Freitag, 12. November 2010

Grünpflanzen und regelmäßige Gesprächsrunden verbessern das Klima im Contact Center


Ergebnisse erfolgreicher Betriebsratsarbeit

Auch im Contact Center (ehemals Call Center) an der Aindlinger Straße haben die Bemühungen des Betriebsrats jetzt „Früchte getragen” – und zwar in mehrfacher Hinsicht! 

Auf breiter Front wurde eine große Zahl Grünpflanzen in das bisher eher spartanisch wirkende Großraumbüro gestellt. Bislang hatte es nur an einzelnen Stellen Pflanzen gegeben, so dass sich die KollegInnen jetzt erst noch etwas an den neuen „Dschungel“ gewöhnen müssen.

Laut Untersuchungen wirken sich Grünpflanzen äußerst positiv auf die Psyche (55%) wie auch auf das gesamte Raumklima aus (30%). Staubreduktion wird mit immerhin 8%, Schallreduktion mit 6% und Schadstoffabbau noch mit 1% in ihrer Wirkung angegeben. Zahlreiche gesundheitliche Beschwerden der Beschäftigten gehen laut einer norwegischen Studie signifikant zurück, unter anderem Müdigkeit und trockener Hals (30%), Husten (37%) sowie trockene und gereizte Haut (23%).

Die Umsetzungen im Rahmen des Projekts GRAZIL haben auch dazu geführt, dass im gesamten Haus CCC (Customer Care Center) neuerdings monatliche Gesprächsrunden eingeführt wurden. Die einzelnen MitarbeiterInnen können sich hierbei mit all ihren Problemen am Arbeitsplatz bzw. im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit und natürlich mit Vorschlägen und Anregungen zur Verbesserung einbringen. 

Einer dieser Vorschläge aus dem Kreis der Teilnehmer wurde bereits umgesetzt: Neben der üblichen Handwaschlotion auf den Toiletten gibt es jetzt auch ein Desinfektionsmittel mit Rückfetter für bessere Hygiene. Was der Geschäftsleitung sinnvoll und finanzierbar erscheint,
wird zur Verbesserung der Situation am Arbeitsplatz und des Wohlbefindens der MitarbeiterInnen durchaus auch eingeführt.

Mittwoch, 10. November 2010

300 Euro Prämie – ein gutes Signal


Betriebsrat verhandelte erfolgreich
Zusätzlich zu ihrem Oktobergehalt erhielten alle »Tarifbeschäftigten« (in Vollzeit) 300 Euro Prämie für das Jahr 2010. Mit dieser Extrazahlung folgte die Geschäftsführung einem Antrag des Betriebsrats, der sich auf eine Vereinbarung aus dem Jahre 2004 bezog …

Die aktuelle Prämienzahlung setzt ein in mehrerlei Hinsicht erfreuliches Signal: Zum einen zeigt man der großen Mehrheit der Weltbild-Beschäftigten (ca. 1.500 Kolleginnen und Kollegen), dass es eben nicht nur die Führungskräfte und AT-Angestellten sind, die den gesamten Unternehmenserfolg erwirtschaften – und dafür belohnt werden. Zum anderen erhalten die Tarifangestellten damit einen Ausgleich für die (vom Arbeitgeberverband Buchhandel & Verlage in Bayern) vorenthaltene Tariferhöhung im Zeitraum 1.4. 2010 bis 1.10. 2010.

… auch für Leiharbeitnehmer
Positiv bemerkenswert aus unserer Sicht weiterhin, dass auch Menschen, die über Leiharbeitsfirmen  bei Weltbild arbeiten, von dieser  Regelung profitieren: Wer länger als sechs Monate ohne größere Unterbrechung (max. 2 Wochen) bei uns war, und zum 1.10. noch bei Weltbild beschäftigt ist, erhält die volle Prämienzahlung, Teilzeitbeschäftigte entsprechend ihrer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit. Sicher können es die Leute, die für 7 Euro 60 Stundenlohn bei uns arbeiten (müssen) am besten gebrauchen.  Der Betriebsrat verbindet mit dieser Geste auch die Hoffnung, dass in das Thema Leiharbeit bei Weltbild Bewegung kommt …

Gleiches Geld für gleiche Arbeit?
Hierzu sind Geschäftsführung und Betriebsrat bereits seit geraumer Zeit im Gespräch. Noch im Laufe dieses Monats soll in einem ersten Schritt vereinbart werden, dass rund 50 Leiharbeitnehmern, die seit  mindestens vier Jahren bei Weltbild tätig sind, ein Übernahmeangebot gemacht wird. Für Beschäftigte von Leiharbeitsfirmen, die mindestens zwei Jahre (mit höchstens vier Monaten Unterbrechung) bei uns waren, soll der Stundenlohn durch Weltbild auf 9 Euro aufgestockt werden. Der Betriebsrat sieht diese Initiative als Einstieg in eine umfassende Betriebsvereinbarung zum verantwortungsvolle(re)n Umgang mit dem Instrument Leiharbeit.


Freitag, 5. November 2010

Das Wort zum Freitag: Streiken erlaubt


Wenn in Deutschland Busfahrer, Fluglotsen, Müllmänner oder Bademeister streiken, was ja bei tariflicher Disharmonie ihr gutes Recht ist, schraubt sich der Volkszorn schnell in luftige Höhen. Warum? Weil viele Bundesbürger sich in ihren Grundrechten beeinträchtigt fühlen. Dabei ist im Grundgesetzt überhaupt nicht die Rede vom Recht auf planmäßigen Abflug nach Gran Canaria, vom Recht auf pünktliche Entleerung vollgestopfter Mülltonnen, vom Recht auf auf die samstägliche Chlor-Kur im städtischen Hallenbad.

Der Durchschnittsdeutsche liebt es halt, wenn alles seine Ordnung hat, und hasst es, wenn jemand seine Planungen und Termine durcheinander bringt. Schließlich hat er schon genug Chaos in der Ehe, im Elternbeirat und in seiner viel zu kleinen Doppelgarage. Und dann soll er sich die letzten verlässlichen, sicheren Bastionen eines immer turbulenter werdenden Lebens von ein paar Verdis und anderen Relikten einer längst vergangenen Epoche kaputt machen lassen? Nein, das wäre zu viel verlangt.

Und komme jetzt bitte keiner mit der abgedroschenen Platitüde, wo da die Solidarität bliebe! Schließlich haben Hanna Normala und Maximilian Mustermann im vreganegnen Jahr bereits reichlich für die Erdbebenopfer in der Karibik und die DHAH (Deutsche Hilfsorganisation für ausgesetzte Haustiere) gespendet.

Der Deutsche ist da ja ganz anders als etwa sein Nachbar westlich des Rheins. Monsieur Filou geht so selbstverständlich und mit Lust zum Streiken wie Herr Meier in seine geliebte Stammkneipe oder zum Kegeln. Die Nachfahren von Villon und Robespierre haben halt noch reichlich aufmüpfige Revolutionärsgene in der Erbgutmasse. Während bei uns Alemannen nach wie vor der Anteil obrigkeitshöriger Kuschgene dominiert. (Natürlich gibt es hin und wieder Mutationen – wie z.B. erkennbar bei Stuttgart-21-Gegnern.)

Schon seltsam, wenn die Franzmänner und -frauen ohne mit der Wimper zu zucken das ganze Land lahmlegen – nur weil ihnen die Rentenpläne der Regierung missfallen! Wenn in Deutschland die Hundefriseure aufgrund von Arbeitskampfmaßnahmen ihre Salons einen Tag schließen, redet man schon von Landesverrat und Staatsstreichversuch – und manch einer wünscht sich vielleicht wieder eine schlagkräftige Organisation herbei, die ohne viel behördliches Brimborium schnell und wirksam eingreifen darf: zum Wohl der Allgemeinheit – und der Pudelmuttis.

Selbstverständlich muss Streiken erlaubt sein – aber bitte nicht am Pfingstsamstag, wenn auf dem Münchener Flughafen mein Airbus darauf wartet, mich nach Domrep oder Malle zu bringen, damit ich meinen Teint auffrischen kann. Und erst recht nicht morgen früh, wenn ich unbedingt den Bus erwischen muss, um pünktlich beim NKD zu sein. Schließlich will ich mir die 3-in-1-Funktionsjacke zum Hammerpreis nicht von Hinz & Kunz vor der Nase wegschnappen lassen. Nicht auszudenken, wenn ich Hinz oder Kunz eines Tages treffe würde: in »meiner« Jacke – und darüber ein signalfarbenes Leibchen gezogen mit der Aufschrift: Streikposten.

Mittwoch, 3. November 2010

Demo in Nürnberg: Gerecht geht anders!



Wir brauchen einen Kurswechsel!

Der DGB Bayern ruft auf:
Kommt zur zentralen Kundgebung am 13.11.2010 auf den Kornmarkt in Nürnberg.

Deutschland ist Schieflage geraten. Unser Sozialstaat droht von der schwarz/gelben Bundesregierung demontiert zu werden. Im Herbst werden wichtige Entscheidungen im deutschen Bundestag getroffen, die unsere Republik entscheidend zu verändern und soziale Gerechtigkeit abzubauen drohen.

Die Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise werden auf den Schultern der kleinen Leute abgeladen. Restriktive Sparprogramme, Kürzungen der Sozialleistungen, Einschnitte in öffentliche Daseinsvorsorge und das Bildungssystem verschlechtern die Lebens- und Arbeitsbedingungen. Statt guter und gerecht bezahlter Arbeit droht die soziale Ordnung und der Schutz der arbeitenden Menschen verloren zu gehen. Deshalb brauchen wir gute Arbeit, starke öffentliche Leistungen, gutes Auskommen im Alter, ein solidarisches Gesundheitssystem sowie qualifizierte Bildung und Ausbildung.

Wir wehren uns!
Wir alle fahren zur Kundgebung nach Nürnberg


Orte- und Abfahrtzeiten der Busse:

Augsburg, Kleiner Exerzierplatz (Plärrer): 7.45 Uhr
Gersthofen, Parkplatz Ludwig-Hermann-Str. 100: 7.50 Uhr
Donauwörth, Festplatz: 8.25 Uhr
Nördlingen, Parkplatz Nürnberger Str.: 8.25 Uhr

Rückfahrt nach Beendigung der Kundgebung!

Anmeldungen und Rückfragen beim ver.di Bezirk Augsburg:
Tel.: 0821/27950-0 oder per Mail: bz.augsburg@verdi.de

Freitag, 22. Oktober 2010

Das Wort zum Freitag: Glühweinsaison


»Morgen soll’s schneien.« Kollege A. unterbricht seine Lektüre und schaut irritiert auf. »Bis auf 600 Meter runter.« A., ungläubig: »Wirklich?« »Hab’ ich heute morgen im Radio gehört.« »Wie hoch liegen wir hier eigentlich, in Lechhausen?« «Ich gaub’ so um die 500 Meter.« A., erleichtert: »Dann gibt’s höchstens Schneeregen.« »Und das findest du besser?« frage ich.

A überlegt einen Moment. »Nicht wirklich«, meint er dann und seufzt. »Aber schließlich haben wir ja schon bald November …« Und er bekommt so einen melancholisch-tiefsinnigen Blick, als sei für Allerheiligen der Weltuntergang angekündigt. Da platzt Kollege B. ins Büro. »Habt ihr eigentlich schon Winterreifen drauf?«

Natürlich nicht. Denn – wie jedes Jahr – wird der Winter völlig überraschend über uns hereinbrechen. Gestern noch die wärmenden Sonnenstrahlen des Altweibersommers – und heute schon Eiskratzen an den Autoscheiben und hektische Suche nach dem Starthilfekabel. Immer wieder auf’s Neue lassen wir uns vom Wechsel der Jahreszeiten überrumpeln. So als hätten wir den Goldenen Oktober schockgefroren, ihm den Zahn der Zeit gezogen. Das einzige, was uns nicht mehr überraschen kann, ist ein mieser Sommer. Mit dem rechnen wir immer.

»Ist doch nur menschlich«, meint mein Kumpel Harry, während wir am Abend den Start der Glühwein-Saison feiern und über technische Probleme mit der Fahrradbeleuchtung sowie typische Symptome der ersten »dicken« Herbsterkältung debattieren: von Gänsehaut bis Stirnhöhlenkatarrh. »Das Unangenehme wird halt verdrängt, ganz weit weg geschoben, ins Reich der Märchen und Sagen verbannt. Und wenn Väterchen Frost an unsere Tür klopft, fallen wir aus allen Wolken und überprüfen besorgt den Heizölstand im Keller. Und dann überkommt uns die Angst, an den Tankstellen und in den Supermärkten könnte Frostschutzmittel bereits ausverkauft sein. Alles ganz normal, mein Freund – so normal, wie der Durst auf Bier nach drei Tassen Glühwein.«

Der Wintereinbruch ist dann übrigens doch (noch) nicht erfolgt. Keine Schneeflocke weit und breit, die Regentonne an der Hauswand noch nicht geborsten. Mein Arbeitskollege B. fühlt sich vera…… Schließlich hatte er sich schon mental auf sibirische Verhältnisse eingestellt!

Heute morgen taumelte er völlig verschwitzt ins Büro – eingepackt in eine Mount-Evererst-Daunenjacke, über den hochroten Kopf eine Boris-Jelzin-Pelzmütze gezogen . »Willste ein kühles Bier?«, fragte ich ihn. Und Kollege A. meinte grinsend: »Seit der Kachelmann mit der Justiz Probleme hat, ist auf die Wetterprognosen einfach kein Verlass mehr.« Worauf ich ergänzte: »Und wenn Aldi die ersten Glühweinpullen ins Regal räumt, bedeutet das noch lange keinen Winteranfang.« Und A.: »Vielleicht geht ja diesmal der Herbst gleich in den Frühling über; übermorgen blühen die Buschwindröschen, und die Störche kehren zurück – wer weiß …«

p.s.
28 Stunden später: Endlich ist es soweit. In allen Straßen und Gassen erklingt der swingende, frühmorgendliche Sound der Plastik-Eiskratzer. »Ritzeratze, kritzekratze, krachsplitter …« Und Kollege B. friert sich auf dem Weg ins Büro bestimmt den A. ab, wetten?

Mittwoch, 29. September 2010

Neue Umfrage: Wie zufrieden sind Sie mit dem Tarifabschluss?


Während der Tarifverhandlungen wollten wir an dieser Stelle von Ihnen wissen, ob Sie bereit wären, für eine gerechte Bezahlung zu streiken. Das Ergebnis:
77% der TeilnehmerInnen waren streikbereit
4% hatten Angst, in den Ausstand zu treten
17% war ein gerechter Abschluss überraschender Weise nicht wichtig
Jetzt fragen wir Sie: Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis – inklusive Mantelabschluss –, das die verdi-Tarifkommission mit Unterstützung der Belegschaft erzielt hat? (Zum Vergrößern der Tabelle einfach draufklicken.)

Nutzen Sie bitte auch die Kommentar-Funktion unter diesem Beitrag, wenn Sie gern eine ausführlichere Stellungnahme abgeben möchten!

Dienstag, 21. September 2010

Tarifverhandlungen erfolgreich: Mantel zu, Löhne rauf


Hartnäckige Verhandlungen und die Ankündigung von Streiks im Weihnachtsgeschäft haben Wirkung gezeigt:
• Anhebung der Gehälter um 50 Euro/Monat ab 1.10.2010
plus 2% Tariferhöhung ab 1.7.2011
• Für unsere Azubis gibt es:
• ab 1.10.2010: 20 Euro/Monat mehr
• ab 1.07.2011: 2% Tariferhöhung
Nach rund drei Jahren harter Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeberverband ist es uns gelungen, den Manteltarifvertrag neu abzuschließen. Dabei konnten wir substantielle Forderungen der Arbeitgeber erfolgreich abwehren. Wenn es nach deren Willen gegangen wäre, hätten wir jetzt
  • die 40-Stunden-Woche (ohne Lohnausgleich)
  • Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Verschlechterungen beim Kündigungsschutz älterer Arbeitnehmer
Diese Zumutungen konnten wir verhindern, aber folgende Einschnitte mussten wir hinnehmen:
  • Spätöffnungszuschläge am Samstag künftig erst ab 18:30 Uhr (bisher 14:00 Uhr)
  • Sonntagsarbeit beginnt künftig erst ab Sonntag 0:00 Uhr (bisher Sa. 20:00 Uhr)
  • Kündigungsfrist bei Rationalisierung verkürzt sich auf 6 Monate zum Quartalsende (bisher 9 Monate)
Die verdi-Tarifkommission meint:
Der Abschluss bietet sicher keinen Anlass für Jubelfeiern, stellt aber letztlich ein akzeptables Gesamtpaket dar. Gerade in der letzten Verhandlungsrunde beim Gehalt gelang es uns, vor dem Hintergrund der anlaufenden Mobilisierung den Arbeitgeberverband deutlich in Bewegung zu bringen. Dank an alle KollegInnen, die sich an verdi-Aktionen beteiligt haben!

Das große Plus des Abschlusses:
Der Manteltarifvertrag gilt für alle verdi-Mitglieder ab 01.10.2010 wieder absolut rechtsverbindlich. Alle Rechte und Leistungen aus dem MTV sind jetzt wieder 100%ig sicher. Für (Noch-)Nicht-Mitglieder die beste Gelegenheit einzutreten:


Freitag, 17. September 2010

Tarifverhandlungen: Jetzt reicht's mir!


Seit April warten die KollegInnen bei Weltbild auf die überfällige Tariferhöhung!

Jetzt ruf die Gewerkschaft ver.di alle KollegInnen auf, sich an einer Mittags-Aktion zu beteiligen:
• Die KollegInnen in Lager und Versand legen um 12:00 Uhr für 5 Minuten die Arbeit nieder!
• Die Angestellten fahren um 12:00 Uhr ihre Computer einmal runter und wieder rauf!
So unterstützen wir die KollegInnen der Tarifkommssion, die heute in München verhandeln. Die Arbeitgeber müssen merken, dass es uns ernst ist mit unseren berechtigten Forderungen.

Es geht um 4,5%, mindestens 80,00 Euro für alle!

Umfrage: Nur 20% fühlen sich gerecht bezahlt


Die Ergebnisse unserer jüngsten Umfrage: »Werden Sie bei Weltbild gerecht bezahlt?«
16% haben seit Jahren keine Gehaltserhöhung bekommen.
24% finden, die Gehälter bei Weltbild seien grundsätzlich zu niedrig.
46% sind der Meinung: Bezahlt wird nach Wohlgefallen, nicht nach Leistung.
• Immerhin 20% sagen: Ja, alles in Ordnung.
Letztere werden während des nächsten Streiks wohl weiterarbeiten… Von allen anderen wollen wir jetzt wissen:

Sind Sie bereit für bessere Gehälter und den Abschluss des Manteltarifs an Arbeitskampfmaßnahmen teilzunehmen, z.B. Streiks?

Donnerstag, 16. September 2010

Tarifverhandlungen: Belegschaft braucht bessere Bezahlung


Klares Votum auf der Betriebsversammlung: Tariflöhne schnell und spürbar erhöhen!

Was ist mit unseren Tarifen? Wenig Erfreuliches hatten die Mitglieder der verdi-Tarifkommission zu berichten: Seit dem 1. April warten rund 1.500 Kolleginnen und Kollegen bei Weltbild auf die von der Gewerkschaft ver.di geforderte Tariferhöhung. Dolores Sailer und Peter Reichert-Meissl machten in ihren Ausführungen deutlich, wie der Arbeitgeberverband durch Taktieren und Verschleppen die berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer blockiert. Sowohl Mantel- als auch Entgelt-Tarif seien weiterhin offen. Dabei sei doch die Geschäftsentwicklung deutlich positiv. Das bestätigte später auch Geschäftsführer Carel Halff.

Mehr Geld – nicht nur für AT! Dass Geld für eine angemessene Beteiligung der Beschäftigten am Unternehmenserfolg da ist, beweisen die Prämienzahlungen und Gehaltserhöhungen der AT-Angestellten. Deren Bezüge wurden zum 1.7. um durchschnittlich 2,5% erhöht. In Bezug auf die Tarifverhandlungen sagte unser Leitender Geschäftsführer Carel Halff später immerhin zu, sich für ein verbessertes Angebot und für eine Tariferhöhung rückwirkend zum 1.4.2010 einzusetzen! Wir bleiben gespannt.

Berthold Schleidt: Aktionen in Vorbereitung! Die Geduld der Kollegen geht angesichts steigender Kosten und Arbeitsbelastung zu Ende. Am 17. 9. steht die 3. Verhandlungsrunde an. Sollte es wieder kein verhandlungsfähiges Angebot der AG-Seite geben, ist mit einem Arbeitskampf im Weihnachtsgeschäft zu rechnen. Gewerkschaftssekretär Schleidt rät: Beteiligen Sie sich an den Aktionen zur 3. Verhandlungsrunde – nur durch Druck aus den Belegschaften ist ein guter Abschluss möglich! Weitere Themen der Betriebsversammlung: siehe unten.


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