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Sonntag, 28. Januar 2018

Kandidaten für die Betriebsrats-Wahl (1)

Am 31. Januar 2018 findet die Betriebsratswahl bei Weltbild statt.
Wir stellen euch alle 16 Kandidaten der Liste 1 "Gute Arbeit" vor.





Listenplatz 1:
Timm Boßmann,  51 Jahre
Freigestellter Betriebsrat, früher Jokers


Warum ich zum dritten Mal als Betriebsrat kandidiere? Erstens: Es macht mir Freude mit anderen gemeinsam Ideen zu entwickeln und Lösungen zu verhandeln. Zweitens: Ich glaube an Gerechtigkeit und kann ein ziemlicher Dickkopf sein, wenn es darauf ankommt.

Denn die Sanierung eines insolventen Unternehmens ist niemals leicht. Sie erfordert Einsatz und Opfer. Aber dabei muss es fair zugehen. Es kann nicht sein, dass immer nur die Beschäftigten die Zeche zahlen für Missmanagement und Inkompetenz. Darum brauchen wir bei WELTBILD eine starke Interessenvertretung, die beides kann: gerechte Lösungen verhandeln und dem Arbeitgeber die Stirn bieten, wenn es nötig ist.




Listenplatz 2:
Dolores Sailer,  47 Jahre
Onsite Marketing


"Der Arbeitgeber regelt den Rahmen, in dem wir täglich arbeiten. Aber nicht allein. Wir können an vielen Punkten mitbestimmen. Das funktioniert nur im Gespräch und in Verhandlungen. Ich stelle mich zur Wahl, um den KollegInnen eine Stimme zu geben, die auch von der GF gehört wird."



Listenplatz 3:
Hannes Walk,  51 Jahre
Sachbearbeiter im Kundenservice


"Bei Veränderungen und "Optimierungen" im Unternehmen liegt der Focus der Geschäftsführung allein auf Kosteneinsparung und Steigerung der Produktivität. Dass dabei immer mehr Arbeit von immer weniger Menschen erledigt werden muss, wird als unvermeidliche Konsequenz gesehen. Damit Überlastung und Stress die Gesundheit der KollegInnen nicht gefährden und das Arbeitspensum schaffbar bleibt, muss der Betriebsrat als gewählte Interessenvertretung proaktiv und entschlossen für die Rechte der Mitarbeiter eintreten. Man sollte, so banal sich das anhört, gerne zur Arbeit gehen.  



Listenplatz 4:
Sara De Santi,  37 Jahre
Sachbearbeiterin Restemanagement


“Wertschätzender Umgang miteinander, Respekt und Toleranz anderen gegenüber und offene Gespräche sind mir sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag wichtig. Als Betriebsrätin werde ich mich dafür einsetzen, dass die Arbeit auch in unsteten Zeiten menschlich bleibt und sich der Umgang miteinander verbessert.“




Samstag, 27. Januar 2018

Kandidaten für die Betriebsrats-Wahl (2)

Am 31. Januar 2018 findet die Betriebsratswahl bei Weltbild statt.
Wir stellen euch alle 16 Kandidaten der Liste 1 "Gute Arbeit" vor. 



Listenplatz 5:
Dirk Neu,  45 Jahre
Werbung, Text


"Es gibt viele Dinge auf der Welt, auf die man keinen Einfluss hat. Wenn wir über einen gut aufgestellten Betriebsrat wenigstens für den Arbeitsalltag hier etwas Positives bewirken können – dann sollte man die Möglichkeit nutzen. Jeder von uns verbringt schließlich eine Menge Lebenszeit in diesen Büros."



Listenplatz 6:
Manuela Natterer,  50 Jahre
Sachbearbeiterin im Kundenservice
Seit 1994 bei Weltbild


"Ich werde mich für gute Arbeitsbedingungen einsetzen und die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen engagiert vertreten."




Listenplatz 7:
Jürgen Puschmann,  57 Jahre
IT / SAP-Team


"Ich werde für gesunde und faire Arbeitsbedingungen eintreten.
Bei einem Umzug möchte ich mich dafür einsetzen, dass sich unsere räumlichen Verhältnisse wieder deutlich verbessern."



Listenplatz 8:
Charmaine Müller,  58 Jahre
Werbung, Grafik



"Die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt hohe Anforderungen an Beschäftigte. Damit dabei die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen nicht auf der Strecke bleibt, werde ich mich als Bertriebsrätin weiterhin für Präventionsmaßnahmen einsetzen, die sich dem Wandel anpassen."


Freitag, 26. Januar 2018

Kandidaten für die Betriebsrats-Wahl (3)


Am 31. Januar 2018 findet die Betriebsratswahl bei Weltbild statt.
Wir stellen euch alle 16 Kandidaten der Liste 1 "Gute Arbeit" vor. 



Listenplatz 9:
Peter Hellriegel,  61 Jahre
Werbung, Text


"Arbeit darf nicht krank machen, auch bei Weltbild nicht! Deshalb werde ich als Betriebsrat Kolleginnen und Kollegen unterstützen, die über zu viel Stress klagen und mit ihrer Arbeitssituation unzufrieden sind."




Listenplatz 10:
Sabine Rath,  52 Jahre
Disponentin Warenwirtschaft
Seit 1983 bei Weltbild


"Die Abstände zwischen neuen Strukturen und Veränderungen am Arbeitsplatz werden immer kürzer. In den letzten Jahren erlebten wir schnelle Entscheidungen der Geschäftsführung, die kurz danach wieder verworfen wurden.
Für mich ist das Thema Mitbestimmung und die Mitgestaltung an neuen Prozessen äußerst wichtig. Wir alle haben jede Menge Ideen und viel Erfahrung. Darum ist es endlich an der Zeit, dass alle KollegInnen mit einbezogen werden, um Prozesse dauerhaft zu optimieren. Jedes moderne Unternehmen profitiert vom Knowhow seiner Mitarbeiter. Wir sind bereit!"




Listenplatz 11:
Tim Miller,  47 Jahre
Werbung, Grafik






Listenplatz 12:
Gabriele Schäfer,  53 Jahre
Sachbearbeiterin im Kundenservice, Schwerbehindertenvertretung


"Als SBV ist mir die Gesundheit aller  Mitarbeiter am wichtigsten.
Da der Gesundheitsschutz ein sehr wichtiges Thema ist werde ich dieses sehr tatkräftig weiter unterstützen."




Kandidaten für die Betriebsrats-Wahl (4)


Am 31. Januar 2018 findet die Betriebsratswahl bei Weltbild statt.
Wir stellen euch alle 16 Kandidaten der Liste 1 "Gute Arbeit" vor. 



Listenplatz 13:
Roland Baqué,  60 Jahre
IT / Help Desk


"Die Betriebsrats-Arbeit ist mir wichtig, weil ich mich hier für die Belange der Mitarbeiter einsetzen kann – und auch als Mittelsmann für die Ängste und Sorgen der Kollegen da sein werde."



Listenplatz 14:
Joachim Mayer,  41 Jahre
Sachbearbeiter im Kundenservice


"Eure Rechte als Arbeitnehmer stehen zwar gesetzlich fest, aber der Betriebsrat setzt das reine Buchwissen in gelebte Praxis um. Dazu möchte ich für Euch beitragen."



Listenplatz 15:
Ralph Sailer,  50 Jahre
Lagerist und Bote, Zentrale Dienste


"Mir liegt die Sicherheit am Arbeitsplatz am Herzen. Deshalb kandidiere ich."



Listenplatz 16:
Michael Haugg,  33 Jahre
Leitung Lagerverkauf / Outlet


"Ich stehe für ein gemeinsames Weltbild."




Donnerstag, 11. Januar 2018

Neuwahlen des Betriebsrats – wer tritt an?


Ende Dezember ist der Betriebsrat von WELTBILD in Augsburg zurückgetreten und hat gleichzeitig Neuwahlen eingeleitet (Bericht dazu hier). Jetzt steht der Wahltag fest: Am 31. Januar haben die KollegInnen die Wahl zwischen zwei Listen: Um zukünftig neun Betriebsratssitze bewerben sich die Gewerkschaftsliste "Gute Arbeit" und eine Gruppe, die unter dem Namen "Besser Arbeiten" antritt.

Für die Liste "Gute Arbeit" kandidieren erfahrene BetriebsrätInnen und Vertrauensleute um die bisherigen Vorsitzenden Timm Boßmann und Dolores Sailer:

  1. Timm Boßmann – freigestellter BR, früher Jokers
  2. Dolores Sailer – Marketing onsite
  3. Hannes Walk – CIC
  4. Sara De Santi – WaWi
  5. Dirk Neu – Werbung, Text
  6. Manuela Natterer – CIC
  7. Jürgen Puschmann – IT, SAP-Team
  8. Charmaine Müller – Werbung, Grafik
  9. Peter Hellriegel – Werbung, Text
  10. Sabine Rath – Einkauf Non Media
  11. Tim Miller – Werbung, Grafik
  12. Gabriele Schäfer – CIC und Schwerbehindertenvertretung
  13. Roland Baqué – IT, Helpdesk
  14. Joachim Mayer – CIC
  15. Ralph Sailer – Zentrale Dienste
  16. Michael Haugg – Leitung Lagerverkauf/Outlet

Die ehemaligen "Vision 2.0"-Kandidaten Ben Jergius und Ivo König haben neue MitstreiterInnen um sich geschart und treten diesmal als Liste "Besser arbeiten" an:

  1. Ben Jergius – Leitung Zentrale Dienste
  2. Ivo König – IT, Mac-Support
  3. Antje Seebach – Produktion
  4. Thomas De Roos – Produktion
  5. Christof Federowicz – IT, KPS-Team
  6. Stefan Stark – Retourenbearbeitung
  7. Martin Stephan – IT, KPS-Team 

Die Wahl findet am Mittwoch, 31. Januar, von 9:00 bis 16:00 Uhr statt. In dieser Zeit haben die Wahllokale in allen drei Betriebsteilen (BÖWE, SIGMA und Rumplerstraße) geöffnet. Wer am 31. Januar voraussichtlich nicht im Betrieb ist, kann bereits jetzt Briefwahlunterlagen beim Wahlvorstand beantragen. Ein formloses E-Mail an Dolores Sailer vom Wahlvorstand genügt.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Ver.di-Liste siegt: über 70% bei der Betriebsratswahl!


Ein anstrengender Tag liegt hinter den Mitgliedern des Wahlvorstands und den vielen freiwilligen WahlhelferInnen. Der mehrwöchige Wahlkampf der KandidatInnen von vier unterschiedlichen Listen hat Früchte getragen: lange Schlangen vor den Wahllokalen und körbeweise Briefwahlunterlagen zeigen, wie wichtig den Weltbild-MitarbeiterInnen der neue Betriebsrat ist.


Als um 18 Uhr die letzten Abstimmungsräume schließen, fängt die Arbeit erst richtig an: sechs große Wahlurnen werden aufgeschlossen, weit über 1.000 Stimmzettel müssen von ihren Umschlägen befreit und gezählt werden. Gegen 19:30 Uhr verkündet Josef Trutt als Vorsitzender des Wahlausschusses die Ergebnisse.


Die Wahlbeteiligung ist noch höher als vor vier Jahren. Im Angestelltenbereich sind sogar zweistellige Zuwächse zu verzeichnen. Damit geht der neue Betriebsrat deutlich gestärkt in die nächste Amtsperiode. Dafür ein dickes Danke an alle WählerInnen, die ihr Recht auf Mitbestimmung wahrgenommen haben!


Eindeutiger Sieger der Wahl ist die Gewerkschaftsliste von ver.di: Die Liste, auf der in diesem Jahr auch sehr viele Angestellte angetreten sind, erhält über 70% der gültigen Stimmen.


Darauf folgt die Liste namens "Betriebsratswahl 2010" von Tina Ederer und Michael Haugg, die beide im neuen Betriebsrat vertreten sein werden. An dritter Stelle die Liste "Contra......" von Rosemarie Martin, die als "Einzelkämpferin" ein exzellentes Ergebnis erzielt hat und zukünftig eine starke Position im Betriebsrat einnehmen wird. Die vierte Liste "LZ Wegemer" landete auf dem letzten Platz: Spitzenkandidat Raimund Wegemer eroberte den 13. Sitz im Betriebsrat.


Die Stimmen wurden gemäß Betriebsverfassungsgesetz nach den Grundsätzen der Verhältniswahl ausgezählt und ergeben folgende Platzierungen:


1. Peter Fitz (758 Stimmanteile)

2. Visnja Bernhard (379 Stimmanteile)

3. Josef Trutt (253 Stimmanteile)

4. Hedwig Zogler-Hasanaj (190 Stimmanteile)

5. Peter Reichert-Meissl (152 Stimmanteile)

6. Tina Ederer (136 Stimmanteile)

7. Dolores Sailer (126 Stimmanteile)

8. Timm Boßmann (107 Stimmanteile)

9. Rosemarie Martin (97 Stimmen)

10. Lyudmila Katzmeier (95 Stimmanteile)

11. Peter Neidlinger (84 Stimmanteile)

12. Charmaine Müller (76 Stimmanteile)

13. Raimund Wegemer (69 Stimmanteile)

14. Michael Ferentschik (68,9 Stimmanteile)

15. Michael Haugg (68 Stimmanteile)

16. Sabine Rath (63 Stimmanteile)

17. Johannes Ihmenkamp (58 Stimmanteile)


(Die Stimmanteile ergeben sich aus der Division der Gesamtstimmen für eine Liste durch die Platzierungsnummer des oder der KandidatIn.)


Alle KandidatInnen bedanken sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Die konstituierende Sitzung des neuen Betriebsrats findet am Freitag statt. Wir werden Sie in diesem Blog über die Arbeit des Betriebsrats wie gewohnt auf dem Laufenden halten.


DANKE FÜR IHRE STIMME !!!


Montag, 25. Januar 2010

Morgen zur Wahl: Ihre Stimme für Ihre Rechte!


Ein starker Betriebsrat kann viel für Sie erreichen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hinter uns liegen Nerven aufreibende Monate: Der geplante Weltbild-Verkauf verunsicherte die Belegschaft. Auf ihre Fragen erhielten die MitarbeiterInnen keine oder unklare Antworten. Im Sommer durchkämmte eine interne Unternehmensberatung unsere Firma. Zahlreiche KollegInnen wurden versetzt oder entlassen.

Wir konnten die Geschäftsführung nicht stoppen. Nur mit einem Sozialplan die Folgen abmildern. Wir hätten gerne mehr getan – aber ausgerechnet im Angestelltenbereich fehlt uns eine breite Basis, auf die wir Aktionen stützen können!

Im Versandbereich setzten wir erfolgreich das Projekt GRAzil für verbesserte Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz durch. In den Tarifverhandlungen erreichten wir mit mehreren Streiks eine Lohnsteigerung bis zu 2,5 Prozent!

Jede einzelne Stimme stärkt den Betriebsrat. Damit wir etwas für Sie bewegen können, müssen Sie sich bewegen: zur Wahlurne. Morgen!

Ihr
Peter Fitz – Betriebsratsvorsitzender

Die Gewerkschaftsliste: Peter Fitz [1]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 1:

Peter Fitz, Betriebsratsvorsitzender

53 Jahre, gelernter Datenverabeitungskaufmann, seit 19 Jahren bei Weltbild, seit 1991 Betriebsrat.

Technik und Leistungsanforderungen ändern sich ständig, die Prämien nicht: Darum kämpfe ich auch für eine gerechte Prämie für alle Lager- und Versandbereiche.

Die Gewerkschaftsliste: Dafür kämpfen wir!


Die Entscheidungsstrukturen im Unternehmen werden immer intransparenter. Sogar Führungskräfte werden über die strategischen Unternehmensziele im Unklaren gelassen. Die Geschäftsführung trifft einsame Entscheidungen und drückt diese von oben knallhart durch. Kompetente und fleißige MitarbeiterInnen werden an Entscheidungen nicht beteiligt, sondern KritikerInnen einfach aufs Abstellgleis geschoben. So entstehen die Fehler, die unser Unternehmen in die Schieflage bringen und unser aller Jobs gefährden.


Die Gewerkschaftsliste tritt ein für flache Hierarchien und Mitspracherecht. Wir wollen ein betriebliches Vorschlagswesen einführen. Die MitarbeiterInnen müssen endlich wieder gehört und ernst genommen werden!


Wann haben Sie Ihre letzte Gehaltserhöhung bekommen? Jedes Jahr meldet Weltbild neue Umsatzrekorde. Nur wenn’s ums Geld geht, ist plötzlich von Krise die Rede. Das ist ungerecht! Der Betrieb erwartet Leistung – zu Recht. Wir fordern gutes Geld für gute Arbeit: Wer viel arbeitet, soll sich auch etwas leisten können!


Deshalb kämpft die Gewerkschaftsliste für gerechte Gehaltsstrukturen, vernünftige Eingruppierungen und angemessene Prämien.


Bis zur Rente dauert’s immer länger. Wer täglich 140% Leistung bringen muss, hat keine Chance, den Ruhestand gesund zu erreichen. Statt Rente gibt’s am Ende bloß Hartz IV! Nicht nur die Knochenarbeit in Lager/Versand macht krank. Auch im Büro leiden immer mehr an Überforderung und Stresskrankheiten.


Deshalb fordern wir Rücksicht auf kranke KollegInnen und die Ausweitung des Präventionsprojekts GRAzil auf den Angestelltenbereich.


Durch den Wegfall von Arbeitsplätzen steigt die Arbeitslast. Die Aufgaben werden trotz gegenteiliger Versprechungen nicht weniger. Die Folge: Stress und Überstunden ohne Ende. Wir meinen: Alle MitarbeiterInnen haben ein Recht auf planbare Freizeit und ein Leben mit Familie und Freunden. Die 37,5-Stunden-Woche ist keine Kann-Bestimmung, sondern im Tarif festgeschriebenes Anrecht der Belegschaft!


Deshalb kämpft die Gewerkschaftsliste für eine vernünftige und faire Arbeitszeitvereinbarung.


Kinder sind – auch im katholischen Unternehmen Weltbild – immer noch Auslöser für einen Karriere-Knick. Werdende Mütter fürchten um ihren Job, nach der Elternzeit ist die frühere Arbeitsstelle oft weg. Es fehlen familienfreundliche Teilzeitregelungen und Aufstiegschancen lösen sich mit der Schwangerschaft Luft auf.


Deshalb fordern wir fordern eine vorausschauende Personalplanung. Die Gleichstellung von Frauen und Müttern muss Unternehmensziel werden!


Weltbild beschäftigt je nach Saison bis zu 850 LeiharbeitnehmerInnen. Die Bezahlung ist miserabel, ihre rechtliche Situation prekär. Oft erfahren die KollegInnen erst morgens, ob, wann und wo sie eingesetzt werden.


Die Gewerkschaftsliste fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit und klare Regelungen zur Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis. Dafür wollen wir mit der Geschäftsführung eine eigene Betriebsvereinbarung aushandeln.


Seit dem Scheitern der ersten Verkaufsrunde wird ein knallhartes Kostenprogramm durchgezogen: Nicht um Arbeitsplätze zu sichern, sondern um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen. Das ist unfair! Bis heute sagt die Geschäftsführung nicht, wie es wirklich um das Unternehmen steht.


Deshalb verlangen wir Einsicht in die Geschäftszahlen und ein umfassendes Mitspracherecht bei allen Maßnahmen, die Arbeitsplätze gefährden könnten.


Wir haben viel vor! Unterstützen Sie die Gewerkschaftsliste, damit wir uns für Sie stark machen können. Wir kämpfen für Ihren Job, Ihr Geld und Ihre Rechte.


Helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können!

Die Gewerkschaftsliste: Visnja Bernhard [2]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 2:

Visnja Bernhard, freigestellte Betriebsrätin

49 Jahre. Seit 1990 bei Weltbild, bis 1996 Debitoren-Buchhaltung, ab 1996 freigestellte Betriebsrätin.

Frauen werden nach der Elternzeit oft unfair behandelt. Das muss sich ändern. Ich werde mich für die Gleichbehandlung und Gleichstellung einsetzen.

Freitag, 22. Januar 2010

Die Gewerkschaftsliste: Josef Trutt [3]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 3:

Josef Trutt, freigestellter Betriebsrat

55 Jahre. Verheiratet, zwei erwachsene Töchter. IT-Ausbildung. Seit 1999 bei Weltbild.

Alle Kollegen haben ein Recht auf faire Bezahlung, auf Freizeit, Erholung und Familie – und alle Jugendlichen ein Recht auf eine solide Berufsausbildung.

Die Gewerkschaftsliste: Hedwig Zogler-Hasanaj [4]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 4:

Hedwig Zogler-Hasanaj, Betriebsrätin

58 Jahre. Seit 19 Jahren bei Weltbild. Tätig im
Lager- und Versandbereich. Seit 2001 freigestellt.

Ich möchte mich als Betriebsrätin für gerechtere
Arbeitszeiten und Gehälter einesetzen. Die Arbeitsplätze im Versand sollen nicht (mehr) krank machen.

Die Gewerkschaftsliste: Peter Reichert-Meissl [5]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 5:

Peter Reichert-Meissl, Werbung

51 Jahre. Seit 1990 bei Weltbild. Von 1994 – 2006 im Betriebsrat. Mitglied der Tarifkommission.

Ich will mich im neuen Betriebsrat besonders für gerechtere Gehaltsstrukturen einsetzen. Bei Eingruppierung und Prämien git es noch zu viel Willkür.

Die Gewerkschaftsliste: Doroles Sailer [6]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 6:

Doroles Sailer, Marketing

Ich bin 39 Jahre alt, Sachbearbeiterin im Projektmanagement und seit 18 Jahren bei Weltbild.

Egal ob Leiharbeitskräfte oder Stammbelegschaft: Spielball für Arbeitgeber sind wir nicht! Ich will mich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen einsetzen.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Die Gewerkschaftsliste: „Restrukturierung? Ich lass’ mich nicht für dumm verkaufen!“


Seit dem Scheitern der ersten Verkaufsrunde wird ein knallhartes Kostenprogramm durchgezogen: Nicht um Arbeitsplätze zu sichern, sondern um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen. Das ist unfair!

Bis heute sagt die Geschäftsführung nicht, wie es wirklich um das Unternehmen steht. Wir verlangen Einsicht in die Geschäftszahlen und ein umfassendes Mitspracherecht bei allen Maßnahmen, die Arbeitsplätze gefährden könnten.

Dafür steht die Gewerkschaftsliste.

Ihre Stimme für Ihre Rechte bei der Betriebsratswahl am 26. Januar!

Die Gewerkschaftsliste: Timm Boßmann [7]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 7:

Timm Boßmann, Jokers Werbung

43 Jahre. Gelernter Redakteur, Literaturwissenschaftler (M.A.). Seit 12 Jahren bei Weltbild.

Es kann nicht sein, dass einfache Angestellte für die Fehler des Managements mit Ihrem Arbeitsplatz bezahlen. Ich trete für mehr Fairness ein.

Die Gewerkschaftsliste: Lyudmila Katzmeier [8]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 8:

Lyudmila Katzmeier, Versand VTG

39 J. alt und seit 8 Jahren im Betriebsrat. Zur Zeit mache ich eine Ausbildung zur Industriemeisterin.

Für einen besseren Gesundheitsschutz und gute
Arbeitsbedingungen will ich mich auch in Zukunft stark machen.

Die Gewerkschaftsliste: Peter Neidlinger [9]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 9:

Peter Neidlinger, Warenzentrum

Ich bin 52 Jahre alt, verheiratet, habe 1 Kind und bin seit 23 Jahren bei Weltbild beschäftigt.

Leiharbeitnehmer haben ein Recht auf faire Behandlung. Auch sie sind ein Teil der Firma. Deshalb werde ich engagiert gegen Benachteilungen eintreten.

Die Gewerkschaftsliste: Charmaine Müller [10]


Am 26. Januar ist Betriebsratswahl:
Unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die ver.di-Gewerkschaftsliste.
Wir machen uns stark für Ihre Rechte!


Listenplatz 10:

Charmaine Müller, Werbung

50 Jahre. Ich arbeite seit 13 Jahren bei Weltbild und bin seit 1998 im Betriebsrat aktiv.

Uneffiziente Organisation führt zu sinnloser und überflüssiger Arbeit und unnötigen Kosten. Mehr Mitbestimmung bei den Arbeitsabläufen ist nötig!

Mittwoch, 20. Januar 2010

Betriebsversammlung: "Alleine geht nix!"


Beide Betriebsversammlungen am gestrigen Dienstag waren außerordentlich gut besucht. Der Kuppelsaal war bis auf die letzten Plätze besetzt. Trotzdem fassen wir hier kurz die wichtigsten Tagesordnungspunkte zusammen, um auch die KollegInnen zu informieren, die nicht teilnehmen wollten oder konnten.


Zur Erinnerung: Die Teilnahme an der Betriebsversammlung steht jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter frei - ausgenommen sind die wenigen leitenden Angestellten (bei WB in der Regel Mitglieder der Geschäftsleitung). Die Teilnahme an Besprechungen oder Sitzungen können Sie mit Hinweis auf die Betriebsversammlung ablehnen, dann muss ein neuer Termin vereinbart werden. Selbstverständlich zählt die Teilnahme an der BV zur Arbeitszeit.


1. Tätigkeitsbericht des Betriebsrats von Peter Fitz
Eines der wichtigsten Themen des Betriebsrats war der geplante Verkauf der Verlagsgruppe, der vor anderthalb Jahren (ungewollt) publik wurde. Nur durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und eine große Unterschriftensammlung konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Donaubauer dazu gebracht werden, sich der Belegschaft auf einer Betriebsversammlung zu stellen. Die sogenannten "Organisatorischen Veränderungen", die nach dem Scheitern der Verkaufsverhandlungen exekutiert wurden, konnte der Betriebsrat nicht verhindern. Wohl aber stark verbesserte Lösungen für die zahlreichen KollegInnen aushandeln, die im Zuge dieser Restrukturierung entlassen oder versetzt wurden. Der Verkauf wird weiter auf der Agenda des Betriebsrats bleiben. Peter Fitz: "Das Thema ruht offiziell gerade, ist aber beileibe nicht abgehakt!"


Im Bereich Lager/Versand hat der Betriebsrat mit ein umfangreiches Projekt zur Verbesserung der Zusammenarbeit gestartet und weit voran gebracht. Peter Fitz dankte in diesem Zusammenhang explizit auch der Leiterin der Personalentwicklung, Dr. Monika Strohmaier, die das Projekt mit großem "persönlichen und auch unkonventionellen Einsatz" vorangebracht hat.


Für rund 50 KollegInnen hat der Betriebsrat Altersteilzeit-Regelungen durchgesetzt. Die Verträge laufen bis zu acht Jahren und garantieren den MitarbeiterInnen 82,5% ihres Einkommens und bis zu 90% der Rentenbeiträge. Wäre es nach der Geschäftsführung gegangen, wären nur 70% des Einkommens bezahlt worden, die zudem durch den Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld von der Belegschaft erkauft werden sollten! Auch das "ein Verhandlungsergebnis auf das man stolz sein darf", wie ver.di-Gewerkschaftssekretär Berthold Schleidt bekräftigte.


Nach drei Jahre andauernden Verhandlungen hat der Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zu Leistungsprämien im gewerblichen Bereich abgeschlossen. Die Vereinbarung garantiert angemessene Entlohnung für Mehrleistung, stärkt die Einspruchsrechte der MitarbeiterInnen und schafft deutlich mehr Transparenz bei der Leistungsaufnahme. Für VTA und VTJ tritt der Vertrag am 1.2.2010 in Kraft, die anderen Bereiche schließen sich nach und nach an.


2. Betriebliches Gesundheitsmanagement von Visnja Bernhard und Tatiana Fuchs
Den aktuellen Stand des Projekts resümierte Tatiana Fuchs vom Internationalen Institut für empirische Sozialökonomie. Das Institut begleitet das umfangreiche Projekt GRAzil wissenschaftlich. Fuchs berichtete, es habe "längere Überzeugungsarbeit" gekostet, um die Methodik der GRAzil-Maßnahmen bei der Geschäftsführung durchzusetzen.


Nach einer ersten Bestandsaufnahme im März vergangenen Jahres habe man ab Sommer Maßnahmen entwickelt und sei nun in der Phase der konkreten Durchführung angelangt: "Bei Weltbild haben wir in acht Monaten etwas geschafft, das in anderen Firmen oft drei bis fünf Jahre dauert", zeigte sich Fuchs sehr beeindruckt. Die MitarbeiterInnen seien außergewöhnlich engagiert gewesen, fand die Wissenschaftlerin und dankte ganz besonders dem Betriebsrat, der das Projekt engagiert und "mit dem notwendigen kritischen Blick" begleitet habe. Jetzt komme es darauf an, die Verbesserungen in verbindlichen Vereinbarungen mit der Geschäftsführung zu fixieren.


Visnja Bernhard hob in ihrem Beitrag besonders hervor, dass sich so viele MitarbeiterInnen beteiligt haben und war stolz, das "wirklich alle Anregungen aufgenommen wurden." Entsprechend positiv sei auch die Resonanz in der Belegschaft gewesen. Um die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten ist ein großes Maßnahmenpaket in der Umsetzung:

• Verbesserungen bei der Heizung und Lüftung zur Schaffung eines besseren Raumklimas in den Betriebsstätten
• Einsatz von technischen Hilfsmitteln zur Erleichterung schwerer körperlicher Arbeiten
• ein Informationskonzept zur Optimierung der internen Kommunikation z. B. bei Teambesprechungen und zur Integration von Mitarbeiter-Vorschlägen
• ein Schulungspaket für die Weiterbildung von Vorgesetzten zur Verbesserung des Führungsverhaltens
Neben diesen Maßnahmen sieht Visnja Bernhard aber weiteren Bedarf für Verbesserungen:

• Arbeitszeiten – mehr freie Wochenenden
• Arbeitsdruck – Gesundheit vor Auslieferung
• Lärmbelastung – Spezialisten einsetzen
• Hitze/Kälte – weitere Lösungen müssen gefunden werden

"Das können MitarbeiterInnen und Betriebsrat nur gemeinsam durchsetzen", betonte Bernhard. "Alleine geht nix!" "Guter Arbeitsschutz braucht gute Vereinbarungen", präzisierte Tatiana Fuchs abschließend. Und die fänden ihren Niederschlag letztlich in guten Tarifverträgen.


3. Verhandlungen um den Manteltarifvertrag von Dolores Sailer und Berthold Schleidt
Im Manteltarifvertrag sind unter anderem Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Weihnachts- und Urlaubsgeld, verlängerte Kündigungsfristen u. ä. geregelt. Seit der Kündigung des Manteltarifvertrags (MTV) durch die Arbeitgeber im Juni 2006 verhandelt die Tarifkommission: Peter Reichert-Meißl, Peter Fitz und Dolores Sailer.


Letztere berichtete gemeinsam mit Gewerkschaftssekretär Berthold Schleidt vom aktuellen Stand der Verhandlungen: Verlängerte Grundkündigungsfristen, die Beibehaltung der 37,5 Stundenwoche und Sonderzahlungen (13. und 14. Monatsgehalt) habe man – zum Teil mit Streiks – durchgesetzt. In den spontanen Beifall der VersammlungsteilnehmerInnen mischte sich auch ein Zwischenruf: "Das hätte auch mehr sein können, wenn die Angestellten mitgestreikt hätten!"


Weiter verhandelt werde derzeit um den Sonderkündigungsschutz für ältere KollegInnen und im Falle von Rationalisierungsmaßnahmen. Auch um die Zuschläge für Wochenendarbeit und die Spätöffnungszuschläge werde weiter zäh gerungen. Hier baut die Tarifkommission auf die Unterstützung der Belegschaft, wenn Arbeitskampfmaßnahmen notwendig werden sollten. Im Februar wird weiter verhandelt.


Ver.di-Gewerkschaftssekretär Schleidt macht in diesem Zusammenhang auf eine besonders brisante Forderung der Arbeitgeber aufmerksam: "Die wollen, dass alle, die 15% über dem Tarif verdienen, aus dem Manteltarifvertrag ausgenommen werden. Das hieße: längere Wochenarbeitszeit und weniger Urlaub für einen Teil der Angestellten!" Er forderte die Angestellten explizit auf, sich zum Manteltarifvertrag zu bekennen: "Wir verhandeln für euch, aber ihr müsst das auch wollen und uns unterstützen!"


4. Betriebsratswahl von Josef Trutt
Der Vorsitzende des Wahlausschusses erläuterte die Prinzipien der Listenwahl und das Auszählungsverfahren. Die Listenwahl sei gesetzlich vorgeschrieben, sobald sich mehr als eine Liste zur Wahl stelle, erläuterte Trutt. Er erklärte das Briefwahlverfahren und betonte, dass jedeR MitarbeiterIn nur eine Stimme habe: "Jeder nur ein Kreuz – sonst wird der Stimmzettel ungültig!" Ausführlichere Informationen können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.


5. Wahlaufruf von Peter Fitz
Der Betriebsratsvorsitzende nutzte die Gelegenheit für "etwas Publicicty" und stellte das Wahlprogramm der Gewerkschaftsliste vor, auf der neben einem Großteil der jetzigen Betriebsratsmitglieder auch viele neue Köpfe gerade aus dem Angestelltenbereich kandidieren. Über Ziele und Zusammensetzung der Gewerkschaftsliste können Sie sich in diesem Blog informieren. Am Montag vor der Wahl veröffentlichen wir hier nochmals eine Zusammenfassung des Wahlprogramms.

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