Samstag, 10. Mai 2014
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 4 - 6)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 4:
Helene Vollrath
Abteilung VTK
50 Jahre, verheiratet, seit mehr als 14 Jahren bei Weltbild, Ersatzmitglied im Betriebsrat und aktiv bei den Ver.di-Vertrauensleuten.
"Für mich ist die beste Vorbereitung auf eine gute Zusammenarbeit von morgen, wenn Entscheidungen heute transparent und nachvollziehbar getroffen werden."
Listenplatz 5:
Tim Miller
Marketing Services / Grafik
43 Jahre, Familie mit 2 Kindern, seit 2001 bei Weltbild, aktiv bei den ver.di-Vertrauensleuten.
"Gute BR-Arbeit muss transparent sein. Ich setze mich für einen offenen, ehrlichen und aktiven Umgang mit unseren KollegInnen ein."
Listenplatz 6:
Manuela Natterer
Abteilung CIC
47 Jahre, Dipl. Soz.-Päd. (FH), seit 19 Jahren bei Weltbild, ver.di-Vertrauensfrau.
"KollegInnen werden von Vorgesetzten oft nicht auf Augenhöhe behandelt. Ich trete ein für die Stärkung der Rechte der Mitarbeiter. Wir sind „ein“ Weltbild 2.0."
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Liste 7
Freitag, 9. Mai 2014
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 7 - 9)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 7:
Dirk Neu
Marketing Services / Text
Literaturwissenschaftler (M. A.), 41 Jahre, seit 2004 bei Weltbild, ver.di Vertrauensmann.
"Ich setze mich für ein gutes Betriebsklima ein. Mehr miteinander, statt gegeneinander. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot."
Listenplatz 8:
Sara De Santi
Abteilung VTK
33 Jahre, Lageristin, ver.di-Vertrauensfrau.
"Gute Arbeit ist mit guten Ideen verbunden, deshalb ist es mir wichtig, aktiv unser aller Arbeit mitgestalten zu können."
Listenplatz 9:
Jürgen Puschmann
Abteilung IT
53 Jahre, Diplom-Informatiker, seit 1996 bei Weltbild, ver.di -Vertrauensmann.
"Ich setze mich für gesunde und verbesserte Arbeitsbedingungen ein: „wann“, „wie“, „was“, „wo“ und „wie lange“ wir arbeiten."
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Donnerstag, 8. Mai 2014
Das ist die richtige Wahl: Liste 7 "Gute Arbeit"
Es gibt viele gute Gründe uns zu wählen.
Wir wollen für euch erreichen:
Mehr Transparenz
Viele werden sich erinnern: "Ich sehe keinen Grund zur Beunruhigung", sagte Carel Halff im Herbst letzten Jahres auf einer Betriebsversammlung. Und auch die Zahlen, die man dem Betriebsrat vorlegte, deuteten nicht auf eine dramatische Situation. Das Ende vom Lied: Wie aus heiterem Himmel ist das Unternehmen kurze Zeit später Pleite und fast die Hälfte der MitarbeiterInnen verliert ihren Arbeitsplatz.
Das darf sich nicht wiederholen!!!!! Der Betriebsrat muss von der künftigen Geschäftsführung besser informiert werden. Und er muss die Möglichkeit bekommen, bei wichtigen Entscheidungen mitzureden. Ganz unabhängig davon, wie der künftige Weltbild-Eigentümer heißen wird.
Arbeitnehmerrechte und Mitsprache stärken
Viel zu lange wurden kritische Stimmen der MitarbeiterInnen von einer selbstherrlichen Geschäftsführung ignoriert. Gegen den Rat erfahrener Kolleginnen und Kollegen hat man von oben falsche Entscheidungen durchgesetzt. Nur weil jemand "Chef" ist, heißt das noch lange nicht, dass er die richtigen Entscheidungen trifft. Wir brauchen eine andere Unternehmens-Kultur: Kompetente Beschäftigte – auch wenn sie nicht zur Geschäftsführung gehören – müssen gehört und ernst genommen werden. Offene Diskussionen müssen möglich sein. Nur so kommt Weltbild wieder nach vorne.
Sicherheit und Stabilität
Wir kämpfen für dauerhaft sichere Arbeitsplätze und für stabile Arbeitsverhältnisse bei Weltbild. Dazu gehören z.B. die geltenden Betriebsvereinbarungen und Arbeitszeit-Regelungen. Was bisher mit der Firmenleitung ausgehandelt war, darf jetzt nicht einfach über den Haufen geworfen werden, sondern soll auch unter dem neuen Eigentümer Bestand haben.
Weltbild braucht ein Vorschlagswesen
Viele kluge Köpfe arbeiten bei Weltbild. Die MitarbeiterInnen sind das eigentliche Kapital des Unternehmens. Wenn jemand den Betrieb mit Ideen verbessern und voranbringen kann, soll das auch finanziell honoriert werden. Gute Vorschläge der Beschäftigten dürfen nicht irgendwo "versanden". Das kann sich Weltbild nicht mehr leisten. Das Motto muss vielmehr lauten: Gutes Geld für gute Ideen! Das ist gut investiertes Geld in die Zukunft des Unternehmens.
Gesunde Arbeitsbedingungen
In diesem Sommer heißt es: "Wir müssen durchstarten!" oder "Wir packen den Neuanfang!" oder "Jetzt richtig Gas geben!" Volle Kraft voraus – und das mit halber Mannschaft.
So richtig und wichtig der engagierte Neubeginn ist: Die verbleibenden MitarbeiterInnen brauchen dabei Schutz vor Überforderung und Arbeits-Überlastung. Endlose Überstunden und Stress bis zum Burn-Out müssen vermieden werden. Damit Weltbild und seine Beschäftigten fit sind für einen erfolgreichen Neustart.
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Betriebsratswahl 2014
Wichtige Information zur Betriebsratswahl am 14. Mai 2015
Die Vorbereitungen für die Betriebsratswahl am 14. Mai 2014 laufen auf Hochtouren. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wahl fassen wir hier einmal zusammen:
Wie viele Mitglieder hat der Betriebsrat bei Weltbild?
Die Größe des Betriebsrats ist von der Unternehmensgröße abhängig. Weltbild hat derzeit rund 1.200 MitarbeiterInnen. Diese haben das Recht auf die Vertretung durch 15 Betriebsratsmitglieder. Neben diesen "festen" BetriebsrätInnen werden bei der Wahl auch Ersatzmitglieder gewählt. Das sind alle anderen KollegInnen, die sich zur Wahl aufstellen ließen, aber auf Grund ihres Listenplatzes keinen Sitz im Betriebsrat bekommen haben. Diese können die Betriebsräte z. B. im Krankheitsfall vertreten aber auch selbst aktiv in den Ausschüssen mitarbeiten.
Wer wählt den Betriebsrat?
Wahlberechtigt sind alle Festangestellten (ausgenommen sogenannte Leitende Angestellte, s.u.). In unserem Unternehmen sind ca. 1.200 Festangestellte von Weltbild, Jokers und Kidoh wahlberechtigt. Das Mindestalter für die Teilnahme an der Wahl beträgt 18 Jahre. Mütter oder Väter in Elternzeit sind selbstverständlich ebenfalls wahlberechtigt.
Leitende Angestellte sind laut Betriebsverfassungsgesetz Vorgesetzte, die selbstständig MitarbeiterInnen einstellen und entlassen dürfen, oder Generalvollmacht oder Prokura haben. Bei Weltbild gibt es derzeit nur 5 Leitende Angestellte. Das sind die Mitglieder des Projekt-Boards. Alle anderen – auch die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsleitung – dürfen wählen.
Wie wird gewählt?
Der Betriebsrat wird in geheimer und unmittelbarer Wahl gewählt. Wenn mehrere Listen zur Wahl antreten (wie bei Weltbild), werden die Betriebsräte nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Das heißt, jede Liste erhält entsprechend ihrem Stimmanteil Plätze im Betriebsrat. In den Betriebsrat kommen dann die KandidatInnen, die auf den oberen Listenplätzen stehen.
Entsprechend den Gleichstellungsgrundsätzen genießt das Minderheitsgeschlecht besonderen Schutz bei der Betriebsratswahl. Bei Weltbild arbeiten mehr Frauen als Männer, deshalb müssen mindestens 7 der 15 Betriebsratsmitglieder Männer sein.
Wer kann gewählt werden?
Für den Betriebsrat kandidieren dürfen alle Wahlberechtigten, die länger als 6 Monate dem Betrieb angehören. Die KandidatInnen organisieren sich in Listen, die vor der Wahl jeweils mindestens 50 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten sammeln müssen, um zur Wahl zugelassen zu werden.
Bei Weltbild treten in diesem Jahr sieben Listen an. Ihre Position auf dem Wahlzettel wurde ausgelost:
1. Logistik (Raimund Wegemer und Alexander Gravec)Wie läuft die Wahl ab?
2. Wir sind's! (Peter Fitz, Visnja Bernhard und weitere 15 KollegInnen)
3. Die Alternative (Christina Bundt und weitere 5 Kolleginnen)
4. Geprem (Mahir Geprem, Jürgen Meier und 1 weiterer Kollege)
5. Vision 2.0 (Ben Jergius, Sabine Pürckhauer-Rack und 1 weiterer Kollege)
6. Contra (Rose Martin)
7. Gute Arbeit (Timm Boßmann, Dolores Sailer und 16 weitere KollegInnen)
Gewählt wird am Mittwoch, 14. Mai 2014, in verschiedenen Wahllokalen innerhalb des Unternehmens. Eine genaue Liste mit Standorten und Uhrzeiten der Wahllokale wird hier rechtzeitig veröffentlicht und an den bekannten Stellen ausgehängt. Wer am Wahltag nicht im Betrieb ist, kann beim Wahlvorstand im Betriebsratsbüro Briefwahlunterlagen beantragen. KollegInnen in Elternzeit und Langzeitkranke bekommen die Briefwahlunterlagen "automatisch" zugeschickt.
Sie können die Briefwahlunterlagen auch telefonisch bei Josef Trutt (Durchwahl -4722) beantragen!
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BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 10 - 12)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 10:
Jana Pommerening
Abteilung ZKL
45 Jahre, Facharbeiterin für Plaste und Elaste, geschieden, 1 erwachsene Tochter, seit 20 Jahren bei Weltbild.
"Gute Arbeit lohnt sich. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, wird Weltbild 2.0 für die Mitarbeiter ein Erfolg. Dafür kämpfe ich."
Listenplatz 11:
Hannes Walk
Abteilung CIC
47 Jahre, Dipl.-Ing. Chemie (FH), seit 14 Jahren bei Weltbild.
"Gute Arbeit leistet nur, wer sich auch darauf konzentrieren kann. Ich kämpfe für eine sichere und verlässliche Jobsituation."
Listenplatz 12:
Pinar Özdemir
CM – Modernes Antiquariat
30 Jahre, gelernte Fremdsprachen- korrespondentin, seit 2008 bei Weltbild.
"Gute Arbeit macht nur derjenige, der leistungsfähig ist. Ich setze mich für gesundheitsfreundliche Arbeitsbedingungen ein."
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Mittwoch, 7. Mai 2014
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 13 - 15)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 13:
Roland Baqué
IT-Zentralsysteme ES9000/ IT-Process-Service, Service Desk
56 Jahre, Programmierer ES9000, bei Weltbild seit 1994, verheiratet.
"Ich möchte mich als Betriebsrat dafür einsetzen, dass zukünftig Verbesserungsvorschläge wieder mehr Gewichtung erlangen."
Listenplatz 14:
Hermine Herz
Lageristin VTO/VTB
34 Jahre, Frisörin, seit 14 Jahren bei Weltbild.
"Das neue Weltbild 2.0 – mit mehr Stabilität und Transparenz in die Zukunft. Ich kämpfe für mehr Arbeitsplätze und Loyalität."
Listenplatz 15:
Ralph Sailer
Abteilung LDZ
46 Jahre, Lagerist, seit 20 Jahren bei Weltbild.
"Ich will mich im neuen Betriebsrat für Arbeitssicherheit einsetzen. Leider wird diese oft vergessen."
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Dienstag, 6. Mai 2014
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 16 - 18)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Listenplatz 16:
Tina Neumann
CIC – Sammler-Editionen
30 Jahre, Bürokommunikationskauffrau, seit 5 Jahren bei Weltbild.
"Ich stehe für einen gesicherten und gerecht entlohnten Arbeitsplatz, kreatives und barrierefreies Denken, ein gerechtes Miteinander."
Listenplatz 17:
Joachim Mayer
CIC / TKC – eBook Kundendienst
37 Jahre, Politikwissenschaftler (M. A.), seit 1999 bei Weltbild.
"Ich setze mich ein für die Einführung eines geregelten Vorschlagswesens, das Eure Ideen dokumentiert und honoriert: gerechte Chancen auf Verwirklichung Eurer Ideen."
Listenplatz 18:
Christina Siemon
IT Service Desk & Change Team
45 Jahre, IHK Fachkraft Anwendungs- und Netzwerkbetreuung, seit 13 Jahren bei Weltbild.
"Neue Besen kehren anders. Ich setze mich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen weiterhin für alle gut bleiben."
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Montag, 5. Mai 2014
BR-Wahl: 12 gute Gründe, warum ein Betriebsrat so wichtig ist – speziell in der Krise
Am 14. Mai ist Betriebsratswahl bei WELTBILD. Aus diesem Anlass dokumentieren wir hier einen Text von Rechtsanwalt Michael W. Felser – gefunden auf www.betriebsratswahl2010.de (Bund-Verlag)
Nicht ohne meinen Betriebsrat: 12 gute Gründe für einen Betriebsrat – speziell in der Krise
§ 1: Ohne Moos nix (mehr los): Keine Abfindung ohne Betriebsrat: Ohne Betriebsrat gibt es keinen Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Arbeitgeber bei Personalabbau. Und damit auch keinen Anspruch auf eine Abfindung bei Entlassung.
§ 2: Ene meine miste: Der Betriebsrat bestimmt bei Personalabbau und Kündigungen mit. Er kann Kündigungen widersprechen und damit die Chancen der Beschäftigten bei der Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht deutlich verbessern. Informiert der Arbeitgeber den Betriebsrat über die Kündigung nicht oder nicht ordnungsgemäß, ist die Kündigung unwirksam.
§ 3: Ab in den Süden? Betriebsurlaub, Kurzarbeit, Arbeitszeitverkürzung, Arbeitszeitkonten: Alle Maßnahmen, die in Unternehmen zur Zeit genutzt werden, um durch die Krise zu kommen, sind mitbestimmungspflichtig. Nur der Betriebsrat kann verhindern, dass der Arbeitgeber einseitig seine Interessen bei Kurzarbeit & Co. durchsetzt.
§ 4: Klagen gehört zum Handwerk: Nicht jedem Arbeitgeber, der jammert, geht es wirklich schlecht. Gerade in der Krise segeln manche unter falscher Flagge und reduzieren Belegschaft und Löhne ohne Not. Nur der Betriebsrat kann alle Informationen verlangen, um die wirkliche wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu überprüfen. Ihnen persönlich wird der Vorstand wohl eher nicht die Bilanzen vorlegen, oder?
§ 5: Wissen ist Macht: Nur ein Betriebsrat kann sich durch seinen gesetzlichen Schulungsanspruch die nötigen arbeitsrechtlichen Kenntnisse zulegen, die nötig sind, um dem Arbeitgeber in der Krise Paroli zu bieten und bei Kurzarbeit, Sozialplan & Co. die Interessen der Arbeitnehmer einzubringen.
§ 6: Rache ist süß: Nicht jeder Unternehmer sieht ein, dass Arbeitnehmer auch Rechte durchsetzen können und versucht, die “Rädelsführer” zu bestrafen. Nur ein Betriebsrat genießt Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz, kann sich also ohne Angst vor Sanktionen auch nachdrücklich für die Belegschaft einsetzen.
§ 7: Vier-Augen-Gespräche – nicht ohne mein Betriebsratsmitglied: Viele Unternehmen versuchen durch Serien von Vier-Augen-Gesprächen ältere Mitarbeiter oder leistungsgeminderte Arbeitnehmer (“Low Performer”) loszuwerden. Zu Gesprächen mit dem Arbeitgeber können Arbeitnehmer keinen Anwalt hinzuziehen, aber ein Betriebsratsmitglied ihres Vertrauens und damit einen Zeugen. Ein Gespräch im Beisein eines Betriebsrats läuft ganz anders ab als ohne.
§ 8: Schutz vor Mobbing und Bossing: Der Betriebsrat bestimmt bei Versetzungen, auch Strafversetzungen und anderen Sanktionen (Eingruppierung, Zulagen, Sonderzahlungen, Beförderungen etc.) mit. Nur mit Betriebsrat sind dem freien Schalten und Walten zur Maßregelung Grenzen gesetzt.
§ 9: Immer mehr immer mehr immer mehr: Der Betriebsrat hat gleichberechtigt mitzubestimmen z.B. bei Regeln zu Zielvereinbarungen, aber auch bei Regeln zu Krankengesprächen, Raucher- und Alkoholverbot, Parkplatzordnung oder Radio- und TV-Nutzung während der WM und EM.
§ 10: Ich sehe was was Du nicht siehst – Schutz vor Überwachung: Nicht erst seit der Krise nimmt die Arbeitnehmerüberwachung zu. Nur der Betriebsrat kann Videoüberwachung, Taschenkontrollen, Datenabgleiche, PCKontrollen und andere Maßnahmen ablehnen oder wenigstens mitgestalten.
§ 11: Geiz ist Geil. Gegen Entgeltkürzungen, Nasenprämien und Radfahrerzulagen hilft nur ein Betriebsrat: In der Krise werden Prämien bei den Arbeitnehmern gestrichen und Mehrleistungen verlangt, die Boni in der Führungsmannschaft werden aber trotz mieser Leistungen weitergezahlt. Der Betriebsrat ist verpflichtet, die Einhaltung des Gleichbehandlungsanspruchs zu überwachen und kann die Gleichbehandlung beim Entgelt, Sonderzahlungen, Mehrarbeit u.a. auch dank seiner Mitbestimmungsrechte durchsetzen.
§ 12: Wenn der Pleitegeier kreist. Mit Betriebsrat werden Sie geholfen. Ohne Betriebsrat gibt es keinen Sozialplan mit dem Insolvenzverwalter und auch keinen gesetzlich legitimierten Verhandlungspartner für den Insolvenzverwalter. Im Gläubigerausschuss, der den Insolvenzverwalter kontrolliert, sitzt meist auch ein Betriebsratsmitglied.
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