Montag, 29. April 2019

1. Mai in Augsburg



Am 1. Mai findet auch dieses Jahr wieder ein von den Gewerkschaften organisierter Demonstrationszug zum Rathausplatz statt. Nach der Kundgebung folgt ein buntes Kultur- und Rahmenprogramm und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Wir freuen uns auf euer Kommen!


Das Programm:

    10.00 Uhr: Demonstrationszug vom Gewerkschaftshaus, Am Katzenstadel 34,
    zum Rathausplatz mit Sambamania
    10.45 Uhr: Maifeier auf dem Rathausplatz Augsburg
    Begrüßung Silke Klos-Pöllinger, DGB-Kreisvorsitzende
    Grußwort Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl
    Jugendaktion DGB-Jugend
    Ansprache Luise Klemens, Landesbezirksleiterin ver.di Bayern
    Prämierung Malwettbewerb „Europa – das ist für mich …“
    Moderation Horst Thieme

   12.15 Uhr (ca.): Ende der Kundgebung, im Anschluss Kulturprogramm
    Musik Karl Pösl mit Protestsongs von den 60ern bis heute
    Backdoor Connection mit fetzigen Funk und Rocknummern, verträumten Balladen,
    sphärischen Instrumentals und Popsongs
    Poetry Slam präsentiert von Horst Thieme
    Rahmenprogramm:
    Info-Aktionsstände Gewerkschaften und befreundete Organisationen
    Kinderaktionen Hüpfburg, Kinderbetreuung durch den Abenteuerspielplatz   Hammerschmiede
    Essen Verschiedene Speisen, auch vegetarisches Angebot
    15.00 Uhr: Ende Kulturprogramm




Freitag, 26. April 2019

Ein erfreuliches Ergebnis


Es kann ja doch funktionieren mit einer konstruktiven Zusammenarbeit, wie letztlich die Unterzeichnung der Betriebsvereinbarung Variable Vergütung zeigte. Der Betriebsrat griff einen Vorschlag der Geschäftsführung auf, der primär auf Kostensenkung im Personalbereich abzielte und handelte eine Neuregelung aus, die den außertariflich Angestellten gleichermaßen Vorteile bringt und somit für alle Seiten positiv ist.

Da die Regelungen zur Entlohnung der außertariflich beschäftigten Mitarbeiter sehr komplex sind, soll hier nur auf die wesentlichen Punkte eingegangen werden.
Die AT-Gehälter sind neben einem fixen Grundgehalt bisher anteilig an sogenannte Zielvereinbarungen geknüpft. Diese Ziele sollten zu Beginn des Geschäftsjahres mit den Vorgesetzten festgelegt werden und für alle Kollegen in gleichem Maße erreichbar sein. Leider kam es bei diesen Vorgaben häufig zu großen Unstimmigkeiten. 
Die einen erhielten Ihre Ziele frühzeitig, die anderen so spät, dass für das Erreichen kaum genug Zeit blieb. Auch waren die Anforderungen in keiner Weise standardisiert, was die Realisierbarkeit angeht. Manche Kollegen mussten nur wenig mehr tun, als das wofür sie laut Vertrag ohnehin verpflichtet waren, bei anderen war, ob der hohen Vorgaben, ein teilweises Scheitern schon vorprogrammiert.
Diese ungleichen Voraussetzungen führten, wenn es am Jahresende um die Auszahlung ging, regelmäßig zu unschönen Szenen und Stress mit  Vorgesetzten und Kollegen.

Die Betriebsvereinbarung eröffnet nun aber einen Weg, um aus dieser unbefriedigenden Situation herauszukommen. Ein AT-Angestellter kann ab jetzt auf einen Teil des jährlich ausbezahlten, individuellen Anteils seines Gehalts verzichten, wobei der Rest dann fix auf das monatliche Basisgehalt aufgeschlagen wird. Als Gegenleistung für diese faktische Gehaltskürzung entfallen alle Zielvereinbarungen und die damit verbundenen Streitpunkte. Zusätzlich erhält der Kollege, je nach Höhe des Verzichts, einen Ausgleich in Urlaubstagen, sprich mehr Freizeit. 

Unter dem Strich heißt das:
  • geringeres Jahreseinkommen, da sich der individuelle Gehaltsanteil faktisch reduziert
  • höheres Monatseinkommen, da der reduzierte Anteil des individuellen Gehaltsanteils auf den Monatslohn aufgeschlagen wird
  • je nach Höhe des Verzichts 1 - 3 Urlaubstage mehr
  • keine  Zielvereinbarungen, die dafür erreicht werden müssen
Es bleibt jedoch fast allen Angestellten selbst überlassen, ob sie diese neue Regelung als Änderung in ihren Arbeitsvertrag aufnehmen lassen wollen. Das Prinzip der Freiwilligkeit ist absolut gegeben. Und für diejenigen, die keine Änderung wünschen, beinhaltet die BV eine Vorgabe für die Festlegung der jährlichen Ziele. Diese soll eine Ungleichbehandlung ausschließen und die Zielvereinbarungen für alle Beteiligten SMART machen.
Ausgenommen von den Änderungen sind nur diejenigen Angestellten mit einem Jahresgehalt über 100.000 Euro und einige wenige andere, die durch ihre Arbeit maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmensergebnis haben. Dies betrifft allerdings nur etwa ein Viertel der AT-Angestellten. Alle andern haben die freie Wahl.

Der Betriebsrat hat mit dieser Betriebsvereinbarung für die Kollegen mit höherem Einkommen eine sehr gute Möglichkeit geschaffen sich einer permanenten Stressquelle zu entledigen ohne wirklich gravierende Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Gleichzeitig verbessert sich durch die neuen Richtlinien bei der Zielvereinbarung auch die Situation für die Mitarbeiter, die das Angebot zum Wechsel nicht annehmen möchten. Und für das Unternehmen sinken die Ausgaben im Personalbereich.

Am Ende gewinnen so alle Seiten durch diese Neuregelung.

Wir wollen so gerne glauben, dass dieses Beispiel einer "vertrauensvollen Zusammenarbeit" der Anfang eines neuen Umgangs im Hause Weltbild ist. Das zarte Pflänzchen Hoffnung ...






Montag, 22. April 2019

Filmabend im Liliom Kino


Freier Eintritt für Gewerkschafts-Mitglieder am Freitag Abend im Liliom Kino Augsburg. 

In Zusammenarbeit mit den neuen Besitzern des Liliom Kinos zeigt die Industriegewerkschaft IGBCE den aktuellen französischen Spielfilm "Streik". 


Termin: Freitag den 26. April
Ab 18 Uhr werden Snacks angeboten.
Um 19:30 Uhr startet die Vorführung. Im Anschluss bietet sich Gelegenheit zur Diskussion.












Dienstag, 2. April 2019

Tarifrunde 2019 Handel - Forderung Großhandel


Wie bereits berichtet, ist die Tarifrunde Handel gestartet.

Neben dem Einzelhandel, führt auch der Großhandel Tarifverhandlungen.

Forderungen der Tarifkommission Großhandel

ver.di:  Beschäftigte  im  Großhandel  brauchen  deutlich  mehr  Geld  

6,5 % mehr Geld für Alle 

München,  07.03.2019.  Respekt  und  Wertschätzung  für  die  Leistung  der  Groß- 
handelsbeschäftigten  muss  sich  nach  der  Überzeugung  von  ver.di  auch  bei  
den  Entgelten  und  Ausbildungsvergütungen  wiederspiegeln.  Deshalb  hat  die 
bayerische  Tarifkommission  einstimmig  eine  Erhöhung  der  Entgelte  um  6,5%  
für  die  anstehende  Tarifrunde  gefordert.  


 Der  bayerische  Großhandel  ist  einer  der  zentralen  Branchen  in  Bayern.  Ohne  die 
rund  240  000  Beschäftigten  im  Großhandel  wäre  die  Grundversorgung  faktisch  nicht  
vorhanden.  Angefangen  vom  Lebensmittelgroßhandel,  dem  pharmazeutischen 
Großhandel  bis  hin  zum  Baustoffgroßhandel  ist  der  Großhandel  das  wichtigste  Bin- 
deglied.  Die  Beschäftigten  im  Großhandel  stellen  somit  die  Versorgung  der  Volks-  
wirtschaft  mit  Waren  und  Dienstleistungen  sicher.  Dabei  ist  die  Umsatz-  und  Ge- 
winnsituation  der  Unternehmen,  die  im  Großhandel  tätig  sind,  ausgesprochen  gut.    

Um  den  Beschäftigten  ihren  Teil  an  dem  Erfolg  zukommen  zu  lassen,  wurde  heute 
die  Tarifforderung  beschlossen.  Konkret  beschloss  die  große  Tarifkommission  fol-  
gende  Forderungen  für  die  rund  240.000  Beschäftigten:  



  • Erhöhung  der  Löhne  und  Gehälter  um  6,5%  
  • Erhöhung  der  Bezahlung  von  weiteren  Anforderungen  auf  80€ 
  • Erhöhung  der  Ausbildungsvergütungen  um  100  €  
  • Die  Laufzeit  des  Tarifvertrages  soll  12  Monate  betragen 
  • Allgemeinverbindlichkeit  wird  gemeinsam  mit  den  Arbeitgebern  beantragt  

„Beschäftigte  im  Großhandel  leisten  wertvolle  Arbeit  für  die  Gesellschaft  und  erwirt- 
schaften  Milliarden  Umsätze  für  die  Unternehmen.  Dafür  verdienen  sie  Respekt  und  
Wertschätzung,  vor  allem  durch  Entgelte  von  denen  die  Menschen  ihr  Leben  be- 
streiten  können  und  in  Zukunft  nicht  von  Altersarmut  bedroht  sind“,  so  Thomas  
Gürlebeck,  ver.di  Verhandlungsführer  in  Bayern.  


Vor  der  Forderungsfindung  führte  ver.di  in  den  Großhandelsbetrieben  eine  breit  an- 
gelegte  Beschäftigtenbefragung  durch. Die  Befragung  ergab  unter  anderem,  dass  36%  
der  Befragten  sagten,  ihr  Einkommen  reicht  nicht  aus  und  57%  angaben,  dass 
ihr  Einkommen  gerade  so  ausreicht. Dass  die  zu  erwartende  Rente  nicht  zum  Leben
ausreicht,  bestätigten  in  der  Befragung  91%  der  Beschäftigten 

Quelle: Pressemitteilung ver.di-bayern / Handel / Großhandel







Donnerstag, 28. März 2019

Tarifrunde Handel 2019 - Forderungen Einzelhandel


2019 ist Tarif-Jahr und die Tarifrunden im Handel haben begonnen.

Auch wenn Weltbild von den Ergebnissen der Tarifrunde nicht profitieren wird, da WBD ein Betrieb ohne Tarifbindung (OT-Betrieb) ist, sind die Verhandlungen rund um Tarife, Entgeltstrukturen und Forderungen der Tarifkommissionen interessant zu verfolgen.

Das fordert die Tarifkommission Einzelhandel in Bayern


ver.di: Beschäftigte im Einzelhandel brauchen deutlich mehr Geld

Einen Euro pro Stunde mehr


München, 12.03.2019. Respekt und Wertschätzung für die Leistung der Einzelhandelsbeschäftigten muss sich nach der Überzeugung von ver.di auch bei den Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen wiederspiegeln. Deshalb hat die bayerische Tarifkommission einstimmig eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um einen Euro in der Stunde gefordert.

Konkret beschloss die Große Tarifkommission hat am 12. März 2019 folgende Forderungen für die rund 300.000 Beschäftigten, auf die der Tarifvertrag Anwendung findet:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1 € in der Stunde
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 €
  • Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen
  • Die Tarifverträge des bayerischen Einzelhandels sollen wieder allgemeinverbindlich werden, damit Dumpingkonkurrenz und Vernichtungswettbewerb wirksam bekämpft werden.

„Beschäftigte im Einzelhandel leisten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft und erwirtschaften Milliarden Umsätze für die Unternehmen. Dafür verdienen sie Respekt und Wertschätzung, vor allem durch Löhne und Gehälter von denen die Menschen ihr Leben bestreiten können und in Zukunft nicht von Altersarmut bedroht sind“, so Hubert Thiermeyer, ver.di Verhandlungsführer in Bayern.

Bis dahin ist aber nach Auffassung der ver.di Tarifkommission in Bayern noch ein weiter Weg, denn die Mehrzahl der Beschäftigten im Einzelhandel sind akut von Altersarmut betroffen. Ihre Gehälter reichen vielfach nicht aus um im Alter über die Grenzen der gesetzlichen Grundsicherung hinaus zu kommen.

„Ein Euro mehr in der Stunde verbessert nicht nur heute die Arbeits- und Lebensbedingungen, sondern verringert auch das Risiko von  Altersarmut. Und jeder Euro mehr in der Lohntüte finanziert auch unser Sozialsystem, also Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung,“ so Thiermeyer weiter.

Die Legitimität der beschlossenen Forderungen untermauert eine breite Beschäftigtenbefragung bei der 46 % angaben, ihr Arbeitseinkommen reicht nicht aus und 49 % der Aussage zustimmen, ihr Arbeitseinkommen reiche gerade so aus. 60 % der Befragten gaben an, dass ihre spätere Rente nicht zum Leben reichen wird, weitere 35 % sind darüber hinaus skeptisch ob es reicht. 



Info-Flyer der ver.di zur Tarifrunde 2019 Einzelhandel Bayern

Quellen: 
- Pressemitteilung des Fachbereichs 12 der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
- Info-Flyer ver.di Bayern / Einzelhandel
             

Montag, 25. März 2019

Luftsicherheitskräfte - 80 Prozent organisiert


aus ver.di publik 1/2019:




Die Luftsicherheitskräfte haben mehr Lohn und den ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag erstreikt – mit einem hohen Organisationsgrad setzt man sich eben durch


Von Petra Welzel

Sie haben 20 Euro Stundenlohn gefordert, die rund 23.000 Sicherheitskräfte im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den deutschen Flughäfen. Und die Empörung darüber war groß. Einer von weit über tausend Kommentaren auf der ver.di-Facebook-Seite bringt die Empörung auf den Punkt: „Die Leute dort machen definitiv einen wichtigen Job. Das tun viele andere allerdings auch. [...] Es ist nicht so, dass ich es den Leuten nicht gönne. Nur für viele andere Berufsgruppen ist das ein Schlag ins Gesicht.“ Warum? Weil sie einen Lohn fordern, von dem zum Beispiel eine Kollegin in der Altenpflege träumt? Einen Lohn, den manche Erzieherin nicht bekommt? Die Luftsicherheitskräfte haben Applaus verdient.

Denn sie haben viel erreicht. Der Einigung nach sollen die Sicherheitsbeschäftigten in der Passagierkontrolle an den Flughäfen in drei Stufen bis 2021 einen Stundenlohn von 19,01 Euro erhalten, in den anderen Bereichen der Kontrolle fällt er etwas geringer aus, aber das Ergebnis könne sich „sehen lassen“, sagte der ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher in den frühen Morgenstunden des 24. Januar.

Nach fünf zähen Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks seit Oktober letzten Jahres haben sich an jenem Morgen der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) und ver.di auf den ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag in der Luftsicherheit geeinigt. Auch das kann sich sehen lassen. Ebenso die erreichte Angleichung der Ost- an die Westlöhne. Insgesamt liegen die Erhöhungen jährlich zwischen 3,5 und 9,77 Prozent. Nach drei Jahren je nach Region und Tätigkeit insgesamt zwischen 10,5 Prozent und 26,7 Prozent. Am 18. Februar entscheiden die ver.di-Mitglieder über die Annahme.

„Das ist ein großer Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen in der Branche“, sagt Ute Kittel, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für die privaten Luftsicherheitsbeschäftigten. Aber den haben sie sich schwer verdient. Oliver Ladwig, tätig am Flughafen München, antwortete auf einen Kommentar auf Facebook: „Wir haben vor Jahren angefangen, uns zu organisieren, und die letzten 4 Jahre war es sogar noch stärker. [...] Fakt ist, wer was Vernünftiges bekommen möchte, muss auch was dazu beisteuern, ...“ Ute Kittel sagt: „Es war ein hartes Ringen, das zeigt: Es lohnt sich, Gewerkschaftsmitglied zu sein.“ Was nichts anderes heißt als: Organisiert euch! Und empört euch über die niedrigen Löhne und nicht über gute Ergebnisse.

Als im Oktober 2010 in Frankreich die ­kleine Streitschrift „Empört euch!“ des damals 93-jährigen ehemaligen Widerstandskämpfers Stèphane Hessel erschien und sich vier Monate später schon eine Million mal verkauft hatte und auch in Deutschland ein Bestseller wurde, war genau das Hessels Anliegen. Er kritisierte mit Blick auf die damalige Finanzkrise den Sozialabbau, insbesondere bei der Alterssicherung, und eine vielfach verfehlte Politik, die die Armen ärmer und nur die Reichen reicher mache. Darüber sollten sich die Beschäftigten empören, dagegen sollten sie sich wehren.

„Das geht um die Welt!“


Genau das haben die Luftsicherheitskräfte getan. Benjamin Roscher hatte den Erfolg des dritten Streiktags Mitte ­Januar am Frankfurter Flughafen mit den Worten „Alles ist dicht!“ verkündet. Das sei „ein großartiges Signal. Das geht um die Welt!“ Auf einer Pressekonferenz gefragt, wie es sein kann, dass die Sicherheitskräfte höhere Löhne durchsetzen können als eine Altenpflegerin, verweist der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf deren „Organisationsgrad von beeindruckender Stärke“, der bei bis zu 80 Prozent liege. In der Altenpflege hingegen sei er nur gering.

Alle Beschäftigten brauchen Löhne, die für ein auskömmliches Leben reichen. Allein in der Bankenstadt Frankfurt am Main gehen von den Einkommen laut einer vom Polit-Magazin Panorama in Auftrag gegeben Studie schon durchschnittlich 40,7 Prozent für die stetig steigenden Mieten drauf.

Rund 5.000 Menschen arbeiten dort auf dem Flughafen in der Luftsicherheit für sechs verschiedene Arbeitgeber. Bisher wurden sie unterschiedlich bezahlt. Für Qadeer Rana (35), seit 16 Jahren am Flughafen tätig, war das ein unerträglicher Zustand. Wie alle anderen Kolleg*innen leiste er hochkonzentriert qualifizierte Arbeit, inklusive regelmäßiger Schulungen, täglicher Kontrollen von den Arbeitgebern und der Bundespolizei. Zudem müssten sie ständig Personalmangel ausgleichen.

Wie der behoben werden soll, ist noch nicht ­geklärt. ver.di und der BDLS haben sich ­jedoch darauf verständigt, direkt nach Abschluss des Entgelttarifvertrages in Verhandlungen über Zeitzuschläge, Funktionszulagen und die Umwandlung von Entgelt in zusätzliche Freizeit einzusteigen. Ohne gewerkschaftliche Organisation ­wäre das alles nicht drin.


Freitag, 22. März 2019

Wandern mit ver.di


Der Frühling beginnt dieses Jahr mit viel Bewegung an der frischen Luft ... 

Ver.di lädt ein zu einer etwa 2-stündigen Wanderung rund um Zusmarshausen im Westen von Augsburg. 


Auf dem Programm steht eine kleine Wanderung mit anschließender Einkehr in ein ortsansässiges Lokal. Dabei besteht die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch mit anderen Gewerkschafts-Mitgliedern. Auf Grund der frühen Uhrzeit ist die Wanderung vermutlich nur für Kolleginnen und Kollegen interessant, die an diesem Tag Urlaub haben oder bereits in Rente sind. Wir hoffen, es bietet sich demnächst auch die Gelegenheit zu einer solchen Veranstaltung außerhalb der normalen Büro-Arbeitszeiten.

Wer am Donnerstag den 28.03. teilnehmen möchte, meldet sich bitte rechtzeitig an unter folgendem Link: Verdi Veranstaltungen









Dienstag, 19. März 2019

Verhandlungserfolg des BR: 
Streit um Personalplanung beigelegt


Mit diesem Rundschreiben informierte der BR
die Belegschaft über die positive Entwicklung. 
Über ein Jahr lang haben Betriebsrat und Geschäftsführung bei WELTBILD über die Personalplanung gestritten. Viele dieser Differenzen wurden vor Gericht ausgetragen. Wir haben zum Beispiel hier immer wieder darüber berichtet. Vor anderthalb Wochen ist nun ein Durchbruch auf der Verhandlungsebene gelungen, der viele dieser Verfahren erledigt.

Am vergangenen Donnerstag wurde einer der zentralen Prozesse – das Verfahren um die Beteiligung des Betriebsrats an der Personalplanung gemäß § 92 BetrVG – mit einem Vergleich beendet. Den Text des Vergleichs hatten BR und GF bereits in den Tagen vor dem Prozesstermin ausgehandelt. Das Gericht hat den Vergleich protokolliert, die Vereinbarung ist damit rechtskräftig.

Der Arbeitgeber sichert darin zu, den Betriebsrat künftig „vollständig und umfassend unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen über die Personalplanung, insbesondere über die Personalbedarfsplanung nach Kopfzahl, Stellenanforderungen und Stellen zu unterrichten und diese mit dem Betriebsrat zu beraten.“

Sind weitere Lösungen in Sicht?

Darüber hinaus gibt es Regelungen, die präzisieren, wie oft diese Beratungen stattfinden – mindestens vierteljährlich – und wie mit Konflikten umgegangen werden soll – nämlich im Sinne einer „vertrauensvollen Zusammenarbeit“. Im Gegenzug erklärt der Betriebsrat seine Zustimmung zu allen derzeit vor Gericht verhandelten Einstellungen, insgesamt sieben an der Zahl.

Der Betriebsrat ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Interessenvertretung hofft, in Kürze auch die Auseinandersetzung um den Betriebsbegriff im Zusammenhang mit der Verwaltung des Filialvertriebs abschließend klären zu können.

Sonntag, 17. März 2019

Einladung: Arbeitnehmertag der KAB zum Thema Pflege


Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) lädt wieder ein zum jährlichen Arbeitnehmertag am Dienstag, 19. März, in Augsburg Pfersee. Diesmal wird das wichtige Thema Pflege im Mittelpunkt stehen. Beschäftigte aus diesem Bereich werden aus ihrem Alltag erzählen. Was Pflegenden gut tut, was sie bräuchten, damit ihre Arbeit wertgeschätzt wird.

18:30 Uhr Gottesdienst zum Fest des Heiligen Josef in St. Michael, Stadtberger Straße, Augsburg-Pfersee

ca.19:30 Uhr Vortrag mit Diskussion im Pfarrheim, Franz-Kobinger-Str. 10

„Wir wollen Euch wieder besser pflegen!“ Pflegekräfte aus verschiedenen Einrichtungen schildern ihre Situation 

DiskussionsteilnehmerInnen:

Gabi Hiesinger, Krankenschwester, Dominikus-Ringeisen-Werk, Wohngruppe Pfersee 

Cornelia Idiaghe, Altenpflegerin, Seniorenzentrum Servatius 

Franz Josef Uhlemayr, Fachkrankenpfleger, Stationsleitung, Uniklinik Augsburg, derzeit freigestellt als stellvertretender Personalratsvorsitzender 

Moderation: Gerhard Wild, Krankenpfleger i. R., Mitglied der KAB-Kreisverbandsleitung 


Anfahrt:


Montag, 4. März 2019

Weltfrauentag in Augsburg


Auch dieses Jahr lädt die Gewerkschaft ver.di in Augsburg wieder alle Interessierten zur Feier des Weltfrauentages ein. Feiert zahlreich mit am Freitag den 8. März im Kolpingsaal Augsburg. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.


Natürlich ist auch wieder ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten ...







Wir lassen Sie nicht allein! Klicken Sie auf das Logo.