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Montag, 20. August 2018

Presseschau


Wie war das noch gleich mit der fristlosen Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden?

Da Verfahren vor Gericht immer eine Zeit dauern und dadurch das Ein oder Andere in Vergessenheit gerät, hat die Redaktion eine  Presseschau zusammengestellt. 


http://weltbild-verdi.blogspot.com/2018/07/betriebsrats-mobbing-bei-weltbild.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Weltbild-will-Betriebsrats-Chef-loswerden-id51609076.html

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/katholische-arbeitnehmer-bewegung-greift-weltbild-an

https://www.tag24.de/nachrichten/augsburg-verhandung-weltbuld-betriebsrat-mobbing-aerger-verdi-gericht-696488

https://handel.verdi.de/einzelhandel/++co++60ddfe3e-84f2-11e8-8848-525400f67940

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/kuendigung-des-betriebsratsvorsitzenden-versandhaendler-weltbild-zieht-gegen-betriebsrat-vor-gericht/22821492.html?ticket=ST-3715765-B1ILetOEU59YpzExHwXP-ap6

https://www.br.de/nachricht/schwaben/inhalt/darf-der-weltbild-betriebsratschef-fristlos-gekuendigt-werden-100.html

http://hugendubelverdi.blogspot.com/2018/07/ein-angriff-auf-einen-ist-ein-angriff.html

https://www.welt.de/regionales/bayern/article179678672/Versandhaendler-Weltbild-will-Betriebsratschef-kuendigen.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Mehr-als-die-Betriebsrat-Kuendigung-Weltbild-erlebt-turbulente-Zeiten-id51725186.html

https://www.boersenblatt.net/artikel-solidaritaetsdemonstration_geplant.1494227.html

https://augsburg.die-linke-bayern.de/nc/nachrichten/detail/news/wir-stehen-solidarisch-mit-dem-betriebsrat-von-weltbild/

https://www.boersenblatt.net/artikel-auseinandersetzung_um_weltbild-betriebsratschef.1497262.html

http://chbeck-verdi.blogspot.com/2018/07/betriebsrats-mobbing-bei-weltbild.html

https://www.augsburg.tv/mediathek/video/betriebsrat-von-weltbild-vor-gericht/

Die eingestellten Links sind nur eine kleine Auswahl, im Netz findet man natürlich noch einige Artikel mehr.

Quellen:
siehe jeweiliger Link

Mittwoch, 18. Mai 2016

Ein Trümmerhaufen


Was am Ende übrig bleibt? Zweieinhalb Jahre nach der Insolvenz hat es nach außen den Anschein, als habe das Unternehmen sich erst einmal vorübergehend stabilisiert. 

Die Kunden bekommen weiterhin den Weltbild Katalog.
Sie bestellen im Online Shop.
Sie finden noch rund 90 Filialen quer über Deutschland verteilt.
Auch für Kunden in Österreich und der Schweiz ist die Marke weiterhin präsent.

Alles in Ordnung also? Keineswegs ... 
Natürlich bemerkenswert, dass das Unternehmen überhaupt noch existiert. Kaum jemand hätte dem Versandhändler damals im Jahr 2014 zugetraut, die ersten Monate der Pleite zu überstehen. Aber in Ordnung ist die Weltbild-Welt deshalb noch lange nicht.

Der nach den schmerzhaften Personaleinschnitten übrig gebliebene kleine Rest der Belegschaft bangt weiterhin um die Zukunft, angesichts einer weitgehend undurchschaubaren Unternehmenspolitik aus dem Hause Droege.

Ein Stimmungsbild über die aktuelle Lage bei Weltbild vermittelt ein Bericht auf domradio.de vom 29.04.2016 nach Eindrücken des Betriebsseelsorgers Erwin Helmer, der immer wieder in Augsburg vor Ort ist und viele Gespräche mit den Beschäftigten geführt hat.




"Ein Trümmerhaufen"

Weltbild war einmal das Aushängeschild des katholischen Verlagswesens in Deutschland. 2014 ging das Unternehmen pleite, die Kirche zog sich zurück. Seelsorger kümmern sich noch immer um die verbliebenen Mitarbeiter.

Das ehemals katholische Unternehmen mit Sitz in der Fuggerstadt hat heute - gut zwei Jahre nach seinem Absturz - nur noch einen Bruchteil seiner Belegschaft.

Wer in den Betrieb hineinhört, bekommt einen Eindruck von den Enttäuschungen bei Weltbild. Von Chaos ist die Rede, von einem infamen Umgang mit den Beschäftigten. "Die Leute sind überarbeitet", sagt Verdi-Betriebsgruppensprecher Timm Boßmann. "Wir kriegen eine höhere Krankheitsrate, weil die Leute fertig sind." Der katholische Betriebsseelsorger Erwin Helmer nennt den Umgangsstil der Geschäftsleitung "unsäglich". Für Betriebsratschef Peter Fitz ist der neue Besitzer Walter P. Droege schlicht eine "Heuschrecke".

"Belogen" 
Nach einer ersten Entlassungswelle kam Droege. Der Milliardär erwarb die Mehrheit der Anteile, spaltete die Logistik ab und steckte sie in die von ihm kontrollierte Also-Group. Droege versprach Konsolidierung. "Wir wurden von vorne bis hinten belogen", so die Gewerkschafter. Ein Jahr nach der Insolvenz waren mehr als die Hälfte der vormals 2.300 Arbeitsplätze in der Zentrale weg, 90 von 250 Filialen dicht. Heute habe Weltbild ohne Logistik 1.300 Mitarbeiter, davon 400 in Augsburg, so eine Firmensprecherin. Der Betriebsrat weiß von 350.

Die Also-Logistik ging im Sommer 2015 in die Insolvenz. Darauf habe die Geschäftsleitung "mit Gewalt gedrängt", sagt Boßmann. Als die Mitarbeiter erfuhren, dass Droege eine bereits erzielte Einigung über Nacht gekippt hat, blickte Helmer in blasse Gesichter, sah Entsetzen in den Augen, Tränen. Der Seelsorger schrieb Briefe an den Milliardär und bekam keine Antwort. Im Dezember der nächste Schlag, 240 weitere Logistiker verloren ihre Jobs. Inzwischen ist klar, dass Also in Augsburg zum Jahresende 2016 zumacht. Auch die restlichen 210 Mitarbeiter der abgespalteten Logistik stehen dann auf der Straße.

Seelsorger Helmer und seine beiden Kollegen versuchen, Mut zu machen, die Mitarbeiter zu stärken, vorschnellen Trost zu vermeiden. "Ob Christen, Muslime oder Atheisten, sie haben alle mit uns geredet." Wichtig sei: "Wie kriege ich Distanz zu dieser brenzligen Situation, die viele kaputt und krank gemacht hat?" Vor der Betriebsversammlung fährt einer wie verrückt auf dem Gabelstapler durch die Hallen. Ein anderer ist fast dankbar für seine Entlassung: "Ich hätt's eh nicht länger ausgehalten. Ich muss da raus." Eine Kollegin tapfer: "Ich war immer ein Stehauf-Männchen." Helmer nennt sie Stehauf-Frauchen.

"Man blickt sich um und sieht auf einen Trümmerhaufen", so Fitz. Doch Betriebsrat und Gewerkschaft geben nicht auf. Mit der Kirche ist man im Reinen. "Wir haben uns gekloppt mit denen", sagt Boßmann, "aber ohne sie hätten wir den Fortbestand bis jetzt nicht geschafft." In der Tat federten die Bistümer damals mit einer Millionen-Geldspritze nicht nur soziale Härten ab. Sie verhinderten auch, dass das Geschäft in der Insolvenzphase völlig einbrach.

Millionen treue Kunden 

Noch lebt Weltbild: Das Haus ist Nummer zwei im Onlinebuchhandel und Rangdritter im Gesamt-Buchmarkt. "Millionen von Kunden sind dem Unternehmen treu geblieben", macht sich eine Firmensprecherin Mut.


Ergänzung in eigener Sache: 
Als Gewerkschafter sind wir 2014 mit öffentlichen Aktionen und auch in diesem Blog die Kirche tatsächlich hart angegangen. Was durchaus notwendig gewesen ist, um bestimmte Entscheidungen zu bewirken. Wir sehen aber auch mit Respekt, dass die Kirche daraufhin zu einem Konsens bereit gewesen ist. Sie war gesprächsbereit und hat ihre Zusagen vertrauenswürdig und verlässlich eingehalten. Das unterscheidet sie ganz wesentlich von dem heutigen Firmeneigentümer. Nur durch einen Kirchenkredit konnte Weltbild die ersten Monate der Insolvenz überleben. Sie ermöglichte erhebliche Transfermaßnahmen und Abfindungen. Und ihre Seelsorger sind heute noch wichtige Ansprechpartner für die Sorgen und Nöte der Beschäftigten. Gerade dem Seelsorger-Team rechnen wir das persönlich hoch an, weil sie in der heißen Konfliktphase quasi "zwischen den Stühlen" saßen und sich einiges von uns haben anhören müssen, was sicher keine einfache Situation für sie gewesen ist.


Donnerstag, 17. März 2016

Mindestlohn - Jetzt geht es um die Erhöhung (Teil 2)


Fortsetzung der Artikel zum Mindestlohn aus der ver.di-Zeitschrift publik:

Schwierige Diskussion um eine europäische Lohnuntergrenze

Von Heike Langenberg

Zum 1. Januar 2017 soll der allgemeine gesetzliche Mindestlohn in Deutschland erstmals angepasst werden. Bereits jetzt wettern die Arbeitgeber gegen eine Erhöhung, fordern zudem Ausnahmen für weitere Gruppen wie Geflüchtete. Die Mindestlohn-Kommission, siehe Kasten, soll bis zum 30. Juni 2016 über die Anpassung entscheiden. Geht sie allein nach der Tarifentwicklung der beiden vergangenen Jahre, dürfte die Anpassung bei knapp 50 Cent pro Stunde liegen, rechnet Thorsten Schulten vor, Mindestlohn-Experte des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Das würde dann knapp neun Euro pro Stunde bedeuten. Diesen Wert bezeichnete der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, als "völlig unverständlich und illusorisch". ver.di hingegen fordert zehn Euro pro Stunde, und das schon seit 2011. Spielraum dazu hätte die Kommission durchaus, soll sie doch laut gesetzlicher Vorgabe für einen "angemessenen Mindestschutz" sorgen.

Denn auch neun Euro pro Stunde zählen in Deutschland immer noch zu den Armutslöhnen. Deren Grenze liegt bei 9,87 Euro pro Stunde, nämlich weniger als 60 Prozent des sogenannten Mediaeinkommens, also des mittleren Einkommens. Auch liegen viele Branchen-Mindestlöhne über zehn Euro pro Stunde. Diese will ver.di weiter ausbauen, kündigte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis Ende Januar bei einer Tagung in Berlin an.

Slowenien als Vorbild


Auch mit neun Euro pro Stunde läge Deutschland immer noch unter den in anderen westeuropäischen Ländern gezahlten Mindestlöhnen. 60 Prozent des Median­einkommens werden derzeit in Frankreich und Slowenien gezahlt. Diese Einkommensgrenze spielt auch in der Diskussion um einen europäischen Mindestlohn eine große Rolle. Unter anderem hat sich der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, im Europawahlkampf für eine europaweit geltende Lohnuntergrenze stark gemacht. Allerdings zeigen Vorgaben der Europäischen Kommission für Krisenländer, dass sie durchaus 40 bis 50 Prozent des Medianeinkommens als ausreichende Höhe für einen Mindestlohn ansieht.

Bei der Tagung in Berlin, bei der das WSI, ver.di und die Friedrich-Ebert-Stiftung Bilanz von einem Jahr Mindestlohn in Deutschland gezogen haben, wurde mit ausländischen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern auch die Frage eines euro­päischen Mindestlohns diskutiert. Klar wurde, dass es dabei aufgrund der unterschiedlichen Lohnniveaus und der unterschiedlichen Produktivität in den 28 Mitgliedsstaaten nicht um eine einheitliche Summe gehen kann. Es zeigte sich auch, wie schwierig es für die Gewerkschaften ist, sich über einen europäischen Mindestlohn zu verständigen. Gewerkschaften aus den nordischen Ländern lehnen politische Vorgaben beispielsweise ab, dort handeln die Gewerkschaften Lohnuntergrenzen mit den Arbeitgebern aus und schreiben sie in Tarifverträgen fest. Aufgrund einer hohen Tarifbindung haben diese Mindestlöhne aber eine große Reichweite.

Eine Forderung nach 60 Prozent des Medianeinkommens ist jedoch in der Öffentlichkeit schwer zu vermitteln, ist sie doch nicht so plakativ wie eine einheitliche Summe. Allerdings wird die Diskussion weitergehen, unter anderem im Herbst beim Kongress des Europäischen-Gewerkschaftsbundes.




Mindestlohn-Kommission


Regelmäßig soll der Mindestlohn angepasst werden. Dazu hat der Gesetzgeber eine Mindestlohn-Kommission eingerichtet, sie hat sich Anfang vergangenen Jahres konstituiert.

Vorsitzender ist mittlerweile der ehemalige RWE-Arbeitsdirektor Jan Zilius; außerdem gehören ihr je drei Mitglieder auf Vorschlag der Gewerkschaften und der Arbeitgeber an. Beratende Mitglieder sind zwei Wissenschaftler/innen. Vor Seiten der Gewerkschaften sind Robert Feiger, Vorsitzender der IG BAU, DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sowie die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten, Michaela Rosenberger, Mitglied.

Im Mindestlohngesetz heißt es, dass die Kommission prüfen soll, "welche Höhe des Mindestlohns geeignet ist, zu einem angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beizutragen, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen sowie Beschäftigung nicht zu gefährden". Orientierungspunkt soll die Tarifentwicklung sein.






Montag, 7. März 2016

Erfolg beflügelt - Ein Jahr Mindestlohn (Teil 1)


Ein interessanter Artikel aus der ver.di-Zeitschrift publik:

Der gesetzliche Mindestlohn ist eine Erfolgsgeschichte. Trotzdem bleibt jetzt noch viel zu tun

 Von Heike Langenberg


Was waren es doch seinerzeit für düstere Prophezeiungen, wie schrill war der Alarm. Noch vor einem Jahr überboten sich neoliberale Politiker/innen, Arbeitgeberverbände und ihnen nahestehende Forschungsinstitute darin, die ihrer Meinung nach drohenden Folgen eines gesetzlichen Mindestlohns heraufzubeschwören. Ob Arbeitsplatzverluste in Millionenhöhe oder Abwanderung von Unternehmen ins Ausland - die Botschaft war stets die gleiche: Ein Anspruch auf mindestens 8,50 Euro pro Arbeitsstunde würde der deutschen Wirtschaft schaden.

Doch die Lohnuntergrenze trat am 1. Januar 2015 in Kraft, und ein Jahr später ist von negativen Effekten nicht mehr die Rede. Im Gegenteil. Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Rund fünf Millionen Beschäftigte haben von ihm profitiert, darunter zwei Drittel Frauen. Mehr als 50.000 Aufstocker/innen sind jetzt nicht mehr auf staatliche Zuzahlungen angewiesen. Jobverluste gab es allein bei Minijobs, stattdessen sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 700.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze neu entstanden. Preissteigerungen hat es zwar in einigen Branchen gegeben, aber die wurden von den Kunden durchaus akzeptiert. Insgesamt höhere Lohnzahlungen haben die Kaufkraft gestärkt und im vergangenen Jahr spürbar zum Wirtschaftswachstum beigetragen.

ver.di und die Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten waren es, die das Thema ab 2004 auf die politische Tagesordnung gebracht haben. "Der Mindestlohn wirkt genau da, wo wir vorher festgestellt haben, dass es dort Verwerfungen gab", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis bei einer Tagung in Berlin. Gemeint ist der wachsende Niedriglohnbereich in Deutschland, der das Lohngefüge insgesamt unter Druck gesetzt hat. Für den ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske ist der Mindestlohn eine "Kernfrage der sozialen Gerechtigkeit und der politischen Moral".

Trotz des erreichten Erfolges bleibt den Gewerkschaften noch einiges zu tun. Noch immer sind Ausnahmen vom Mindestlohn erlaubt, für Gruppen wie Langzeitarbeitslose oder junge Arbeitnehmer/innen, für Branchen wie die Zeitungszustellung. Bis zum Sommer wird eine Mindestlohnkommission über die Erhöhung der Lohnuntergrenze diskutieren. Wirtschaftsverbände sind wieder einmal skeptisch, fordern sogar, weitere Gruppen wie Geflüchtete vom Mindestlohn auszunehmen.

ver.di-Vize Andrea Kocsis nannte das eine "absurde Debatte". Die Bezahlung könne nicht von den Lebensumständen abhängen, sie müsse sich nach dem Wert der geleisteten Arbeit richten. Erhöht werden solle der Mindestlohn jetzt zügig. Auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, SPD, wies bei der Tagung darauf hin, dass 8,50 Euro pro Stunde immer noch kein guter Lohn seien, sondern halt ein Mindestlohn. ver.di forderte bereits 2011 mit einem Kongressbeschluss 10 Euro pro Stunde.

Daraus muss aber noch mehr werden


Auch der Armutsforscher Christoph Butterwegge sprach bei der Veranstaltung von "Zeit für 10". Mit dieser Höhe werde ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet, Armut zu vermeiden. In Deutschland liegt die Armutsgrenze bei Stundenlöhnen von 9,87 Euro.

Doch Butterwegge ist sich auch darüber im Klaren, dass ein Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde nicht ausreicht, um Altersarmut zu vermeiden. Dazu müssten 11,50 Euro pro Stunde gezahlt werden.

Renten, die zum Leben reichen, wollen die Gewerkschaften jetzt zum Thema einer weiteren großen Kampagne machen. Denn das von der Politik stetig gesenkte Rentenniveau führt für immer mehr Menschen dazu, dass sie trotz mehr als 40 Jahren Vollzeitarbeit im Alter in Armut leben müssen.

Bericht Seite 11 (Fortsetzung folgt)

Donnerstag, 21. Januar 2016

Presseschau: Lesensart, Schöne Bescherung bei Amazon



Einen sehr kritischen und sehr kenntnisreichen Blick auf den Vorgang der Filialschließungen der Weltbild-Filialen mit Hilfe der Firma Lesensart und auf Herrn Droege kann man unter

https://www.immobilien-zeitung.de/134609/grosse-kunst-weltbild-halbiert-sein-filialnetz

nachlesen.

So einen Artikel würde man sich in der überregionalen Tagespresse wünschen !


In der ver.di-Zeitschrift publik, Ausgabe 8/2015, haben wir einen interessanten Artikel gefunden, der die schöne neue Arbeitswelt beschreibt, die Amazon gerade am lebenden Objekt ausprobiert.

Ab 2016 wird bei Amazon in Leipzig ein Urlaubstag gestrichen.
Das hat das Management so beschlossen.

Kollegen/innen werden lückenlos durch Scanner überwacht und erhalten Abmahnungen oder Motivationsgespräche mit Vorgesetzten, wenn sie zu früh in die Pause gehen oder 1-2 minütige Inaktivitäten (!) durch Unterhaltungen haben.

Auch dem größten Gewerkschaftsgegner sollte klar sein, dass solche Maßnahmen nur dann erfolgreich bekämpft werden können, wenn sich möglichst viele Mitarbeiter gewerkschaftlich organisieren und dass die Mitarbeiter der Willkür der Arbeitgeber ausgeliefert sind, wenn sie das nicht tun.
Und wenn Amazon damit Erfolg hat, wird das die Vorlage für alle anderen Arbeitgeber, bei denen die Mitarbeiter nicht ausreichend gewerkschaftlich organisiert sind.

Und nun der Artikel:

Aus:
https://publik.verdi.de/2015/ausgabe-08/gewerkschaft/titel/seite-1/A1



Illustration: Kittihawk

Der Versandhandelsriese bezeichnet sich gern als guten Arbeitgeber, doch den Amazon-Beschäftigten in Leipzig hat er jetzt einen Urlaubstag gestrichen. Die Streiks gehen weiter


Von Maria Kniesburges

Den Beschäftigten bei Amazon am Standort Leipzig wird ab Anfang kommenden Jahres ein Urlaubstag gestrichen. Die Ankündigung kam pünktlich zur Weihnachtszeit. Bei dem weltweit größten Online-Versandhändler herrscht die Devise: Wie die Arbeitsbeziehungen aussehen, das entscheidet allein das Konzern-Management. Verhandlungen über einen Tarifvertrag, wie sie ver.di fordert, lehnt der US-Konzern mit Jeff Bezos an der Spitze kategorisch ab. In dem zähen Kampf der Amazon-Beschäftigten für die tarifvertragliche Absicherung ihrer Arbeitsbedingungen geht es um elementares Arbeitsrecht. Eine Auseinandersetzung, deren Bedeutung weit über den direkten Konflikt hinausreicht.

"Bei Amazon treffen wir auf ein System totaler Kontrolle und Gängelung mit sogenannten Inaktivitätsprotokollen und Feedback-Gesprächen, in denen Mitarbeiter massiv unter Druck gesetzt werden", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf dem Bundeskongress der Gewerkschaft im September in Leipzig. Und er fügte hinzu: "Was wir bei Amazon antreffen, klingt nach Manchester-Kapitalismus und ist doch zugleich ein auf die Zukunft gerichtetes Labor der Ausbeutung." Aufgabe der Gewerkschaft sei es, "dafür zu sorgen, dass die Arbeit der Zukunft so nicht aussieht".

Ende November haben die Beschäftigten bei Amazon an nahezu allen Standorten ihren Streik wieder aufgenommen. Und sie haben angekündigt, im Dezember, also mitten im Weihnachtsgeschäft, abermals in den Streik zu treten.

"Solange der Versandhändler sich weigert, einen Tarifvertrag abzuschließen, wird es in diesem Jahr zu flexiblen, auch kurzfristig angesetzten Streiks kommen, auf die das Unternehmen sich schlechter einstellen kann", sagte Stefanie Nutzenberger, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für den Handel. Sie nannte es einen "Skandal, dass Amazon das Recht der Beschäftigten auf einen Tarifvertrag und damit auf existenzsichernde und garantierte Arbeitsbedingungen missachtet".

Und für dieses Recht kämpfen die Amazon-Beschäftigten seit nunmehr rund zweieinhalb Jahren beharrlich und unbeirrt. Verschiedene Erfolge haben sie auf ihrem langen Weg bereits erreicht: Der US-Konzern zahlt mittlerweile Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wenn auch nicht in der Höhe, wie sie in dem Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel festgelegt ist. Auch Lohnerhöhungen konnten zwischenzeitlich erreicht werden, die jedoch ebenfalls deutlich unter der Lohnhöhe liegen, die der genannte Tarifvertrag vorsieht. Und: Die Erfolge sind nicht per Tarifvertrag abgesichert und können daher einseitig wieder gestrichen werden. Tarifvertragliche Festlegungen, die den Beschäftigten Sicherheit geben, lehnt das Management aber hartnäckig ab, das hat auch der Chef von Amazon Deutschland, Ralf Kleber, gerade erst wieder über die Medien bekräftigt. Dem Berliner Tagesspiegel sagte er noch am 7. Dezember: "Ich glaube nicht, dass man einen Tarifvertrag braucht, um ein guter Arbeitgeber zu sein." Soll heißen: Was "ein guter Arbeitgeber" ist, bestimmen wir.

Passend dazu wurde erst kürzlich bekannt, dass der Konzern Abmahnungen an Beschäftigte verschickt hat, denen er vorwirft, zu früh in die Pause gegangen zu sein. Und dabei geht es um den Zeitraum von einer Minute. Denn das Kontrollsystem bei Amazon ist lückenlos. Die Scanner in den Versandzentren zeichnen sämtliche Bewegungen der Beschäftigten auf. "Das System weiß immer, wer was in welcher Zeit transportiert. Und auf Inaktivität folgt Maßregelung. Ein sogenanntes Inaktivitätsprotokoll, das der Berliner Zeitung vorlag, enthielt zum Beispiel den Vermerk, dass ein Mitarbeiter bereits zweimal durch jeweils ein- und zweiminütige Unterhaltungen aktenkundig geworden sei. Man habe ihn daher im Gespräch belehrt, dass er seine arbeitsvertragliche Pflicht zur Erbringung der Arbeitsleistung verletzt habe", berichtete der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf dem ver.di-Kongress. So klingen Nachrichten über einen selbsternannten "guten Arbeitgeber".

Wie existentiell die lange Auseinandersetzung für die Beschäftigten ist, hat sich mit der willkürlichen Streichung eines Urlaubstags am Standort Leipzig gerade erst wieder gezeigt. Gegen Willkür braucht es einen langen Atem. Dass sie ihn haben, beweisen die Beschäftigten aufs Neue mit ihren Streiks in der Weihnachtszeit.

Gerade erschienen ist die Broschüre: Der lange Kampf der Amazon-Beschäftigten. Labor des Widerstands: Gewerkschaftliche Organisierung im Onlinehandel, von Jörn Boewe und Johannes Schulten, Rosa-Luxemburg-Stiftung (Hg.). Sie kann kostenlos bestellt werden unter bestellung@rosalux.de


Mittwoch, 15. Juli 2015

Presseschau vom 16. Juli 2015


Weltbild Retail und ALSO warten auf das Ergebnis der Einigungsstelle. 


Augsburger Allgemeine: Was aus Weltbild wurde

                                     Weltbild-Logistik: 150 Stellen wackeln

buchreport: Brodeln unter der Oberfläche

boersenblatt: Ex-Weltbild Logistik vor Stellenabbau



Verraten und verkauft - oder war's andersherum?
Das Trauerspiel um die ehemaligen Weltbildfilialen.

Süddeutsche Zeitung: Anderes Weltbild

Augsburger Allgemeine: Ausverkauf bei Lesensart

buchreport: Harsche Kritik an Weltbild-Management





Freitag, 7. November 2014

Droeges Kahlschlagorgie in der Presse


Seit einem Jahr kämpfen die MitarbeiterInnen von WELTBILD für das Unternehmen und ihre Arbeitsplätze. Wenn Walter P. J. Droege unsere Firma beerdigen will, wird das keinesfalls lautlos vonstatten gehen. 

Schon jetzt berichtet die Presse bundesweit über die geplante Kahlschlagorgie des Düsseldorfer Milliardärs, der sich im Sommer noch als "Weltbild-Retter" feiern ließ:

Süddeutsche Zeitung: "So wütend war die Belegschaft noch nie"

Buchreport: "Droege will uns auspressen"

Augsburger Allgemeine: 200 Beschäftigten droht Entlassung – Gewerkschaft spricht von Skandal

Boersenblatt: "Droege hat uns von vorne bis hinten belogen" (mit Stellungnahme Droege & GF)

Süddeutsche Zeitung: Weltbild will 200 Leute feuern

Die Welt: Neuer Ärger bei Weltbild – Betriebsrat spricht von 200 Entlassungen

Mittelbayerische: Betriebsrat: Weltbild baut 200 Jobs ab

Donnerstag, 17. Juli 2014

Presseschau 16.7.2014


Die Neuigkeiten über Weltbild haben erwartungsgemäß ihren Weg in die Presse gefunden.
Hoffen wir, dass wir nun bald in ruhigeres Fahrwasser kommen und es über Weltbild nichts aufregendes mehr zu berichten gibt, sondern nur noch Nachrichten über tolle Produkte und gute Angebote.








Freitag, 20. Juni 2014

Verhandlungen laufen – aber noch ist nichts spruchreif


Die Augsburger Allgemeine beschränkt ihre Berichterstattung derzeit auf die Kolportage von Gerüchten und interessensgeleiteter Panikmache. Indessen hat Stefan Mayr in der Süddeutschen Zeitung einen sehr kenntnisreichen Artikel geschrieben. Diesen ausführlichen Bericht empfehlen wir hier gerne zur Lektüre: Weltbild – Das große Warten

Am Dienstag hat auch der Betriebsrat der Verlagsgruppe Weltbild gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter eine Information an die MitarbeiterInnen herausgegeben. Darin heißt es:


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gestern hat die Insolvenzverwaltung gegenüber dem Betriebsrat dargestellt, dass Paragon derzeit als Investor alternativlos ist. Andere Interessenten haben entweder kein Konzept für das Unternehmen als Ganzes oder können keine gesicherte Finanzierung vorlegen. Ein Finanzierungskonzept kann noch nachgereicht werden, allerdings warten wir seit Monaten vergeblich auf schriftliche Zusagen.

Das ist das Ergebnis hochsensibler Verhandlungen zwischen Insolvenzverwaltung und potentiellen Erwerbern in den letzten Wochen. Arndt Geiwitz bedauerte, dass es im Zuge des schwierigen Prozesses unmöglich war, Zwischenstände an den Betriebsrat, die Belegschaft oder die Öffentlichkeit zu geben. Presseartikel wie jener schlecht recherchierte Bericht in der AZ vom vergangenen Samstag gefährden aus Sicht der Insolvenzverwaltung den Verkaufsprozess und die Fortführung des Unternehmens erheblich.

Der Betriebsrat hat daraufhin beschlossen, ab heute Verhandlungen um einen Interessenausgleich aufzunehmen, um den Weg für den Einstieg von Paragon freizumachen. Dabei stehen diese Ziele im Vordergrund:

1. Nachhaltige Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze entlang dem gemeinsam erarbeiteten Konzept WELTBILD 2.0.

2. Das Unternehmen bleibt auch gesellschaftsrechtlich als Ganzes erhalten, eine Herauslösung der Logistik lehnen wir strikt ab.

3. Existenzsichernde Arbeitsbedingungen werden auch in der neuen Gesellschaft über einen Tarifvertrag abgesichert.

4. Für alle derzeitig Beschäftigten wird eine Besitzstandssicherung vereinbart.

Soweit der Stand bis heute, die nächste Woche ist für weitere Verhandlungen reserviert. Wir berichten, wenn es einen Abschluss oder belastbare Aussagen zu Teilergebnissen gibt. Details aus dem Verhandlungsverlauf oder unverbindliche Zwischenstände werden wir weiterhin nicht veröffentlichen, um den Erfolg der Gespräche nicht zu gefährden.

Sonntag, 23. März 2014

Presseschau 23.3.2014


Die Ereignisse bei Weltbild in den vergangenen Tagen haben natürlich eine Spur durch die Presse gezogen.
Bei einer Pressekonferenz wurde die Presse nach der Betriebsversammlung am 20.3.2014 durch die ver.di-Vertreter von Betriebsrat und Gewerkschaft über die Ergebnisse informiert.

Ausführliche Berichte zu den Geschehnissen:

Buchreport: Der Tag des Rotstifts
Abendzeitung: Bei Weltbild-Verlagsgruppe müssen mehr als 650 Mitarbeiter gehen
Börsenblatt: 580 Mitarbeiter weniger, Investoren ohne eigene Logistik bevorzugt

Augsburger Allgemeine:
Weltbild-Verlag entlässt 600 Mitarbeiter
Jetzt ist es heraus: 656 Stellen bei Weltbild fallen weg
Kündigungen nach Insolvenz: Bitterer Tag für die Weltbild-Familie
Agentur sieht auch Chancen für Weltbild-Mitarbeiter
Der schwarze Tag für Weltbild: Wut statt Tränen

Main-Netz: Harte Schnitte bei Weltbild: Mehr als 650 Menschen verlieren Job
Süddeutsche: Verlage - Kirchen: Bei Weltbild-Verlagsgruppe müssen mehr als 650 Mitarbeiter gehen

Focus:
Bei Weltbild-Verlagsgruppe müssen mehr als 650 Mitarbeiter gehen
Rund 650 Weltbild-Mitarbeiter sollen in Auffanggesellschaft wechseln

Die Kirche ist mit der Berichterstattung etwas spartanischer, ganz im Gegensatz zur vorangegangenen Porno-Verleumdung:
Radio Vatikan: D: Weltbild-Gruppe entlässt über 600 Mitarbeiter

Samstag, 15. Februar 2014

Die Presse über Weltbild






In den letzten Wochen war Weltbild in den Zeitungen und im Rundfunk stets ein Thema. Hier einige ausgewählte Links, für alle, die die Berichterstattung noch einmal nachverfolgen möchten.

Der Deutschlandfunk beispielsweise prangert das fehlende Verantwortungsbewusstsein der katholischen Eigentümer an. Nicht nur in den letzten Monaten, sondern über die letzten Jahre hinweg.

Deutschlandfunk: Fulminanter Aufstieg, jäher Fall

Augsburgs Bürgermeister Kurt Gribl stellte sich hinter die Belegschaft und das Unternehmen. Er sagte der Presse, dass es für die Bewältigung der Krise unerlässlich sei, weiter bei Weltbild einzukaufen. Er appellierte an alle Kunden, weiterhin bei Weltbild zu bestellen.

Gribl appelliert an Weltbild Kunden

Der bayerische Rundfunk widmet sich ausführlich der letzten Betriebsversammlung und der eindrucksvollen Herz-Aktion der Beschäftigten im Anschluss an die Versammlung. Er berichtet aber auch über die Schwierigkeiten der aktuellen Konstellation Weltbild/Hugendubel/DBH.

Weltbild Insolvenz

Einen ausführlichen Bericht über die Betriebsversammlung sowie ein Interview mit dem Arndt Geiwitz sendete Augsburg-TV. Der Insolvenzverwalter äußerte sich darin optimistisch für ein Fortbestehen des Unternehmens Weltbild.

Augsburg-TV Filmbericht

Die Bischöfe sagten dem Unternehmen ein Unterstützung von 65 Millionen Euro zu. Wie die finanziellen Mittel allerdings genau eingesetzt würden sei "Sache der Verhandlungen", so berichtet das Handelsblatt.

Handelsblatt: Kirchen-Millionen


Dem Börsenblatt zufolge, steigen die Umsätze bei Weltbild wieder an. Trotz der Insolvenz bleibe das Geschäft derzeit stabil und die Lieferanten belieferten das Unternehmen weiterhin. Bis Ende Februar erwarte der Insolvenzverwalter erste Angebote möglicher Interessenten und Investoren.

Börsenblatt: Umsätze steigen wieder


Überall im Unternehmen spürt man die Anspannung. Die nächsten Wochen werden sicherlich mehr Klarheit bringen. Hoffentlich mit einem positiven Ausgang für möglichst viele Beschäftigte.





Mittwoch, 5. Februar 2014

Horst Seehofer hält Weltbild für "zukunftsfähig"


Ein interessanter Nachrichten-Beitrag


Vergangenen Samstag in der Augsburger Kongresshalle:
Auf dem Kongress des bayerischen DGB haben Betriebsräte und Vertrauensleute von Weltbild das Gespräch mit Ministerpräsident Horst Seehofer gesucht.

Der Ministerpräsident bekräftigte, dass Weltbild in seinen Augen zukunftsfähig sei und sicherte dem Unternehmen Unterstützung auf politischer Ebene zu.

Wir haben im Blog bereits darüber berichtet und ein paar Bilder aus der Kongresshalle gezeigt.

Auch der Sender Sat1 war vor Ort und hat die Begegnung in einem Filmbeitrag festgehalten.

Der 9-minütige Beitrag über die Wiederwahl des bayerischen DGB-Vorsitzenden Matthias Jena widmet sich etwa von Minute 3:50 bis 5:30 dem Thema Weltbild.




Zum Anschauen des Films einfach auf den folgenden Link klicken:  





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