Montag, 23. November 2009
Neue Umfrage: Worum sich der Betriebsrat 2010 kümmern soll
Anfang des nächsten Jahres wählen Sie den neuen Betriebsrat. Wie stark die Position des Betriebsrats gegenüber der Geschäftsführung ist, hängt auch von der Wahlbeteiligung ab. Der Betriebsrat vertritt Ihre Rechte und Interessen, deshalb zählt jede einzelne Stimme!
Sie, die MitarbeiterInnen von Weltbild, bestimmen die Agenda des Betriebsrats. Sagen Sie uns hier, welche Themen für Sie persönlich ganz besonders wichtig sind.
Unterstützen Sie uns: Um ein möglichst genaues Bild zu bekommen, sollten möglichst viele KollegInnen an der Umfrage teilnehmen. Nutzen Sie dazu unsere Weiterempfehlungsfunktion. Klicken Sie einfach auf den kleinen Briefumschlag unter diesem Artikel.
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Betriebsratswahl 2010,
Umfrage
Weltbild-MitarbeiterInnen: Motivation ist im Keller
"Wie motiviert sind Sie bei der Arbeit im Vergleich zu vor einem Jahr?"
Insgesamt haben über 50 KollegInnen an der Umfrage teilgenommen. Das ist bislang die höchste Teilnehmerzahl. Obwohl das Ergebnis statistisch nicht als repräsentativ gelten kann, belegen die Antworten, dass die Stimmung bei Weltbild offenbar im Keller ist:
71% geben an "ziemlich" oder "völlig" demotiviert zu sein.
13% der KollegInnen "fällt es schwerer zu arbeiten, weil ich Angst habe".
9% sind genauso motiviert wie vor einem Jahr.
5% sind aktuell motivierter als früher.
Wir meinen: Wenn 84% der Belegschaft mit Unlust oder Angst an die Arbeit geben, ist das ein deutlicher Appell an die Adresse der Geschäftsführung:
Machen Sie Schluss mit dem Erbsen zählen und kleinkrämerischen Sparprogrammen! Stellen Sie sich Ihrer Verantwortung, geben Sie Fehler zu und entwickeln Sie nachvollziehbare Strategien gegen die Krise! Sorgen Sie für mehr Transparenz und weniger Angst im Betrieb!
Motivation kann man nicht befehlen oder erzwingen. Nach den Zumutungen des Sommers sind deutliche und ehrliche Signale der Führung gefragt: Das kommende Weihnachtsgeschäft ist nur mit vereinten Kräften zu stemmen. Sie sind am Zug, Herr Halff!
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Umfrage
Sonntag, 22. November 2009
Betriebsratswahl 2010: Wahlvorstand bestellt
Bei Weltbild umfasst der Wahlvorstand sieben Personen:
• Visnja Bernhard
• Timm Boßmann
• Peter Fitz (stellvertretender Vorsitzender)
• Johannes Ihmenkamp
• Christina Siemon
• Josef Trutt (Vorsitzender)
• Melanie Urbschat
Am Freitag traf sich der Wahlvorstand zu seiner konstituierenden Sitzung. Als erster Schritt wurde von der Geschäftsführung eine Liste aller im Betrieb Beschäftigten angefordert. Auf dieser Grundlage erstellt der Wahlvorstand das Wählerverzeichnis.
Die Wahl findet voraussichtlich Ende Januar kommenden Jahres statt.
Der Wahlvorstand wird Sie in diesem Blog über alle wichtigen Wahlvorbereitungen auf dem Laufenden halten.
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Betriebsratswahl 2010
Samstag, 7. November 2009
Demo gegen SCHLECKER-Geschäftspraktiken
Montag, 9. November, 12:00 Uhr
Start: Herz-Jesu-Kirche, Pfersee
Ziel: SCHLECKER XL-Markt, Augsburgerstr., Pfersee
Mit der Gründung der SCHLECKER-XL-Märkte unterläuft die Geschäftsführung von SCHLECKER gezielt die tariflichen Lohn-Vereinbarungen und versucht Betriebsratsarbeit zu behindern.
Untersützt die KollegInnen bei Ihrem Kampf für gerechte Bezahlung und Mitbestimmungsrechte!
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Mittwoch, 4. November 2009
Erfundene Geschichte oder Wahrheit über Management?
Beide Mannschaften trainierten lange und hart,um ihre höchste Leistungsstufe zu erreichen. Als der große Tag gekommen war, waren beide Mannschaften topfit, doch die Japaner gewannen mit einem Vorsprung von einem Kilometer.
Nach dieser Niederlage war das deutsche Team sehr betroffen und die Moral war auf dem Tiefpunkt. Das obere Management entschied, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden musste. Ein Projekt-Team wurde eingesetzt, um das Problem zu untersuchen und um geeignete Abhilfemaßnahmen zu empfehlen. Nach langen Unersuchungen fand man heraus, dass bei den Japanern sieben Leute ruderten und ein Mann steuerte, während im deutschen Team ein Mann ruderte und sieben steuerten.
Das obere Management engagierte sofort eine Beraterfirma, die eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen sollte. Nach einigen Monaten und beträchtlichen Kosten, kamen die Berater zu dem Schluss, dass zu viele Leute steuerten und zu wenige ruderten. Um einer weiteren Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Teamstruktur geändert. Es gab jetzt vier Steuerleute, zwei Obersteuerleute, eine Steuerdirektor und einen Ruderer.
Außerdem wurde ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um dem Ruderer mehr Ansporn zu geben. Wir müssen seinen Aufgabenbereich erweitern und ihm mehr Verantwortung geben.
Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit einem Vorsprung von zwei Kilometern.
Das Management entließ den Ruderer wegen schlechter Leistungen, verkaufte die Ruder und stoppte alle Investitionen für ein neues Boot. Der Beraterfirma wurde ein Lob ausgesprochen und das eingesparte Geld wurde dem oberen Management für besondere Leistungen ausgezahlt.
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Montag, 2. November 2009
Arbeitsrecht im Internet: Wo gibt's Infos und Hilfe?
Vom Arbeitsvertrag bis zum Zeugnis
Nachfolgend haben wir für Sie einige interessante Webseiten
rund ums Thema Arbeitsrecht zusammengestellt:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Und nicht vergessen: Wann immer Sie Probleme am Arbeitsplatz haben – die Tür des Betriebsrats steht immer für Sie offen! Wir beraten alle MitarbeiterInnen.
(Verdi-Mitglieder haben zudem ein Anrecht auf kostenlose anwaltliche Beratung.)
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Arbeitsrecht
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Aufruf: Kommt zur Kundgebung vor SCHLECKER
Es spricht ein Vertreter der Betriebsseelsorge und ab 9:30 der frisch ins Rathaus nachgerückte Stadtrat Benjamin Clamroth (Die Linke).
Unterstützt die KollegInnen durch zahlreiche Anwesenheit!
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Betriebsversammlung: "Gut unterwegs, aber kein Anlass zum Jubeln!"
Tätigkeitsbericht des Betriebsrats
Vorsitzender Peter Fitz berichtete zunächst von den Personalentscheidungen, bei denen der Betriebsrat gehört werden muss. Er freute sich über vier Neueinstellungen und ein knappes Dutzend neuer WerkstudentInnen. Positiv sind auch sieben tarifliche Umgruppierungen, in sechs Fällen gibt es mehr Geld. In den vergangenen vier Monaten gab es darüber hinaus 14 Versetzungen und leider auch zwei Kündigungen (eine krankheitsbedingt, die andere außerordentlich und fristlos).
Über die Leistungsprämie für die KollegInnen in Lager und Versand verhandelt der BR noch mit der Geschäftsführung. Fitz: "Die müssen da noch nachlegen!" Wenn man sich einig wird, startet die Prämienregelung im Februar nächsten Jahres als Pilotprojekt.
Ebenfalls verhandelt wird noch über die Betriebsvereinbarung zur Videoüberwachung in verschiedenen Bereichen des Unternehmens.
Fertig ist dagegen die Betriebsvereinbarung "Nutzung von Internet, Intranet, E-Mail und Datenhaltung". Nachdem das Schriftstück Mitte des Monats auf dem Infoboard veröffentlicht wurde, seien von Seiten der KollegInnen viele Fragen an den Betriebsrat herangetragen worden, berichtete unsere Kollegin Visnja Bernhard: "Es herrscht offenbar noch Unsicherheit darüber, wie die Regelungen zu interpretieren sind." Anhand einiger Beispiele erklärte die Betriebsrätin, was aus ihrer Sicht unter "normaler Nutzung" zu verstehen ist: "Wenn man zuhause anruft, um sich zu vergewissern, dass das Kind von der Schule heimgekommen ist, oder wenn man einen Arzttermin vereinbaren muss, dann ist das in Ordnung." Der lange und ausführliche Plausch mit Freunden oder dem Ehepartner sei dagegen nicht gern gesehen. "Wir wissen doch selber, was normal ist!", meinte Visnja Bernhard. Eine Einschätzung, die Carel Halff später in seinem Redebeitrag bestätigte: "Vertrauen gegen Vertrauen!" war seine Devise.
Projekt GRAzil
Das Projekt zum Arbeits- und Gesundheitsschutz tritt in die nächste Phase ein. In 59 unterschiedlichen Arbeitsgruppen habe man insgesamt rund 400 Einzelmaßnahmen vorgeschlagen, berichtete Projektbegleiterin Daniela Wörner. Jetzt entwickelt die Projektsteuerungsgruppe gemeinsam mit Betriebsrat und Geschäftsführung einen konkreten Maßnahmenplan. Einige Verbesserungen könnten dabei kurzfristig umgesetzt werden. So werde man noch in diesem Jahr für angemessene Temperaturen und geeigneten Lärmschutz in den Hallen und für verbesserte Arbeitsbedingungen für die KollegInnen im CallCenter sorgen. Im nächsten Jahr soll das Projekt auf den kaufmännischen Bereich ausgeweitet werden, kündigte Visnja Bernahrd an. "Darüber verhandeln wir noch mit der Geschäftsführung, aber wir wollen das durchsetzen, auch wenn es schwierig wird!"
Altersteilzeit
Stefan Kraft von Ver.di gab den Abschluss des Haustarifvertrages zur Altersteilzeit bekannt. KollegInnen, die über die Altersteilzeit in Rente gehen, können mit 82,5% des letzten Netto-Gehalts rechnen. Ein Ergebnis, auf das der Ver.di Vertreter stolz ist: "Gesetzlich vorgeschrieben sind nur 70%!" Trotzdem müsse jeder genau rechnen, ob er sich die Altersteilzeit leisten kann. Der Betriebsrat hilft gern dabei. Peter Fitz ergänzte, dass die von der Geschäftsführung geplante Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld zur Finanzierung der Altersteilzeit "vom Tisch" sei. Hier hat sich der Betriebsrat erfolgreich für alle MitarbeiterInnen durchgesetzt.
"Ohne Mantel in den Winter?"
Seit die Arbeitgeber den Manteltarifvertrag vor drei Jahren einseitig gekündigt haben, ringt Ver.di um ein neues Vertragswerk. Im Manteltarif sind wesentliche Rahmenbedingungen wie Urlaub, Arbeitszeit und Kündigungsschutz geregelt. "Hier haben wir zur Zeit keine rechtlichen Ansprüche", warnte Stefan Kraft. Der erfolgreich verhandelte Entgelttarif sei eines, der Mantel aber eigentlich noch wichtiger. Der Ver.di-Kollege kündigte noch vor Weihnachten Aktionen an, um die Arbeitgeber wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen.
Geschäftsbericht Carel Halff
Der leitende Geschäftsführer fasste die aktuelle Situation nach dem ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres so zusammen: "Wir sind ein Stück weit gut unterwegs, aber es gibt keinen Anlass zum Jubeln oder für Euphorie." Damit liege man leider auch voll im Branchentrend: "In keinem deutschen Versandhaus sieht es besser aus!" Im Internet habe man zugelegt, Kidoh habe ein sehr erfreuliches Plus zu verzeichnen, im Filialgeschäft liege man ganz leicht über Plan. Allerdings habe man in Summe Umsatzrückgänge zu verzeichnen, die so nicht geplant waren.
Darüberhinaus kündigte Carel Halff die Rückkehr der Jokers-Auslieferung von Neumünster nach Augsburg im Frühjahr an. Das solle helfen, hier Arbeitsplätze zu sichern. Die Weltbild-Plus-Filiale in der Steinernen Furt werde nächste Woche geschlossen. In den Räumlichkeiten wird am 11.11. erstmals eine Kidoh-Testfiliale eröffnet.
Die Zukunft sieht die Geschäftsführung verhalten optimistisch: "Wir sind so gut wie nie zuvor auf das Weihnachtsgeschäft vorbereitet!" Wenn die Bestellungen erwartungsgemäß einliefen, müsse in Lager und Versand alles reibungslos laufen, wünscht sich Halff: "Schnelle und fehlerfreie Auftragsabwicklung – auf die KollegInnen kommt es an!"
Fragen aus der Belegschaft
Wieder hatte der BR Fragen aus der Belegschaft gesammelt, und stellte sie öffentlich an den Geschäftsführer:
Weihnachtsfeier: Findet im gleichen Rahmen statt, wie in der Vergangenheit. Das Sommerfest 2009 habe man abgesagt, weil es zynisch sei, wenn man feiere, während gleichzeitig KollegInnen betriebsbedingt entlassen würden. "Das verbietet der Anstand", sagte Halff.
Restrukturierungsmaßnahmen: Eine KollegIn wollte wissen, was es mit der Beauftragung externer Berater im Bereich IT auf sich habe. Auf der letzten BV habe man doch gesagt, dass zunächst keine weiteren Maßnahmen geplant seien. Halff gab zu, dass der Bereich IT "sehr eingehend und tief" analysiert würde. Hier sei man technisch im Hintertreffen, die IT-Strukturen seien inzwischen so komplex, "dass sie ein Geschäftshindernis geworden sind." Die Analyse durch zwei Fremdfirmen sei so aufwendig, dass sich der Prozess über Monate strecken würde. Dann würden selbstverständlich zunächst der Betriebsrat und dann die betroffenen Abteilungen informiert. Auf den Einwurf eines IT-Kollegen, die Bestandsaufnahme sei seines Wissens bereits abgeschlossen, warum man denn bisher keine Info erhalten habe, antwortete Halff: Aus seiner Sicht sei die Analyse erst abgeschlossen, wenn man neben der Beschreibung der IST-Situation auch Entscheidungsoptionen auf dem Tisch habe. Auf weitere Aussagen wollte sich die Geschäftsführung nicht einlassen, sondern verwies darauf, dass ein Projekt dieser Größenordnung sich über zwei bis fünf Jahre hinziehen könne. Das ist leider eine sehr vage Auskunft, der Betriebsrat wird die Entwicklungen in der IT deshalb wachsam im Blick behalten.
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Betriebsversammlung
Dienstag, 27. Oktober 2009
Die "10 Gebote" von Weltbild – Teil 3
§3 Unser AngebotLeitmedium unseres Angebots ist das Buch, das uns unverwechselbar macht und von dem wir in hohem Maße unsere Kompetenz und Glaubwürdigkeit beziehen.Die anderen Kaufmedien wie CDs, Videos und DVDs, Software, Games, Kalender, Gesellschaftsspiele, Sammlereditionen und Zeitschriften sind ebenfalls Kernsortiment.Dies wird ständig um attraktive Versandsortimente, in medienaffinen Bereichen rund um Haus und Familie, erweitert: Hobby und Freizeit, Praktisches und Nützliches, Schule und Beschäftigung, Dekoration und Geschenk. Alle Angebote berücksichtigen konsequent die Qualitätserwartung der Kunden.
Schön wär's – wir meinen:
Unverwechselbar ist am Weltbild-Angebot zur Zeit leider gar nichts. Von einer besonderen Kompetenz bei der Auswahl der Artikel ist wenig zu spüren. Die Buchangebote, die ohnehin nur noch rund 50% des Katalogs ausmachen, sind vollkommen austauschbar und werden nach Marktforschungs-Ergebnissen ausgesucht. Überraschungen? Trendsetter-Angebote? Titel, die wirklich nur Weltbild anbietet? Im Katalog suchen unsere KundInnen vergebens. Und im Internet heißt es lapidar: "Wir haben alles".
Im Non-Book-Bereich wird dagegen fleißig experimentiert: von Kleinmöbeln über Motorroller bis hin zur Wurst. Alles findet seinen Platz im Katalog des "Katholischen Buchversenders". Ob sich unsere KundInnen in diesem Wirrwarr noch zurecht finden? Die Umsatzzahlen sprechen dagegen.
Die Qualität? "Hauptsache billig!" Das ist heute die einzige Antwort auf die "Qualitätserwartung der Kunden".
Unser Fazit:
Einige wenige (wie Amazon) haben wirklich "alles" – und technische Lösungen gefunden, wie sie ihren Kunden ein riesiges Sortiment zugänglich machen können, ohne selbst ein finanzielles Risiko zu laufen. Andere (wie Quelle) haben alles auf "alles" gesetzt und verloren.
Warum laufen die Weltbild-Strategen überlegenen Konkurrenten hinterher bzw. setzen auf überholte Konzepte? Im Marketing-Sprech nennt man das "me-too-Positionierung", und BWL-StudentInnen lernen schon im ersten Semester, das es so nicht geht.
Die frühere Stärke von Weltbild lag im mit viel Sachkenntnis und feinem Gespür ausgesuchten, klar abgegrenzten Angebot. Service und Versand kamen aus einer Hand, nämlich von hochmotivierten MitarbeiterInnen aus Augsburg. Darauf konnten sich unsere KundInnen verlassen. Weltbild kannte (und schätzte) seine Zielgruppe. Der Katalog war in vielen Haushalten ein gern gesehener Gast. Heute trommeln wir wie eine Drückerkolonne gegen die Haustür und wundern uns, wenn es heißt "Wir kaufen nichts!"
Wir MitarbeiterInnen würden uns wünschen, dass sich Weltbild wieder auf seine alten Tugenden zurückbesinnt. Dazu muss man Atem holen und genau nachdenken, was unsere Kunden 2010 - 2020 von uns erwarten. Keine leichte Aufgabe. Dafür braucht man Ideen, Durchhaltevermögen und ein langfristiges Ziel. Vielleicht brauchen wir dafür mittlerweile sogar Hilfe von außen. Aber neue Geschäftsführer mit McKinsey-Meriten, denen außer Personalabbau eh nichts einfällt, helfen in dieser Situation bestimmt nicht weiter!
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Unternehmensleitlinien
Montag, 26. Oktober 2009
Interne Versetzung – es kann auch gutgehen!
In diesem Jahr haben unangenehme und teils wenig einleuchtende Unternehmensentwicklungen stattgefunden. Das will ich nicht schön reden, aber dennoch sollte auch etwas Positives nicht unerwähnt bleiben.Neben den Kündigungen gab es auch einige interne Versetzungen innerhalb des Unternehmens. Jetzt kann ich natürlich nur aus eigener Erfahrung sprechen. Andere mögen es anders empfunden haben. Aber eine solche Versetzung kann durchaus auch neue Perspektiven eröffnen. Ich war geschockt und fand es sehr schade, aus einem guten Team herausgerissen zu werden und das vertraute Kollegen- und Arbeitsumfeld verlassen zu müssen. Aber ich habe auch gemerkt, dass man in der neuen Abteilung sehr gut aufgenommen werden kann.Insbesondere weil mittlerweile viele Weltbildler um ihre Jobs fürchten und anfangen, sich darüber, wie es weitergehen mag, Gedanken zu machen. Von daher bringen die Kollegen jemandem, der von einer Versetzung betroffen ist, erfreulich viel Zuspruch entgegen. Und natürlich auch, weil sie sich über Unterstützung freuen. Denn durch die Stellenstreichungen ist das Arbeitsaufkommen generell ja nicht weniger geworden, sondern nimmt für die verbleibenden Mitarbeiter oft noch zu.Eine interne Versetzung ist, sofern die Arbeit vergleichbar ist und keiner üblen Degradierung gleichkommt, die bessere Alternative zu einer Kündigung. Weltbild sollte sich, meiner Ansicht nach, verstärkt bemühen, solche Alternativen zu suchen und anzubieten, bevor man gute Mitarbeiter vor die Tür setzt.
Wir freuen uns mit dem/der KollegIn, und hoffen, dass die Geschäftsführung dieses positive Feedback als Ansporn nimmt: Suchen Sie nach ernsthaften Alternativen zur Entlassung! Und gewähren Sie den KollegInnen jede Unterstützung und die nötige Zeit, sich auf ihren neuen Arbeitsplätzen zurecht zu finden! Die Kraft unseres Unternehmens liegt in seinen MitarbeiterInnen.
Und an Sie, liebe KollegInnen, hier noch einmal der Aufruf: Beteiligen Sie sich an diesem Blog! Verfassen Sie selbst Kommentare oder schreiben Sie ein Mail an den Betriebsrat: wb-betriebsrat@web.de Jeder Beitrag ist willkommen. Das Weltbild Verdi Infoblog gibt Ihnen eine Stimme!
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