdrucks bestmöglich gewahrt bleiben.
Wenn Sie im Zusammenhang mit dem Umzug Probleme oder Sorgen haben, informieren Sie bitte direkt den Betriebsrat. Es nutzt nichts, Unmut oder persönliche Fragen als anonymen Kommentar zu hinterlassen. Sie müssen mit dem BR sprechen, damit dieser Ihnen helfen kann.
Schlagworte:
Betriebsvereinbarung,
Mitbestimmung,
Umzug
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